Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 2
1 Problemstellung 1
2 Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung 2
3 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS und BPMN 3
3.1 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS 3
3.1.1 Aufbau der ARIS-Architektur 4
3.1.2 Die Ereignisgesteuert Prozesskette (EPK) 6
3.2 Geschäftsprozessmodellierung mit BPMN 9
3.3 Vergleich von BPMN und EPK 12
4 Bedeutungsaspekte der Geschäftsprozessmodellierung 13
5 Geschäftsprozessmodellierung im Ausbildungsberuf IT-
Systemkaufmann/-frau 15
5.1 Analyse der Ausbildungsordnung 15
5.2 Analyse der Lehrplanrichtlinie 16
6 Schlussbetrachtung 18
Abbildungsverzeichnis 20
Tabellenverzeichnis 21
Literaturverzeichnis 22
-I-
Abkürzungsverzeichnis
ARIS Architektur Integrierter Informationssysteme
BPD Business Process Diagram
BPMI Business Process Management Initiative
BPMN Business Process Modeling Notation
DV Datenverarbeitung
EPK Ereignisgesteuerte Prozesskette
eEPK Erweiterte Ereignisgesteuerte Prozesskette
IDEF Integrated Definition Methods
IT Information Technology
ITIL Information Technology Infrastructure Library
UML Unified Modeling Language
-II-
1 Problemstellung
Geschäftsprozessmodellierung stellt in Bezug auf die Entwicklung betrieblicher Anwendungssysteme sowie als Teil der Prozessorientierung im Rahmen eines allgemeinen Managementansatzes ein wichtiges Thema dar. Dementsprechend sollte Geschäftsprozessmodellierung auch Bestandteil der beruflichen Erstausbildung sein. Zentrale Frage dieser Arbeit ist, wie sich diese Entwicklung in der beruflichen Ausbildung niederschlägt. Exemplarisch für die IT-Ausbildungsberufe wird diese Frage anhand des Ausbildungsberufes Informations- und Telekommunikationssystemkaufmann/ Informations- und Telekommunikationssystemkauffrau (Kurz: IT-Systemkaufmann/-frau) untersucht. Zuerst ist es notwendig, herauszuarbeiten, wie Geschäftsprozesse modelliert werden. Dazu werden die „Architektur Integrierter Informationssysteme“ (ARIS) und die „Business Process Modelling Notation“ (BPMN) vorgestellt und miteinander verglichen. Ein weiterer Aspekt ist die Bedeutung der Geschäftsprozessmodellierung in der Praxis. Nachdem diese Bedeutung herausgearbeitet wurde, ist es möglich, die Lehrpläne und Ausbildungsverordnungen des Ausbildungsberufs IT-Systemkaufmann/-kauffrau vor diesem Hintergrund zu durchleuchten. Dabei wird vordergründig auf die Verankerung der Geschäftsprozessmodellierung in der Ausbildungsordnung und dem Lehrplan eingegangen. Es ist nicht Ziel, konkrete Handlungsempfehlungen für die Einbettung der Geschäftsprozessmodellierung in ein Unterrichtszenario zu geben oder die aktuelle Unterrichtspraxis zu untersuchen.
Zu Beginn werden in Kapitel 2 Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung erläutert und methodische Grundlagen für die weitere Analyse betrachtet. Kapitel 3 beschäftigt sich eingehend mit den zwei Ansätzen ARIS sowie BPMN und vergleicht diese miteinander. In Kapitel 4 werden Bedeutungsaspekte der Modellierung von Geschäftsprozessmodellierung betrachtet, auf deren Grundlage in Kapitel 5 die Analyse des Lehrplans und der Ausbildungsordnung erfolgt. Das letzte Kapitel soll versuchen, den Bezug zu ARIS und BPMN herzustellen. Auf Grund der gewonnenen Erkenntnisse wird diskutiert, welcher Ansatz in den Berufsschulen gelehrt werden sollte.
-1-
2 Grundlagen der Geschäftsprozessmodellierung
Ziel dieses Kapitels ist es, die Begriffe Geschäftsprozess und Modellierung zu definieren sowie einen methodischen Rahmen vorzugeben, auf dessen Grundlage die weitere Betrachtung erfolgen soll.
Als Geschäftsprozess kann ein immer wiederkehrender Prozess betrachtet werden, der der Erreichung von Unternehmenszielen dient (FRANK & VAN LAAK 2003, 8). Ein Prozess besteht aus einer sachlogischen, zeitlichen Folge von Aktivitäten und ist inhaltlich abgeschlossen. Er ist auf die Bearbeitung eines betriebswirtschaftlichen Objektes ausgerichtet (BECKER 2010). Zur Beschreibung der Begriffe Modell und Modellierung wird der Bezugsrahmen der Modellierung nach (WAND & WEBER 2002) genutzt, der in Abbildung 1 dargestellt ist.
