Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse 3
1.1 Lerngruppe 3
1.2 Lehrer-Schüler-Verhältnis. 4
1.3 Äußere Bedingungen. 5
1.4 Schlussfolgerungen für die Unterrichtsgestaltung 5
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen 6
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit 6
2.2 Sachanalyse sowie Auswahl und Begründung der Inhalte. 8
2.3 Auswahl und Begründung der Lernziele. 10
2.4 Begründung der didaktischen Stufung des Unterrichts und des gewählten
Methodenkonzeptes. 12
2.5 Aussagen zu Schülerleistungen. 17
3. Verlaufsplanung
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4. Literaturverzeichnis/ Abkürzungsverzeichnis 21
5. Anhang 22
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1. Bedingungsanalyse
1.1 Lerngruppe
In der Klasse 9 lernen derzeit 19 SuS. Aufgrund des Schulprofils weist die Schülerklientel ein weitläufiges Einzugsgebiet (Thüringen, Hessen, Bayern) und Sportartenrepertoire auf: So setzt sich die Gruppe aus Fußballern (5m/2w), Fechtern (3m/2w), Triathleten (2m/2w), 1 Badmintonspieler (m) und 2 Bogenschützen (m) zusammen. Sowohl die Bandbreite des Sportartenkanons als auch das charakterlich ausgewogene Verhältnis der Jungen und Mädchen (zahlenmäßige 13:6-Relation) sind für das ausgesprochen angenehme und teils produktive Arbeitsklima in der Klasse maßgeblich verantwortlich. Die SuS sind aufgrund ihrer spezialsportlichen Profilierung von Natur aus damit vertraut, innerhalb einer Gruppe mitei-nander zu interagieren, sich selbst dabei als wertvollen, wesentlichen und mit Verantwortung versehenen Teil einer Gemeinschaft zu begreifen und insofern auch wetteifernd um Siege zu kämpfen. Der überwiegende Teil der Klasse präsentiert sich in seiner Lernbereitschaft in dieser Hinsicht auch recht aufgeweckt und arbeitswillig.
Das Leistungsvermögen der Klasse 9 ist als durchaus heterogen zu bewerten - besonders leistungsstark treten dabei die SuS xxx in Erscheinung, die ihren Voraussetzungen gemäß das Leistungsniveau anheben und über gute bis sehr gute sprachliche Fähigkeiten in Wort und Schrift verfügen. In puncto „Mitarbeit“ zeichnen sich ebenso deutliche Unterschiede ab: Während sich die SuS xxx eher bedeckt halten, sind es wiederum bei den Jungen vorallem xxx, bei den Mädchen insbesondere xxx, die sich durch aktive Mitarbeit im Unterricht auszeichnen sowie mittels ihrer Wortmeldungen das Unterrichtsgeschehen konstruktiv beleben und bereichern. Wenngleich sich das qualitative Maß einiger Äußerungen nicht immer äquivalent zur hohen Quantität der Beiträge verhält, positionieren sich einige SuS jedoch zunächst recht häufig und engagiert zu den für sie lebensweltlich relevanten Themen. Zwar treten darüber hinaus einige weitere SuS durchaus diskussionsfreudig und an den Sachgegenständen interessiert in Erscheinung, weisen jedoch z.T. Reserven darin auf, sich über eine längere lehrerzentrierte Arbeitsphase hinweg zu konzentrieren und insofern verbale Beiträge zu kontrollieren (SuS xxx) - d.h. nicht wahllos Zwischenkommentare im Unterricht von sich zu geben oder schlichtweg mit dem Nachbar zu „schwatzen“. Sie müssen regelmäßig zur Ruhe gebeten bzw. zur Arbeit angehalten werden, da sie sich oder ihre Mitschüler beliebterweise im Frontalunterricht zeitweilig von der Arbeit ablenken. Hinzu kommt, dass sich die SuS phasenweise äußerst „träge“ (xxx) in puncto Mitarbeit zeigen - insbesondere in den 1. Unterrichtsstunden des Tages - was jedoch auch z.T. ihrem umfangreichen Trainings-, Lehrgangs- und Wett-
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kampfpensum durch die sportliche Zusatzbelastung geschuldet ist. Kooperative Lernformen sind der Klasse als ein vertrautes Metier bekannt. Einer Evaluation gemäß bewerten die SuS Gruppenarbeiten als Grundlage kooperativer Lernarrangements durchaus positiv - darüber hinaus ist die Lerngruppe ebenso dazu in der Lage, die Ergebnisse ihrer Arbeitsprozesse z.T. entsprechend anschaulich und wirkungsvoll zu präsentieren. Durch die qualitativ teils heterogene Ausprägung der Arbeitshaltung ist die Schülerklientel unterschiedlich dazu in der Lage, mit den ihr gebotenen kreativen Freiräumen umzugehen - während dies einige SuS bereits recht selbstständig und erfoglreich nutzen können, benötigen andere SuS wiederum teils umfangreichere Unterstützung durch Mitschüler oder den Lehrer.
