Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
ExecutiveSummary
„Wir können nicht immer die gleichen Dinge tun
und andere Ergebnisse erwarten!“
Albert Einstein
(1879-1955)
Die Kommunikationspolitik (Promotion) ist eins der Elemente des Marketing mix. Mit
den anderen „P“ (Product, Price, Placement) stellt sie das ökonomische Gerüst für den Vertrieb eines Produkts dar. Wir kennen das Spiel der Kräfte in einem freien Markt. Wie aber verhalten sich die Marketinginstrumente in einem regulierten Markt? Neben den allgemeinen Regeln aus dem Wettbewerbsgesetz (UWG) oder Strafgesetzbuch (StGB) regulieren den RX-Markt das Arzneimittelgesetz (AMG), Heilmittelwerbegesetz (HWG), der Kodex des FSA und die Musterberufsordnung für die Ärztinnen und Ärzte (MBO). Somit zählt der Gesundheitsmarkt zu den strengst regulierten Märkten.
Unternehmen, die in diesem Markt agieren (sog. pharmazeutische Unternehmen), müssen ihre externen Kommunikationsinstrumente beschränken und ihre Politik anpassen. Die Ausgewogenheit des Kommunikationsmixes ist Gegenstand der Arbeit.
Auf der Basis der Literaturstudien und der Studie der Publikationen in Fachzeitschriften wurden die Instrumente der Kommunikationspolitik zusammengestellt. Anschließend ist eine Kommunikationsstrategie vorgestellt und kritisch betrachtet worden. Wegen der Limitierung des Umfanges der Arbeit kann sie nicht alle Probleme des RX-Marktes in der vollen Tiefe beleuchten.
2
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
tischer Auflagen
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Executive Summary 2
Verzeichnisübersicht 5
Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis. 5
Abk ürzungsverzeichnis 6
Einleitung 7
1 Marketing Mix 7
1.1 Kommunikationspolitik als Elemente des Marketing -Mixes. 8
1.2 Beziehung zwischen den Instrumenten der Kommunikationspolitik 9
1.3 Zusammenfassung 11
2 Die Rolle der Kommunikationsinstrumente im Vertrieb der RX Arzneimittel. 11
2.1 Rolle der Öffentlichkeitsarbeit. 13
2.2 Werbung und die RX- Medikamente. 13
2.3 Indirekte Maßnahmen zur Verkaufsförderung im RX-Markt. 15
2.4 Die Rolle der Verkaufsgespräche und Außendienstbesuch im RX-Marketing 15
2.5 Zusammenfassung. 17
3 Integration der Maßnahmen der Kommunikationspolitik für RX- Markt 17
3.1 Inhaltliche Integration der Instrumente der Kommunikationspolitik der RX-Medikamente
18
3.2 Zeitliche Integration der Instrumente der Kommunikationspolitik der RX-Medikamente
21
3.3 Formale Integration der Instrumente der Kommunikationspolitik der RX-Medikamente
22
3.4 Kommunikationspolitik im RX-Markt: Das Pro und Contra der Instrumente 23
4 Zusammenfassung. 24
Anhang 25
3
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
Literaturverzeichnis.........................................................................................................26
4
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
Verzeichnisübersicht
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Systematik der Absatzpolitischen Instrumente ...........................................8 Abbildung 2 Marketinginstrumente .................................................................................9 Abbildung 3 Bedeutung der Kommunikationsinstrumente im Vergleich......................10 Abbildung 4 Konzept der integrierten Marketing-Kommunikation ..............................12 Abbildung 5 Handlungsspielräume der medialen Exposition für pharmazeutische
Unternehmen ...................................................................................................................14 Abbildung 6 Elemente der Kommunikationsstrategie ...................................................19 Abbildung 7 Produktlebenszyklus .................................................................................21
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Häufigkeit der Annahmen der Werbemaßnahmen im RX-Sektor ............17
5
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
Abkürzungsverzeichnis
AMG Arzneimittelgesetz
BGBI Bundesgesetzblatt
DTC Direct - to- Consumer
EEC European Economic Community
EMEA European Medicines Agency bis Nov 2009 (neu: European Agency for the Evaluation of Medicinal Products) FFF Film-Funk-Fernsehen
FDA Food and Drug Administration
FSA Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittel
HWG Heilmittelwerbegesetz
MBO Musterberufsordnung
o.V. ohne Verfasser
4 P engl. Product, Price, Placement, Promotion
PR Public Relation
RX rezeptpflichtige
SGB V fünftes Sozialgesetzbuch
6
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
Einleitung
Der Gesundheitsmarkt unterliegt anderen Einflüssen und Gesetzen als die Wirtschaft
im Allgemeinen. Der Endverbraucher (Patient) wird durch die üblichen Marketinginstrumente nicht erreicht. Wie werden dennoch die Ziele erreicht, wie muss die Kommunikationspolitik angepasst werden? Der Gesetzgeber greift stark in diesen Markt ein. Wie wirken sich diese Regularien auf das Marketing und spezifisch auf den Kommunikationsmix bei der Einführung von neuen Produkten aus? In dieser Arbeit werden die Fragen und die Rolle der externen Kommunikation im Rahmen der Kommunikationspolitik im verschreibungspflichtigen Sektor erörtert.
