Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 3
2. Betriebswirtschaftliche Forschungsansätze 4
2.1 Produktionstheoretischer Ansatz 4
2.1.1 Beschreibung 4
2.1.2 Kritische Würdigung 4
2.2 Entscheidungstheoretischer Ansatz 5
2.2.1 Beschreibung 5
2.2.2 Kritische Würdigung 5
2.3 Systemtheoretischer Ansatz 6
2.3.1 Beschreibung 6
2.3.2 Kritische Würdigung 6
3. Abschließender Kommentar 7
4. Literaturverzeichnis 8
2
1. Einführung
Die Betriebswirtschaftslehre entwickelte sich nach dem zweiten Weltkrieg anhand aktueller Probleme und Impulse der Zeit. Dadurch variierten die Schwerpunkte in Theorie und Praxis sehr stark, so dass im Laufe der Zeit die Betriebswirtschaftslehre von unterschiedlichsten, sich zum Teil widersprechenden Ansätzen beeinflusst wurde.
Während vor 1945 vorwiegend die Bewertungs- und Finanzierungsfragen erforscht wurden, verlagerte sich nach der Währungsreform 1948 die betriebswirtschaftliche Forschung auf den Absatz, später dann u.a. auf die Investitionstheorie und die Unternehmensführung. 1 In den neueren Forschungsansätzen schenkt man nicht nur dem Aspekt der Produktion besondere Beachtung, sondern auch dem Nutzen verwandter und benachbarter Wissenschaften wie beispielsweise der Volkswirtschaftslehre, den
Sozialwissenschaften und der Ökologie für die Betriebswirtschaftslehre. Die Entwicklung der betriebswirtschaftlichen Forschungsansätze baute keineswegs auf einander auf, sondern verlief oft uneinheitlich und kontrovers. Dabei spielten unter anderem auch die verschieden Sichtweisen der Betriebswirtschaft eine entscheidende Rolle. Aufgrund der unüberschaubaren Vielfalt betriebswirtschaftlicher
Forschungsansätze, wird hier auf Grund der Kürze, nur eine kleine Auswahl erläutert und kritisch beleuchtet.
1 vgl.: Wöhe, G.: Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 20. Aufl., München 2000, S. 73f
3
2. Betriebswirtschaftliche Forschungsansätze
2.1 Produktionstheoretischer Ansatz
2.1.1 Beschreibung
Der produktionstheoretische Ansatz geht auf Erich Gutenberg zurück, der als erster einen in sich geschlossenen betriebswirtschaftlichen Ansatz entwickelte. Im Laufe der Zeit wurde der Ansatz in verschiedene Richtungen weiterentwickelt und modifiziert, um die aktuellen Anforderungen (z.B. Ökologie) mit ein zu beziehen. Der Betriebsprozess beruht nach Gutenberg auf der Kombination der Produktionsfaktoren, welche aus dem dispositiven Faktor als steuerndes Element und den elementaren Faktoren als produzierende Elemente bestehen. Durch den dispositiven Faktor soll die Kombination der elementaren Faktoren optimiert werden. Dabei stellt „Gutenbergs System (…) nicht wie das System von Nicklischs den Menschen, sondern den Kombinationsprozess der
Produktionsfaktoren(…) in den Mittelpunkt…“ 2 Da die Produktion in den 50er Jahren den Engpassbereich im Unternehmen darstellte, spielte die Beziehung zwischen Faktoreinsatz und Faktorertrag eine entscheidende Rolle. 3 Für Gutenberg stellte sich nun die Aufgabe, eine bestmögliche Beziehung zwischen Faktoreinsatz und Faktorertrag zu erreichen. Gutenbergs System beruht auf reiner Theorie der BWL. Er hat dies bewusst so entwickelt, da er Regeln und Verhaltensanweisungen ablehnte und versuchte „… die innere Logik der Dinge aufzuspüren und die und die betriebswirtschaftlichen Sachverhalte geistig zu durchdringen.“ 4
2.1.2 Kritische Würdigung
Gutenberg entwickelte das erste zusammenhängende wissenschaftliche Grundkonzept der Betriebswirtschaftslehre. Dabei ließ er alle für die Praxis relevanten Erkenntnisse außer Acht und entwickelte ein Grundgerüst, das den betrieblichen Prozess erklären sollte. Gutenberg nahm auf idealtypische Situationen Bezug und ging deduktiv vor. 5 Dadurch wird ihm oft vorgeworfen, die Wissenschaft von der Praxis zu trennen und dadurch unbrauchbar zu machen. Gutenberg sah auch den Faktor Mensch als unproblematisch, was seine Überlegungen für die heutige Praxis nur begrenzt Einsetzbar macht. Auch die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert (von einer Industriegesellschaft zu einer Dienstleistungs-und
Informationsgesellschaft). Gutenbergs Ansatz hat aber, wenn auch nur theoretisch, heute noch Gültigkeit und gilt als wichtiger Ansatz für die Wissenschaft.
2 vgl.: Wöhe, G., 2000, S. 74
3 Grass, B.: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, Das System Unternehmung, 2. Aufl., Berlin 2003, S. 38
4 Wöhe, G., 2000, S. 76
5 Specht, G.: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, 3. Aufl., Stuttgart 2001, S. 25f
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Arbeit zitieren:
Bianca Donde, 2004, Forschungsansätze in der BWL, München, GRIN Verlag GmbH
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