Die Klasse 9 ist über ihre zeitweilige Lebhaftigkeit hinaus durch zahlreiche kreative Ideen und Impulse in Erscheinung getreten - Potenziale, die es im Zuge der Unterrichtsplanung durchaus zu verfolgen und zu forcieren gilt. Inhalte, in denen der kreative Umgang mit Sprache unter Vorgabe einer intendierten Wirkung im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens stand, sind bis dato recht gewissenhaft und engagiert bearbeitet worden. Bis auf kleinere, tolerierbare Verhaltensabweichungen kann von ernsthaften Disziplinproblemen in dieser Lerngruppe insofern jedoch nicht die Rede sein.
1.2 Lehrer-Schüler-Verhältnis
Mit Beginn des neuen Kalenderjahres habe ich den Deutschunterricht in der Klasse 9 übernommen. Im Rahmen meiner Hospitationen ist mir die Lerngruppe bereits seit Schuljahresbeginn bekannt - ferner unterrichte ich einige SuS (xxx) parallel auch im Sportunterricht. Darüber hinaus sind mir bereits einige Mädchen auch als Spielerinnen durch meine Trainertätigkeit auf Vereinsebene vertraut (xxx). Von der Lerngruppe wurde ich von Anfang an recht wohlwollend und freundlich aufgenommen - aufgrund dieser angenehmen und produktiven Arbeitsatmosphäre bereitet mir der Unterricht in der Klasse 9 sehr viel Freude. So ist das Klima von gegenseitiger Akzeptanz, Respekt und einem freundlich-konsequenten sowie transparenten Umgang miteinander bestimmt. Meine Bemühungen zur Gestaltung eines abwechslungsreichen und schülerorientierten Unterrichts in variabel gestalteten kooperativen und selbstgesteuerten Lernarrangements erfuhren insofern eine bis dato positive Resonanz.
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1.3 Äußere Bedingungen
In besonderem Maße erwähnenswert sind die technisch-strukturellen, materiellen und räumlichen Rahmenbedingungen der Schule: Für die vorliegende Stunde ist insofern ein Umzug aus dem ursprünglich dafür vorgesehenen Klassenraum in den Raum xxx vorgesehen, da dieser ausreichend Entfaltungsmöglichkeiten für die Gruppenarbeiten (Gruppen-„nähe“ zu-einander und “-abschottung“ gegeneinander) sowie ein modernes Beamersystem zur ansprechenden äußeren und inhaltlich unterstützenden Stundenrahmung bietet.
