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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Was ist unter Serialität bzw. Serie zu verstehen? 3
2.1. Die Unterscheidung von series und serials 5
2.2. Stilmittel zur Erzeugung von Serialität 6
3. DEXTER 8
4. Intraseriale Kohärenz in DEXTER 9
5. Fazit - intraseriale Kohärenz als Bindemittel zwischen Serie und Zuschauer 12
Literaturverzeichnis 13
3
1. Einleitung
Im Laufe der folgenden Arbeit wird ermittelt, was unter Serialität bzw. Serie verstanden wird, ob man die Serie an sich, de facto genau definieren kann und welcher Merkmale man sich bei dieser Analyse der Serie bedienen vermag. Insbesondere wird hier auf die intraseriale Kohärenz 1 und ihre Bedeutung eingegangen. Diese wird genauer an beispielhaften wiederkehrenden Komponenten der US-amerikanischen Serie DEXTER 2 erörtert und dargestellt. Abschließend wird die daraus resultierende Wirkung auf die Zuschauer aufgefächert und die Frage beantwortet, inwiefern die Notwendigkeit besteht jede Folge einer Serie zu kennen, um einen Gesamtzusammenhang einzelner Ereignisse zu verstehen. 3
2. Was ist unter Serialität bzw. Serie zu verstehen?
„Serie ist, was als Serie verstanden wird.“ 4 Und was als Serie verstanden wird, gilt es im Folgenden zu klären. Sicherlich mag es in vielen Bereichen das Vorkommen der Serialität geben, doch diese Ausarbeitung wird sich auf die Serie bzw. Serialität innerhalb der audiovisuellen Medien, insbesondere auf die Fernsehserie beschränken. Strittig ist die Frage der Definition von Serie. Hier gilt es die verschiedenen Herangehensweisen einzelner Wissenschaftler näher zu beleuchten. 5 So ist es von Bedeutung, aus welchem Blickwinkel man die Serie als solche zu analysieren versucht. Allrath et al. versuchen die narrative Struktur einer Serie in den Fernseh-alltäglichen Zusammenhang des flows 6 zu bringen. 7 Dies verbindet den theoretischen Zugang durch die Serialität, mit der Analyse der Narration einer Serie. 8 Sie stellen fest, dass eine Serie per Definition eine fortlaufende Erzählung ist, die formalen Kriterien unterliegt. 9 Zwei dieser formalen Kriterien sind zum einen der fehlende endgültige Abschluss einer Geschichte und zum anderen die immer zu wahrende Kontinuität, die die Serie und ihre
1 Tanja Weber / Christian Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. In:
MEDIENwissenschaft (2008), H. 01, S. 13-31, hier: S. 21.
2 DEXTER , USA 2006-2010, Erstausstrahlung (USA): 01.10.2006, Deutschsprachige Erstausstrahlung:
01.08.2008
3 Vgl. Gaby Allrath / Marion Gymnich / Carola Surkamp: Introduction: Towards a Narratology of TV
Series. In: Allrath, Gaby / Gymnich, Marion (Hrsg.): Narrative Strategies in Television Series.
Houndmills 2005, S. 1-43, hier: S. 8ff.
4 Knut Hickethier: Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens. Lüneburg 1991. S. 9.
5 Vgl. Weber / Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. S. 14.
6 Allrath et al. definieren den flow als eine „kontinuierliche Folge von Programmen.“ Allrath / Gymnich /
Surkamp: Introduction: Towards a Narratology of TV Series. S. 3.
7 Vgl. ebd.
8 Vgl. Weber / Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. S. 14
9 Vgl. Allrath / Gymnich / Surkamp: Introduction: Towards a Narratology of TV Series. S. 3.
4
Narration strukturell um einiges komplexer werden lässt. 10 Diese Kontinuität wird unter anderem durch ein etabliertes Ensemble an Darstellern und dem Beziehungsgeflecht unter den dargestellten Figuren hergestellt. 11 Des Weiteren spricht Eco von der Serialität als „Wiederholungskunst“ 12 und führt später fort, dass es sich bei der Serie um die Wiederkehr der immer gleichen Geschichte, nur in unterschiedlichen Variationen handelt. 13 Einige Wissenschaftler sprechen von einer neuen Art der Narration. Eco begründet dies mit der „Unendlichkeit des Textes“ 14 und Allrath et al. sehen die neuen technischen Mittel als einen Ursprung der narrativen Revolution. 15 Einzig Hickethier besteht darauf, dass eine Serie niemals endlos sei, da auch die erfolgreichste Serie irgendwann ein Ende finden wird. 16 Eine Verbindung zwischen beiden Auffassungen bringen Weber / Junklewitz hervor, indem sie von einer „potentiell unendliche[n] Ausdehnung der Fernseherzählung“ 17 sprechen.
Wie zuvor schon erwähnt, ist es äußerst schwierig eine allgemeine Definition der Serie festzulegen, da die einzelnen Wissenschaftler unterschiedliche Kriterien, um eine Serie als solche zu kennzeichnen, anführen. 18 Diese Merkmale sind aber meist schon ein Teil der Binnendifferenzierung und würden somit andere Serien aus einer Definition ausschließen. 19 Daher ist es wichtig auf eindeutige Charakteristika zu achten, die einige Serienforscher als essentiell für eine Serie in ihren Untersuchungen aufnehmen. 20 Somit ist wohl die Mehrteiligkeit als eines der Hauptcharakteristika einer Fernsehserie zu betrachten. 21 Hickethier nennt eine „periodische Abfolge“ 22 als ein Kriterium der Serie, wohingegen Weber / Junklewitz anmerken, dass es auch Serien ohne festen Sendeplatz gegeben hat. 23 Wie schon erwähnt spielt die Kontinuität eine große Rolle in der Serie. Diese sollte durch das Thema, die Handlung und die Schauplätze noch weiter verstärkt
10 Vgl. ebd., S. 3 und 23.
11 Vgl. Weber / Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. S. 15f.
12 Umberto Eco: Serialität im Universum der Kunst und der Massenmedien. In: Ders.: Im Labyrinth der
Vernunft. Texte über Kunst und Zeichen. Leipzig 1990. S. 301-324, hier: S. 302.
13 Vgl. ebd., S. 319.
14 Vgl. ebd., S. 318.
15 Vgl. Allrath / Gymnich / Surkamp: Introduction: Towards a Narratology of TV Series. S. 4.
16 Vgl. Knut Hickethier: Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens. S. 9.
17 Weber / Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. S. 18. [Hervorhebung
durch Vf.]
18 Vgl. ebd., S. 15.
19 Vgl. ebd.
20 Vgl. ebd.
21 Vgl. ebd. Vgl. auch: Knut Hickethier: Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens. S. 8.
22 Knut Hickethier: Die Fernsehserie und das Serielle des Fernsehens. S. 9.
23 Vgl. Weber / Junklewitz: Das Gesetz der Serie - Ansätze zur Definition und Analyse. S. 15.
Arbeit zitieren:
Rebecca Czakalla, 2010, Die Serialität eines Serienkillers, München, GRIN Verlag GmbH
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