Markus Ziegler Hauptseminararbeit
Inhaltsverzeichnis I Abkürzungsverzeichnis II Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1 1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung 2 1.2 Vorgehensweise 2
2. Theoretische Grundlegung 3 2.1 Abgrenzung der Automobilindustrie 3 2.2 Untersuchungskonzept Diamanten-Modell nach Porter 3
3. Hat die indische Automobilindustrie eine „Chance“ im globalen Umfeld? 6 3.1 Aktuelle Situation in Indien 6
3.2 Analyse der Wettbewerbsfähigkeit anhand des Diamanten-Modells 9
3.3 Chancen des indischen Low-Cost-Segments 23 4. Trends und Entwicklungslinien 24 5. Resümee 25
Literaturverzeichnis IV
Markus Ziegler Hauptseminararbeit
Abkürzungsverzeichnis
ACMA Automotive Component Maufacturers Associaton of India Aufl. Auflage Bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft BIP Bruttoinlandsprodukt BRIC Brasilien, Russland, Indien, China CAGR Compound annual growth rate CKD Completely Knocked Down F&E/F+E Forschung und Entwicklung Hrsg. Herausgeber JV Joint Venture LCV Light Commercial Vehicles (Nutzfahrzeuge bis 3,5 t) LV Light Vehicles (Pkws und Nutzfahrzeuge bis 3,5 t) MPV Multi Purpose Vehicle M&M Mahindra und Mahindra SEBI Securities and Exchange Board of India SIAM Society of Indian Automobile Manufacturers UV Utility Vehicle VDA Verband der Automobilindustrie
Markus Ziegler
Hauptseminararbeit
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Grunddarstellung des Diamanten-Modells
Abbildung 2: Allgemeine Übersicht der Wirtschaftslage Indiens SWOT-Analyse
Abbildung 3: Wachstumspotentiale und gesättigte Märkte der Automobilindustrie
Abbildung 4: Anteile der Fahrzeugarten in Prozent
Abbildung 5: Anteile der Fahrzeugsegmente in Prozent
Abbildung 6: Pkw-Absatz in Indien nach Herstellern
Abbildung 7: Auto-Teile Import/Export in Mrd.
Abbildung 8: Automobil-Exporte Indien in 1000St
Abbildung 9: Kfz-Teile Export und Import von und nach Indien in Prozent
Abbildung 10: Automobilcluster in Indien
Abbildung 11: Zulieferer Produkte und Zulieferergruppen in Prozent
Abbildung 12: Das Gesamtsystem des Diamanten-Modells
- I - - III -
Markus Ziegler Hauptseminararbeit
1. Einleitung
Seit Anfang der 90er Jahre hat in der indischen Wirtschaftspolitik ein grundlegendes Umdenken stattgefunden. Durch zahlreiche Reformen befindet sich Indien seit nunmehr fast 20 Jahren auf
dem Weg zu einer Marktwirtschaft nach westlichem Vorbild. 1
Nach der Weltwirtschaftskrise stellt sich die globale Automobilindustrie neu auf, zum einen müssen neue Umweltauflagen für die Fahrzeuge in den Industrienationen erfüllt werden, zum anderen braucht sie für die aufsteigenden Schwellenländer möglichst preiswerte und bezahlbare
Fahrzeuge. 2 Global betrachtet lässt sich eine Verschiebung der wichtigsten Produktionsstandorte und Absatzmärkte hin zu den Schwellenländern beobachten. 3 Speziell das Land Indien durchlebt momentan die Entwicklung vom Fahrrad hin zum Auto und möchte am wirtschaftlichen Standard der westlichen Welt teilhaben. Hingegen hat die westliche Welt längst erkannt, welch
enormes Potential in der Automobilindustrie Indiens steckt. 4
Bereits seit einigen Jahren ist zunehmend zu beobachten, dass sich in Indien einzelne Regionen gezielt in der Automobilindustrie betätigen. Neben den Regionen um Delhi und Chennai hat sich auch das östlich von Mumbai gelegene Pune als wichtiges Automobilcluster etabliert. Die indische Regierung hat daraufhin im Jahre 2006 die staatlichen Rahmenbedingungen konkretisiert und den „Automotive Mission Plan 2006-2016“ für die Entwicklung der Automobilindustrie in Indien aufgestellt. Dieser Plan wird nach Aussagen der indischen Regierung als
„Sonnenaufgang“ beschrieben. 5
Der „Automotive Mission Plan 2006 - 2016“ beinhaltet die Weichenstellungen und Prognosen, dass aufgrund der demografischen Entwicklung in Indien bis zum Jahre 2016 der Bedarf an günstigen Fahrzeugen rasant steigen wird und die momentanen Wachstumsraten übertroffen werden. Um sich nicht allein vom eigenen Markt abhängig zu machen, streben indische Her-steller und Zulieferer auf den internationalen Automobilmarkt. 6 In welcher Art und in welchem Ausmaß dies geschieht, soll anhand dieser Seminararbeit dokumentiert werden.
