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2 INHALTSVERZEICHNIS
2 INHALTSVERZEICHNIS 3
3 ABBILDUNGSVERZEICHNIS. 7
4 TABELLENVERZEICHNIS. 8
5 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 9
6 ABSTRACT. 10
7 EINLEITUNG. 11
7.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT 12
7.2 BEDEUTSAMKEIT DES FORSCHUNGSPROBLEMS UND PRAKTISCHE RELEVANZ DER
FORSCHUNGSERGEBNISSE. 14
7.3 BISHERIGER STAND DER FORSCHUNG UND THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN 16
7.4 HYPOTHESE 18
8 THEORETISCHES RAHMENKONZEPT 19
8.1 ALLGEMEINES ÜBER DEN RUMPF. 19
8.1.1 ALLGEMEINE STABILITÄT DES RUMPFES. 19
8.1.2 DIFFERENZIERTE GLIEDERUNG DES STABILITÄTSSYSTEMS 21
8.1.3 BEZUG DER STABILITÄT AUF DEN FUßBALLSPORT 27
8.2 ZUM TORSCHUSS 28
8.2.1 LEISTUNGBESTIMMENDE FAKTOREN. 29
8.2.2 VERSCHIEDENE SCHUSSARTEN. 29
8.2.3 DIE BALLGESCHWINDIGKEIT 30
8.2.3.1 Die Bewegung des Schussbeines. 30
8.2.3.2 Die Bewegung des Standbeines. 30
8.2.3.3 Die Lage des Rumpfes. 31
8.3 DIE KRAFT IM FUßBALL. 31
8.3.1 DIE SPORTARTSPEZIFISCHE KRAFT. 31
3
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8.3.2 EINFLUSSGRÖßEN AUF DIE MOTORISCHE KRAFT 34
8.4 DER RUMPF IM FUßBALLSPORT 34
8.4.1 KRAFTTRAINING UND DIE TRAININGSHÄUFIGKEIT. 35
8.4.2 DER TORSCHUSS UNTER BETRACHTUNG DER MUSKELSCHLINGEN 35
8.5 ISOKINETISCHE KRAFTMESSUNG. 39
8.5.1 ISOKINETIK IN DER DIAGNOSTIK 40
8.5.2 ISOKINETIK UND KOMPLEXE BEWEGUNGEN IM SPORT. 41
9 METHODIK 42
9.1 ERHEBUNGSPARAMETER 42
9.2 AUSWAHLPLAN 42
9.3 UNTERSUCHUNGSDESIGN. 43
9.4 MESSKRITERIEN AM PATIENTEN 44
9.4.1 PHYSIOTHERAPEUTISCHE BEFUNDERHEBUNG. 45
9.4.1.1 Anamnese 45
9.4.1.2 Allgemeine Inspektion. 45
9.4.1.3 Befund des Rumpfes und der unteren Extremitäten 45
9.4.2 STABILITÄTSPRÜFUNG 46
9.4.2.1 Beschreibung der Stabilitätsprüfung. 46
9.4.2.2 Durchführung der Stabilitätsprüfung 46
9.4.2.2.1 Prüfung der Bauchmuskulatur aus der Rückenlage 47
9.4.2.2.2 Prüfung der gesamten Rumpfmuskulatur aus der Seitlage im Unterarmstütz 47
9.4.2.2.3 Prüfung der gesamten Rumpfmuskulatur aus der Bauchlage im Unterarmstütz 47
9.4.2.3 Ergebnisse der Stabilitätsprüfung 48
9.5 MESSMETHODE ZUR INTERVENTIONSÜBERPRÜFUNG 48
9.5.1 MESSGERÄTE ZUR DATENERHEBUNG. 48
9.5.1.1 Cybex 6000 NORM 48
9.5.1.2 SpeedTrac 48
9.5.2 SOFTWARE ZUR DATENERHEBUNG. 48
9.5.3 MESSPARAMETER 49
9.5.3.1 Messparameter der isokinetischen Messung. 49
9.5.3.2 Messparameter der Schussgeschwindigkeitsmessung 49
9.5.4 GÜTEKRITERIEN DER MESSMETHODE. 49
9.5.4.1 Die Messmethode in Bezug auf die Gütekriterien. 50
9.5.4.1.1 Die Messmethode in Bezug auf die Gütekriterien bei der isokinetischen Messung. 50
9.5.4.1.2 Die Messmethode in Bezug auf die Gütekriterien bei der
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Schussgeschwindigkeitsmessung. 50
9.5.5 ABLAUF DER ISOKINETISCHEN KRAFTMESSUNG 51
9.5.5.1 Allgemein 51
9.5.5.2 Einstellung des Gerätes. 51
9.5.5.2.1 Geräteeinstellung für die Rumpfmessung. 51
9.5.5.2.2 Geräteeinstellung für die Messung der unteren Extremitäten. 51
9.5.5.3 Positionierung des Probanden. 52
9.5.5.3.1 Probandenpositionierung bei der Rumpfmessung 52
9.5.5.3.2 Probandenpositionierung bei der Messung der unteren Extremitäten 52
9.5.5.4 Vorbereitung des Probanden. 52
9.5.5.5 Beschreibung des Ablaufes der isokinetischen Kraftmessung 53
9.5.5.6 Durchführung des Testverfahrens. 53
9.5.5.6.1 Testdurchführung am Rumpf. 53
9.5.5.6.2 Testdurchführung an den unteren Extremitäten. 53
9.5.5.7 Auswertung der Testergebnisse 54
9.5.6 ABLAUF DER SCHUSSGESCHWINDIGKEITSMESSUNG 54
9.5.6.1 Allgemein 54
9.5.6.2 Einstellung des Geschwindigkeitsmessgerätes 54
9.5.6.3 Positionierung des Probanden. 55
9.5.6.4 Vorbereitung des Probanden. 55
9.5.6.5 Beschreibung des Ablaufes der Schussgeschwindigkeitsmessung. 55
9.5.6.6 Durchführung des Testverfahrens. 55
9.5.6.7 Auswertung der Testergebnisse 55
9.6 INTERVENTION 56
9.6.1 ZIELE DER INTERVENTION 58
9.6.1.1 Nahziele 58
9.6.1.2 Fernziel 58
9.6.2 BESCHREIBUNG DER INTERVENTIONSZIELE 58
