Inhaltsverzeichnis
1. Einführung 1
2. Begriffsklärungen 1
2.1 Geographie 1
2.2 Architektur 2
2.3 Gemeinsamkeiten der Geographie und der Architektur 3
2.4 Bedeutende Baustile 4
2.4.1 Wichtige Begriffe 5
2.4.2 Bedeutende Baustile und Epochen der europäischen Geschichte 5
3. Geographie der Architektur 8
3.1 Ausbreitung von Baustilen 8
3.1.1 Akteure 8
3.1.2 Dynamik 10
3.1.3 Ausgangspunkte 12
3.2 Architekturgeschichte der Stadt in Europa 13
3.3 Regionale Verbreitung von Baustilen unterschiedlicher Epochen in
Deutschland 15
3.3.1 Ausbreitung von Baustilen in Deutschland 15
3.3.2 Überblick über verbreitete Baustile in Deutschland 17
3.3.3 Regionale Beispiele architektonischer Hochburgen im
deutschsprachigen Raum 20
3.3.3.1 Speyer 20
3.3.3.2 Bregenz 21
4. Zusammenfassung 22
5. Fazit 23
II
Abbildungsverzeichnis
Abb. Deckblatt: Der Speyerer Dom
Abb. 1: Die Chephren-Pyramide in Ägypten
Abb. 2: Der Parthenon in Athen
Abb. 3: St. Denis in Paris
Abb. 4: Der Stift Melk in Niederösterreich als Beispiel für den barocken Baustil
Abb. 5: Der Einsteinturm des Potsdamer Observatorium
Abb. 6: Die Hufeisensiedlung in Berlin
Abb. 7: Der Speyerer Dom
III
1. Einführung
Regionen baulicher Epochen in Blick eigentlich
grundverschieden sind. Doch bei genauerer Betrachtung kann man erkennen, dass Architektur und Geographie zusammenhängen und sich ab und an bedingen. Durch das breitbandige Forschungsfeld der Geographie kommen beide Wissenschaften miteinander in Berührung.
Diese Arbeit wird im ersten Teil kurz die Begriffe Geographie und Architektur definieren und beide Wissenschaften miteinander in Verbindung bringen. Anschließend gibt sie einen Überblick über die wichtigsten Baustile. Das Thema des zweiten großen Abschnittes ist schließlich die Geographie der Architektur selbst. Dabei werden Akteure, die Dynamik der Verbreitung und Ausgangspunkte vorgestellt, schließlich die damalige Verbreitung der Baustil und die heutige Verbreitung. Anschließend folgen die Beschreibung zweier architektonisch bedeutender Städte, eine Zusammenfassung und ein Fazit. Die Literatur, die für diese Arbeit verwendet wurde, besteht zum größten Teil aus spezifischen Fachbüchern zu bestimmten Baustilen. Einen guten Einstieg und Überblick zu den
einzelne Stilepoche eingeht. Dies liegt daran, dass e eine Auswahl getroffen werden musste, um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen.
2. Begriffsklärungen
In dem nun folgenden Abschnitt werden die Begriffe Geographie und Architektur erläutert und schließlich miteinander in Beziehung gebracht.
2.1 Geographie
Die Frage, was Geographie denn sei, ist nicht einfach zu beantworten. Man könnte es an dem festmachen, was an Universitäten gelehrt wird, man könnte ebenso betrachten, was die Menschen, die ein Geographiestudium abgeschlossen haben, nun tun. Man könnte sich zurückerinnern an den Erdkundeunterricht, an sämtliche Stoffeinheiten, die manchmal für den oberflächigen Betrachter mehr der Biologie ähnelten als der Geographie. Für den Passanten auf der Straße ist die Geographie meist einfach nur die Landeskunde (Gebhardt, Glaser, Radtke, Reuber 2007). Im Wörterbuch der allgemeinen Geographie beschreibt Hartmut Leser die Geographie
als eine Wissenschaft, (Leser 2005, 276).
