Inhaltsverzeichnis II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis VI
Abk ürzungsverzeichnis VII
1 Einleitung 1
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise. 2
2 Der Versicherungsmarkt im Überblick 3
2.1 Die Anbieter 3
2.1.1 Private Versicherungsunternehmen 4
2.1.1.1 Versicherungs-Aktiengesellschaften 5
2.1.1.2 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. 5
2.1.2 Öffentlich-rechtliche Versicherungsunternehmen 5
2.1.2.1 Anstalten öffentlichen Rechts 6
2.1.2.2 Körperschaften öffentlichen Rechts 6
2.2 Die Nachfrager 6
2.2.1 Private Versicherungsnehmer 8
2.2.2 Gewerbliche Versicherungsnehmer 9
2.3 Das Angebot 9
2.3.1 Die Sozialversicherung 9
2.3.1.1 Krankenversicherung 9
2.3.1.2 Unfallversicherung 10
2.3.1.3 Rentenversicherung 10
2.3.1.4 Arbeitslosenversicherung. 11
2.3.1.5 Pflegeversicherung 12
2.3.2 Die Individualversicherung 12
2.3.2.1 Güterversicherungen 13
2.3.2.2 Personenversicherungen 13
2.4 Die Versicherungsaufsicht 14
2.4.1 Aufgaben und Ziele der Versicherungsaufsicht 14
2.4.2 Beaufsichtigte Unternehmen 14
2.4.3 Träger der Aufsicht 15
3 Vorstellung ausgewählter Analyseinstrumente 16
Inhaltsverzeichnis III
3.1 Portfolioanalyse 16
3.1.1 Portfolioansatz der Boston Consulting Group 17
3.1.2 Portfolioansatz von McKinsey Company 19
3.1.3 Sonstige Portfolioansätze 20
3.1.3.1 Portfolioansatz nach Arthur D. Little 20
3.1.3.2 Portfolioansatz nach Ansoff 20
3.2 SWOT-Analyse 21
3.2.1 Stärken-Schwächen-Analyse 21
3.2.2 Chancen-Risiken-Analyse 22
3.2.3 Ableitung strategischer Optionen 22
3.3 Branchenanalyse nach Michael E. Porter 22
3.3.1 Bedrohung durch neue Anbieter 23
3.3.2 Verhandlungsmacht der Lieferanten 24
3.3.3 Verhandlungsmacht der Abnehmer 24
3.3.4 Bedrohung durch Ersatz- oder Substitutionsprodukte 25
3.3.5 Rivalität unter den etablierten Wettbewerbern 25
3.3.6 Ableitung generischer Wettbewerbsstrategien 26
3.3.6.1 Kostenführerschaft 26
3.3.6.2 Differenzierung 26
3.3.6.3 Konzentration auf Schwerpunkte 27
3.4 Die Kundenstruktur 27
3.4.1 Äußere Merkmale von Kunden 27
3.4.1.1 Geographische Segmentierung 27
3.4.1.2 Soziodemographische Segmentierung 28
3.4.2 Innere Merkmale von Kunden 28
3.4.2.1 Segmentierung nach Einstellungen 28
3.4.2.2 Life-Style-Konzepte 28
4 Status Quo des Versicherungsmarktes 29
4.1 Portfolioanalyse 29
4.1.1 Portfolioansatz der Boston Consulting Group 29
4.1.2 Portfolioansatz von McKinsey Company 31
4.2 SWOT - Analyse. 32
4.2.1 Stärken-Schwächen-Analyse 32
4.2.2 Chancen-Risiken-Analyse 32
Inhaltsverzeichnis IV