9.6.3 SCHILDERUNG DES INTERVENTIONSVERLAUFS 59
9.6.4 MAßNAHMEN IN DER INTERVENTION. 61
9.6.4.1 Training der geraden Bauchmuskulatur. 61
9.6.4.2 Training der schrägen Bauchmuskulatur 62
9.6.4.3 Training der Rückenstreckmuskulatur. 63
9.6.4.4 Training der seitlichen Rumpfmuskulatur 63
9.6.4.5 Training der ventralen und dorsalen Rumpfmuskulatur 64
9.6.4.6 Mobilisationsübung der Wirbelsäule 64
9.6.5 DIE ÜBUNGSREIHENFOLGE 65
5
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10 ERGEBNISSE. 66
10.1 ISOKINETISCHE MESSERGEBNISSE RUMPFFLEXOREN UND RUMPFEXTENSOREN. 66
10.2 ISOKINETISCHE MESSERGEBNISSE DER KNIEFLEXOREN UND KNIEEXTENSOREN. 68
10.3 SCHUSSGESCHWINDIGKEITSMESSUNG. 73
10.4 ALLGEMEINE BETRACHTUNG DER ERGEBNISSE. 76
10.4.1 ERGEBNISSE DER RUMPFFLEXOREN UND RUMPFEXTENSOREN. 76
10.4.2 ERGEBNISSE DER KNIEFLEXOREN UND KNIEEXTENSOREN 76
10.4.3 ERGEBNISSE DER SCHUSSGESCHWINDIGKEITSMESSUNG 77
11 DISKUSSION. 78
11.1 ERGEBNISSE UND DIE BEDEUTUNG DES TRAININGS. 78
11.2 MESSMETHODEN UND IHRE ZUSAMMENHÄNGE. 82
12 AUSBLICK 85
13 LITERATUR. 86
6
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3 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Muskelschlingen beim Torschuss am Beispiel eines Fußballspielers (Tittel, 1994) ………………………………………………………………………37
Abbildung 2: Schematische Darstellung einiger Muskelschlingen, an denen die Bauchmuskeln beteiligt sind. (Tittel, 1994) …………………………………….38 Abbildung 3: Komponenten des Fußballsports und ihre Zusammenhänge ….…..57 Abbildung 4: Interventionsablauf der Trainingswochen und Trainingseinheiten ...60 Abbildung 5: Gegenüberstellung des maximalen Drehmoments von Rumpfflexoren und Rumpfextensoren bei gemessener Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde ………………………………………………………………………67
Abbildung 6: Vergleich des maximalen Drehmoments zwischen Flexion und Extension des rechten Kniegelenkes bei gemessener Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde …… …………………………………………………..69 Abbildung 7: Vergleich des maximalen Drehmoments zwischen Flexion und Extension des linken Kniegelenkes bei gemessener Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde …………………… …………………………………..70 Abbildung 8: Vergleich der Flexionsmesswerte zwischen rechtem und linkem Kniegelenk, die bei einer Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde ermittelt wurden …………………………………………………………………..71
Abbildung 9: Vergleich der Extensionsmesswerte zwischen rechtem und linkem Kniegelenk, die bei einer Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde ermittelt wurden …………………………………………………………………..72
Abbildung 10: Vergleich der Durchschnittswerte der Schussgeschwindigkeitsmessung zwischen dem rechen und dem linken Schussbein …..………………..75
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4 TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Messwerte des maximalen Drehmoments der Rumpfflexoren und Rumpfextensoren ……………………………………………………………...…66
Tabelle 2: Maximales Drehmoment der Knieflexoren und der Knieextensoren im Rechts/Links-Vergleich bei gemessener Kontraktionsgeschwindigkeit von 60° pro Sekunde ……………………………………………………………………....68
Tabelle 3: Erste und zweite Schussgeschwindigkeitsmessung …………………...73 Tabelle 4: Dritte und vierte Schussgeschwindigkeitsmessung …………………....74
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5 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
bzw. - beziehungsweise ca. - circa FIFA - Fédération Internationale de Football Association kcal - Kilokalorien kg - Kilogramm km/h - Kilometer pro Stunde m - Meter M. - Musculus Mm. - Musculi Nm - Newtonmeter Nr. - Nummer sec. - Sekunden vgl. - vergleiche
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6 ABSTRACT
Das Ziel dieser Arbeit basiert auf der Ebene des mittleren Amateurfußballs und beschreibt die Auswirkungen eines Rumpfstabilisationstrainings im Sinne der Kraftausdauer und intermuskulären Koordination, das in Bezug zur Schussgeschwindigkeit gesetzt wurde.
