Abbildungsverzeichnis. II
1 Einleitung 1
2 Inhalt und Ausrichtung des Projektmanagements 3
2.1 Definition und Merkmale von Projekten 3
2.2 Organisation und Ziele des Projektmanagements. 3
2.2.1 Der Begriff des Projektmanagements 3
2.2.2 Ziele des Projektmanagements 4
2.2.3 Organisationsformen des Projektmanagements 5
2.3 Vorgehen beim Projektmanagement 8
2.3.1 Projektvorbereitung und Projektplanung 8
2.3.2 Projektkontrolle 10
2.3.3 Projektsteuerung 11
2.3.4 Projektabschluss 12
3 Das Event als Projekt 13
3.1 Begriffliche Definition von Events 13
3.1.1 Der Begriff Event’ 13
3.1.2 Die Erlebnisqualität von Events 15
3.2 Gestaltung des Events anhand der Projektmanagementphasen 17
3.2.1 Eventkonzeption 17
3.2.2 Eventorganisation 18
3.2.3 Eventabwicklung und -realisation. 18
3.2.4 Eventkontrolle und Projektabschluss. 19
3.3 Erfolgsfaktoren der Organisation von Events als Projekt. 20
3.4 Kritische Diskussion: Projektmanagement oder Eventmanagement? 22
4 Fazit. 25
Literaturverzeichnis. XXVI
I
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Zerlegung eines Projekts im Rahmen eines Projektstrukturplans
Abbildung 2: Arten von Events
II
1. Einleitung
Viele Unternehmen unterschiedlicher Branchen setzen klassische Kommunikationsinstrumente bereits seit vielen Jahren ein, um Kunden u. a. auf neue Produkte oder Unternehmensin-formationen aufmerksam zu machen. Doch seit einiger Zeit ist ein Wandel in der Kommunikationspolitik zu beobachten. Charakteristisch für Konsumgütermärkte der letzten Jahre ist eine außerordentlich hohe Sättigung. Vielfach ist es zu einer Homogenität der angebotenen Produkte und Dienstleitungen gekommen. Hierbei gleichen sich seit den 90er Jahren Produkte und Dienstleistungen konkurrierender Unternehmen, so dass es inzwischen weniger darum geht, über ein Angebot von Produkten miteinander zu konkurrieren, sondern es stattdessen zu einem Kommunikationswettbewerb gekommen ist. 1 Aufgrund der Vielfalt der zudem noch in Funktion, Aussehen und Qualität ähnlichen Produkte, ist die Entscheidungsmacht des Konsumenten gewachsen und längst ist es nicht mehr so, dass der Konsument sich bewusst für eine bestimmte Marke entscheidet, der er lange Zeit treu bleibt. 2 Dabei hat auch bei der Organisation von Events der Stellenwert des Projektmanagements zugenommen. Diese wachsende Relevanz wird von vielen Autoren mit den veränderten Marktbedingungen, neuen Technologien und neue Herausforderungen im Event-Management zurückgeführt. 3 Zwar werden viele Events mit einem professionellen Eventmanagement effizient und erfolgsversprechend gestaltet, aber nach Einschätzung von Organisatoren von Events bietet Projektmanagement weitaus mehr Potenzial für die erfolgreiche Gestaltung eines Events. In dieser Arbeit geht es um ebendiese Potenziale und Möglichkeiten Events als Projekt zu gestalten und zu organisieren. Dabei geht es um die Fragestellung, welche Vorteile sich vor dem Hintergrund der Einmaligkeit und des Erlebnischarakters des Events für die Organisation des Events ergeben. Berücksichtigt werden darüber hinaus Möglichkeiten der Steuerung und der Kontrolle des Events.
Ausgangspunkt der Arbeit ist eine kurze theoretische Darstellung der Inhalte des Projektmanagements (Kapitel 2). Dabei geht es um die Darstellung der Ziele und Inhalte des Projektmanagements. Wesentlich für die im 3. Kapitel dann folgenden Ausführungen zur
1 Vgl. Grauel R.: Intrigante Kommunikation (I), in: brand eins, 05/2001, S. 40-46, S. 40-41.
2 Vgl. Esch Fritz-Rudolf: Herausforderungen und Aufgaben des Markenmanagements, Wiesbaden
2000.S. 26.
