Gliederung
Einleitung 1
1 Biographie und Geschichte
1. 1 Biographische Einblicke in Piagets Leben 3
1. 2 Entwicklungspsychologie - Geschichtlicher Überblick 4
2 Piagets Forschungsbereich
2. 1 Forschungsschwerpunkte Piagets 6
3 Die geistige Entwicklung beim Kind
3. 1 Voraussetzung geistiger Entwicklung 10
Vererbung - innere Reife 10
materiale Erfahrung - Einfluss der Sachwelt 11
soziale Vermittlung - Erziehungsfaktor im weitesten Sinne 11
Gleichgewicht - Ausgleich 12
3. 2 Kultur und Entwicklung 12
3. 3 Qualitative Aspekte der geistigen Entwicklung 13
I. Der Aspekt des Inhalts 13
II. Der Aspekt der Struktur 14
III. Der Aspekt der Funktion 15
3. 4 Adaption - Die Anpassung des Individuums 16
I. Die Assimilation 16
II. Die Akkommodation 19
III. Die Äquilibration 19
4 Hauptstadien der geistigen Entwicklung
4. 1 Sensumotorisches Stadium 21
I. Übung angeborener Reflexmechanismen 22 II. primäre Kreisreaktionen 23
III. sekundäre Kreisreaktionen 24
IV. Konditionierung der erworbenen Handlungsschemata und ihre Anwendung auf neue Situationen 25 V. tertiäre Kreisreaktionen 25
VI. Übergang vom sensumotorischen Intelligenzakt zur Vorstellung 26
4. 2 Voroperationales, anschauliches Stadium 29
I. Unangemessene Generalisierung 31
II. Egozentrismus des Kindes 32
III. Zentrierung auf einen Aspekt/Zustand 33
IV. Unbeweglichkeit des Denkens 34 V. Fehlendes Gleichgewicht 35
4. 3 konkret-opreationales Stadium 36
I. Additive Kompositionen von Klassen 37 II. Reihenbildung 40 III. Zahlbegriff 40
4. 4 formal-operationales Stadium 41
I. Verständnis von Proportionen 43 5 Didaktische Konsequenzen
5. 1 Durchführbarkeit Piagets Theorie 46 6 Literaturliste 56
7 Anhang 58
1
Einleitung
das Kind als ein Interaktionspartner, der nicht ausschließlich nach den Vorstellungen des Erwachsenen geformt, gebildet, „sozialisiert“ wird, sondern seinerseits auch auf den Erwachsenen einwirkt und somit die Prozesse der Sozialisation und Erziehung aktiv mitgestaltet.“ FATKE 1
Umwelt und Kultur, in der der Mensch lebt und von der er abhängig ist, kann mit einem Lebensraum der Ökologie verglichen werden. Es reihen sich ver-schiedene biotische Gemeinschaften von aufeinander bezogenen Personen, die alle in einem so genannten Habitat, einem gemeinsamen „Raum" leben, aneinander. Diese Ökosysteme sind unterschiedlich groß, das Ökosystem der Familie z. B. ist sehr klein, während das der Schule oder der Berufswelt um-fangreicher ist 2 . Mensch und Umwelt stehen in einer symbiotischen Wechsel-beziehung zueinander.
1 FATKE, R. (Hrsg): PIAGET, Jean: Meine Theorie der geistigen Entwicklung.
Frankfurt/Main 1983 (S. 19)
2 OERTER, Rolf und MONTADA, Leo: Entwicklungspsychologie. 4. Korrigierte Aufl.
2
Systematischer Ausgangspunkt in Piagets wissenschaftlichen Arbeiten ist der „lebende Organismus“, welcher sich seiner Umwelt immer wieder aufs Neue anpasst. Kennzeichnend für jedes lebende Individuum ist demnach die Mög-lichkeit der Kontaktaufnahme mit der Außenwelt. Diese F ähigkeit erlaubt es dem Organismus immer neue Erkenntnisse aufzubauen. Gleichzeitig ist dieses Mittel der Anpassung jedoch begrenzt; es ist nicht uneingeschränkt wandelbar 3 . „In der Tat hat jede Beziehung zwischen einem lebendigen Wesen und seiner Umwelt d ie Eigentümlichkeit, dass das Subjekt die Einwirkung der Umwelt nicht passiv erleidet, sondern seinerseits die Umwelt verändert“ 4 .
Der Mensch kommt mit bestimmten Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet zur Welt. Diese verfeinert und perfektioniert das Individuum im Laufe seiner Entwicklung ständig.