Im Rahmen einer Rückrundenvorbereitungsphase einer Fußballlandesligamannschaft wurde anhand einer Einzelfallstudie ein sechswöchiges Rumpfstabilisationsprogramm entworfen. Neben der Belastung des Mannschaftstrainings hat der Proband das Rumpfstabilisationstraining unter Aufsicht eines Physiotherapeuten dreimal wöchentlich jeweils vor dem Mannschaftstraining absolviert. Die reine Trainingszeit belief sich auf anfänglich 18 Minuten und betrug in den letzten zwei Wochen der Intervention 21 Minuten pro Trainingseinheit. Im Sinne einer Verlaufskontrolle wurde das maximale Drehmoment der Rumpffle-xoren und Rumpfextensoren sowie der Knieflexoren und Knieextensoren im Rechts/Links-Vergleich bestimmt. Zusätzlich wurde eine Schussgeschwindigkeitsmessung durchgeführt. Die Messergebnisse des Rumpfes und der unteren Extremitäten wurden an einem isokinetischen Messgerät der Firma Cybex ermittelt. Die Werte der Schussgeschwindigkeitsmessung wurden durch ein Sportradarmessgerät bestimmt. Die Erhebung der Messdaten wurde vor der Intervention und im weitern Verlauf in 14-tägigen Abständen ausgeführt. Insgesamt wurden vier Messungen gemacht, die jeweils zu den gleichen Zeiten durchgeführt worden sind, wobei darauf geachtet wurde, dass die Schussgeschwindigkeitsmessungen immer vor den Maximalkraftmessungen gemacht wurden.
Insgesamt lässt sich sagen, dass die in dieser Arbeit erreichten Ergebnisse einen positiven Verlauf beschreiben konnten. Vor allem beschreiben die Messwerte des schwächeren, linken Schussbeines eine positive Entwicklung, sowohl bei der Maximalkraftmessung als auch bei der Schussgeschwindigkeitsmessung. Dies lässt auf eine verbesserte intermuskuläre Koordination schließen. Es ist zu bemerken, dass die Ergebnisse dieser Einzelfallstudie im Rahmen einer Verlaufskontrolle nur als Richtwerte zu betrachten sind, das keine statistisch belegten Schlüsse gezogen werden können.
