Hausarbeit WS 05/06 Thema Nr. 10
Logistik -Controlling Berna Bayraktar
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG - 3 -
II. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN - 3 -
2.1 HANDELSUNTERNEHMEN - 3 -
2.2 DISTRIBUTIONSSYSTEME IM HANDEL - 4 -
2.3 INTERNES RECHNUNGSWESEN. - 4 -
III. BEDEUTUNG DES LIEFERSERVICES - 5 -
3.1 LIEFERZEIT - 6 -
3.2 LIEFERZUVERLÄSSIGKEIT - 6 -
3.3 LIEFERBESCHAFFENHEIT. - 7 -
3.4 LIEFERFLEXIBILITÄT - 7 -
IV. INSTRUMENTE ZUR OPTIMIERUNG DES LIEFERSERVICES - 7 -
4.1 EFFICIENT CONSUMER RESPONSE - 7 -
4.2 PRODUKTIONSPLANUNG- UND STEUERUNG - 8 -
4.3 JUST IN TIME - STRATEGIE. - 8 -
V. AUSWIRKUNGEN DER VERÄNDERUNGEN DES LIEFERSERVICES AUF KOSTEN
UND LEISTUNG IM INTERNEN RECHNUNGSWESEN - 10 -
5.1 KOSTENSTELLENRECHNUNG - 10 -
5.2 KOSTENARTENRECHNUNG. - 11 -
5.3 KOSTENTRÄGERRECHUNG. - 11 -
5.4 LIEFERSERVICEVERBESSERUNG ANHAND DER KOSTENSTELLEN - 12 -
5.4.1 AUFTRAGSABWICKLUNG - 12 -
5.4.2 LAGERWESEN - 14 -
5.4.3 KOMMISSIONIERUNG. - 15 -
5.4.4 TRANSPORT UND VERSAND - 16 -
VI. SCHLUSSBETRACHTUNG. - 18 -
VII. ABBILDUNGSVERZEICHNIS - 20 -
VIII. TABELLENVERZEICHNIS - 20 -
IX. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS - 20 -
X. LITERATURVERZEICHNIS - 21 -
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Hausarbeit WS 05/06 Logistik-Controlling
I. Einleitung
Das Thema dieser Hausarbeit „Auswirkungen der Veränderungen von Lieferservice-Zielen und ihre Wiedergabe im internen Rechnungswesen des Handelsunternehmens“ gehört in den Bereich der Distributionslogistik eines Unternehmens, d.h. um die Schnittstelle zwischen der Produktion und dem Absatz. Hieraus ergeben sich Interdependenzen zwischen den Abteilungen Marketing und Logistik. Das Marketing hat die Aufgabe durch eine Verbesserung der Kundenbearbeitung eine höhere Kundenzufriedenheit und -anbindung zu
erreichen. 1 Daher fordert sie die Verbesserung des Lieferservices. Als erstes werde ich einige Begriffe kurz erläutern, darauf erfolgt eine Darstellung der Lieferservice-Ziele. Danach werde ich Instrumente zur Lieferservice-Verbesserung aufführen. Anschließend möchte ich auf das Thema „internes Rechnungswesen“ näher eingehen, indem ich die Kostenstellen-, Kostenträger- und Kostenartenrechnung anhand von distributions-logistischen Aspekten erläutern werde. Mit einer Schlussbetrachtung möchte ich diese Hausarbeit abschließen.
