Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern I I Abstract
Die Kommerzialisierung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus dem akademischen Kontext ist Bestandteil des neuen Bildes der unternehmerischen Hochschule. Um diese Wertschöpfung nachhaltig zu ermöglichen, ist es wichtig, Existenzgründer mit dem nötigen sozialen Kapital auszustatten. Im Rahmen dieser Studie wird untersucht, wie die Akteure selbst ihre Beziehungen zu den relevanten Partnern bewerten. Mit Hilfe eines Online-Fragebogens konnte ermittelt werden, dass die wesentlichen Schlüsselpersonen ganz unterschiedlichen Gruppierungen angehören. Durch die Visualisierung der sozialen Netzwerke wird letztlich deutlich, dass der Zusammenhang der Sozialstruktur mit dem Erfolg von Existenzgründungen auf kollektiver und individueller Ebene auf der Vielfalt sozialer Interaktionen basiert. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit werden schließlich Handlungsempfehlungen abgeleitet für eine aussagekräftige Fortsetzung der Studie.
The commercialization of research and development results that arise from the academic context is one component of a new picture of academic capitalism. To allow this added value with lasting effect, it is important to equip founders of a new business with the necessary social capital. Within the scope of this study, it is examined how the actors themselves value their relations with relevant partners. With help of an online questionnaire, it can be determined that the essential key persons belong to much different groups. By visualizing social networks, it becomes clear that the connection of social structures and the success of existence foundations, at a collective and individual level, are based on the variety of social interactions. Based on the results of this work, action recommendations are deducted for a meaningful continuation of this study.
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern II
II Inhaltsverzeichnis
I Abstract I
II Inhaltsverzeichnis II
III Abbildungsverzeichnis III
1 Ausgangslage und Zielsetzung der Arbeit 1
2 Zum Stand der Forschung 3
3 Methodische Vorgehensweise 5
3.1 Formulierung der Hypothesen 5
3.2 Aufbau des Fragebogens 6
3.3 Pretest und Datenerhebung 10
3.4 Datenauswertung. 11
4 Darstellung der wichtigsten Ergebnisse 13
4.1 Univariate Beschreibung 13
4.2 Auswertung der Zusammenhänge. 16
4.3 Korrespondenzanalyse und Überprüfung der Hypothesen 18
5 Schlussfolgerungen 22
6 Anhang 24
6.1 Quellenverzeichnis 24
6.1.1 Literatur 24
6.1.2 Fachzeitschriften, Journals, Zeitungen 25
6.1.3 Internet 26
6.2 Diverse Unterlagen 28
6.2.1 Fragebogen 28
6.2.2 Variablen-Übersicht 36
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern
III Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Grafische Darstellung der Hypothesen
Abb. 2: Modell der internen und externen Erfolgsfaktoren einer Spin-off-Gründung
Abb. 3: Übertragung des Modells der Erfolgsfaktoren in den Fragebogen
Abb. 4: Definition der Beziehungsintensität
Abb. 5: Spezifikation der Akteure
Abb. 6: Vorgehensweise bei der Datenauswertung
Abb. 7: Visualisierung des Gesamtnetzwerkes
Abb. 8: Gruppierung der Alteri
Abb. 9: Auswertung der Beziehungsintensitäten
Abb. 10: Instrumentalität und Umsatzwachstum
Abb 11: Vertrauenswürdigkeit und Mitarbeiterwachstum
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 1
1 Ausgangslage und Zielsetzung der Arbeit
Die Generierung und Verwertung von Innovationen auf dem freien Markt wird im Rahmen der aktuellen Reformen integraler Bestandteil der unternehmerischen Universität (Dörre & Neis 2010: 11). Eine Form der Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Innovationsfähigkeit ist die Kommerzialisierung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen durch Spin-offs. Diese Form der Abspaltung von Geschäftseinheiten impliziert die Chance, Werterhöhungen für die beteiligten Parteien erzielen zu können (Blum 2006: 89 ff.). Mehrfach untersucht wurden diese Phänomene bereits aus dem Blickwinkel quantitativer Erhebungen wie z.B. über die Verwertung von Patenten (Haase et. al 2005) oder auch aus der Perspektive der Analyse von Determinanten für den Erfolg und Misserfolg von Existenzgründungen (Cantner 2008; 2010).