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7 EINLEITUNG
Das Fußballspiel ist durch eine Vielzahl von verschiedenen überwiegend azyklischen Bewegungsabläufen gekennzeichnet. Nicht nur taktische, psychische, technische, koordinative oder konditionelle Komponenten sind leistungsentscheidend, sondern auch eine stabile Gesundheit des Fußballspielers ist eine wichtige Voraussetzung für eine individuell optimale Leistung und trägt entscheidend dazu bei, seine Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Praxis erfolgreich umzusetzen. Die erwähnten leistungsentscheidenden Komponenten belaufen sich in einem 90-minütigen Fußballspiel effektiv auf 60 Minuten. Der Spieler hat in dieser Zeit einen durchschnittlichen Energieverbrauch von ca. 1500 kcal, die absolvierte Laufstrecke liegt zwischen 8 und 12 km. Auf dieser Distanz werden zwei Drittel der Strecke gegangen oder getrabt, 20 bis 25 Prozent dieser Laufstrecke werden in einem mittleren Tempo bewältigt und die ca. verbleibenden 10 Prozent läuft der Spieler in einer hohen Intensität bzw. in Sprintform, wobei die meisten Sprintdistanzen zwischen 5 und 20 m liegen. Der Bewegungsumfang mit dem Ball liegt zwischen 150 und 200 m. (vgl. Kindermann, 2006) 1
Die bei diesen Belastungen auftretenden durchschnittlichen Herzfrequenzen liegen zwischen 165 und 175 Schlägen pro Minute. Das entspricht ca. 80 bis 90 Prozent der maximalen Herzfrequenz. (vgl. Ekblom, 1986) 2 Aus diesen Werten lassen sich zusätzliche Belastungen auf den gesamten Bewegungsmechanismus erkennen. Beispielsweise kommt es durch Beschleunigungen und Abbremsungen bei Sprints und schnellen Richtungsänderungen, bei Körpertäuschungen mit und ohne Ball sowie im Zweikampf als auch in der Landephase nach einem Kopfballduell in der Luft zu Belastungsspitzen auf das gesamte Stabilisationssystem, welche ein vielfaches des Körpergewichtes überschreiten können. Es ist anzunehmen, dass die unteren Extremitäten als das eigentliche Werkzeug dieser Sportart in einem Wettkampfspiel den größten Belastungen ausgesetzt sind. Jedoch sollte die Betrachtung dieser hier aufgeführten möglichen Belastungen gerade im Fußballsport nicht nur isoliert auf die unteren Extremitäten bezogen werden, sondern vielmehr sollten auch die oberen Extremitäten und der Rumpf in diese Sichtweise mit eingeschlossen werden. Aufgrund dessen, dass der Rumpf das Zentrum des menschlichen Körpers darstellt und die Extremitäten sowie der Kopf diesem peripher angekoppelt sind, darf davon ausgegangen werden, dass der Rumpf im Fußball gegenüber den oberen Extremitäten eine wichtige Rolle einnimmt und an bestimmten Bewegungsabläufen, wie z.B. einem Torschuss, mit-
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beteiligt ist. Aus diesem Grund sollten auch die lokalen Beanspruchungen des Rumpfes durch die einwirkenden Kräfte der äußeren Belastungen im Fußballtraining mit berücksichtigt werden. Um die verschiedenen Belastungsformen, die während eines Fußballspiels auf den Körper einwirken auffangen zu können und dadurch die Belastung auf die Strukturen zu reduzieren, sollte der Fußballspieler nicht nur im Bereich der Ausdauer und der Schnelligkeit, sondern vor allem im Bereich der Kraft möglichst optimal und sportartspezifisch trainiert sein. Daraus resultierend sollte meines Erachtens nach, im Fußballtraining der gesamte Bewegungsapparat des Fußballspielers so ins Gleichgewicht gebracht werden, dass ein koordiniertes und funktionelles Zusammenspiel innerhalb der Muskelketten und die erforderliche Stabilisationsfähigkeit gegeben ist. Seit dem Jahr 2004 und der damit verbundenen Weltmeisterschaftsvorbereitung der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, für die im athletischen Bereich in erster Linie der US Fitnesstrainer Mark Verstegen verantwortlich war, wird nicht nur im Fußballsport vermehrt auf die Ganzkörperkräftigung sondern explizit auf die dadurch bedingte Rumpfstabilisation Wert gelegt. Die Bedeutung dieses ergänzenden Trainingaspektes in Bezug auf die Rumpfstabilität im Sinne eines Trainings der Kraftfähigkeiten und der koordinativen Fähigkeiten im Rumpfbereich zur Verbesserung des Einsatzes der Extremitäten findet nicht nur in der Rehabilitations- und Aufbauphase von Patienten Anwendung, sondern erweckt neuerdings auch verstärkt das Interesse der Fußballspieler und deren Trainer. Welche Auswirkungen ein solches Rumpfstabilisations- und Rumpfkoordinationsprogramm auf einen Torschuss haben kann, inwiefern die möglicherweise daraus resultierende Kraftübertragung vom Rumpf auf die unteren Extremitäten bei einem Torschuss mitentscheidend ist, wird in dieser Arbeit anhand einer Einzelfallstudie im mittleren Fußballamateurbereich untersucht und beschrieben.
7.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
Das Privileg der Zeiteinteilungsmöglichkeiten im Profifußball erleichtert die Trainingsplanung und -durchführung der Trainingseinheiten um einiges. Doch es stellt sich die Frage, wie die Durchführbarkeit eines Rumpfstabilisationstrainings in die Trainingsabläufe im mittleren Amateurbereich integrierbar ist, da hier die zeitlichen Trainingsressourcen limitiert sind.