Sobald das Kind sein Umfeld wahrnimmt, beginnt es, damit zu interagieren; zu Beginn noch recht unbeholfen, beschränkt auf einzelne S-R-Mechanismen, später jedoch zunehmend komplexer und gezielter.
Piagets Stadientheorie und die Erkenntnisse über die geistige Entwicklung des Kindes beeinflussten die Psychologie ebenso wie die Pädagogik. Sie ermög-lichen detaillierte Einblicke in die spezifischen Entwicklungsstadien des Kindes und seine bereits gebildeten kognitiven Fähigkeiten. Dadurch ist die Möglichkeit im Unterricht gegeben, Lernmaterial gemäß dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes didaktisch effizient einzusetzen.
Weinheim 1998 (S. 89)
3 PIAGET, Jean: La construction du réel chez l’enfant. Neuchâtel 1950 IN: JETTER, K.:
(1975) ... (S. 13)
4 PIAGET, Jean: Psychologie der Intelligenz. Zürich 1947 (S. 10)
3
1 Biographie und Geschichte
1. 1 Biographische Einblicke in Piagets Leben 5 1896 Geburt am 09.08. in Neuchâtel (Schweiz)
1918 1921 Anstellung am Jean-Jacques-Rousseau-Institut in Genf
1924 Heirat mit Valentine Châtenay (ehem. Studentin)
1925 1927 Geburt der zweiten Tochter
1929 Professor für Geschichte des naturwissenschaftlichen
Denkens an der Universität Genf
1931 Geburt eines Sohnes
1932 Direktor des Jean-Jacques-Rousseau-Instituts in Genf
5 PIAGET, Jean: Jean Piaget - Werk und Wirkung. München 1976
4
1. 2 Entwicklungspsychologie - Geschichtlicher Überblick 6
Mitte des 18. Jahrhunderts formulierte Jean-Jacques Rousseau die ersten prägnanten Entwicklungstheorien. Er definierte die menschliche Entwicklung als programmierte Folge in vier Stufen, die er als universell ansah. Diese Stufen formten nacheinander Körper, Sinnestätigkeit, Verstand und Urteil. Bis zum Alter von 15 Jahren verfügte der Mensch nach damaligem Verständnis noch über keine soziale Kompetenz und wurde als nicht gesellschaftsfähig angesehen. In seinen Ausführungen vertrat Rousseau eine negative Pädagogik; d. h. allein Neugeborene seien frei von allem Schlechten. Nach seiner Überzeugung sollte sich die Entwicklung des Menschen natürlich und vollkommen frei vollziehen. Nur so sei gewährleistet, dass die guten Anlagen des Kindes nicht verloren gingen und sich das Kind in allen Bereichen natürlich entfalten könne. Erziehung sollte sich lediglich auf das Bereitstellen von Lernangeboten beschränken.
Im 19. Jahrhundert ging die wissenschaftliche Entwicklungspsychologie Hand in Hand mit der Biologie sowie den Geschichts- und Sozialwissenschaften. Charles Darwin (1809 - 1882) trug in der Biologie bahnbrechende Erkenntnisse über den Ursprung der Arten zusammen, welche zwangsläufig auch die Entwicklung des Menschen analysierten. Die Veröffentlichung über die Entwicklung seines ersten Kindes im Jahre 1877 förderte das wissenschaftliche Interesse an der menschlichen Entwicklung. Diese und weitere nachfolgende Kinderbiographien, u. a. auch von Jean Piagets Kindern, wurden zu primären Beobachtungs- und Forschungs-grundlagen der Entwicklungspsychologie der frühen Kindheit.
6 vgl. OERTER, Rolf und MONTADA, Leo: Entwicklungspsychologie. 4. Korrigierte Aufl.
Weinheim 1998 (S. 25 ff)
ANMERKUNG: Bei Fußnoten in der Überschrift sind nicht speziell gekennzeichnete
Abschnitte aus gegebener Quelle erarbeitet!
5
Anfang des 20. Jahrhunderts konnten sich bedeutende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Psychologie, u. a. Jean Piaget, erstmals mit ihren Theorien an Universitäten etablieren und so den Werdegang der Entwicklungspsychologie weiter vorantreiben.
