Ein Wort zuvor Geld regiert die Welt!
Ich will Ihnen mit meinem Zeilen etwas Mut machen, denn überall wird auf der Welt mit Wasser gekocht und alles wird nicht so heiß gegessen, als es gekocht wurde. Ich will jedoch hinzufügen, dass der Inhalt nicht ausschließlich meine persönliche Meinung in dieser Angelegenheit darstellt, sondern dass der Inhalt lediglich eine Zusammenstellung von Möglichkeiten ist, die ein in Not geratener Mensch einfach als Leitfaden kennen sollte.
Wie er dann handelt und welchen Weg er gehen will, dass ist gänzliche die Sache desjenigen, den es betrifft. Und noch eines ist wichtig: in dieser Broschüre werden nur rechtlich gestattete Möglichkeiten zur Schuldentilgung vorgeschlagen und beschrieben. Aber diese muss man erst einmal kennen! Und nun pirschen wir uns an das Thema heran. Was sind eigentlich Schulden? Schulden entstehen nur dann, wenn Sie geliehenes Geld nicht zurückzahlen wollen, oder es nicht können. Solange Sie Geld, auch wenn es nur kleine Beträge sind, an Ihre Gläubiger zahlen gelten Sie nicht als Schuldner.
In unserer automatisierten Welt sind finanzielle Vorleistungen Gang und Gäbe. Die Wirtschaft, die Industrie, der Staat alle beziehen oder entziehen Finanzmittel aus dem „Milliardentopf“, vorwiegend das der „kleinen“ Leute. Steuern sind die Haupteinnahmequellen des Staates und Zinsen die Haupteinnahmequellen der Banken. Fast alle sind irgendwie verschuldet: Hinz und Kunz haben Schulden, die Kommune ist
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verschuldet, es gibt eine Staatsverschuldung, Auslandsschulden usw.. Ein Endlosband des Verbrauchs und der Umverteilung. Am Anfang arbeiten viele Leute, später, wenn genug Profit gemacht wurde arbeitet fast nur noch das Geld. Diesen Zustand haben wir bereits erreicht. Ob Sie als Privatmann einen Kredit nicht bedienen können, oder ob Sie als Kleinunternehmer in finanzielle Probleme kommen, das Resultat ist stets das Gleiche: die Gläubiger wollen ihr Geld zurück und zwar möglichst alles und sofort. In den meisten Fällen ist es den Gläubigern gleich, ob Sie noch etwas zu essen haben, oder sich mit Selbstmordabsichten tragen.
Spätestens hier sind Sie gezwungen sich Gedanken zu machen, wie das Problem gelöst werden soll. Sorgen Sie nun dafür, dass man Sie nicht weiter ins Elend abdrängen kann. Drehen Sie den Spieß um und machen Sie aus Ihren ehemaligen Nachteil einen Vorteil. Jetzt machen Sie Ihren Gläubigern, die kein Verständnis dafür aufbringen, dass sie unverschuldet, durch den Verlust Ihres Arbeitsplatzes, oder durch das nicht bezahlen Ihrer Forderungen bankrott gemacht worden sind, das Leben schwer.
Hilfe, bin ich hilflos ?
Viele stehen ziemlich ratlos vor der Alternative: Sein oder Nichtsein. Sie müssen Ihre Strategie danach ausrichten, welche Art von Schulden Sie haben und warum Sie diese nicht bezahlen wollen oder
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können. Denken Sie aber stets daran keine Gesetze zu verletzen, jedoch sollten Sie von hohen Moralvorstellungen Abstand nehmen, denn diese finden Sie in der Finanzbranche nirgendwo. Was Sie unbedingt wissen sollten, ist die Art und Weise wie Banken arbeiten und Geld verdienen. Die Banken verdienen am meisten an Schulden, die nicht zurückgezahlt werden. Das bedeutet: strecken der Laufzeiten, verkleinern der Raten, Kreditaufstockung, Umschuldung usw.. In der Sprache der Banker nennt man das Refinanzierung. Die Gewinne der Banken entstehen, indem diese ihren Kunden ein Giro-Konto einrichten, über das für den Kunden notwendige Zahlungen laufen.
Dafür bekommt der Kunde 0,2% Zinsen. Für andere Einlagen, z.B. auf Sparbücher zahlt die Bank 3,25 bis 4,0 % Zinsen. Der eine Teil der Kunden trägt viel Geld auf die Bank und ein anderer Teil braucht dringend Geld. So nimmt die Bank das billig eingenommene Geld für 3,25 % derer, die davon ausreichend haben und gibt es denen die es brauchen, als teuren Kredit für 8 bis14 % Zinsen. Die Spanne dazwischen ist der Gewinn der Bank, den diese nun wieder verleiht usw.. Sie sehen, da kommt viel Geld zusammen, welches die Banken einfach durch Wucher mit dem Geld anderer verdienen. So einfach ist das. So leben die Banken fast ausschließlich in Schulden, die sie durch neue Schulden wieder decken.
Würden alle Sparer ihre Konten sofort auflösen wären die meisten Banken gezwungen Konkurs anzumelden, da die Deckungen höchstens 40-60 % betragen. Deshalb sind die Banken, trotz eitlen Gehabe stets interessiert eine kreditnehmende Klientel an ihrer Angel zu haben. Nun ist es so, das die Banken ihre Altschulden mit neuen Schulden begleichen (übrigens die Staatshaushalte funktionieren auch bereits so), was
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Sie aber nicht können, da sie keine Bankhochhäuser und Immobilien ihr eigen nennen dürfen. Ihnen bleibt nur ein Weg: die Altschulden nicht zurückzuzahlen. Wenn Sie das mit legalen Mitteln tun kann Ihnen nichts passieren, denn damit zu rechnen, dass man Ihnen wie verschuldeten Ländern die Schuld streicht, wäre wohl eine Utopie. „Was also tun?“ sprach Zeus und die Götter schwiegen. Wir wollen versuchen aus dieser Misere auf eine anständige Art und Weise herauszukommen.