4.2.3 SWOT-Analyse des deutschen Versicherungsmarktes 33
4.2.4 Ableitung strategischer Optionen 33
4.3 Branchenanalyse nach Michael E. Porter 34
4.3.1 Bedrohung durch neue Anbieter 35
4.3.2 Verhandlungsmacht der Lieferanten 35
4.3.3 Verhandlungsmacht der Abnehmer 35
4.3.4 Bedrohung durch Ersatz- oder Substitutionsprodukte 35
4.3.5 Rivalität unter den etablierten Wettbewerbern 36
4.3.6 Ableitung generischer Strategien 36
4.3.6.1 Kostenführerschaft 36
4.3.6.2 Differenzierung 37
4.3.6.3 Konzentration auf Schwerpunkte 37
4.4 Die Kundenstruktur 38
4.4.1 Sozialversicherung 38
4.4.1.1 Krankenversicherung 38
4.4.1.2 Unfallversicherung 38
4.4.1.3 Rentenversicherung 38
4.4.1.4 Arbeitslosenversicherung. 39
4.4.1.5 Pflegeversicherung 39
4.4.2 Individualversicherung 39
4.4.2.1 Lebensversicherung 39
4.4.2.2 Private Krankenversicherung 40
4.4.2.3 Kraftfahrtversicherung 40
4.4.2.4 Allgemeine Haftpflichtversicherung 41
4.4.2.5 Private Unfallversicherung 41
4.4.2.6 Rechtschutzversicherung 41
5 Strategische Entwicklungslinien des Versicherungsmarktes 42
5.1 Die Anbieter 42
5.1.1 Private Versicherungsunternehmen 42
5.1.1.1 Aktiengesellschaften 42
5.1.1.2 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. 43
5.1.2 Öffentlich-rechtliche Versicherungsunternehmen 43
5.2 Die Nachfrager 43
5.2.1 Private Kunden 43
Inhaltsverzeichnis V
5.2.2 Gewerbliche Kunden 44
5.3 Die Produkte 44
5.3.1 Die Sozialversicherung 45
5.3.1.1 Krankenversicherung 45
5.3.1.2 Unfallversicherung 45
5.3.1.3 Rentenversicherung 45
5.3.1.4 Arbeitslosenversicherung. 46
5.3.1.5 Pflegeversicherung 47
5.3.2 Die Individualversicherung 48
5.3.2.1 Lebensversicherung 48
5.3.2.2 Private Krankenversicherung 48
5.4 Die Versicherungsaufsicht 50
5.4.1 Solvency I 50
5.4.2 Solvency II 50
5.4.2.1 Phase I. 51
5.4.2.2 Phase II. 51
5.4.3 Das GDV-Modell 52
6 Fazit und Ausblick 53
Literaturverzeichnis 54
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Anzahl der Versicherungsunternehmen nach Rechtsformen
Abb. 2: Beiträge nach Rechtsform
Abb. 3: Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow
Abb. 4: Beiträge Lebensversicherung nach Rechtsform
Abb. 5: Portfolio nach Boston Consulting
Abb. 6: Portfolio nach McKinsey
Abb. 7: SWOT-Analyse-Matrix
Abb. 8: Das Fünf-Kräfte-Modell nach Michael Porter
Abb. 9: Marktanteile der Allianz Group 2003
Abb. 10: Portfolio nach Boston Consulting für die Allianz
Abb. 11: Portfolio nach McKinsey für den Versicherungsmarkt
Abb. 12: SWOT-Matrix des deutschen Versicherungsmarktes.
