Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 2
1.1 Vorwort 2
1.2 Konzeption der Stadtgeschichte 3
1.3 Bedeutung des Themas in der gesamten Stadtgeschichte 4
1.4 Über den Autor. 5
2. Analyse der Stadtgeschichte hinsichtlich der Belagerung, Eroberung und
Zerst örung Magdeburgs. 6
2.1 Strukturierung des Ereignisses 6
2.2 Verwendete Quellen/ Nichtverwendete Quellen. 8
2.3 Sprachliche Mittel 14
2.4 Rolle Guerickes im Zusammenhang des zu analysierenden Abschnittes 15
2.5 Vergleich der Stadtgeschichte Helmut Asmus’ mit der „Geschichte der Stadt
Magdeburg “, herausgegeben vom Rat der Stadt Magdeburg 15
3. Zusammenfassung 17
4. Quellen- und Literaturverzeichnis. 18
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1. Einleitung
1.1 Vorwort
Die Zerstörung Magdeburgs 1631 war zweifellos das Ereignis des Dreißigjährigen Krieges: Flugschriften und -blätter, Zeitungen und Amtskorrespondenzen, Privatbriefe, Lieder, Gedichte und nicht zuletzt Selbstzeugnisse berichten über die Erstürmung der Stadt durch die kaiserlich-ligistischen Truppen unter General Tilly. Die Gewalttaten und die nahezu vollständige Zerstörung Magdeburgs setzten ein Exempel bisher noch nie da gewesenen Grauens und wurden zum Symbol des Dreißigjährigen Krieges. Fortan sprach man nur noch vom „Magdeburgisieren“. Die Stadt brauchte über ein ganzes Jahrhundert um sich von der Zerstörung zu erholen, die angestrebte Reichsfreiheit ging für immer verloren. Eine herrschende Allegorie sah in Magdeburg eine Jungfrau, Tilly als ein sie umwerbenden Bräutigam und die Eroberung der Stadt als Hochzeit an.
Die von mir zu behandelnde Stadtgeschichte ist die von Helmut Asmus und Manfred Wille erstmals im Jahr 2000 herausgegebene Abhandlung der Magdeburger Geschichte mit dem Titel „1200 Jahre Magdeburg - Von der Kaiserpfalz zur Landeshauptstadt“. Im Gesamten ist die Stadtgeschichte in drei Bänden plus einem Ergänzungsband angelegt, wobei Band 1, an welchem nur Helmut Asmus beteiligt war mit dem Titel: „Die Jahre 805-1631“ den Kernpunkt der Analyse treffen. Hier wird auf die Belagerung, Eroberung und Zerstörung Magdeburgs eingegangen.
In meiner Analyse werde ich zunächst die Konzeption des ersten Bandes betrachten und Fragen klären, z.B. wie die Stadtgeschichte angelegt ist und darüber hinaus, welche Rolle das Thema der Belagerung, Eroberung und Zerstörung Magdeburgs spielt. Abschließend werde ich in der Einleitung auf den Autor zu sprechen kommen und kurz den beruflichen Werdegang Helmut Asmus’ betrachten. Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse des entsprechenden Abschnittes 1 , welcher sich mit meiner gewählten Fragestellung befasst. Es wird zu klären sein, welche Quellen Asmus zu diesem Thema wählt und welche nicht. Darüber hinaus ist es wichtig zu klären, was der Autor erreichen will und wie er das Ereignis strukturiert. Selbstverständlich sind auch die gewählten sprachlichen Mittel zu berücksichtigen und Aussagen darüber zu treffen, welche Rolle Otto von Guericke in dem zu analysierenden Abschnitt zuteil kommt, denn er ist einer der maßgeblichen Zeitzeugen dieses
1 Der zu betrachtende Abschnitt ist zu finden auf Seite 543 bis 561 in dem Buch „1200 Jahre Magdeburg - Von der Kaiserpfalz zur Landeshauptstadt“, Band 1 von Helmut Asmus. 2
Ereignisses. Da Asmus schon einmal eine derartige, zwar nicht in diesem Umfang gestaltete Stadtgeschichte herausgab, vergleiche ich am Ende des Hauptteils den Ausschnitt aus dem ersten Band „1200 Jahre Magdeburg“ mit der Stadtgeschichte „Geschichte der Stadt Magdeburg“ aus den 1970er Jahren.
