Analysieren sie die Lebenssituation und die Ich-Entwicklung von Sue! Allgemeine Punkte zu Sue:
Sie ist emotional sehr instabil. Sie hat Angst vor Trennungen und starke Schwierigkeiten mit dem Alleinsein. Sie besitzt eine starke Neigung zum Aufbau von sehr intensiven, aber instabilen Beziehungen. Diese sind meist durch einen Wechseln von Idealisierung und Abwertung gekennzeichnet. Sie hat Schwierigkeiten mit dem eigenen Selbstbild und der Identifizierung. Sie unterliegt starken Gefühlsschwankungen und einen chronischen Gefühl von innerer Leere. Diese Punkte entsprechen der emotional, instabilen Persönlichkeit, einen Borderline Typus. Verlaufvariable:
Sue hat Probleme in ihrer Verlaufsvariable. Die Produktive Verarbeitung der äußeren und inneren Realitäten und die damit verbundene Anpassung an situative Bedingungen funktioniert nicht. Von daher kann sie aus dieser Herausforderung nicht mit einem psychischen Wohlbefinden heraus gehen. Es bilden sich Spannungszustände, die sich zu Stress und später zu Distress entwickelt. Dieser wirkt permanent negativ. Deshalb gerät Sue in eine sozi-psychische Krise und eine Pathologische Matrix entwickelt sich. Einflussvariable: Intelligenzen:
Sie besitzt Probleme in ihrer sozialen Intelligenz. Ihre Kommunikation ist gestört, deshalb kann sie nicht unvoreingenommen zuhören und überzeugende Botschaften senden. Ihre Fähigkeit zum Bindungsaufbau, d.h. nützliche Kontakte aufbauen und pflegen, ist gestört. Ihre emotionale Intelligenz ist gestört:
Sie kann ihre Gefühle schlecht bezeichnen und diese kontrollieren. Sie kann auch nicht die Bedürfnisse der anderen Menschen erkennen und sie mit ihren abstimmen. In der motivationellen Intelligenz ist ihr größtes Problem die Kohärenzentwicklung. Eine Entwicklung eines tiefen Vertrauens ins sich Selbst besteht nicht. Narzisstische Überlegungen des Ich´s:
Ihr Real-Selbst erreicht nicht ab und zu das Ideal-Selbst, dass sie von sich hat. Dadurch können psychische oder somatische Krankheiten entstehen. Sie ist nicht in der Lage ihr Real- Selbst und ihr Ideal-Selbst aufeinander abzustimmen.
Abhängigkeitsvariable: Selbstbild:
Sie hat Probleme in ihren Ich Erlebnisbereichen. Ihre Ich-Demarkation, die Fähigkeit eigene Werte und dem Fremdwert abzugrenzen, ist gestört. Die Ich-Vitalität, die Gewissheit über die eigene Menschlichkeit, ist gestört. Gestört ist auch die Ich-Konsistenz, d.h. sich in sich stimmig empfinden und auf Probleme reagieren zu können. Genauso wie die Ich-Identität, da sie ihre Biografie nicht als zu sich gehörig empfindet Bindungsqualität:
Da sie sich schlecht binden kann, geh ich davon aus, dass sie keine positiven Erfahrungen damit sammeln konnte. Die Sensibivität, also die emotionale Qualität der Mutter-Kind Beziehung, kann nicht sehr stark gewesen sein. Art der Belastbarkeit:
Dieser Punkt beschreibt die Vulnerabilität von Sue. Also die Schwelle, bis zu der ein Mensch, bestimmte negative Einflüsse abwehren kann. Diese Ausprägung ist individuell und bei Sue nur sehr schwach gegeben. Wenn sie die negativen Einflüsse nicht mehr abwehren kann, entsteht eine Präpsychotische Phase und danach kommt es zum Zusammenbrauch, also zum sozi-psychischem Problem. Grundüberzeugung:
Das wäre das Kohärenzgefühl eines Menschen. Dieses bestimmt die Orientierungsfähigkeit des Individuums, sowie die Vertrauensentwicklung in eigene Stärken. Das Kohärenzgefühl ist bei Sue kaum entwickelt. Das bedeutet sie hat Probleme in der Verstehbarkeit (eingehende Informationen strukturieren zu können, dass der Mensch sie verstehen, begreifen und erklären kann), in der Handhabbarkeit (Fähigkeit im Zusammenhang zur Verstehbarkeit entsprechende Ressourcen nutzen zu können) und bzw. besonders in der Bedeutsamkeit (Überwindung des eigenen Trägheitsmomentes). Copeing:
Sue hat Probleme in ihrer Resilienz. Beim Umgang mit Situationen und die Bewältigung dieser und die somit verbundene Entwicklung von Strategien für die Alltagbewältigung. Die Resilienz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit eines Menschen nicht auf dieses Situationen und Probleme einzugehen. Dafür stehen fünf Ressourcen zur Verfügung, von denen Sue nur
Arbeit zitieren:
Diplom-Sozialpädagoge Thomas Gerth, 2005, Analysieren einer Lebenssituation und der Ich-Entwicklung , München, GRIN Verlag GmbH
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