1 Vgl. Wamser (2005), S.10.
2 Vgl. Fritsch, B. (2010), S.7.
3 Vgl. Böhme, H., DW-World.de (2010) (20.10.2010).
4 Vgl. Webermann, J., Tageschau.de (2010) (18.10.2010).
5 Vgl. VDA (2007) (18.10.2010).
6 Vgl. Gerstner, J. (2007), S.10.
Markus Ziegler Hauptseminararbeit
1.1. Aufgabenstellung und Zielsetzung
In meiner Hauptseminararbeit beschäftige ich mich mit den „Chancen der indischen Automobilindustrie im globalen Umfeld“. Der Schwerpunkt der Seminararbeit liegt dabei in der Untersuchung der Hersteller- und Zuliefererpotentiale auf dem heimischen Markt und deren Auswirkung und der sich ergebenden Möglichkeiten auf dem globalen Markt. Bei der Betrachtung wird das Hauptaugenmerk auf das Personenkraftwagensegment gelegt. In der Nebenbetrachtung wird auf das Nutzfahrzeugsegment eingegangen. Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe eines Untersuchungsmodells aufzuzeigen, wo die Potentiale für die indische Automobilindustrie liegen. Am Ende dieser Arbeit soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Hat die indische Automobilindustrie eine Chance auf dem weltweiten Automobilmarkt?
1.2 Vorgehensweise
Das erste Kapitel dient als einleitendes Kapitel und beschreibt, wie es um die indische Automobilindustrie steht und welche Determinanten von Bedeutung sind.
Kapitel 2 schafft die theoretische Grundlegung für die Arbeit, indem der Begriff Automobilindustrie für das betrachtende Thema abgegrenzt wird. Gerade die Vielzahl der in der Literatur zu findenden Begriffe, die von „Straßenfahrzeugbau“ bis hin zu „Automobilwirtschaft“ reichen, macht eine Einschränkung notwendig, die Untersuchung in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Im weiteren Verlauf des Kapitels wird die Untersuchungsmethode in ihren einzelnen Schritten erläutert.
Das dritte Kapitel geht detailliert auf die Automobilindustrie in Indien ein und wird hinsichtlich der gewählten Untersuchungsmethode auf die Chancen der Automobilhersteller und Zulieferern auf dem ihnen vorherrschenden Markt und des globalen Umfeldes analysiert. Am Ende des dritten Kapitels werden die Chancen des indischen Low-Cost-Segments aufgezeigt.
Kapitel 4 verschafft einen Überblick der bestehenden oder zukünftigen Trends und Entwicklungslinien. In Kapitel 5 wird auf die in der Arbeit gewonnenen Erkenntnisse eingegangen und Hinweise auf deren Aussagekraft gegeben. Die Arbeit wird abgeschlossen mit der Beantwortung der Forschungsfrage.
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2. Theoretische Grundlegung
2.1 Abgrenzung der Automobilindustrie
Für den weiteren Verlauf dieser Arbeit soll unter dem Begriff „Automobilindustrie“ die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Fahrzeugen für Personen- und Güterverkehr verstanden
werden. 7 In Bezug auf die Untersuchung der Automobilindustrie taucht der Begriff „Automobilcluster“ auf. Dieser Begriff entstammt Michael E. Porter und bezeichnet eine geografische
Ansammlung von vernetzten Unternehmen, spezialisierten Zulieferern und Dienstleistern. 8 Solch ein von immensen Investitionen getragenes Gebilde legt die Vermutung nahe, dass ein Großteil des komperativen Vorteils sich in der geografischen Lage der Geschäftseinheit be-
gründet. 9 Um diese Untersuchung zu belegen, soll nachfolgendes Untersuchungskonzept beschrieben werden.
2.2 Untersuchungskonzept Diamanten-Modell nach Porter
Um langfristig Erfolg zu haben, bewegen sich Unternehmensstrategien zunehmend im globalen Kontext. Für ein Land wie Indien mit einem enorm hohen Wachstumspotential im Klein- und Billigfahrzeugsegment gilt es, durch Export und Globalisierungspläne mögliche Chancen während der Betrachtung internationaler Marktumfelder auszumachen. Mit Hilfe dieses Diamanten-Modells kann untersucht werden, weshalb einzelne Länder in bestimmten Branchen erfolgreicher sind als andere. Michael Porter begründete dieses Modell auf der Aussage, dass die Faktoren am nationalen Stammsitz eines Unternehmens wesentlichen Einfluss auf den globalen Erfolg eines Unternehmens haben. Diese existierenden Landeseigenschaften können die Schaf-
fung eines Vorteils im globalen Wettbewerb fördern oder aber auch behindern. 10 Dabei werden folgende Bestimmungsfaktoren unterschieden:
7 Vgl. Riehle, W., BrainGuide.de (2010) (11.10.2010).
8 Vgl. Porter, 1999, S. 207f.
9 Vgl. Ritter, T. (2008), S. 14.
10 Vgl. o.V., 12Manage.com (2010) (12.10.2010).
Arbeit zitieren:
Markus Ziegler, 2010, Chancen der indischen Automobilindustrie im globalen Umfeld, München, GRIN Verlag GmbH
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