1.4 Schlussfolgerungen für die Unterrichtsgestaltung
Hinsichtlich des klassenspezifischen inneren und äußeren Bedingungsgefüges ergeben sich einige Konsequenzen für die didaktisch-methodische Gestaltung des Unterrichts: Da sich die Klasse in der 1. Stunde eines Unterrichtstages des Öfteren eher unmotiviert und träge zeigt, ist ein lebendiger und motivierend-schwungvoller Unterrichtsbeginn von Seiten des Lehrers als Einstieg unerlässlich. Um wiederum der „Trägheit“ einiger SuS im weiteren Verlauf entgegenzuwirken und eine Abwechslung zu längeren lehrerzentrierten Arbeitsphasen zu schaffen, ist es als Konsequenz für die Unterrichtsgestaltung vonnöten, die Schüler kooperativ mitei-nander in Interaktion zu versetzen: Deshalb soll nach einer kurzen Wiederholungsphase zur Vergegenwärtigung sachlich relevanter Inhalte dem Anspruch auf Erhöhung des Aktivitätsgrades, der Eigenverantwortlichkeit und auch der aktiven Lernzeit auf Seiten der SuS kooperierend Rechnung getragen werden. Jene Arbeitsform ist im Hauptteil der Stundenkonzeption situiert. Gruppenarbeiten als Grundlage kooperativer Lernarrangements sind der Klasse insofern ebenso vertraut wie das Wetteifern um den Sieg in ihrer jeweiligen Sportart. Diese beiden wesentlichen Aspekte kombiniert die vorliegende Unterrichtsplanung. Aufgrund der Fähigkeiten im Darstellen sollen die SuS ebenso die Möglichkeit dazu erhalten, die Ergebnisse ihrer Arbeitsprozesse entsprechend wirkungsvoll vor dem Auditorium zu präsentieren (wenngleich die Qualität der Erarbeitung und Präsentation im Einzelfall stark von der jeweiligen Gruppenzusammensetzung abhängt). Infolge jener qualitativ unterschiedlichen Ausprägungen der Lernvoraussetzungen ist es vonnöten, eine möglichst ausgeglichene Gruppenkonstellation zu arrangieren: Indem 3 leistungsstarke SuS (auch als Anerkennung und Würdigung ihres bisherigen Engagements) als „Kapitäne“ ihr Team per Wahl eigens im Vorfeld zusammenstellen durften, ist jenem Umstand adäquat begegnet worden. Die 3 Teams sind durchaus dazu in der Lage, gemeinschaftlich ansprechende Arbeitsergebnisse hervorzubringen. Zur Erreichung ihres gemeinsamen Gruppenzieles müssen sich die SuS innerhalb
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ihrer Teams gegenseitig unterstützen, was wiederum hohe Anforderungen an die Selbstständigkeit 1 der Gruppenmitglieder stellt. Der Deutschunterricht wiederum bietet zur Erfüllung der Forderung nach erhöhter Schüleraktivität zahlreiche Handlungsmöglichkeiten, denen im Rahmen des intendierten Wettbewerbs der vorliegend geplanten Unterrichtsstunde in Form eines kooperativen Lernarrangements Rechnung getragen werden soll. Um der Forderung nach „Entschleunigung“ (d.h. der Gewährung von ausreichender Lern- und Arbeitszeit gemäß Meyer, 2008) gerecht zu werden, ist für die geplante Unterrichtseinheit eine Doppelstunde vorgesehen. In einer Art „Poetry Slam“ 2 (respektive einem Comedy-Wettbewerb) ist jede Gruppe sowohl Teilnehmer, welcher einen Beitrag im Rahmen des Wettbewerbs darbietet, als auch Auditorium, welches in Jury-Funktion die dargebotenen Beiträge entsprechend beurteilt und bewertet. Da sich die SuS insbesondere engagiert und motiviert jenen Inhalten widmen, die ihren lebensweltlichen Bezügen entsprechen, basiert die Themenauswahl auf Grundlage der im Vorfeld mittels Umfrage eruierten Interessen der Lerngruppe. Die hinsichtlich der Beamernutzung vorgesehene Powerpoint-Präsentation dient lediglich zur inhaltlichen Orientierung. Bei technischem Defekt ist es mühelos möglich, diese Übersicht alternativ auch an der Tafel zu notieren.