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In den heutigen Fort- und ausbildungen eines Fußballtrainers nimmt der Aspekt der Rumpfstabilisation bei der Durchführung der Trainertätigkeiten im Bereich des Fußballs einen hohen Stellenwert ein und hat damit eine weitaus bedeutendere Rolle eingenommen, als dies vor einigen Jahren der Fall war. Die vermittelten Wissensgrundlagen waren vor einigen Jahren auf den Ebenen der Trainingslehre sowie in den Bereichen der sportphysiologischen Abläufe in Bezug auf die Rumpfstabilität qualitativ im Vergleich zu den heute vermittelten Inhalten der Trainerfort-und ausbildung unzureichend übermittelt. Dank der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem Gebiet der Sportmedizin ist der Deutsche Fußball-Bund seit einigen Jahren sehr bemüht, die Fußballtrainerausbildung mit den Inhalten diesen sportmedizinischen Komponenten zu ergänzen, um den zukünftigen Trainern vor allem auf der Amateurebene ein erweitertes Basiswissen der sportphysiologischen Rumpfstabilisationsabläufe und deren Bedeutung im Training und Wettkampf zu verdeutlichen. Alte Ausbildungskonzepte werden von der untersten Ebene der Trainerausbildung bis zum Ausbildungsgrad eines Fußballlehrers qualitativ überarbeitet, im Bereich der Sportmedizin auf der Grundlage der neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse neu strukturiert und in die Lehrpraxis umgesetzt. (vgl. Horsch/Peter/Rutemöller/Schomann, 2007) 3
In wie weit sich diese neu erworbenen Erkenntnisse jedoch in den heimischen Amateurfußballvereinen umsetzen lassen, wie sie weiter vermittelt und von den Trainern in das funktionelle Fußballtraining eingebaut werden können, lässt sich nur schwer erahnen. Ebenso sind bei der Umsetzung der entsprechende Umfang und die adäquate Dosierung eines in eine Trainingseinheit integrierten Rumpfstabilisationsprogramms zu hinterfragen. Aus eigener Erfahrung lässt sich definitiv sagen, dass das Rumpfstabilisationstraining der letzten Jahre im unteren, mittleren als auch im oberen Amateurbereich eindeutig vernachlässigt worden ist. Ein triftiger Grund für diese Tatsache ist sicherlich die Koordination und die inhaltliche Gestaltung der Trainingseinheiten besonders im unteren und mittleren Amateurbereich. In einem Mannschaftsgefüge von Spielern, welche im Alltag neben der Schule, dem Studium oder einer Arbeitsstelle auch noch ein Familienleben führen, ist es nicht verwunderlich, dass diese Spieler ihre knapp bemessene Freizeit nicht gänzlich dem Fußball opfern können. Dementsprechend muss der Trainer einer solchen Mannschaft auf der Ebene der Trainingsplanung einige Kompromisse eingehen. Diese Kompromissbereitschaft lässt eine Bevorzugung der Trainingsinhalte im Bereich des klassischen Fußballtrainings zu Lasten eines Rumpfstabilisationstrainings erkennen. In den meisten Fällen wird ein derartiges Stabilisations-
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programm aus den oben genannten Gründen sogar gänzlich aus dem Trainingsprogramm genommen. Ein weiterer Grund für das Vernachlässigen des Stabilisationstrainings basiert sehr wahrscheinlich auf dem zu geringen Grundwissen der Trainer, die in ihren früheren Ausbildungen ein zu geringes Grundwissen über die sportphysiologischen Zusammenhänge zwischen Rumpf, Extremitäten und deren funktionelle Bedeutung im Fußball erfahren haben. Selbst in den oberen Amateurklassen wird die Wichtigkeit eines kräftigen und stabilen Rumpfes, trotz eines etwas größeren Zeitfensters für das Mannschaftstraining unterschätzt und nur selten in das Trainingsprogramm aufgenommen.
Im leistungsorientierten Fußball wird das individuelle Fitnesstraining im Alter von 21 bis 29 Jahren mit einer Gewichtung von 25 Prozent in Bezug auf den gesamten Trainingsinhalt angegeben, ab 30 Jahren sogar mit 35 Prozent. (vgl. Niersbach/Sammer, 2008) 4
Diese Angaben können für den Fußballamateurbereich sicherlich nicht übernommen werden, sollten aber als Anhaltspunkt dienen, um den fachkundigen Trainern einerseits deutlich zu machen, wie wichtig dieser Trainingsbereich für den Fußballer ist und andererseits ihm Richtlinien bieten, die er in seiner Trainingsplanung mitberücksichtigen kann.