Die Geschichte der Geographie geht bis auf 550 vor Christus zurück. Von Anaximander von Milet stammt die erste Karte der Erde und der Meere. In der Antike beschränkte sich die Geographie noch auf Kartographie, bevor sie vielfältiger und weitläufiger wurde. Heute stellt sich die Geographie als eine Wissenschaft dar, der zahllose Unterdisziplinen zugrunde liegen. Die grobe Aufteilung in die Humangeographie und die physische Geographie stellt nur den Anfang dessen dar. Neben Wirtschafts-, Stadt-, Verkehrs-, Religions-, Sozial-und
Bevölkerungsgeographie gibt es noch viele weitere Disziplinen, die die Wissenschaftler zur Humangeographie zählen. Die physische Geographie beschäftigt sich hauptsächlich mit den Formen der Erde, beispielsweise mit Vegetation, Geomorphologie, Bodenkunde, Klimatologie oder Hydrogeographie. Daneben schließlich die Regionale Geographie, die sich typologisch oder idiographisch mit bestimmten Teilen der Erde beschäftigt. Darunter fällt auch die Länderkunde oder Landschaftskunde (Gebhardt et al 2007). So vielfältig stellt sich die Geographie inzwischen dar und ist alles andere als ausschließlich Landeskunde, wie oftmals angenommen.
2.2 Architektur
Meyers Lexikon zufolge versteht man unter der Architektur den Hochbau (im Unterschied zum Tiefbau), der neben der Erfüllung des Zweckes ebenso künstlerische Gestaltung beinhaltet. Im weiteren Sinne bezeichnet der Begriff die Auseinandersetzung des Menschen mit dem bebauten Raum (Meyers Lexikonverlag 2007). Die Geschichte der Architektur ist so alt wie die der Menschheit. Denn mit den Menschen begann die Architektur. Bereits die ersten Menschen bauten sich Hütten oder nutzten Höhlen. So kann man Architektur als Ort der Behausung sozial agierender Gruppen bezeichnen, daneben jedoch ebenfalls als
Denn jede Kultur, ja eigentlich jeder Mensch hat eigene ästhetische Vorlieben. So bildete sich eine Vielfalt menschlicher Bauformen heraus, jede prägt eine eigene Kultur und jede ist von ihr geprägt. So beispielsweise die Pyramiden in Ägypten (siehe Abbildung 1), die Siedlung Catal Hüyük, mit ihren vielen kleinen, direkt aneinander gebauten quadratischen Häuser, weiterhin Siedlungen mit Türmen und Mauern, die Macht zum Ausdruck brachten oder eben die Bauten, die Gottheiten gewidmet waren und es noch sind, und den Glauben in irgendeiner Form demonstrieren (Philipp 2006). Die Definition des Begriffes scheint nur über einzelne Aspekte möglich: sie ist über den raumschaffenden Charakter möglich oder über die Abgrenzung zum bloßen Bauen. Doch bereits hier wird es kompliziert. Wo hört bloßes Bauen auf und wo beginnt schließlich die Architektur? Architektur kann die Bauwerke bezeichnen, das Arbeitsfeld der Architekten oder auch schlicht die Baukunst. Es sollte deutlich geworden sein, dass Architektur eine Komplexität aufweist, die in dieser Arbeit leider nicht erschöpfend geklärt werden kann.
2.3 Gemeinsamkeiten der Geographie und der Architektur
Die erste Gemeinsamkeit ist die Differenziertheit beider Wissenschaften. Denn beide weisen ein enormes Untersuchungsfeld auf. Neben den vielen Untergliederungen und spezifischen Fachgebieten reichen beide Forschungsfelder in zahlreiche Nachbardisziplinen hinein. So ist ein Teil der Humangeographie einerseits Sozialwissenschaft oder ein anderer Teil gehört zum Studium der Wirtschaft, die physische Geographie hingegen ist teilweise mit der Biologie, Chemie und Physik verknüpft. Einerseits ist die Geographie eine Naturwissenschaft, andrerseits eine Gesellschaftswissenschaft, eine empirische und auch eine theoretische Wissenschaft (Gebhardt et al 2007). Auch die Architektur ist nicht spezifisch definierbar. Denn einerseits ist Architektur die Baukunst an sich, andere sagen, sie sei die Wissenschaft des Bauens, weitere sagen, der Begriff bezeichne das Berufsfeld des Architekten (Franck 2002). Und schließlich kommt noch die Gradwanderung hinzu, wann etwas Architektur sei und wann ein bloßes Bauwerk. Beide Disziplinen sind demnach sehr vielfältig und schwer einzugrenzen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die lange und für die Gegenwart äußerst bedeutsame Geschichte beider Wissenschaften. Die Architektur birgt Zeugnisse der frühen Kulturen, bringt Wissen und Ästhetik zum Vorschein. Denn ohne Bauwerke vergangener Kulturen wären viele
Aspekte der Menschheitsgeschichte vor der Gegenwart verborgen geblieben. Dank Forschung und Ausgrabengen ist dem nicht so geworden (Prina, Demartini 2005). Auch die Geographie blickt auf eine lange Vergangenheit zurück. So können viele Rückschlüsse auf Naturprozesse, Reise- und Handelswege und Entdeckungen gezogen werden (Gebhardt et al 2007).
