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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Leben und der Tod im biblischen Kontext 4
2.1 Das Alte Testament 4
2.1.1 Der Gegensatz von Tod und Leben 4
2.1.2 Im Kontext des Neuen Testaments 5
2.1.3 Der dualistische Tod im Alten Testament 5
2.2 Das Neue Testament 5
2.2.1 Die Worte Jesu 6
2.2.2 Der Apostel Paulus und die Rede vom Tod und der
Auferstehung 7
3. Christliche Deutungsmuster 8
3.1 Der Tod im Kontext christlicher Deutungsansätze 8
3.1.1 Der Tod als Erfüllung des Lebens 8
3.1.2 Der Tod als Einschnitt beziehungsweise als Übergang 8
3.1.3 Der Tod als die wahre Geburt des Menschen 9
3.1.4 Die Auferstehung als Schluss der Menschwerdung 10
3.1.5 Die Gestalt des auferweckten Leibes 10
3.2 Die drei großen eschatologischen Begriffe „Himmel“,
„Hölle“ und „Fegefeuer“ 11
3.2.1 Das Gericht 11
3.2.2 Das Fegefeuer 12
3.2.3 Der Himmel 13
3.2.4 Die Hölle 14
4. Die Faktoren eines gelingenden Lebens 16
4.1 Ein Bewusstsein für die Existenz und den Tod 17
4.2 Bewusstes Handeln 17
4.3 Anforderungen an die Pastoral 18
5. Zusammenfassung 19
- 3 - 1.Einleitung
Die folgende Arbeit befasst sich mit der Thematik des Lebensendes und der damit zusammenhängenden christlichen Deutung von Leben und Tod. Nach einigen notwendigen Vorbetrachtungen widmet sich der Hauptteil der Arbeit der Frage, wie ein christliches Leben gestaltet werden kann, wenn man es vom Tode her denkt. Wie kann man sich also als Christ auf den Tod vorbereiten? Dieses Thema habe ich aus zwei Gründen gewählt. Zum einen aus meinem persönlichen Interesse an der Thematik, zum anderen weil der Tod und alle damit in Verbindung gebrachten Theorien, Denkansätze und Aussagen immer weniger diskutiert werden. Zurückzuführen ist dies auf die zunehmende Verdrängung unbequemer Themen aus der Gesellschaft. Seit längerem ist das Phänomen zu beobachten, dass das Thema „Tod“ in sämtlichen Bereichen außen vorgelassen wird, auch in der Pastoralarbeit. So wird der Tod primär nur dann aufgearbeitet, wenn ein Todesfall eingetreten ist. Diese Vorgehensweise ist alarmierend, da es sich bei jener Verarbeitung lediglich um eine Nachbearbeitung handelt. Der Tod sollte aber, so ist zumindest meine Meinung, vorsorglich bedacht und bearbeitet werden, damit die Menschen genug Zeit und Gedanken haben, sich entsprechend auf ihn einzustellen, auch wenn dies nur begrenzt möglich ist, da jede Todeserfahrung individuell gemacht wird. Ich denke, dass es sinnvoll ist, sich auf der theoretischen Ebene mit dem Lebensende zu befassen, damit man sich mit dem bereits entfremdeten Tod weitestgehend vertraut machen kann. Die Arbeit orientiert sich an zwei Gesichtspunkten: an der Bibel und an theologischen Aussagen, die letzten Endes auf die Bibel zurückführen. Unter diesen Aspekten soll deutlich werden, wie der Tod verstanden werden kann und wie man sich als Christ auf ihn vorbereiten kann.
Das folgende Kapitel geht auf die Bedeutung des Lebens und des Todes ein. Im Vordergrund steht dabei die christliche Betrachtung unter besonderer Berücksichtigung biblischer Grundlagen.
Das dritte Kapitel der Arbeit befasst sich mit zentralen theologischen Aussagen zum Lebensende. Hier soll die Frage beantwortet werden, wie man den Tod verstehen kann. Dabei sollen auch die Themen „Himmel“, „Hölle“ und
- 4 -„Fegefeuer“ aufgegriffen werden. Gegenwärtig sind diese Begriffe immer noch ein Mysterium und werden oft verwechselt, beziehungsweise missverstanden. Der vierte Teil der Arbeit geht der Frage nach, wie man mithilfe der gewonnenen Erkenntnisse ein gelingendes Leben als Christ führen kann, um sich bestmöglich auf den Tod vorzubereiten.