II. Begriffserklärungen
2.1 Handelsunternehmen
Handelsunternehmen sind Unternehmen, die im Binnen- und Außenhandel, als Einzel- oder Großhandel die Aufgabe der Distribution wahrnehmen. Sie handeln mit Gütern, an denen außer geringfügigen Veredelungsleistungen keine produktionstechnische Veränderungen
erfolgen. 2 Großhandelsunternehmen haben gewerbliche Nachfrager als Kunden. Die Kunden von Einzelhandelsunternehmen dagegen sind private Nachfrager (Endverbraucher). Aufgaben, die ein Handelsunternehmen in der Absatzkette zwischen dem Hersteller und den Kunden wahrnehmen kann, sind folgende typische Handelsfunktionen: Raumüberbrückungsfunktion (Transport in die Nähe des Kunden) Zeitüberbrückungsfunktion (Lagerhaltung)
Sortimentsfunktion (Bündelung von Produkten verschiedener Hersteller) Quantitätsfunktion (Angebot in kundengerechten Mengen) Kreditfunktion (Lieferanten- und Abnehmerkredite) Marktbeeinflussungsfunktion (Informationen für potentielle Kunden) 3
1 Vgl. Bruhn, Manfred: Marketing, Wiesbaden, 1999, S.22
2 Vgl. Olfert, Klaus/ Rahn, Horst-Joachim: Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, Ludwigshafen, 2000, Nr. 913
3 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Handelsunternehmen (08.Oktober 2005)
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Hausarbeit WS 05/06 Logistik-Controlling
2.2 Distributionssysteme im Handel
Die Distributionslogistik verbindet die Produktionslogistik eines Unternehmens mit der Beschaffungslogistik eines Kunden. Sie umfasst alle Aktivitäten, die in einem Zusammen-
hang mit der Belieferung des Kunden mit Fertigfabrikaten und Handelsware stehen. 4 Man unterscheidet als Vertriebsformen den Versandhandel, den Direktvertrieb, Heimzustelldienste
sowie mobile Verkaufsstellen. 5 Die Logistikdienstleistungen beziehen sich nicht nur auf den Transport, sondern erstrecken sich auch auf den Betrieb von Lagerhäusern, auf die
Konfektionierung von Ware sowie die Regalbelieferung und -pflege im Handel. 6 Transit-Terminals werden für die Belieferung im filialisierten Einzelhandel, insbesondere in der Lebensmitteldistribution eingesetzt, in der viele Läden mit kleinen Mengen zu beliefern sind. Die Transit-Terminals sollen Bündelungen der Transporte bis zur Größe eines LKWs vom Zentral- oder Regionallager zu den Filialen ermöglichen und eine Feinverteilung der
Sendungen erst im Transit-Terminal nahe den Filialen vornehmen. 7
2.3 internes Rechnungswesen
„Als betriebliches Rechnungswesen bezeichnet man die systematische, regelmäßige und/oder fallweise durchgeführte Erfassung, Aufbereitung, Auswertung und Übermittlung der das Betriebsgeschehen betreffenden quantitativen Daten (Mengen- und Wertgrößen)“. Ziel ist es, internen Entscheidungsträgern für Planungs-, Steuerungs- und Kontrollzwecken, sowie externen Adressaten, wie Kunden, Banken, Lieferanten und Finanzbehörden für Verhaltensweisen, z.B. Steuerforderungen, Kreditwürdigkeit oder Lieferkonditionen,
Informationen zur Verfügung zu stellen. 8 Die Bestandteile des betrieblichen Rechnungswesens sind zum einen das externe und zum anderen das interne Rechnungswesen. 9 Die Kostenarten-, -stellen-, und -trägerrechnung sind Bestandteil des internen Rechnungswesen. Die Logistikkosten- und leistungsrechnung ist in das Logistik-Controlling
eingebunden und auch ein Teil des betrieblichen Rechnungswesens. 10 „Die Prozesskostenrechnung ist als eine auf die Gemeinkostenbereiche konzentrierte, an den speziellen Problemstellungen und Gegebenheiten des Rechnungswesens ansetzende
aktivitätsorientierte Rechnung zu verstehen.“ 11
4 Vgl. Pfohl, Hans-Christian: Logistiksysteme, Berlin, 1996, S.203
5 Vgl. Haller, Sabine: Handels-Marketing, Ludwigshafen, 1997, S. 224
6 Vgl. Vahrenkamp, Richard: Produktions- und Logistikmanagement, München, 1996, S.290
7 Vgl. Vahrenkamp, Richard: a.a.O., S.290
8 Vgl. Hummel Siegfried/Männel, Wolfgang: Kostenrechnung 1, Wiesbaden, 1986, S.4
9 Vgl. Däumler, Klaus-Dieter/Grabe, Jürgen: Kostenrechnung 1, Berlin, 1996, S.16ff.
10 Vgl. Lorenzen, Klaus Dieter: Logistik-Kostenrechnung, Gernsbach, 1998, S.62
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Hausarbeit WS 05/06 Logistik-Controlling
Die Konkretisierung des Informationsbedarfs der Kunden-Lieferanten-Beziehung spielt eine wichtige Rolle für die Logistik-Kosten- und Leistungsrechnung. Hierbei ist zu beachten, dass ein Unternehmen viele „Kunden“ zur Informationenversorgung hat: Der Geschäftsführer will den Anteil der Logistikkosten am Umsatz kennen. Der Fuhrparkleiter möchte wissen, welche Fahrzeuge welche Kosten verursachen und welche Leistungen erbracht wurden, bzw. erbracht werden sollen. Den Mitarbeiter in der Kommissionierung interessiert die Bewertung seiner Qualität der Leistung.