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit
Die Auswahl des Stoffkomplexes „Ironie/ Humor/ Satire“ basiert auf den schulinternen Beschlüssen der Fachkonferenz - er ist in dieser Hinsicht immanenter Bestandteil der 9. Jahrgangsstufe dieses Gymnasiums. Den Orientierungen des Thüringer Lehrplans 3 folgend, integriert sich das Thema der Lehrprobenstunde insbesondere in den übergeordneten Lernbereich I (S. 12) “Mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch“ 4 in puncto „kreatives Darstellen“ 5 sowie „Anwenden spezifischer Lern- und Arbeitstechniken“. Die bewusste Verzah-
1 VieleSuS der Klasse 9 weisen in ihrer besonderen Rolle als sportorientierte Schüler durch die Bewältigung des alltäglichen Ablaufs, durch die spezielle Sportprofilierung sowie dem Leben im Internat bereits eine hohe Selbstständigkeit auf.
2 Dabei handelt es sich um einen literarischen Wettbewerb, „bei dem selbstgeschriebene Texte [...] einem Publikum vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger (aus: wikipedia; siehe Quellen).“
3 Thüringer Kultusministerium (Hrsg.): Lehrplan für das Gymnasium. Fach Deutsch. Erfurt 1999.
4 Ebd. S. 13: „Lösen von [...] kommunikativ orientierten Darstellungsaufgaben [...]; Einbeziehung von „Anschaulichkeit und Realitätsnähe“; „Anknüpfen an [...] Interessen, Wünsche, Neigungen [der SuS]“; „Entwicklung von Können im mündlichen [...] Darstellen sowie im [...] Beurteilen von mündlichen Texten“.
5 Ebd. S. 42: „kreatives Schreiben“; „Gestalten von Texten [...] in Gruppenarbeit“
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nung mit den Lernbereichen II „Umgang mit Texten“ 6 und III „Reflexion über Sprache“ 7 ist jedoch ebenso zu betonen. Durch die Thematisierung und Überhöhung von Klischeedenken in puncto „Schule und Unterricht“ knüpft die Stunde an der inhaltlichen Empfehlung „Urteile oder Vorurteile“ für die 9. Klasse an. Themen und Schwerpunkte von Teilen der Stoffeinheit, innerhalb derer sich die Lehrprobenstunde einordnet, führt die nachfolgende Übersicht auf:
Die Lehrprobenstunde findet nach dem -im Anschluss an die Winterferien- beginnenden 2. Schulhalbjahr folglich in der 4. und 5. Unterrichtsstunde nach den einwöchigen Ferien statt. Anknüpfend an eine der Festigung dienende Wiederholung textsortenspezifischer Besonderheiten, sprachlicher Gestaltungsmittel sowie insbesondere Übungsphasen zum Arbeiten in kooperativen Lernformen und der Reflexion dieses Prozesses gehen der Lehrprobenstunde
6 Ebd. S. 14 f.: „den Kunstcharakter literarischer Textsorten genießen“; „das (Zu-)Hören und (Zu-)Schauen immer wieder qualifizieren“; „Potenzen des handlungs- und produktionsorientierten Vorgehens u.a. durch die Produktion neuer Texte nutzen“
7 Ebd. S. 12: „Reflektieren der Kommunikationssituation“
8 siehe Anhang.
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auch das Verfassen, Vortragen und Bewerten humoristischer Texte noch einmal voraus. Darauf aufbauend fokussiert die Lehrprobenstunde die Zusammenführung der im Vorfeld geschulten Schwerpunkte: Sie bildet den rahmenden Abschluss, welcher die Stoffeinheit „Ironie / Humor / Satire“ mit einem Wettbewerb als finalen Höhepunkt beendet.