Die Zeit spielt eine große Rolle
Kommt Zeit, kommt Rat!
Nichts ist für einen Schuldner der zahlungsunfähig, oder zahlungsunwillig wichtiger, als Zeit zu gewinnen. Und Zeit ist genau das, dass Ihnen Ihre Gläubiger neben Ihrem Geld nicht lassen wollen. Wir sprechen hier von solchen Fällen, in denen die Schuldner aus nur ihnen bekannten Gründen wissen, dass sie von einem Gläubiger über den Tisch gezogen wurden, und es vom Gesetz aus eigentlich keinen Grund gibt in diesem Falle zu zahlen. Solche Fälle sind zum Beispiel: Sie wurden durch unlautere Tricks oder Täuschung zum Kauf teurer Dinge verführt. Sie müssen für Kinder Unterhalt bezahlen, von denen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht der Vater sind, man hat Ihnen ein Montagsauto angedreht und Sie müssen an eine Bank Raten dafür zahlen usw., usw.. Sie teilen also Ihrem Gläubiger mit, das sie nicht zahlen wollen. Jetzt ist ihr Gläubiger am Zug. Er muss gegen Sie ein Mahnverfahren einleiten. Sie nehmen sich einen Anwalt, der stellt die Kosten des Verfahrens dem Gläubiger in Rechnung. Zum Gerichtstermin müssen Sie
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nicht selbst erscheinen, das macht ihr Anwalt. Wenn Sie keine Mittel haben, so beantragen Sie über Ihren Anwalt Prozesskostenhilfe. Sollte es zu einem Prozess kommen erklären Sie, Sie hätten sich gerne außergerichtlich mit dem Gläubiger geeinigt und würden in Raten zahlen. Über die Ratenhöhe sagen Sie noch nichts aus. Die gute Absicht ist besser als eine Ablehnung. Siegen durch Nachgeben. Wenn der Gläubiger darauf eingeht, muss er seine Klage zurückziehen. Die Kosten trägt er dann selbst. Klagt er, so wiederholen Sie ihr Angebot. Wenn Sie keine Mittel haben, bekommt der Gläubiger einen vollstreckbaren Titel, welcher 30 Jahre Gültigkeit hat. Damit hat er zwar ein Stück Papier, aber immer noch keinen Euro von Ihnen.
Denken Sie immer daran, Sie haben die Welt nicht so gemacht. Aber Sie sind auch nicht auf diesem Planeten, um sich von anderen ausnehmen zu lassen. Wenn Sie keine Möglichkeiten haben die Angelegenheit zu gewinnen, so spielen sie auf Zeit, in der Hoffnung der Gläubiger gibt es auf, oder ist froh überhaupt etwas zu erhalten. Die Akten werden vielleicht verlegt, ein neuer Bearbeiter muss sich erst einarbeiten, er geht in Konkurs oder Krankheit und Tod des Gläubigers lassen Gras darüber wachsen. Gehen Sie davon aus, dass der Gläubiger noch andere Probleme hat, außer denen, die Sie ihm bereiten. Mit Sicherheit will er seine Zeit nicht mit Gerichtsprozessen und Inkassoverfahren verschwenden, um dann zwar ein vollstreckbares, aber nicht vollziehbares Urteil in den Händen zu halten. Wenn Sie schon kein Geld haben, sollten Sie wenigstens Zeit mitbringen. Vielleicht bietet Ihnen der Gläubiger selbst einen Vergleich an und Sie sind die Probleme los. Die Hälfte gespart kann eine Menge sein. Sollten Sie einen Aus-landssitz bevorzugen, freut sich der Gläubiger bereits, wenn er wenigs-
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tens 20% von Ihnen erhält. Auch mit dem Finanzamt können Sie einen Vergleich erzielen, nämlich dann, wenn Sie als Schuldner im Ausland wohnen und Sie nicht juristisch belangt werden können. Denken Sie immer an die Reichen und Schönen dieser Welt. Sie wohnen überall auf dieser Welt, aber in der Regel sind sie sehr schlechte Zahler, oder sie zahlen überhaupt nicht. Das betrifft besonderes die Steuern. Schicken Sie aus dem Ausland, möglichst weit weg Ihrem Gläubiger ein Vergleichsangebot über eine Auslandsanschrift. Dazu müssen Sie aber nicht verreisen, Sie brauchen nur jemanden der Ihre Post entgegennimmt und weiterleitet.
Dazu eigenen sich auch sogenannte
Behalten Sie die Nerven
Wer nichts hat, verliert nichts!
Wenn der Gläubiger sieht: dieses Feld zu ackern, wird mich selbst zermürben, obwohl er Anwalt und Gericht einschaltet, wird er unter Umständen aufgeben. Sie dürfen sich nicht einschüchtern lassen. Vor allem müssen Sie sich emotional in der Gewalt haben, um keine Fehler zu machen. Hier gilt die Weisheit: “Wenn du schon einen Fehler gemacht hast,
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Arbeit zitieren:
Diplom-Ingenieur Bernd Staudte, 2010, Schulden - und wie weiter?, München, GRIN Verlag GmbH
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