Zum Schluss findet der Leser eine Zusammenfassung der Ergebnisse.
2. Das Leben und der Tod im biblischen Kontext
Bevor man sich dem Tod auf der Ebene der theologischen Deutung nähert, ist es unumgänglich, sich mit den biblischen Aussagen zu befassen. Mit ihnen hat man ein Grundgerüst, auf dem man aufbauen kann. Es erscheint also nur logisch, sich mit den Äußerungen zu Leben und Tod in der Bibel vertraut zu machen, um anschließend auf weiterführende Konzepte eingehen zu können. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es im Folgenden vorrangig um den Tod in der Bibel gehen wird.
2.1 Das Alte Testament
Bei der Arbeit mit Bibelstellen bietet es sich an, an die Konzeption der heiligen Schrift anzuknüpfen. So wird zunächst das Alte Testament betrachtet, einige wesentliche Elemente aus diesem besprochen, um dann im Folgenden auf das Neue Testament einzugehen.
2.1.1 Der Gegensatz von Tod und Leben
An der Stelle Jes38,18 1 findet der Leser einen Hinweis auf das alttestamentliche Todesverständnis. Dort steht: „Ja, in der Unterwelt dankt man Dir nicht, die Toten loben Dich nicht; wer ins Grab gesunken ist, kann nichts mehr von deiner Güte erhoffen.“ Hieraus wird einerseits deutlich, dass das menschliche Leben eine Art von Gotteslob beinhaltet, anderseits zeigt dieser Text, dass die Toten Gott nicht loben und preisen können. In weiteren Schriften des Alten Testaments ist diese Idee verankert.
1 Sämtliche Bibelzitate entstammen der Einheitsübersetzung.
- 5 -Nur der lebende Mensch kann Gott preisen, der Tod ist nur für die Unglücklichen und Alten nützlich und wird mit dem Wort „Segen“ in Verbindung gebracht. 2 Der Tod bedeutet ein radikales Ende des menschlichen Lebens. Das Individuum soll sich damit abfinden, dass es sterben wird. Nur, wer wirklich lebt, hat nach vielen Jahren den Willen zu sterben und ist bereit diesen Weg zu gehen. 3
2.1.2 Im Kontext des Neuen Testaments
Diese alttestamentliche Vorstellung wird durch das Neue Testament nicht aufgehoben, sondern setzt sich auch in diesem fort. Der ständige Hinweis darauf, dass der Tod einen radikalen Einschnitt in das menschliche Leben darstellt, soll die Vorstellung untermauern, dass die Auferstehung kein einfaches Weiterleben meint, sondern etwas fundamental Neues. 4
2.1.3 Der dualistische Tod im Alten Testament
Der Tod wird nicht nur als ein radikales Ende des menschlichen Lebens geschildert, sondern er wird auch in sich als eine Art Dualismus verstanden. Im Alten Testament herrscht der Gedanke vor, dass es einen Unterschied zwischen dem Tod der Sünder und dem Tod der Gerechten gibt. Ein Hinweis darauf ist im Buch des Propheten Daniel zu finden. 5
Die Idee des Todes der Gerechten, also jener Menschen, die ein gottgefälliges Leben geführt haben, ist an den Gedanken gekoppelt, dass diese Gläubigen das ewige Leben bekommen und Gott erkennen können. Diese Hoffnung ist unter anderem im Buch Hiob zu finden. 6
2.2 Das Neue Testament
Im Neuen Testament findet der Leser eine Vielzahl an Aussagen, die sich auf das Ende des Lebens beziehen. Neben den Äußerungen Jesu, ist es besonders Paulus, welcher sich mit diesem Thema genauer befasst. Im Folgenden sollen einige der
2 Vgl. Sir41,2-4.
3 Vgl. Grün, Leben aus dem Tod 2001, S.86.
4 Ebd.
5 Ebd.
6 Vgl. Hiob19,25-27.
Arbeit zitieren:
Christoph Eydt, 2010, Die Bedeutung des Todes im christlichen Leben, München, GRIN Verlag GmbH
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