2.2 Sachanalyse sowie Auswahl und Begründung der Inhalte
„Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Strom des Lebens.“ (Wilhelm Raabe) Die SuS leben in einer Leistungsgesellschaft, in der der Aspekt des FORDERNS und der des FÖRDERNS insbesondere an Spezialschulen schwerpunktmäßig akzentuiert wird. Dennoch dürfen in einer solch gesellschaftlichen Ausrichtung Amüsements wie Unterhaltung, Spaß und Lachen nicht zu kurz kommen! Um jenem Wettbewerbsgedanken einerseits und der Forderung nach „Vergnügung für die Seele“ andererseits gerecht zu werden, versucht die vorliegende Stundenkonzeption beide Aspekte integrativ miteinander zu kombinieren. Dem Zitat Raabes beipflichtend, bleibt kommentierend hinzuzufügen: In der Tat sichert Humor in unserer pluralen Gesellschaft gar das Überleben! „Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag“ - und nicht umsonst kommuniziert der Volksmund selbige Intention unisono mit dem Slogan „Lachen ist die beste Medizin.“ Der vorliegende Stoffkomplex zum Thema „Ironie 9 / Humor 10 / Satire 11 “ ist mir aus der skizzierten Argumentationsstruktur heraus insofern besonders wichtig und am Herzen liegend. Ferner orientiert sich die Auswahl der Lerninhalte ebenso an den obligatorischen Richtlinien des Thüringer Lehrplans (welche thematisch insbesondere für den Deutschunterricht großen Spielraum gewähren) sowie an den schulinternen Beschlüssen der Fachkonferenz (vgl. Punkt 2.1). Um u.a. die Zielstellung eines besonders „hohen Anteils an aktiver Lernzeit“ 12 gemäß Meyer (2008) zu gewährleisten, bietet sich der
9 Gansel et al. (2004, S. 69): „Ironie (griech. Verstellung) ist eine Ausdrucksform des Komischen. Sie geht scheinbar ernsthaft auf eine kritikwürdige Verhaltensweise ein.“
10 Ebd. S. 64: „Humor (lat. Feuchtigkeit) bezeichnet eine Haltung, mit der sich der Mensch über Ärgernisse und Missstände erhebt. Mit kritisch-wohlwollender Nachsicht lächelt er über Unzulänglichkeiten - sowohl bei anderen als auch bei sich selbst. Humor ist eine wichtige Spielart des Komischen.“
11 Ebd. S. 72: „Satire [...] ist eine Darstellungsform, die mit Mitteln der Ironie, des Witzes und der Übertreibung menschliche Schwächen verspottet und kritikwürdige Zustände im gesellschaftlichen Leben entlarvt. Im Vergleich zum Humor und zur Ironie ist die kritische Grundhaltung ungleich schärfer und unversöhnlicher. Die Kritik wird nicht direkt vorgebracht, sondern mit Mitteln der Verzerrung und Kontrastierung (Darstellung von Gegensätzen) verfremdet.“
12 Dieser Faktor [als einer der ‚Zehn Merkmale guten Unterrichts’] stellt laut Meyer (2008) eine wesentliche Stellgröße des Lernerfolgs dar. Für den Lehrer eröffnen sich in diesem Zusammenhang Einflussmöglichkeiten, mittels derer er das Zeitkontingent der sog. „aktiven Lernzeit“ des Schülers steuern kann. Ziel der Gestaltung eines „guten Unterrichts“ ist insofern die Optimierung bzw. Maximierung selbiger in sowohl qualitativer als auch quantitativer Hinsicht. Nach Weinert (1998) zählt nur die von den Schülern aktiv genutzte Zeit (Her-vorhebungen von mir, A.S.), welche gemäß Meyer (2008, S. 40) als „echte Lernzeit“ (time on task) bezeichnet
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Arbeit zitieren:
Annabelle Senff, 2010, Ein kooperativer Wettbewerb zur Erstellung eines humoristischen Textes im Rahmen der Vergabe des Nachwuchspreises der „GutsMuths-Gag-Gesellschaft 2010“ zum Thema „Schule und Unterricht“, München, GRIN Verlag GmbH
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