3 Vgl. Pfadenhauer Michaela: Organisieren: Eine Fallstudie zum erhandeln von Events, Wiesbaden
2008, S. 21.
1
Organisation eines Events als Projekt ist dann das in Kapitel 2.3 aufgezeigte Vorgehen bei der Gestaltung eines Projekts.
Im Mittelpunkt von Kapitel 3 steht die Organisation und Gestaltung eines Events als Projekt. Ausgehend von einer allgemeinen Darstellung der Inhalte des Events und der für Events relevanten Erlebnisqualität wird dann die Gestaltung eines Events als Projekt dargestellt. Die Unterteilung der einzelnen Phasen der Gestaltung folgt den in Kap. 2 dargestellten Projektphasen. Im Anschluss daran werden die Erfolgsfaktoren der Gestaltung eines Events als Projekt vorgestellt. In Kap. 3.4 schließlich wird das Projektmanagement mit dem Eventmanagement verglichen und es werden Bezüge sowie Vor- und Nachteile dargestellt. Ein kurzes Fazit (Kapitel 4) beendet die Arbeit.
2
2. Inhalt und Ausrichtung des Projektmanagements 2.1. Definition und Merkmale von Projekten
Bei einem Projekt handelt es sich um ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch eine Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist. Merkmale sind:
Dies bedeutet, dass als ein Projekt jede Aufgabe bezeichnet werden kann, „ [...] die einen definierten Anfang und ein definierbares Ende besitzt [und] den Einsatz mehrerer Produktionsfaktoren für jeden der einzelnen, miteinander verbundenen und wechselseitig voneinander abhängigen Teilvorgänge erfordert, die ausgeführt werden müssen, um das dieser Aufgabe vorgegebene Ziel zu erreichen“. 5
2.2. Organisation und Ziele des Projektmanagements 2.2.1. Der Begriff des Projektmanagements
Projektmanagement kann definiert werden als Führungsaufgaben, die notwendig sind, um alle Aktivitäten im Rahmen der Organisation eines Projekts zu steuern und zu kontrollieren. 6 Projektmanagement lässt sich dabei einerseits als Führungskonzept für die Leitung eines komplexen Vorhabens verstehen, das die zur Lösung der Aufgaben notwendigen Methoden
4 Vgl. Abts, Dietmar/Mülder, Wilhelm: Grundkurs Wirtschaftsinformatik. Eine kompakte und praxis-
orientierte Einführung, 5. Aufl., Marburg 2008, S. 14-15.
5 Litke, Hans-Dieter: Projektmanagement. Methoden, Techniken, Verhaltensweisen. 5., erw. Aufl.
München 2007.S. 19.
6 Vgl. Abts/Mülder, Grundkurs 2008, S. 15.
3
zur Verfügung stellt. Durch dieses Führungskonzept soll sichergestellt werden, dass ein Projekt einer bestimmten Art in einer bestimmten Zeit mit bestimmten Ressourcen zu einem bestimmten Ergebnis gebracht wird. Das Projektmanagement muss folglich Probleme im methodischen, organisatorischen und zwischenmenschlichem Bereich erkennen und bewältigen. 7 Andererseits bezieht sich Projektmanagement auf die Institution, von der die Aufgaben durchgeführt werden und die zugehörige, erforderliche Organisationsform, durch die diese Institution in das Unternehmen optimal eingegliedert ist. 8
2.2.2. Ziele des Projektmanagements
Unter Projektziel lässt sich im Rahmen des Projektmanagements ein veränderter Zustand in der Zukunft verstehen, der entsprechend gemessen werden kann und identifizierbar ist. Ein so entwickeltes Projektziel ermöglicht eine Ausrichtung des Projektmanagements auf einen durch dieses Projektziel bestimmten Zustand hin. Da der Zustand eine Veränderung des Unternehmens oder bestimmter Bereiche des Unternehmens impliziert, kann durch einen Soll-Ist-Vergleich festgestellt werden, ob das Projektmanagement erfolgreich war oder nicht. 9 Darüber hinaus umfassen Ziele des Projektmanagements verschiedene Einzelziele, die der Erreichung des Projektziels vorgeschaltet sind und dazu dienen, das eigentliche Projektziel zu erreichen. Diese einzelnen Ziele beziehen sich auf den Projektgegenstand (Ergebnis) und Projektablauf (Abwicklung). 10
Jenny verweist darauf, dass sich der Begriff ‚Projektziele’ nicht nur auf die Erreichung bestimmter Ziele mit Hilfe des Projekts beziehen, sondern auch die Gestaltung und den Ablauf des Projekts betrifft. In diesem Sinne können Projektziele auf den Projektprozess beziehen (Abwicklungsziele) und die Systematik der übergeordneten Zielsetzungen (Systemziele). 11
Ähnlich argumentiert Schweizer, der zwischen Systemzielen und Vorgehenszielen unterscheidet. Während sich Systemziele auf die Eigenschaften der zu realisierenden Lösung