Kontext der Modellierung
Methoden der Modellierung
Modell
Modellierungs-sprache
Abbildung 1 Bezugsrahmen der Modellierung nach (WAND & WEBER 2002., 364)
Der Modellierungskontext beschreibt alle Umgebungsfaktoren, die auf die Erstellung des Modells einwirken. Die Modellierungsmethode beschreibt die Vorgehensweise, die zur Erstellung des Modells nötig ist. Die Modellierungssprache besteht aus Elementen und Regeln zu deren Kombination, um die betriebliche Realität abzubilden. Das Model ist das Resultat des Modellierungsprozesses. FERSTL & SINZ (2008, 22) beschreiben ein Modell als die zielgerichtete Abbildung eines Objektsystems, das mit der Realität gleichzusetzen ist. Die in einem Unternehmen ablaufenden Prozesse stellen das Objektsystem dar und das Geschäftsprozessmodell dessen Abbildung. Der übergeordnete Kontext der Geschäftsprozessmodellierung ist das Prozessmanagement, das durch die Modellierung unterstützt wird. Aufgabe der Geschäftsprozessmodellierung ist die
-2-
Konstruktion, Wartung und Anwendung der Modelle (BECKER 2010). Um die Modellierungssprache zu veranschaulichen werden Metamodelle genutzt. Ein Metamodell definiert Modellbausteine, Beziehungen zwischen den Bausteinen und Regeln, um die Bausteine mit Hilfe von Beziehungen zu verknüpfen (FERSTL & SINZ 2008, 131). Da in diese Arbeit Metamodelle zur Beschreibung der Geschäftsprozessmodellierungssprachen genutzt werden, ist es nötig, das Metamodell selbst zu beschreiben. Dazu wird das Meta-Metamodell nach FERSTL & SINZ (2008) herangezogen, das selbstbeschreibend ist.
Abbildung 2: Meta-Metamodell
Im Meta-Metamodell werden Metaobjekte durch Metabeziehungen verbunden. Diese lassen sich in Generalisierungs-, Assoziations- oder Attributzuordnungsbeziehung gliedern. Jeder Metabeziehung können Kardinalitäten zugeordnet werden.
3 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS und BPMN
Auf Grundlage der in Kapitel 2 dargelegten definitorischen und methodischen Aspekte, erfolgt in diesem Kapitel die Betrachtung von ARIS und BPMN. Zentral ist dabei die Einordnung in den vorgestellten Bezugsrahmen und die Vorstellung der Modellierungssprachen anhand des Metamodells.
3.1 Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS
ARIS, die Architektur Integrierter Informationssysteme, wurde von August-Wilhelm Scheer entwickelt und in SCHEER (1992a) erstmals vorgestellt. ARIS versucht verschiedene Methoden, die zur Entwicklung von Anwendungssystemen existieren, in einer Architektur darzustellen und bietet somit auch ein Kon-
-3-
zept zur Unternehmensmodellierung (KELLER, NÜTTGENS & SCHEER 1992, 4). ARIS ist aber nicht nur als ein Konzept zu betrachten, sondern auch als Software (SEIDLMEIER 2006, 11f.), die von der IDS Scheer GmbH als Modellierungswerkzeug entwickelt wurde. Neben den zwei genannten Aspekten (Architektur zur Beschreibung von Geschäftsprozessen und Softwaretool) nennt SCHEER (2000) zwei weitere. Zum einen stellt ARIS als Modellierungsmethode entsprechende Metamodelle, die sogenannten „Information Modells“ zur Verfügung zum anderen kann es als Konzept zur computergestützten Geschäftsprozessverwaltung genutzt werden (ebd., 1). Im Folgenden wird nun auf den Aufbau der ARIS Architektur eingegangen.
3.1.1 Aufbau der ARIS-Architektur
Ausgangspunkt für die Modellierung von Geschäftsprozessen mit ARIS ist die Erstellung eines Modelles der Unternehmensprozesse (SCHEER 1997, 10). Da dieses Modell eine sehr hohe Komplexität aufweist, wird es in sogenannte Sichten zerlegt. Innerhalb der Sichten werden einzelne Aspekte des Prozesses isoliert betrachtet (RUMP 1999, 5; STAUD 2001, 27). Dabei können einzelne Objekte einer Sicht in einer anderen Sicht vorkommen, wodurch Beziehungen zwischen den einzelnen Sichten abgebildet werden (DAVIS 2005, 16). Folgende Sichten werden unterschieden und kurz vorgestellt: • Datensicht • Funktionssicht • Organisationssicht • Prozesssicht
In der Datensicht werden Informationsobjekte und deren Beziehung zueinander beschrieben (RUMP 1999, 55). Dabei handelt es sich um unternehmensspezifische Informationen, die in Form von Daten in einer Datenbank verwaltet werden. Das zentrale Modell der Datensicht ist das Entity-Relationship-Modell (STAUD 2001, 27). SCHEER (1997) beschreibt die Daten als Zustände und Ereignisse.
Die Funktionssicht beschreibt alle durchzuführenden Funktionen und deren Abhängigkeiten untereinander. Dabei werden auch alle Teilfunktionen beschrieben. Ein Beispiel für ein in dieser Sicht benutztes Modell, ist der Funktionsbaum (SCHEER 1997, 13).
-4-
Arbeit zitieren:
Robert Pollack, 2010, Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS und BPMN im Ausbildungsberuf IT- Systemkaufmann/ -frau , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik: Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS und BPMN im Ausbildungsberuf IT- Systemkaufmann/ -frau ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik: neuer Titel erschienen: Geschäftsprozessmodellierung mit ARIS und BPMN im Ausbildungsberuf IT- Systemkaufmann/ -frau
Robert Pollack hat einen neuen Text hochgeladen
Berufliche Karrieren von Frauen
Hürdenläufe in Partnerschaft u...
Waltraud Cornelißen, Alessandra Rusconi, Ruth Becker
Ihr professioneller Auftritt f...
Susanne Walter, Christine M. Huber
0 Kommentare