Aufgrund der Tatsache, dass eine Fußballvorbereitungsperiode, sowohl unmittelbar vor der Hinrunde als auch direkt vor der Rückrunde, im mittleren und oberen Amateurfußball sich auf ca. vier bis sechs Wochen beläuft, sehe ich es als sinnvoll an, mich in dieser Untersuchung auf diese Zeitspanne zu beziehen. Auf diesen Grundlagen aufbauend, möchte ich mich in dieser Arbeit mit der bereits erwähnten Problematik auseinandersetzen und den Einfluss eines regelmäßig integrierten Rumpfstabilisationsprogramms einer sechswöchigen Fußballvorbereitungsphase auf die Schussqualität eines Amateurspielers näher beleuchten. Weiterführend möchte ich der Frage nachgehen, wie wirkungsvoll ein regelmäßiges Rumpfstabilisationstraining, speziell im Fußballsport, sein kann.
7.2 Bedeutsamkeit des Forschungsproblems und praktische Relevanz der Forschungsergebnisse
Aufgrund eigener Erfahrung als Sportphysiotherapeut, Fußballtrainer und ehemaliger aktiver Fußballspieler als auch aus intensiven Beobachtungen verschiedener
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Trainingseinheiten und der Auseinandersetzung mit verschiedenen Trainingskonzepten im Amateur- und Profifußball, stellt der Ansatz am Rumpf speziell im Fußballtraining einen großen Interessensbereich in meiner beruflichen Tätigkeit dar. In dieser Arbeit möchte ich, eine mögliche Verbesserung der Schussqualität durch die Ökonomisierung dynamischer Bewegungsabläufe auf der Grundlage eines intermuskulären Zusammenspiels der Muskelketten nach einem sechswöchigen Rumpfstabilisationstraining im Sinne der Kraftausdauer und Rumpfkoordination erarbeiten und beschreiben.
Es ist bekannt, dass der Torschuss im Fußballsport eine zentrale Rolle einnimmt. Dementsprechend ist der Stellenwert des Torschusstrainings von entscheidender Bedeutung. Die Variabilität der Torschusstechnik zeichnet einen guten Spieler aus. Dafür ist das Erlernen technischer Grundlagen bereits in jungen Jahren eine unabdingbare Voraussetzung, um im Jugendlichen- bzw. Erwachsenenalter die erlernten Torschussvariationen unter Gegnerdruck und im hohen Tempo anwenden zu können. Diesbezüglich ist der Spannstoß im Fußball einer von mehreren elementaren Torschusstechniken und sollte somit nach Möglichkeit in jede Trainingseinheit mit einbezogen werden. (vgl. Peter, 2001) 5 In dieser Einzelfallstudie möchte ich anhand eines Fußballspielers mittlerer Amateurklasse untersuchen und beschreiben, wie ein gut integriertes Rumpfstabilisations- und Rumpfkoordinationstraining in eine Rückrundenvorbereitungsphase, auf die ich bereits im Kapitel „Problemstellung und Ziel der Arbeit“ eingegangen bin, zu einer Ökonomisierung von dynamischen Bewegungsabläufen führen kann und somit in weiterer Folge einen positiven Einfluss auf den Torschuss haben kann. Als Sportphysiotherapeut beruht mein persönliches Interesse an dieser Untersuchung auf meiner bis dahin gemachten Erfahrung im Fußballsport. Denn aus meinen beruflichen Erkenntnissen ist bekannt, dass durch die Aktivierung, Stärkung und Koordination der Rumpfmuskulatur die gesamte Wirbelsäule aktiv stabilisiert wird und dadurch die umliegenden passiven Strukturen entlastet werden. Durch die in diesem Zusammenhang erreichte und verbesserte neuromuskuläre Effizienz bekommt der Fußballspieler z.B. eine stabilere Schusshaltung und kann seine Bewegungsabläufe, wie z.B. Richtungsänderungen effektiver vornehmen. (vgl. Lummer, 2006) 6
Es ist mir ein großes Anliegen, das Thema der Stabilisation und Koordination, speziell auf der Ebene des Rumpfes, als einen wichtigen und ergänzenden Trainingsaspekt näher zu erläutern.