Eine wichtige Rolle für den Erfolg einer derartigen Existenzgründung spielt das soziale Netzwerk der beteiligten Akteure. Nach der klassischen Definition von Wasserman & Faust (1994: 20) umfasst ein soziales Netzwerk “[…] a finite set or sets of actors and the relation or relations defined on them“. Bereits Bourdieu (1983: 197) wies auf die essentielle Bedeutung des sozialen Kapitals hin. Es konnte bereits in zahlreichen Studien belegt werden, dass die Struktur der Relationen zwischen Akteuren und ihrer Position im Netzwerk entscheidenden Einfluss auf der Verhaltens-, Wahrnehmungs-und Einstellungsebene hat (Diaz-Bone 2006: 1 ff.). Vor diesem Hintergrund konnten Methoden und Erkenntnisse der Soziometrie, des Strukturfunktionalismus bzw. der Ethnologie und mathematischer Modelle seit Ende der 1980er Jahre in die Netzwerkanalyse als interdisziplinäre Wissenschaft eingehen (Scott 2000: 7 ff.). Im Rahmen dieser Arbeit werden akademische Spin-offs als Netzwerke im Sinne einer Pilotstudie betrachtet und durch Methoden der empirischen Netzwerkanalyse untersucht. In den letzten Jahren haben sich inner- und außerhalb von Universitäten zahlreiche Institutionen etabliert, die den Austausch zwischen Wissenschaftlern und
Gründern fördern. 1 Diese Institutionen übernehmen zum Teil auch die Koordination und Steuerung von Freiräumen, Ressourcen, Mentoring aber auch von Drittmitteln, Kontakten und Forschungsimpulsen (Dörre & Neis 2010: 103 f.). Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verdeutlicht sein Interesse an der
1 Um die Arbeit leserfreundlich zu gestalten, wurde auf eine durchgehende Nennung beider Geschlechter
verzichtet. Wo nur die männliche oder weibliche Form verwendet wird, kann davon ausgegangen werden,
dass immer auch das andere Geschlecht gemeint ist.
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 2
Kommerzialisierung akademischer Innovationen z.B. durch die Gewährung finanzieller Unterstützung für Existenzgründer. Eine Variante ist das sogenannte EXIST-Gründerstipendium als Teil des Programms "Existenzgründungen aus der Wissenschaft (EXIST)". Dabei werden v.a. Gründer aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert durch die Sicherung des Lebensstandards oder die Finanzierung von Sachausgaben und Coachings (Velling 2007). Diese Variante der geförderten Existenzgründung bildet die Grundlage für die nachfolgende Analyse. Im Sinne einer Pilotstudie stehen die Netzwerke der EXIST-Existenzgründer der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Fokus. Grundsätzlich soll mit dieser Arbeit die Basis geschaffen werden, eine weitreichende Erhebung akademischer Existenzgründungen durchführen zu können. Aus diesem Grund werden jeweils Methoden und Verfahren gewählt, die für die hier folgende Analyse und den Ausschnitt an Probanden eventuell unverhältnismäßig erscheinen, jedoch wird so die Möglichkeit geschaffen, mit erprobten Mitteln vertiefende Analysen mit größeren Stichproben zu erstellen. Dies impliziert auch, dass die hier erhobenen Daten mit weiteren Analysen vergleichbar bleiben.
Neben der Datenerhebung und der statistischen Auswertung des Materials soll auch eine visuelle Auswertung in Form von Graphen erfolgen. Diese Idee geht auf Harary & Norman (1953) zurück, die erstmals soziale Gruppen und deren Interaktionen visuell darstellten und interpretierten. Auch bei der Auswahl der entsprechenden Software wurde explizit berücksichtigt, dass die Auswertung bei größeren Datenmengen ebenfalls mit diesem Computerprogramm darstellbar bleibt.