Abb. 13: Verwaltungskostenquote in der Sparte „Lebensversicherung“
Abb. 14: Aufteilung Kraftfahrtversicherung nach Versicherungszweigen
Abb. 15: Alterspyramide Deutschland
Abb. 16: Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland
Abb. 17: Bürgerversicherung versus Kopfpauschale
Abb 18: Das neue Drei-Säulen-Modell der Aufsicht
Abkürzungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft AltEinkG Alterseinkünftegesetz AöR. Anstalt öffentlichen Rechts AV Arbeitslosenversicherung BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BAKred Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen BAV Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen BAWe Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel BCG Boston Consulting Group BfA Bundesversicherungsanstalt für Angestellte GdV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswitschaft e.V. GKV Gesetzliche Krankenversicherung HVBG Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften KöR. Körperschaft öffentlichen Rechts KV Krankenversicherung LVA Landesversicherungsanstalt ö.r. öffentlich-rechtlich PflVG Pflichtversicherungsgesetz PKV Private Krankenversicherung PV Pflegeversicherung RV Rentenversicherung SGF Strategische(s) Geschäftsfeld(er) SWOT Strengths Weaknesses Opportunities Threats VAG Versicherungsaufsichtsgesetz ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft VL Vermögenswirksame Leistungen VU Versicherungsunternehmen VVaG Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit VVG Versicherungsvertragsgesetz
Einleitung 1
1 Einleitung
Die Versicherungsbranche stellte 2003 in Deutschland mit 146,9 Milliarden Euro Umsatz, 1 gemessen an den Prämieneinnahmen der Gesellschaften, 6,9 % des Bruttonationaleinkommens (früher: Bruttosozialprodukt) dar. 2 Die Versicherungsdurchdringung ist kontinuierlich, seit 1980 um 1 % angestiegen. 3 Grund genug, den Versicherungsmarkt genauer unter die Lupe zu nehmen.
Seit 1993 gelten für deutsche Versicherungsunternehmen veränderte Rahmenbedingungen. Dies ist auf die Angleichung der Regelungen einzelner Mitgliedsländer innerhalb der Europäischen Union
zurückzuführen. Durch das „System der materiellen Aufsicht über das Versicherungswesen“ (BaFin) wurde die deutsche Versicherungsbranche bis dahin vor einem harten Wettbewerbsdruck bewahrt. 4 Doch den Versicherungsunternehmen der EU wird im Zuge der Liberalisierung der Märkte Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit gewährt. Neue Leistungsanbieter und neue Leistungsangebote sind die Folge, die zu einer bisher nicht bekannten Wandlungsdynamik des Versicherungsmarktes führen.
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
Untersuchungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ist der
Versicherungsmarkt in Deutschland. Zu erstellen ist ein umfangreiches Bild der jetzigen Situation - des Status Quo - sowie eine Herausarbeitung der strategischen Entwicklungslinien, bis zum Jahre 2010.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, auf Basis des allgemeinen Überblicks über den Versicherungsmarkt sowie des Status Quo die Megatrends der nächsten fünf Jahre aufzuzeigen.
1 Vgl. GdV (2003 a), S. 55.
2 Vgl. Hartmann, N. (2004), S. 27.
3 Vgl. GdV (2004), S. 71.
4 Vgl. Görgen, F. (2002), S. 12f.
Einleitung 2
1.2 Vorgehensweise
Versicherungsprodukte gehören zu den immateriellen Gütern. Sie können nicht durch „sinnliche Wahrnehmung“ begriffen werden, sondern ausschließlich intellektuell durch Verstehen ihrer Entstehung und Verwendung. 5 Daher wird im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit zunächst ein allgemeiner Überblick über den Versicherungsmarkt gegeben, d.h. Anbieter, Nachfrager, Produkte und die
Versicherungsaufsicht werden im historischen Kontext untersucht. Das dritte Kapitel erläutert ausgewählte Analyseinstrumente, die im vierten Kapitel auf den Versicherungsmarkt angewendet werden, um dem Leser ein Bild des Status Quo zu verschaffen. In Kapitel fünf werden die Megatrends für die einzelnen Elemente des Versicherungsmarktes bis zum Jahre 2010 aufgezeigt.
Die Arbeit endet mit Fazit und Ausblick auf die voraussichtliche Weiterentwicklung des Versicherungsmarktes.
