Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung und Ziele der Arbeit 3
2. Entstehung des Nord Süd- Konflikt -Zentrale Begriffe 3
2.1. Kolonialismus
S. 3
2.2. Der Nord-Süd-Konfli 4
2.3. Der Begriff Entwicklung 4
2.4. Entwicklungsländer - Unterentwicklung 5
2.5. S. 7
3. Entwicklungstheorien 7
3.1. Dependenztheorie 7
3.2. Modernisierungstheorien 10
4. Die politische und wirtschaftliche Differenzierung der Dritten Welt 13
5. Entwicklungshilfe 15
5.1. Erste Entwicklungsphase 1960- 1970 17
5.2. Zweite Entwicklungsphase 1971 bis 1978 17
5.3. Dritte Entwicklungsphase 1979 bis 1990 18
5.4. Vierte Entwicklungsphase 1991 bis 2000 18
5.5. Fünfte Entwicklungsphase ab 2000 19
6. Fazit 20
7. S. 23
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1. Einleitung und Fragestellung
Einleitend soll zunächst auf zentrale Begriffe der entwicklungstheoretischen Forschung, wie Kolonialismus, Entwicklungstheorie, Entwicklung und Unterentwicklung eingegangen werden. Ziel der Arbeit ist es zu klären, in wie weit die vorhanden Entwicklungstheorien den Nord-Süd-Konflikt aufarbeiten und die Entwicklungshilfe einen Beitrag zur Beseitigung desselben leistet. Angesichts der Rückentwicklung vieler Entwicklungsländer stellt sich jedoch die Frage, ob die existierenden entwicklungstheoretischen Denkansätze in der heutigen Zeit als sinnvoll zu erachten sind. Im Zuge der Globalisierung nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Konkurrenzmodells und vieler Diktaturen der Dritten Welt ergeben sich für die Entwicklungspolitik neue Herausforderungen.
2. Entstehung des Nord-Süd-Konfliktes - Zentrale Begriffe
2.1. Kolonialismus
Unter dem Begriff Kolonialismus versteht man:
imperialistische Staaten zur Schaffung und Erweiterung territorial bestimmbarer (Bertelsmann-Lexikon, 1996, Stuttgart).
Im Zuge der Industrialisierung verfolgten neben England viele andere europäische Staaten eine Nationalstaatidee, welche einen zunehmenden Einfluss auf Gebiete in Übersee zur Folge hatte. Das bisherige Freihandelssystem transformierte im Zuge der imperialistischen Phase zu einem Welthandelssystem. Durch die Kolonialisierung sollten neue Absatzmärkte erschlossen werden um so sinkenden Absatzzahlen und Massenarbeitslosigkeit entgegenzuwirken werden, die u.a. für das britische Empire ein großes Problem darstellten (SCHOLZ, 2004, S. 70 nach LENIN 1970).
Tab. 1: Kolonialreiche: Fläche - Einwohnerzahl von Kolonien (K) und Mutterländer (M) 1936
Quelle: veränderte Darstellung nach Scholz, 2004, S.72
3
2.2. Der Nord-Süd-Konflikt
Der Begriff des Nord-Süd-Konfliktes steht für die ungleichen Lebensbedingungen und die Chanceverteilung zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern. Er ist ein Synonym für die Spannungen und Bedrohungen, die aus dieser globalen nord-süd gerichteten sozioökonomischen Fragmentierung erwachsen können. Seit dem Zusammenbruch der UdSSR im Jahre 1991, muss jedoch eine neue begriffliche Einordnung auf Grundlage der geographischen Lage vorgenommen werden, denn , vor allem im
hinzugekommen (IHNE & WILHELM, 2006, S. 5).
2.3. Der Begriff Entwicklung
Der Begriff der Entwicklung lässt sich auf Grundlage seine Komplexität nicht auf eine alleinige Definition reduzieren. Allgemein versteht man unter dem Vorgang der Entwicklung das Freilegen eines Objektes, das so die Möglichkeit bekommt, seine Charakteristikas zu entfalten. Wenn man jedoch Entwicklung im Kontext der Entwicklungspolitik betrachtet, so teilt sich der Prozess auf mehrere Ebenen auf.
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Ebenen, an denen Entwicklung bzw. Entwicklungspolitik ansetzt, sind Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Individuen und Technologie. Die einzelnen Ebenen stehen dabei in wechselseitiger Abhängigkeit und beeinflussen sich gegenseitig, was positive aber auch negative Effekte zur Folge haben kann. Grundsätzlich verbinden aber die Akteure der Entwicklungspolitik, wie Weltbank, OECD, UN sowie die Kirche, mit Entwicklung einen sozio-ökonomisch-kulturellen Vorgang mit einem genau definierten Zielrahmen. Zu den Zielen der Entwicklung gehören nach NOHLEN & NUSCHELER (1993): ] u.a. Respektierung der menschlichen Würde, Befriedigung der Grundbedürfnisse, Gleichberechtigung der Geschlechter, Demokratisierung von politischen Strukturen/ politische Partizipation, gerechte Besitz- und Einkommensverteilung, wirtschaftliches Wachstum, menschenwürdige
Arbeitsbedingungen, funktionierende Gesundheitsversorgung, intakte Umwelt,
Nach Nohlen und Nuscheler lässt sich aus den einzelnen Zielsetzungen ein Dieses Schema legt für
unterentwickelte Länder durch die Zusammenfassung einzelner Zielsetzungen Entwicklungsdimensionen fest. NOHLEN und NUSCHELER (1993) haben folgende Dimensionen festgelegt:
Neben dem Begriff der Entwicklung wird häufig auch der Begriff der nachhaltigen
mit dem Programm der Agenda 21 zu einem zentralen politischen Leitbegriff wurde. Unter nachhaltiger Entwicklung versteht man nach IHNE und WILHELM (2006, S. 3): - und
2.4. Entwicklungsländer Unterentwicklung
Eine definitorische Eingrenzung des Begriffs ist ähnlich des Entwicklungsbegriffs schwierig. Nach dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung weisen Entwicklungsländer eine Reihe von Gemeinsamkeiten auf, auf Basis derer eine genaue Charakterisierung vorgenommen werden kann. Merkmale von Entwicklungsländern sind nach dem BMZ in der folgenden Tabelle dargestellt:
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Tab. 2: Indikatoren für die Einordnung von Entwicklung
Quelle: HARTMUT IHNE & JÜRGEN WILHELM 2006, S. 4
Grundlage für die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung herausgegebenen Kriterien für Entwicklungsländer ist der Human-Developement-Index (HDI) der Vereinten Nationen. Der HDI bildet die Basis zur Einstufung von Entwicklungsländern (3.bis 5. Welt). Entwicklungsländer, die einen hohen Grad an Industrialisierung aufweisen, werden anhand des höheren HDI als Schwellenländer bezeichnet (IHNE & WILHLEM 2006, S. 4).
Bei der Betrachtung von Entwicklungsländern können zudem drei Dimensionen ungleicher Entwicklung unterschieden werden, die ebenfalls Grundlage für den dependenztheoretischen Ansatz sind, auf den später genauer eingegangen wird. Die Dimensionen der Unterentwicklung sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
Tab. 3: Die drei Dimensionen der Unterentwicklung
Quelle: Hein, Wolfgang, 1998, S.237
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Arbeit zitieren:
Kay Renner, 2010, Nord-Süd-Beziehungen, München, GRIN Verlag GmbH
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