Den größten Berührungspunkt der beiden Disziplinen stellt jedoch der Raum dar. Für die Geographie, sowohl für die Human- als auch die physische, ist er sehr bedeutend. Das Untersuchungsgebiet stellt einen spezifischen Raum dar, in der physischen, wie auch in der Humangeographie. So werden bei Letzerem spezielle Siedlungs- oder Wirtschaftsräume untersucht, in der Sozialgeographie stellt der Raum das System dar, das die menschlichen Gruppen durch Verhaltensweisen und Grunddaseinsfunktionen prägen und so produzieren. Kurzum, der Raum ist in der Geographie das wichtigste Element (Leser 2005). Auch in der Architektur spielt der Raum eine bedeutende Rolle, auch wenn er anders definiert oder gebildet wird. Die Architektur prägt den Raum, man kann nicht daran vorbeisehen, denn sie ist Teil des bürgerlichen Zusammenlebens und drückt den Menschen in der Landschaft und im Raum aus. Die letzte Eigenschaft geht mit der vorangegangenen Ausführung über den Raum in der Geographie, speziell in der Humangeographie, konform, dass der Mensch den Raum prägt. Der Raum stellt für die Architektur den Protagonisten dar, ...sie plant einen Binnenraum, der sich nicht in anderer Form darstellen lässt und der nur durch direkte Erfahrung erfasst und e (Prina et al 2005, 8). Die wichtigste Aufgabe der Architektur ist die Gliederung, Gestaltung und ebenso die Schaffung des Raumes. Auch hier gibt es wie in der Geographie unterschiedliche Räume: private, öffentliche, bebaute oder unbebaute, Innen- oder Außenräume (Prina et al 2005). Es ist nun feststellbar, dass sowohl die Architektur als auch die Geographie auf den Raum angewiesen sind, ihn jedoch gleichzeitig gestalten und definieren. Dies ist ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit, die die räumliche architektonische Gestaltung Deutschlands behandelt.
2.4 Bedeutende Baustile
Der nun folgende Abschnitt beinhaltet einen kurzen Abriss über die bedeutendsten Baustile der Weltgeschichte und anschließend wird ein Überblick über die Baustile speziell in Deutschland gegeben. Es soll also deutlich werden, inwiefern welche Kulturen oder Ästhetikansprüche den Raum wie und wann definierten.
2.4.1 Wichtige Begriffe
Durch die Zeit hindurch gab es mehrere bedeutende Baustile. Dem Wortsinn zufolge Handschrift. Letztendlich ist damit jedoch die Eigenart des Schreibenden, also des Künstlers, gemeint. Stil ist also gleichzusetzen mit der Persönlichkeit, die wiederum der Summe von Eigenarten entspricht. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Zeitalter oder eine Epoche. So ist ein Baustil ein regional oder international bedeutender Stil in der Architektur. Die wichtigste Einteilung der Baustile folgt nach den Epochen und ist eng verwandt mit der Kunst (Pothorn 1979). Der Begriff Lexikon zufolge ist eine Epoche tabschnitt, dessen Beginn und Ende mit einem deutlichen, einschneidenden Wandel der Verhältnisse verbunden sind (...); auch verstanden als Zeitpunkt, mit dem eine neue bedeutsame Entwicklung (Meyers Lexikonverlag 2007). Innerhalb einer Epoche gibt es ebenfalls Unterschiede nach Regionen oder Ländern. In der Regel haben die einzelnen Epochen Früh-, Hoch-, und Spätphasen.
Die Anfänge der Architektur in Europa finden sich bei den Griechen und den Römern. So ist der griechische Tempel Pevsner zufolge der Gipfelpunkt aller Architektur in plastischer-körperhafter Schönheit. Die plastische Gestalt bildete das Wesen der griechischen Architektur, nicht der Raum. Ein bedeutendes Beispiel ist
Arbeit zitieren:
Ann-Katrin Metzger, 2009, Geographie der Architektur: Regionen baulicher Epochen in Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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