In einer Zusammenfassung erfolgt die Auswertung und Bewertung des von mir zu analysierenden Abschnittes.
1.2 Konzeption der Stadtgeschichte
Nach den einleitenden Worten erfolgt nun die nähere Betrachtung der Stadtgeschichte, mit einem Überblick darüber, wie das Werk von Helmut Asmus „1200 Jahre Magdeburg“ angelegt ist. Hierzu betrachte ich den Band 1 mit dem Titel „Die Jahre 805-1631“, welcher erstmalig im Jahr 2000 erschienen ist und in zweiter Auflage im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Die ganze Reihe der Stadtgeschichte von Helmut Asmus umfasst drei Bände zusätzlich mit einem Ergänzungsband. Neben dem von mir schon erwähnten ersten Band existieren noch Band 2: „Die Jahre von 1631 bis 1848“, welcher im Jahr 2002 erschien und Band 3: „Die Jahre 1848 bis zur Gegenwart“ aus dem Jahr 2005. Der Ergänzungsband, welcher den Titel „Von der Befreiung bis zur 1200-Jahr-Feier“ trägt, wird in diesem Jahr erscheinen. Die komplette Reihe erschien im Scriptum Verlag Magdeburg. Betrachtet man den ersten Band etwas näher, so gliedert Asmus seinen angelegten Überblick zur besseren Bewältigung der enormen Stoffmenge chronologisch in mehrere Hauptkapitel: „Kastel und Grenzmark Karls des Großen“ (S. 10-17), „Metropole der Ottonenkaiser“ (S. 18-83), „Residenz der Erzbischöfe“ (S. 84-191), „Magdeburger Recht und Stadtfreiheit“ (S. 192-291), „Bürgerstadt und Vorort der Sachsenhanse“ (S. 292-419) und „Kanzlei des Protestantismus und Brandmal des Krieges“ (S. 420-561). 2 Der Band endet mit einem sehr umfangreichen Literaturverzeichnis (S. 562-580), wobei Asmus spezifisch in Quellen und Literatur trennt. Des Weiteren wird der Text durch eine große Anzahl an Abbildungen, Rekonstruktionszeichnungen, Karten und Plänen ergänzt.
2 Vgl.: Asmus, Helmut: 1200 Jahre Magdeburg, Von der Kaiserpfalz zur Landeshauptstadt, Bd. 1: Die Jahre 805 bis 1631, 2. Aufl., Magdeburg 2005, S. 4f
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Die Hauptkapitel untergliedert Asmus wiederum in kleinere Sinneinheiten, die er zum Teil ereignisgeschichtlich einteilt, diese mit Zitaten untermauert, sowie Exkurse in zahlreichen Nebentexten einbaut.
Das Buch richtet sich, wie auf der vorderen Umschlagseite beschrieben wird an „eine breite Schicht historisch interessierter Leser“, das bedeutet auch, dass auf einen Anmerkungsapparat verzichtet wurde. Vielmehr soll es das Geschehen und die Hintergründe Magdeburgs beschreiben, von der ersten namentlichen Erwähnung bis in die Gegenwart. Dabei verfolgt Helmut Asmus die Entwicklung Magdeburgs vor dem Hintergrund der regionalen, deutschen und europäischen Geschichte. Die Relevanz des Themas wird schon im Vorwort des Autors deutlich, denn dort schreibt Asmus: „Vor allem aber fehlt seit langem eine in sich geschlossene Gesamtdarstellung“ 3 .
Zum Vorgehen des Autors ist festzustellen, dass er seiner Darstellung stadtgeschichtliche Monographien, Aufsätze und Studien zugrunde legt. Zu jedem Komplex liegen Quellensichtungen größeren Umfangs zugrunde, dabei belegt er nur wörtliche Zitate. Wie bereits beschrieben verzichtet Asmus darauf, benutzte Quellen und Literatur in einem Anmerkungsapparat zu kennzeichnen, da er hauptsächlich an historisch interessierte Leser wendet und nicht ausschließlich an Fachhistoriker. Auch verzichtet er auf wissenschaftliche Kontroversen und darauf, dem Band oder den Kapiteln Überblicke zur Entwicklung und zum Stand der Forschung voranzustellen. Dabei stützt sich Asmus auf langjährige gewonnene Erfahrung, sowie ergänzte und korrigierte Kenntnisse.