5 Vgl. Farny (1989), S. 299.
Der Versicherungsmarkt im Überblick 3
2 Der Versicherungsmarkt im Überblick
Um einen Überblick über den Versicherungsmarkt zu geben, muss zunächst definiert werden, was ein Markt ist. Volkswirtschaftlich gesehen ist ein Markt „der ökonomische Ort des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage, an dem sich Preisbildung und Tausch vollziehen.“ 6 Aus Sicht des Marketings und dessen Praktiker stellen ausschließlich die Käufer einen Markt dar. Die Gesamtheit der Verkäufer hingegen wird als Branche oder Industrie bezeichnet. 7 Kotler definiert: „Ein Markt besteht aus allen potentiellen Kunden mit einem bestimmten Bedürfnis, die willens und fähig sind, durch einen Austauschprozeß das Bedürfnis zu befriedigen.“ 8 Danach versteht sich der Versicherungsmarkt als der ökonomische Ort, an dem Versicherungsunternehmen (die Anbieter) und Versicherungsnehmer (die Nachfrager) die Versicherungsprodukte (das Angebot) gegen eine Versicherungsprämie austauschen. 9 Die Versicherungsaufsicht wird zusätzlich zu den drei vorgenannten Elementen im Folgenden beschrieben.
2.1 Die Anbieter
Versicherungsunternehmen gehören neben Banken zur Gruppe der Finanzintermediäre. Erstere sind dadurch charakterisiert, dass sie sich gegen Zahlung einer Prämie verpflichten, an den Versicherungsnehmer bei Eintritt eines Schadensfalles entsprechende Zahlungen zu leisten. Dazu stellt das Versicherungsunternehmen die Einzahlungen bestimmten Geldnehmern gegen das Versprechen späterer Rückzahlung zur Verfügung. 10 Sie können privater oder öffentlich-rechtlicher Natur sein. Da Versicherungsverträge auf Dauer angelegt sind und die Bereithaltung erheblicher Kapitalbeträge seitens der Versicherungsunternehmen erfordern, werden nur juristische Personen zum Betrieb von
6 Woll Wirtschaftslexikon (1996), Stichwort: Markt.
7 Vgl. Görgen, F. (2002), S. 22.
8 Kotler, P. / Bliemel, F. (1992), S. 12.
9 Vgl. Lach, H. (1995), S. 22.
10 Vgl. Bitz, M. (2002), S. 475.
Der Versicherungsmarkt im Überblick 4
Versicherungsgeschäften zugelassen. 11 Die nachfolgende Abbildung zeigt die Unterteilung der Versicherungsunternehmen in Deutschland nach Rechtsformen (Stand: 2001).
Abb. 1: Anzahl der Versicherungsunternehmen nach Rechtsformen
Quelle: In Anlehnung an GdV (2003 b), S. 15.
Die Beitragseinnahmen entfallen wie folgt auf die einzelnen Rechtsformen (Stand: 2002):
Abb. 2: Beiträge nach Rechtsform
Quelle: In Anlehnung an GdV (2004), S. 7.
2.1.1 Private Versicherungsunternehmen
Private Versicherungen treten in Form von Versicherungs-Aktiengesellschaften (AG) oder Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit (VVaG) auf.
11 Vgl. Koch, P. (1998), S. 87; VAG § 7 I.
Der Versicherungsmarkt im Überblick 5
2.1.1.1 Versicherungs-Aktiengesellschaften
Die Rechtsform der Versicherungs-Aktiengesellschaft stellt mit 337 Unternehmen (Stand: 2001) von 658 Unternehmen insgesamt den größten Teil der Versicherungsunternehmen in Deutschland dar. Sie gehört zu den Kapitalgesellschaften mit eigener Rechtspersönlichkeit und einem gezeichneten Kapital, das in Aktien zerlegt sein kann. 12 Größte Versicherungs-AG in Deutschland ist die Allianz mit rund 87.000 Mitarbeitern 13 (entspricht 28,73 % der Angestellten in der Versicherungsbranche insgesamt) und 15,77 % 14 der vereinnahmten Beiträge.