Diese Hausarbeit basiert auf der Studie der Literatur (Kapitel 1), dem Abgleich der allgemeinen Instrumente der Kommunikationspolitik (Kapitel 2). Anschließend, im Kapitel 3, werden die nach der Gesetzgebung zugelassenen Kommunikationinstrumente in eine Kommunikationsstrategie eingebaut, ihre Vor- und Nachteile abgewogen.
1 Marketing Mix
Der in der Literatur beschriebene Marketing Mix hat sich als Begriff zur Systematisierung der Marketinginstrumente etabliert. Marketing Mix ist eine Kombination von vier absatzpolitischen Instrumenten. Diese wurden im Rahmen des operativen Marketings von unterschiedlichen Autoren verschieden systematisiert (vgl. Abbildung 1). Endgültig hat sich die Systematik von McCarthy etabliert. Er unterscheidet in seiner Kategorisierung zwischen Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik, den sogenannten vier „P“. 1
1 Vgl. Bruhn, M. (2007 a), S. 8 f. 7
Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspoli-
Abbildung1 Systematik der Absatzpolitischen Instrumente
Quelle: Bruhn, M. (2007 a), S. 8
1.1 Kommunikationspolitik als Elemente des Marketing -Mixes
Interessanterweise haben 4 der 5 Autoren die Kommunikationspolitik als gleichwertig berechtigtes Instrument im absatzorientierten Konzept dargestellt. 2 Bei Becker (2006) 3 ist dieses Instrument in der Profilleistung enthalten. Die Kommunikationspolitik ist also ein Teil der Marketinginstrumente. Beziehen wir uns auf McCarthy, der im Rahmen des Marketing Mixes in erster Linie über das Produkt gesprochen hat. Produktpolitik steht u.a. für Produktdesign, Qualität, Markenname. Der Abschnitt der Preisinstrumente beinhaltet Lieferbedingungen und Preisgestaltung. Die Distributioninstrumente (z.B. Vertriebskanäle, Angebotsorte) sind in seiner Systematik der „Placepolicy“ zugeordnet. Alle Instrumente, die in Zusammenhang mit der Verkaufsförderung der Produkte gebracht werden können, gehören zur „promotion politicy“. 4 Vgl. Abbildung 2
2 Vgl. Meffert, H. et al (2008) in Bruhn, M. (2009), S. 487; Steffenhagen, H. (2001) in Diller, H.
(2001), S. 789.
3 Vgl. Becker, J. (2009), S. 488 f. , aber auch vergleichbare 3-er Systematik u.a. bei Stern,M.E. (1975 bzw.
1978), Marr, R. & Picot, A. (1976), Numrich, K.J. (1979), Haedrich, G. & Berger, R. (1982), Mattmüller, R.
(2000).
4 Vgl. Bruhn, M. (2007 a), S. 8 ff, Unger, F. & Fuchs, W. (2005), S. 41 ff. 8
Arbeit zitieren:
Anna Maria Hüwel, 2010, Der Einsatz von kommunikationspolitischen Instrumenten unter dem Zwang gesundheitspolitischer Auflagen, München, GRIN Verlag GmbH
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