Diese Arbeit ist in fünf Schritten aufgebaut. Nachdem nun bereits ein Einstieg in die Thematik gefunden und die Zielstellung definiert wurde, folgen im nächsten Kapitel theoretische Erläuterungen zu den grundlegenden Konzepten der empirischen Netzwerkanalyse. Darauf aufbauend wird erläutert, wie diese Grundlagen in die methodische Vorgehensweise der empirischen Untersuchung eingeflossen sindangefangen von der Formulierung der Hypothesen über den Aufbau des Fragebogens bis zur Auswertung der Daten. Schließlich werden im vierten Kapitel die wichtigsten Ergebnisse der Erhebung präsentiert und visualisiert. Abschließend werden Handlungsempfehlungen gegeben für die Durchführung Anschluss- bzw. Aufbaustudie.
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 3
2 Zum Stand der Forschung
In diesem Kapitel wird zunächst ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung gegeben. Wiederholt konnte belegt werden, dass soziale Beziehungen für den einzelnen Akteur gleichzeitig auch Ressourcen darstellen. Diese können genutzt werden z.B. für den Zugang zu neuen Informationen, zur Ausübung von Einfluss, Kontrolle und Macht oder auch zur Herstellung von Solidarität (Adler & Kwon 2002: 17 ff.; Coleman 1988: 95 ff.). Gerade das Arbeiten an einer gemeinsamen Problemlösung bzw. die Entwicklung neuer Produkte erfordern von den Existenzgründern - als Communities of Practice - regelmäßige face-to-face-Interaktionen. Persönliche Beziehungen nehmen eine essentielle Rolle ein (Reinbacher 2008: 145).
Auf der anderen Seite verursachen soziale Beziehungen auch Kosten, welche für deren Aufbau und Erhalt anfallen. Die Ressourcen aus Beziehungen produzieren wechselseitige Abhängigkeiten (McFadyen & Cannella 2004: 735 ff.). Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich negative Effekte sozialer Beziehungen kumulieren. Nach Coleman (1994) werden durch soziale Beziehungen beengte Sichtweisen gefördert, der Koordinationsbedarf zwischen den Parteien wird zwangsläufig erhöht und letztlich können Trittbrettfahrer von den zur Verfügung gestellten Ressourcen profitieren. Derartige negative Externalitäten reduzieren letztlich den Innovationsoutput und damit auch den unternehmerischen Erfolg der Existenzgründung. Diese gegensätzlichen Wirkungsweisen der Sozialstruktur werden in der Literatur folgendermaßen erläutert: Gemäß Armbruster (2005: 68) sind Gewinne und auftretende Risiken der Sozialstruktur abhängig von moderierenden Faktoren. Zu diesen Faktoren gehört z. B. das zu erfüllende Aufgabenspektrum in Kombination mit den Erwartungen der jeweiligen Parteien. Darüber hinaus können unausgewogene Investitionen in die Sozialstruktur bzw. Überinvestitionen eines Akteurs einen ursprünglich produktiven Bestand in einen negativen umwandeln (McFadyen & Cannella 2004: 740). Letztlich kann jedoch auch ein Grund für gegensätzliche Wirkungsweisen sein, dass Interessenskonflikte im Gründungsteam auftreten, weil Aspekte der Sozialstruktur, die für den Einzelnen gewinnbringend sind, sich negativ auf die gesamte Gruppe auswirken (Leenders & Gabbay 1999: 486).
Mit Hilfe empirischer Netzwerkanalyse kann untersucht werden, welche Fördervariante tendenziell mit welcher Sozialstruktur einhergeht und ob diese für den unternehmerischen Erfolg der Existenzgründung förderlich oder hinderlich ist. Im
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 4
Rahmen dieser Studie werden im Sinne eines Pilotprojektes die Existenzgründungen untersucht, die durch EXIST-Gründerstipendien unterstützt wurden.