2.1.1.2 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit
In Deutschland existierten 299 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit im Jahre 2001. 15 Die Rechtsform der VVaG stellt damit die zweitgrößte Gruppe neben den Versicherungs-AG’s dar. Die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit sind die älteste Form von Versicherungen in Deutschland. Das Prinzip der gegenseitigen Unterstützung bei Schadenfällen lässt sich schon bei den frühmittelalterlichen Zünften und Gilden nachweisen. 16 Die Versicherungsnehmer eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit sind zugleich Vereinsmitglieder, „wobei für sie das Interesse am Versicherungsschutz eindeutig vorrangig ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Nichtmitglieder gegen feste Prämien zu versichern, falls es die Satzung gestattet. In diesem Fall spricht man von einem „gemischten“ Verein im Gegensatz zum „reinen“ Verein, der nur Mitglieder versichert.“ 17
2.1.2 Öffentlich-rechtliche Versicherungsunternehmen
Öffentlich-rechtliche Versicherungen sind als Anstalten oder
Körperschaften öffentlichen Rechts zum Versicherungsbetrieb zugelassen. Insgesamt gibt es 22 öffentlich-rechtliche
12 Vgl. Grote, W. / Köster, P. (1996), S. 29.
13 Vgl. Allianz Group (2003 a), S. 20.
14 Vgl. Allianz Versicherungs-AG (2003); Allianz Lebensversicherungs-AG (2003);
Allianz Private-Krankenversicherungs-AG (2003); GdV (2003 a).
15 Vgl. GdV (2003 b), S. 15.
16 Vgl. Koch, P. (1998), S. 69f.
17 ebenda, S. 99.
Der Versicherungsmarkt im Überblick 6
Versicherungsunternehmen in Deutschland (Stand: 2001). Damit stellt diese Rechtsform von der Anzahl aus betrachtet eine Minderheit dar. Öffentlich-rechtliche Versicherungen sind aufgrund von landesherrlicher Fürsorge entstanden. Die staatliche Initiative begann mit der 1676 gegründeten Hamburger Feuerkasse und weitete sich von der Gebäude-Feuerversicherung im 18. Jahrhundert - von Reichskanzler Otto von Bismarck (1815-1898) Ende des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen - bis zur Sozialversicherung aus, welche bis heute in veränderter Form Bestand hat. 18
2.1.2.1 Anstalten öffentlichen Rechts Die Anstalten öffentlichen Rechts sind öffentlich-rechtliche Verwaltungseinrichtungen, die auf Dauer einem bestimmten
Nutzungszweck dienen und nicht mitgliedschaftlich organisiert sind, d.h. ihre Benutzer sind nicht Mitglied der Anstalt. 19
2.1.2.2 Körperschaften öffentlichen Rechts
Körperschaften öffentlichen Rechts sind Verbände des öffentlichen Rechts, die außerhalb der durch Behörden dargestellten unmittelbaren Staatsverwaltung öffentliche Aufgaben unter staatlicher Aufsicht und ggf. unter Einsatz hoheitlicher Mittel wahrnehmen. Im Gegensatz zu Anstalten des öffentlichen Rechts sind Körperschaften öffentlichen Rechts mitgliedschaftlich organisiert. 20 Beispiele für solche Körperschaften sind die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesknappschaft und die Landesversicherungsanstalten für Arbeiter (LVA) sowie die
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA).
2.2 Die Nachfrager
Abraham Maslow teilte die menschlichen Bedürfnisse in Motivklassen ein und ordnete sie hierarchisch an. Wenn die physiologischen Bedürfnisse hinreichend befriedigt worden sind, tritt der Wunsch nach Sicherheit als Motor menschlichen Handelns in den Vordergrund. Die
18 Vgl. Koch, P. (1998), S. 71 f.
19 Gabler Wirtschaftslexikon (1993), Schlagwort: Anstalt.
20 ebenda, Schlagwort: Körperschaft des öffentlichen Rechts.
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