7 Vgl. Litke, Projektmanagement 2007, S.20.
8 Vgl. Litke, Projektmanagement 2007, S. 21.
9 Vgl. Bernecker, Michael: Handbuch Projektmanagement, München 2003.S. 225.
10 Vgl. Jenny, Bruno: Projektmanagement: Das Wissen für eine erfolgreiche Karriere, 2. Aufl., Zürich
2005, S. 46.
11 Vgl. Jenny, Projektmanagement, 2005, S. 46.
4
beziehen, betreffen die Vorgehensziele die Art und Weise, wie die mit dem Projekt angestrebte Lösung erreicht werden kann. 12
Die möglichst genaue Festlegung von Zielen ist für den Erfolg eines Projektes entscheidend. Vor allem bei neuen Projekten ist es unerlässlich, die mit dem Projekt verbundenen Zielsetzungen schon von Beginn an genau zu bestimmen. Wird diese Festlegung von Zielen vernachlässigt, können im weiteren Projektverlauf die so gemachten Fehler nur sehr schwer behoben werden und für das Projekt katastrophale Auswirkungen haben. 13 Optimal für die erfolgreiche Gestaltung eines Projekts sind Zielformulierungen, die gewissen Grundsätzen folgen. So sollten Zielformulierungen lösungsneutral angelegt sein und keine konkreten festlegenden Lösungen enthalten. Sie sollten zudem überprüfbar und eindeutig feststellbar sein. In einer Zielformulierung können zudem auch negative Wirkungen enthalten sein, z.B. Einflüsse, denen man entgegenwirken kann. Wichtig für die Erreichbarkeit von Zielen ist zudem, dass sie nicht zu niedrig angesetzt sind. Auch wenn Ziele zu anspruchsvoll oder unerreichbar sind, hat dies negative Auswirkungen auf das Projekt. Bei der Zielformulierung ist deshalb zu berücksichtigen, dass die Ziele auch erreichbar sind. 14
2.2.3. Organisationsformen des Projektmanagements
Da es in Projekten nicht um die Erledigung der täglichen Routinearbeit geht, erfordert das Projektmanagement spezielle Organisationsformen. Dies impliziert das Projekt eine Organisation zu schaffen im Sinne einer bewusst geschaffenen Ordnung, mit der bestimmte Ziele erreicht werden sollen. 15
Unterscheiden lassen sich diese verschiedenen Organisationsformen im Hinblick auf drei mögliche Organisationsformen des Projektmanagements.
Bei der reinen Projektorganisation werden Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens für eine zeitlich befristete, klar definierte Aufgabe abgestellt und bilden eine Projektgruppe. Kennzeichnend für eine reine Projektorganisation ist eine klare hierarchische
12 Vgl. Schweizer, Peter: Systematisch Lösungen realisieren: Innovationsprojekte leiten und Produkte
entwickeln, 2. Aufl., Zürich 2008, S. 23.
13 Vgl. Litke, Projektmanagement, 2007, S. 33.
14 Vgl. Litke, Projektmanagement, 2007, S. 34.
15 Vgl. Glatz, Hans/Graf-Götz, Friedrich: Handbuch Organisation gestalten: Für Praktiker aus Profit-
und Non-Profit-Unternehmen, Trainer und Berater, Weinheim 2007, S. 229.
5
Arbeit zitieren:
Sven Zeh, 2010, Der Einsatz des Projektmanagements bei Eventveranstaltungen, München, GRIN Verlag GmbH
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