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern Existenzgründern 5
3 Methodische Vorgehensweise ethodische Vorgehensweise 3.1 Formulierung der lierung der Hypothesen
Die forschungsleitende Frage bilde ie forschungsleitende Frage bilden der Zusammenhang zwischen der Sozialstruktur Zusammenhang zwischen der Sozialstruktur und dem unternehmerischen unternehmerischen Erfolg der EXIST-Existenzgründungen Existenzgründungen. In der folgenden
Abbildung wird dargestellt, durch welche Indikatoren die untersuchten Va Abbildung wird dargestellt, durch welche Indikatoren die untersuchten Va Abbildung wird dargestellt, durch welche Indikatoren die untersuchten Variablen operationalisiert werden werden:
Quelle: Eigene Darstellung.
Im Fokus der Untersuchung stehen die Veränderungen jeweils einer abhängigen Im Fokus der Untersuchung stehen die Veränderungen jeweils einer abhängigen Im Fokus der Untersuchung stehen die Veränderungen jeweils einer abhängigen Variablen, in diesem Fall die Wirkung bzw. d Variablen, in diesem Fall die Wirkung bzw. der Erfolg der Existenzgründung. Dieser er Erfolg der Existenzgründung. Dieser soll mit dem Einfluss einer anderen (unabhängigen) Variablen soll mit dem Einfluss einer anderen (unabhängigen) Variablen soll mit dem Einfluss einer anderen (unabhängigen) Variablen - der Sozialstrukturerklärt werden. Die Ausprägung der unabhängigen Variablen wird in der empirischen erklärt werden. Die Ausprägung der unabhängigen Variablen wird in der empirischen erklärt werden. Die Ausprägung der unabhängigen Variablen wird in der empirischen Untersuchung durch Selektion oder Manipulation selb Untersuchung durch Selektion oder Manipulation selbst festgelegt. Auf die Ausprägung st festgelegt. Auf die Ausprägung
der abhängigen Variablen besteht kein Einfluss, sie hängt allein von der Wirkung der der abhängigen Variablen besteht kein Einfluss, sie hängt allein von der Wirkung der der abhängigen Variablen besteht kein Einfluss, sie hängt allein von der Wirkung der unabhängigen Variablen (Sozialstruktur) und von Störeinflüssen ab unabhängigen Variablen (Sozialstruktur) und von Störeinflüssen ab unabhängigen Variablen (Sozialstruktur) und von Störeinflüssen ab. Folgende Forschungshypothesen Forschungshypothesen H1 und H2 stehen im Zentrum dieser Analy stehen im Zentrum dieser Analyse: ⇒ H1: Je höher höher die Instrumentalität der sozialen Beziehungen die Instrumentalität der sozialen Beziehungen („weak ties“) während der Existenzgründung, desto stärker ist ceteris paribus das während der Existenzgründung, desto stärker ist ceteris paribus das während der Existenzgründung, desto stärker ist ceteris paribus das Umsatzwachstum. Umsatzwachstum.
Die Annahme hinter dieser These ist, dass das Wertsteigerungsnetzwerk nach Die Annahme hinter dieser These ist, dass das Wertsteigerungsnetzwerk nach Die Annahme hinter dieser These ist, dass das Wertsteigerungsnetzwerk nach Rappaport & Klien (1 Rappaport & Klien (1999: 68) für Existenzgründer nicht oder nur bedingt gilt. Nach 68) für Existenzgründer nicht oder nur bedingt gilt. Nach deren Konzept stellt die Steigerung des Unternehmenswertes die oberste Zielsetzung stellt die Steigerung des Unternehmenswertes die oberste Zielsetzung stellt die Steigerung des Unternehmenswertes die oberste Zielsetzung des Unternehmens dar und dies rechtfertigt den Aufbau und die Pflege von Zweck des Unternehmens dar und dies rechtfertigt den Aufbau und die Pflege von Zweck des Unternehmens dar und dies rechtfertigt den Aufbau und die Pflege von Zweck-
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 6
Mittel-Beziehungen. In dem Kontext, in welchem sich junge Existenzgründer bewegen, scheint es jedoch wahrscheinlicher, dass sie in erster Linie auf bestehende und bereits bewährte Beziehungen zurückgreifen, sofern ihnen solche zur Verfügung stehen. ⇒ H2: Je höher die Vertrauenswürdigkeit zu den beteiligten Akteuren während der Existenzgründung, desto stärker ist ceteris paribus das Mitarbeiterwachstum.