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7.3 Bisheriger Stand der Forschung und theoretischer Bezugsrahmen
Fußball gilt mit ca. 200 000 professionellen- und etwa 240 Millionen Amateurspielern als die weltweit populärste Sportart. Setzt man sich schwerpunktmäßig mit dem sportmedizinischen bzw. sportphysiologischen Teil etwas intensiver ausein-ander, wird schnell deutlich, dass der Fußballsport, welcher azyklische und individuelle Bewegungsabläufe eines Fußballspielers beinhaltet, zu einer Vielzahl kleinerer komplexer Bewegungen kommt, die sich insgesamt zu einer sportartspezifischen Bewegung zusammensetzen. Der allgemeine Aspekt der Stabilisation, vor allem jedoch die spezifische Rumpfstabilität im Sinne der Kraftausdauer und Ko-ordination spielen, in Bezug auf den Torschuss, an dieser Stelle eine ausschlaggebende Rolle. Für den US Fitnesstrainer Mark Verstegen und den deutschen Physiotherapeuten Oliver Schmidtlein ist die Stabilität, vor allem die Stabilität des Rumpfes, der Kernpunkt schlechthin. Sie gehen davon aus, dass der Rumpf eine zentrale Ausgangsposition jeder Bewegung ist und die Extremitäten um diesen rotieren. (vgl. Lummer, 2006) 7
Daraus lässt sich schließen, dass am Rumpf eine entsprechende Stabilität gewährleistet werden muss, um sportartspezifische Bewegungen dynamisch und so ökonomisch wie möglich durchführen zu können. In diesem Zusammenhang spielt das Stabilisierende System, dass sich aus einem Kontroll- und Steuerungssystem, einem passiven und einem aktiven Stabilisierungssystem zusammensetzt, eine entscheidende Rolle. (vgl. Panjabi, 1992) 8
Des Weiteren spricht Klein-Vogelbach (1990) von einer dynamischen Stabilität der Brustwirbelsäule in ihrer Nullstellung, beziehungsweise von vorübergehender Übernahme dieser Funktion durch andere Körperabschnitte, welche eine Stabilität während eines Bewegungsablaufes gewährleistet. (vgl. Klein-Vogelbach, 1990) 9 Bei den auftretenden Belastungen während eines Trainings oder eines Wettkampfspiels ist diese Art der Stabilität für den Fußballspieler von entscheidender Bedeutung. „Wenn der Sportler nämlich über einen ausreichenden Funktionszu-stand der wirbelsäulenstabilisierenden Muskulatur verfügt, kann das ‚ins Kreuz Fallen’ bei Schussbewegungen, das zwangsläufig mit Fehlbeanspruchungen der kleinen Wirbelbögen und der Bandscheiben der Lendenwirbelsäule verbunden ist, vermieden werden.“ (Götzinger, 2005, S 73) 10
Aus diesem Grund werden in der Praxis nicht einzelne Muskeln, sondern die funktionellen Muskelketten trainiert, die im weiteren Trainingsverlauf nicht isoliert, son-
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dern viel mehr in komplexen Bewegungen ihre Wirkung finden. (vgl. Lummer, 2006) 11
Auf der „2ed International Football and Sports Medicine Conference 2006“ in Düsseldorf unterstreicht auch die FIFA die Aussage der unzureichenden wissenschaftlichen Vergleichsdaten über die Häufigkeit von Wirbelsäulenverletzungen. In ihrem offiziellen Beitrag zur Fußballweltmeisterschaft 2006 „Fußballmedizin Manual“, belegen sie dies mit der Tatsache, dass bei einem Fußballtraining mehr Wert auf die unteren Extremitäten gelegt wird, während die Bauch- und Rückenmuskulatur vernachlässigt wird. Weiter heißt es, dass genau diese Muskelgruppen als auch die Nacken und Schultergürtelmuskulatur eine wesentliche Rolle bei der Stabilisation der Wirbelsäule und der Beschwerdefreiheit des Oberkörpers spielen. (vgl. Bahr et al., 2006) 12
Im Saarbrückener Kongressbericht 2002, der in der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin erschienen ist, zeigte Dietmar Schmidtbleicher vom Institut für Sportwissenschaften der Universität Frankfurt nur kurz anhand eigener Befunde, dass auch bei Spitzenfußballern die Kräftigung der Rumpfmuskulatur häufig vernachlässigt wird. (vgl. Schwarz, 2002) 13
Einen Überblick über die auftretenden Belastungen der Wirbelsäule im Sport liefert erneut ein Beitrag aus der Deutschen Zeitschrift für Sportmedizin. Auch wenn die Wirbelsäule in den verschiedensten Sportarten unterschiedliche Belastungen erfährt, können diese, obwohl mittlerweile verschiedene Ansätze und Methoden zu dieser Problematik beschrieben worden sind, nicht direkt und vollständig gemessen werden. Die bereits existierenden Resultate basieren auf dem intradiscalen Druck einiger In-vivo Messungen. Die Berechnungen von Belastungen solch komplexer Strukturen wie der Wirbelsäule sind nicht eindeutig zu lösen und basieren auf einer Reihe von Annahmen und Vereinfachungen. Abgesehen davon ist ein solches Struktursystem mathematisch nicht eindeutig lösbar. (vgl.
Bergmann/Graichen/Mellerowicz/Rohlmann/Wilke, 2001) 14 Im weiteren Verlauf werden verschiedene Vergleiche zwischen den Belastungen im Sitzen, Stehen, Gehen, Joggen, Wippen auf einem Pezziball, beim Trampolin-und Seilspringen sowie Belastungen in der Rumpfflexion bzw. Rumpfextension beim Heben und Halten eines Gewichtes als auch Belastungen im Vierfüßlerstand deutlich hervorgehoben und besprochen. Letzten Endes resultiert daraus, dass Sportarten mit hohen Wirbelsäulenbelastungen bei Sportlern mit Wirbelsäulenbeschwerden oder nach operativen Eingriffen, nur mit ausreichender muskulären
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Stabilisierung und sukzessiv ausgeübt werden sollen.