1.3 Bedeutung des Themas in der gesamten Stadtgeschichte
Die Einteilung der Hauptkapitel erfolgt in annähernd gleichgroße Teile, so dass, man nicht behaupten kann, dass einem Kapitel größere Bedeutung zukommt als einem anderen, auch wenn ein Kapitel 20 Seiten mehr an Inhalt hat. Jedoch ist zu erkennen, dass den neuzeitlichen Kapiteln dieses Bandes mehr Bedeutung zukommt, was schon damit zu begründen ist, dass Asmus ein Neuzeithistoriker ist und daher wahrscheinlich in diesem Teil der Geschichte kompetenter ist. So kann man auch davon ausgehen, dass der für mich relevante Teil des ersten Bandes, nämlich „Kanzlei des Protestantismus und Brandmal des Krieges“ nicht unbewusst der größte Abschnitt des Bandes ist. Mit ca. 140 Seiten Umfang liegt hier, auch
3 Asmus, Helmut: 1200 Jahre Magdeburg, Von der Kaiserpfalz zur Landeshauptstadt, Bd. 1: Die Jahre 805 bis 1631, 2. Aufl., Magdeburg 2005, S. 6
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was die Quellenlage betrifft, ein Schwerpunkt dieser Stadtgeschichte. Das hängt allein auch damit zusammen, dass es für das späte Mittelalter und die frühe Neuzeit eine große Anzahl an Quellen gibt im Vergleich zur Quellenlage des frühen Mittelalters. Zugleich bildet das Kapitel „Kanzlei des Protestantismus und Brandmal des Krieges“ auch die Zäsur des ersten Bandes, denn mit dem Unterkapitel „Wallenstein, Tilly und der Untergang des alten Magdeburgs“ endet der erste Band der Stadtgeschichte Helmut Asmus’. Die Belagerung, Eroberung und Zerstörung Magdeburgs ist so bedeutend für den Autor, dass er die Schilderung hier enden lässt und somit den entscheidenden Einschnitt in der Darstellung sieht. Diesbezüglich kann man zu der Erkenntnis kommen, dass das gewählte Thema eine Schlüsselrolle in der Schilderung Asmus´ einnimmt.
1.4 Über den Autor
Helmut Asmus wurde 1931 geboren. Er studierte Pädagogik und Geschichte in Magdeburg und Berlin, bis er als Grundschullehrer, Geschichtslehrer und Diplomhistoriker examierte. Asmus promovierte im Jahr 1968 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Thema „Ökonomische Kämpfe der Magdeburger Arbeiter am Beginn des 20. Jahrhunderts“. 1974 habilitierte er in Berlin an der Akademie der Wissenschaften zu dem Thema „Deutscher Vormärzliberalismus“. Seit 1959 war er Assistent, Hochschuldozent bzw. ordentlicher Professor mit Lehrstuhl für deutsche Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Magdeburg. Helmut Asmus hatte des Weiteren Gastprofessuren an der Pädagogischen Hochschule Potsdam und Güstrow, sowie an den Universitäten Danzig und Brünn inne. Er hegte Forschungen zur Stadt- und Landesgeschichte Magdeburgs bzw. Sachsen-Anhalts an, besonders aber zur Presse-, Parteien- und Studentengeschichte des 19. Jahrhunderts. Zudem ist er Mitglied wissenschaftlicher Gesellschaften und weist eine Mitarbeit an Forschungsprojekten im In- und Ausland auf. 4
4 Vgl.: Asmus, Helmut: 1200 Jahre Magdeburg, Von der Kaiserpfalz zur Landeshauptstadt, Bd. 1: Die Jahre 805 bis 1631, 2. Aufl., Magdeburg 2005, hintere Umschlagsseite 5
Arbeit zitieren:
Udo Krause, 2007, Analyse der Stadtgeschichte von Helmut Asmus, hinsichtlich der Belagerung, Eroberung und Zerstörung Magdeburgs, München, GRIN Verlag GmbH
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