Des Weiteren benötigen Mitarbeiter aus anderen betrieblichen Funktionsbereichen Informationen über gegenwärtige, vergangene und für die Zukunft geplante Logistik-
kosten- und leistungen, die für die Durchführung ihrer Arbeit erforderlich ist. 12
III. Bedeutung des Lieferservices
Der Lieferservice ist ein Maß für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, dessen Qualität daran gemessen wird, inwieweit eine bestehende Nachfrage schnell und exakt
gemessen werden kann. 13 Ziel des Marketings ist es den Lieferservice zu verbessern. Die Quantifizierung erfolgt anhand von Messgrößen, wie der Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit, Lieferflexibilität, und Lieferbeschaffenheit. Diese Kennzahlen werden auf der Basis von Mengen- bzw. Zeitgrößen herangezogen und sollen das Management bei der Wahl des
Lieferservices unterstützen. 14 Logistische Leistungen als der Output von Logistiksystemen sind Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit dem Lieferservice, d.h. der Auslieferung von Ware an den Kunden, sowie dem Versorgungsservice, d.h. der Versorgung eines Unternehmens mit Material, erbracht werden. Der Lieferservice bezieht sich also auf den
Warenfluss zum Kunden. 15 Die folgenden Lieferservice-Komponenten haben Auswirkungen auf die Logistikkosten beim Lieferanten und die Zufriedenheit des Kunden. Es gibt einen Zielkonflikt zwischen dem Streben nach Minimierung der Logistikkosten und der
Maximierung des Lieferservices. 16 Im Folgenden werde ich näher auf die Lieferservice-Struktur eingehen.
11 Vgl. Horváth, Dr. Péter: Controlling, München, 1996, S.530
12 Vgl. Lorenzen, Klaus Dieter: a.a.O., S.66ff.
13 Vgl. Olfert, Klaus/ Rahn, Horst-Joachim: a.a.O., Nr. 565
14 Vgl. Schulte, Dr. Christof: Lexikon des Controlling, München, 1996, S.585
15 Vgl. Pfohl, Hans-Christian: a.a.O., S.33ff.
16 Vgl. Pfohl, Hans-Christian: a.a.O., S.40
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Hausarbeit WS 05/06 Logistik-Controlling
3.1 Lieferzeit
„Die Lieferzeit ist üblicherweise die Zeitspanne für die Ausführung des Auftrages; sie beginnt bei der Auftragserteilung und endet bei der Auslieferung der Ware.“ Je nach Auftragstruktur bzw. Fertigungsart verändern sich die Zeitanteile. Die nachfolgende Tabelle zeigt die
Lieferzeitanteile bei unterschiedlicher Auftragsstruktur bzw. Fertigungsart: 17
Tabelle 1: Lieferzeitanteile/Auftragsstruktur bzw. Fertigungsart
Im Rahmen der Hausarbeit beginnt die Lieferzeit bei der Auftragsbearbeitung und endet beim Transport.
Betrachtet man die Lieferzeit aus sich des Wettbewerbs, so stellen sowohl eine schnelle Belieferung als auch kurze Produktionszeiten einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil dar.
3.2 Lieferzuverlässigkeit
Die Lieferzuverlässigkeit, auch Liefertreue und Termintreue genannt, ist die Zuverlässigkeit
(Wahrscheinlichkeit), mit der die Lieferzeit eingehalten wird. 18 Quantitativ ausgedrückt kann man die Lieferzuverlässigkeit als die Anzahl der termingerecht ausgelieferten Aufträge zu der
Gesamtzahl ausgelieferter Aufträge interpretieren. 19 Die Lieferzuverlässigkeit ist für den Kunden wichtig, weil dadurch die Lagerbestände sinken und Störungen im Betriebsverlauf vermieden werden können. Sie hängt zum einen von der Zuverlässigkeit der Arbeitsabläufe und zum anderen von der Lieferbereitschaft ab. Letzteres gibt an, inwieweit der Lieferant in der Lage ist, vom Lager zu liefern. Sie lässt sich i.d.R. durch Prozentangaben messen, denen allerdings sehr unterschiedliche Definitionen zugrunde gelegt werden. Sie kann auf Grund der Anzahl der Bestellungen, der Nachfrage, des Zeitmaßes (z.B. Tage), der Beobachtungs-intervalle und von Lieferverspätungen errechnet werden. 20
17 Vgl. Binner, Hartmut: Logistikmanagement, München, 2002, S.12ff.
18 Vgl. Pfohl, Hans-Christian: a.a.O., S.35
19 Vgl. Schulte, Dr. Christof: a.a.O., S.586
20 Vgl. Pfohl, Hans-Christian: a.a.O., S.37
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Arbeit zitieren:
Berna Kimil, 2005, Auswirkungen der Veränderung von Lieferservice-Zielen und ihre Wiedergabe im internen Rechnungswesen des Handelsunternehmens, München, GRIN Verlag GmbH
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