2 Ganztagsschule und Sozialer Kontext
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Ganztagsschule und sozialer Kontext 4
2.1 Familie 4
2.1.1 Chancen und Probleme für die Familie 4
2.1.2 Bildungs- und Erziehungspartnerschaften 6
2.2 Freizeitaktivitäten 8
2.2.1 Freizeitpädagogik 8
2.2.2 Mitarbeiter einer Ganztagsschule: Die Eltern 10
2.2.3 Mitarbeiter einer Ganztagsschule: Weitere Mitarbeiter 13
2.2.4 Auswirkungen des Ganztagsschulprinzips auf die Kinder 15
3. Fazit und Ausblick 16
Literaturverzeichnis 17
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1. Einleitung
Im Zuge verschiedenartiger Studien, so zum Beispiel der PISA Studie, ergab sich,
und Chancengleichheit nur dann realisiert werden kann, wenn Familien in ihrer Leistungsfähigkeit gefördert und ihre
Diese Aussage geht davon aus, dass Familien keine homogene Gruppe darstellen und nicht jede Familie ihrem Kind die nötige Unterstützung für seine Entwicklung bieten kann. Eine Ganztagsschulbetreuung, die sowohl Chancen, als auch Probleme für eine Familie ergeben kann, könnte diesem Defizit entgegenwirken. Allerdings können sich nicht nur Veränderungen für Familien, durch eine verstärkte Nutzung von Ganztagsangeboten ergeben, sondern auch zum Beispiel für Vereine und ganz allgemein gesagt für den ganzen Freizeitsektor. Sowohl der Einfluss der Ganztagsschulbetreuung auf Familien, als auch auf die Freizeitaktivitäten, soll deshalb Thema dieser Arbeit sein.
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2. Ganztagsschule und sozialer Kontext
2.1 Familie
Das folgende Kapitel wird die Chancen und Probleme von Familien bezüglich einer Ganztagsbetreuung behandeln, wobei auch thematisiert wird, welche Auswirkungen diese auf den Lehreralltag haben können. Um diese Effekte näher zu erläutern, wird im zweiten Abschnitt dieses Unterkapitels auf die Notwendigkeit von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften eingegangen. Neben ihrer Erfordernis, wird außerdem darauf hingewiesen, welche Faktoren diese negativ oder auch positiv bedingen können.
2.1.1 Chancen und Probleme für die Familie
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, kann ein breitgefächertes Ganztagsangebot dazu verhelfen, die Chancengleichheit im Hinblick auf die Erziehung und Bildung eines Kindes zu ermöglichen. Neben den Veränderungen, die sich für ein Kind durch ein solches Angebot ergeben, hat dies natürlich auch Auswirkungen auf die gesamte Familie. Ein besonders wichtiger Faktor ist, dass sich dadurch die quantitative Zeit verringert, die die Familie gemeinsam nutzen kann. Es bleibt also weniger Zeit für zum Beispiel gemeinsame Gespräche am oder auch Unternehmungen am Nachmittag. Dies muss aber nicht zwangsläufig als negativ von den Eltern und Kindern erachtet werden. So wird es in Familien, in denen sich häufiger Konflikte zum Beispiel durch die Hausaufgabenbetreuung ergeben, sogar als besonders positiv erachtet, dass diese Zeit an einer Ganztagsschule nun in die Schulzeit fällt. (vgl. Ganztagsschule 2006, S.73). Aber
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nicht nur bezüglich der Hausaufgabenbetreuung fühlen sich Eltern durch eine ganztägige Betreuung unterstützt. Viele Eltern geben in Befragungen an, dass sie sich auch in Erziehungsfragen und der Mittagsversorgung entlastet fühlen (vgl. Holtappels et al. 2008, S.314) und führen dies sogar als einen wichtigen Grund an, warum, ihr Kind eine Ganztagschule besucht. Nun könnte man Annehmen, dass nur die Eltern eine tendenzielle Verbesserung, durch Verminderung von Konfliktpotentialen, des Familienklimas sehen. In den wenigen Studien, in denen Heranwachsende zu diesem Thema befragt wurden, gaben diese an, dass sie keine bedeutsamen Unterschiede im Verhältnis zu ihren Eltern, nach einem Wechsel auf eine Ganztagsschule, bemerkt hätten. (vgl. Holtappels et al. 2008, S.331) Als ein weiterer Vorteil der
(Coelen et al. 2008, S.192), aber auch für Alleinerziehende hervorgehoben. Durch eine gesicherte ganztägige Betreuung, können solche Eltern einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen und somit kann diese sogar die Familienarmut verringern. (vgl. Ganztagsschule 2006, S.69) Abgesehen von der Möglichkeit einem Beruf nachzugehen, ergibt sich dadurch für Eltern im Allgemeinen eine Entlastung bezüglich der Nachmittagsplanung. Sie müssen sich folglich nicht mehr jeden Tag um die Betreuung ihrer Kinder, durch beispielsweise Verwandte oder Freunde, kümmern. Ein weiteres Argument, dass von Eltern für die Ganztagsbetreuung angeführt wird, ist die Möglichkeit der individuellen Förderung ihres Kindes durch die Schule. Besonders wichtig ist dies bezüglich solcher Familien, die ihren Kindern zum Beispiel aus finanziellen Gründen oder auch aufgrund von sprachlichen Mängeln, diese Förderung nicht zukommen lassen können. (vgl. Holtappels et al. 2008, S.315)
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Arbeit zitieren:
Marie Burger, 2010, Ganztagsschule und Sozialer Kontext, München, GRIN Verlag GmbH
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