Es liegt die Vermutung nahe, dass Existenzgründer, die bereits in der Gründungsphase auf stabile Bindungen bauen konnten und Vertrauen zu Kooperationspartnern gewinnbringend umsetzen konnten, auch im weiteren Verlauf der Geschäftstätigkeit auf Humankapital als strategischen Erfolgsfaktor setzen (Welpe 2004: 158 f.). Aus diesem Grund ist anzunehmen, dass neue Arbeitsplätze geschaffen werden - wenn die originäre Geschäftstätigkeit dies zulässt.
3.2 Aufbau des Fragebogens
Die Datenerhebung erfolgte mittels Fragebogen. Um die Rücklaufquote zu erhöhen, wurde ein Online-Fragebogen erstellt. Dies erfolgte mit Hilfe des Servers www.soscisurvey.de. Grundsätzlich enthält der Fragebogen qualitative und quantitative Bestandteile. Die qualitative Erhebung wird dafür verwendet, die sozialen Beziehungen zu den einzelnen Akteuren ganzheitlich, kontextgebunden und möglichst realitätsnah widerzuspiegeln. Auf der anderen Seite dient die quantitative Datenerhebung zur objektiven Erfassung v.a. unternehmensspezifischer und soziodemografischer Daten sowie zu deren Bewertbarkeit. Der Fragebogen besteht aus insgesamt fünf Rubriken bzw. Themenkomplexen: 1) dem Namensgenerator (Fragen 1-6),
2) den Namensinterpretatoren zur Erhebung der Beziehungsintensitäten während der Existenzgründung und zur Gruppierung der Kontakte (Fragen 7-12), 3) den Unternehmensdaten (Fragen 17-18), 4) der Soziodemografie (Fragen 19-22),
5) sowie zusätzlichen Fragen zur Zusammenarbeit mit dem Servicezentrum Forschung und Transfer (Frage 13-16).
Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern 7
Als klassischen Einstieg in die Datenerhebung sozialer Netzwerke wurde der Namensgenerator nach Hoffmeyer-Zlotnik (1987: 37) und Wolf (1993: 74) gewählt. Mit dessen Hilfe wird Ego (der Existenzgründer) nach Schlüsselpersonen im sozialen Umfeld befragt (den sogenannten Alteri). Darauf aufbauend wird diese Namensliste erweitert durch spezifische Stimuli. Die theoretische Grundlage für diesen Teil des Namensgenerators bilden die Ergebnisse der Dissertation von Mauroner (2009) unter dem Titel „Vermarktung von Innovationen durch Spin-offs“. Dieser untersuchte, welche Faktoren im Rahmen der Ausgründung von akademischen Forschungsergebnissen erfüllt sein müssen, um eine erfolgreiche Markteinführung sowie die nachhaltige Vermarktung sicherzustellen. Eine Zusammenfassung dieser Facetten bildet die nachfolgende Grafik:
Abb. 2: Modell der internen und externen Erfolgsfaktoren einer Spin-off-Gründung Quelle: Mauroner (2009: 73) und Kulick (1987: 257).
Das allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld blieb in dem Kontext der Befragung jedoch unberücksichtigt, weil es sich um Rahmenbedingungen handelt, die der Existenzgründer selbst oder sein soziales Umfeld nicht direkt beeinflussen kann. Die Umsetzung des Modells im Fragebogen erfolgte in den Fragen 2 und 3:
Arbeit zitieren:
Antje Reichert, 2010, Empirische Studie der sozialen Netzwerke von EXIST-Existenzgründern, München, GRIN Verlag GmbH
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