Eine genaue Beobachtung und die Analyse von Bewegungsmustern ist ein weiterer, wichtiger Bestandteil der Arbeit im Fußball. Auch hier gibt es sportartspezifische Probleme, die sich vor allem bei Bewegungsmustern von Torschussabläufen durch die Extensions- und Rotationsfähigkeit im Brustwirbelsäulenbereich äußern. Sicherlich sind die hier vorgestellten Resultate nur sehr beschränkt auf einen Amateur- oder Leistungssportler übertragbar, jedoch existieren zur Zeit keine genaueren Erkenntnisse auf dieser Ebene. Es ist davon auszugehen, dass bei Leis-tungssportlern häufig erheblich höhere Wirbelsäulenbelastungen in ihren funktionellen, sportartspezifischen Bewegungsabläufen nicht ausgeschlossen werden.
7.4 Hypothese
Ein Rumpfstabilisationstraining im Sinne der Kraftausdauer und intermuskulären Koordination hat positive Auswirkungen auf die isokinetisch gemessene Maximalkraftfähigkeit der Rumpfflexoren und Rumpfextensoren sowie Knieflexoren und Knieextensoren und in weiterer Hinsicht auch auf die Schussgeschwindigkeit beim Torschuss eines Fußballspielers im mittleren Amateurbereich.
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8 THEORETISCHES RAHMENKONZEPT
8.1 Allgemeines über den Rumpf
Seit dem Wandel der menschlichen Entwicklung vom Vierfüßlergang zum aufrechten Gang werden dem Rumpf ganz neue Aufgaben und damit eine komplett andere Belastung zugeteilt. Durch die vertikale Aufrichtung der Wirbelsäule bekommt der Rumpf eine funktionell tragende Rolle des Kopfes und der oberen Extremitäten. Die unteren Extremitäten erfüllen ihre Aufgabe als Fortbewegungsorgane. Aufgrund der Vertikalisierung und der kleineren Unterstützungsfläche, erfährt der menschliche Körper bei allen Bewegungsabläufen eine bedeutend größere Strukturbelastung als es dies der Fall im Vierfüßlergang war. Ganz nach dem Prinzip „die Funktion formt die Struktur“ passt sich das Stabilisierungssystem des Körpers der heutigen Zeit funktionell an. Es liegt an uns selbst, in welchem Maße wir es vernachlässigen oder für unseren zweckgerechten Einsatz stärken.
8.1.1 Allgemeine Stabilität des Rumpfes
Hottenrott und Sommer (1998) von der Sportmedizinischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg befassen sich mit dem funktionellen Aspekt der Wirbelsäule und beschreiben diese als einen „Segelmast, der die Wirbelsäule gegen das Becken und den Schultergürtel verspannt. Dabei spiele die Rücken- und Bauchmuskulatur die Hauptrolle.“ (Hottenrott/Sommer, 1998, S 10) 15 Sind die Rumpfstabilisierenden Muskeln nicht im Gleichgewicht kommt es zu einer so genannten muskulären Dysbalance, die zu einer Einschränkung des Bewegungsablaufes führen kann. Dies kann folglich zu einer verzögerten Bewegung führen und im Endeffekt zu einer verminderten Leistung. Des Weiteren werden Bewegungsabläufe und die damit verbundenen Bewegungskompromisse eines instabilen Rumpfes, welche über Muskelketten weiter geleitet werden, zu zusätzlichen leistungsmindernden Faktoren.
Ein weiterer Punkt, der für eine optimale Rumpfstabilität bei sportlichen Leistungen spricht, ist die Sauerstoffaufnahme des Spielers. Diese wird bei muskulären Dysbalancen, die z.B. zu Skoliosen, Kyphosen oder Hyperlordosen führen, limitiert. Denn die Atemhilfsmuskulatur, welche bei der Inspiration für die Anhebung des Brustkorbs gegenüber der Wirbelsäule verantwortlich ist, kann nur dann effektiv arbeiten, wenn die Wirbelsäulenmuskulatur kräftig und die Wirbelsäule an sich
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Arbeit zitieren:
Thomas Skawinski, 2008, Auswirkungen eines Rumpfstabilitätstrainings auf die Maximalkraftfähigkeit der Rumpfflexoren und Rumpfextensoren sowie Knieflexoren und Knieextensoren und auf die Schussgeschwindigkeit eines Fußballspielers , München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
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