1 EINLEITUNG. 1
2 THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR STABILISIERUNGSPOLITISCHEN
KONZEPTION 2
2.1 ANSÄTZE NACH KEYNES. 2
2.2 ANSÄTZE DER NEOKLASSIK 3
3 STABILISIERUNGSPOLITIK. 4
3.1 ZIELE DES STABILITÄTSGESETZES 4
3.2 STABILISIERUNGSPOLITISCHE ZIELE. 5
3.3 INSTRUMENTE UND TRÄGER DER STABILISIERUNGSPOLITIK. 6
4 ZIELBEZIEHUNGEN DER STABILISIERUNGSZIELE. 7
5 FAZIT. 10
6 LITERATURVERZEICHNIS. 11
7 TABELLENVERZEICHNIS. 11
II
1 Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Zielbeziehungen zwischen den Stabilisierungszielen in der Bundesrepublik Deutschland.
Um näher auf die Stabilisierungsziele eingehen zu können müssen zunächst die Begriffe Stabilitäts- und Stabilisierungspolitik unterschieden werden.
• Unter Stabilitätspolitik versteht man sämtliche wirtschaftspolitischen Massnahmen des Staates, die darauf ausgerichtet sind eine langfristige Stabilität des Geldwertes und des Preisniveaus zu garantieren.
• Unter Stabilisierungspolitik versteht man staatliche Massnahmen, mit denen gleichzeitig mehrere gesamtwirtschaftliche Ziele wie z. B. Preisniveaustabilität, Vollbeschäftigung oder stetiges Wirtschaftswachstum realisiert werden sollen. Die Realisierung mehrerer wirtschaftlicher Ziele zur gleichen Zeit wird in der Literatur auch häufig als Globalsteuerung bezeichnet.
Um die kontinuierliche Stabilisierung einer Volkwirtschaft zu gewährleisten muss der Staat im Rahmen der Stabilisierungspolitik danach streben, die folgenden Stabilisierungsziele zu erreichen.
• Vollbeschäftigung
• Preisniveau- und Geldwertstabilität
• Stetiges Wirtschaftswachstum
• Ausgewogenes aussenwirtschaftliches Gleichgewicht
• Gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung
Ziel der Arbeit soll es sein nach einer kurzen Einführung in das Thema Stabilisierungspolitik und einer näheren Erläuterung der einzelnen Stabilisierungsziele, einen umfassenden Überblick darüber zu geben in welcher Beziehung die einzelnen Ziele zueinander stehen und an welchen Stellen sie sich ergänzen, beziehungsweise überschneiden. Dem Staat stehen zur Erreichung dieser Ziele verschiedene Instrumente zur Verfügung, auf deren Bedeutung zu einem späteren Punkt in dieser arbeit Bezug genommen wird.
1
Zunächst werden jedoch im folgenden Kapitel die theoretischen Ansätze zur stabilisierungspolitischen Konzeption näher beleuchtet.
2 Theoretische Ansätze zur
stabilisierungspolitischen Konzeption
2.1 Ansätze nach Keynes
Die keynesianische Erklärung der gesamtwirtschaftlichen Stabilitätsschwankungen geht von der Basisthese aus, dass der privatwirtschaftliche Sektor einer Volkswirtschaft instabil ist. Dies begründet sich durch folgende verschiedene Annahmen über das Verhalten des privatwirtschaftlichen Sektors:
• Irrationale Stimmungsschwankungen im Investitionsverhalten
• Kurzfristige Schwankungen beim Konsumverhalten abhängig vom Einkommen und von den Zukunftserwartungen
• Kurzfristige Schwankungen der Geldnachfrage abhängig vom Zinsniveau
Anders als die klassische Betrachtung bindet die keynsianische Theorie den Staat als Stabilisator mit ein, dessen antizyklisches Verhalten als notwendige Bedingung für eine stetige gesamtwirtschaftliche Entwicklung bei Vollbeschäftigung der Produktionsfaktoren angesehen wird.
In der keynesianischen Sichtweise marktwirtschaftlicher Prozesse fällt dem Staat die Aufgabe zu, das Konsumverhalten des privaten Sektors durch antizyklische Impulse zu stimulieren um so eine stetige gesamtwirtschaftliche Nachfrageentwicklung zu gewährleisten. Die Hauptlast der Stabilisierungspolitik liegt bei der keynesianischen Theorie auf Ausgaben-und Einnahmenvariation des Staatshaushalts, da davon ausgegangen wird, dass geldpolitische Massnahmen unsicher sind und erst mit starker Verzögerung eintreten. Nach der keynesianischen Theorie hat der Staat also die permanente Aufgabe durch kurzfristiges Anregen der Nachfrage die wirtschaftliche Aktivität zu stabilisieren und das Wachstum der Wirtschaft zu fördern. 1
1 Quelle: Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, 1995
2
Arbeit zitieren:
Robin Lewis, 2003, Wirtschaftspolitik: Zielbeziehungen zwischen Stabilisierungszielen, München, GRIN Verlag GmbH
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