Im Laufe der Zeit kristallisierten sich äußerst differenzierte Forschungs-richtungen heraus, die so genannten Forschungstraditionen der Entwicklungs-psychologie. Phasenbeschreibungen bildeten den deskriptiv-normativen Zweig der Entwicklungspsychologie. Sorgfältig angelegte, detaillierte Beschreibungen altersspezifischer Entwicklungsstufen machten den Hauptteil der Forschung aus. Die einzelnen Phasen der Entwicklung wurden hierbei als „Aufeinanderfolge von Perioden der Konsolidierung und Perioden oft krisenhafter Umbrüche, die in die nächsthöhere Stufe münden“ 7 beschrieben.
Entwicklungstests ermöglichten es, individuelle Merkmalsausprägungen zu erfassen. Mit den Ergebnissen gelang es, die differenzierte Entwicklung der einzelnen Individuen aufzuzeigen. Diese Unterschiede sind auf Faktoren wie Anlage, soziales Umfeld, Umwelteinwirkung, Erfahrungen usw. zurückzu-führen. Entwicklungsstörungen werden durch diese Erkenntnisse frühzeitig erkannt und können durch spezielle Förderung so effizient wie möglich aufge-fangen und positiv beeinflusst werden. Entwicklungstests wurden zu einem der wichtigsten Instrumente der Differentiellen Entwicklungspsychologie.
7 KROH, O.: Entwicklungspsychologie des Grundschulkindes, In: Manns Pädagogisches
Magazin 12. Aufl. 1935 (Kap. 1, 33) IN: OERTER/MONTADA: (S. 28)
6
„Eine kognitive Theorie, die die geistige Entwicklung des Kindes nicht nur als wichtigen Ausschnitt des Entwicklungsprozesses ansieht, sondern die kogni-tiven Funktionen und ihre Entfaltung als wesentliche Grundlage jeglicher Ent-wicklung aufzuweisen versucht, ist erst mit den theoretischen Arbeiten und empirischen Untersuchungen Jean Piagets entstanden“ 8 .
Die Stadien- oder Stufenbeschreibungen, auch Sequenzregeln für Entwicklungsreihen genannt, entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts. Hier wird Ent-wicklung als aktiver Prozess eines mit Erkenntnisfunktion ausgestatteten Subjekts verstanden, in dessen Verlauf das Individuum durch die aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt fortschreitend Erkenntnisse aufbaut. Sie beschränkten sich auf allgemeine Beobachtungen, alterstypische Leistungen und Phänomene sowie altersabhängige Veränderungen.
2. Piagets Forschungsbereich
2. 1 Forschungsschwerpunkte Piagets
Piaget war seit seiner Jugend an der Biologie, der Philosophie und der Psycho-logie interessiert; folglich sei die Forschung zur geistigen Entwicklung des Menschen nur dann hinreichend, wenn man diese drei Bereiche betrachte und in die Überlegungen und Zielsetzungen einbeziehe 9 .
8 TRAUTNER, Hanns Martin: Lehrbuch der Entwicklungspsychologie. 2. Aufl. Göttingen
1997 (S. 155)
9 vgl. PIAGET, Jean: Meine Theorie der geistigen Entwicklung, Frankfurt/Main 1983
(Kap.1)
7
- Der biologische Aspekt untersucht die Adaption des Organismus an seine
Umwelt
- der psychologische Gesichtspunkt befasst sich mit der Adaption der Intelligenz beim Aufbau ihrer eigenen Struktur
- der philosophische Bereich umfasst die Herstellung der erkenntnis-theoretischen Relationen
Die Untersuchungen Piagets beschäftigten sich primär mit der Struktur und Leistungsfähigkeit des menschlichen Erkenntnisvermögens. Besonderes Inter-esse widmete er dabei:
• Gemeinsamkeiten bei Individuen
• invarianten und unveränderlichen Aspekten der Entwicklung
• allgemeinen Gesetzmäßigkeiten des Aufbaus von Erkenntnis und dessen Abfolge
in der Entwicklung (Phylo- und Ontogenese)
• qualitativen Veränderungen der intellektuellen Strukturen
Die von Piaget entwickelte Stadientheorie zur geistigen Entwicklung des Kindes umfasst vier wesentliche Entwicklungsstadien, welche ich im Nach-folgenden noch näher erläutere. Dieses Konzept weist mehrere generelle Merk-male auf 10 :
• Die einzelnen Stadien unterscheiden sich qualitativ (in ihren Interaktions-formen
zwischen Umwelt und Organismus), wobei die Einzelstrukturen und Strukturelemente eines Stadiums ein integriertes Ganzes bilden ( structure d’ensemble).
10 vgl. TRAUTNER, Hanns Martin: Lehrbuch der Entwicklungspsychologie. 2. Aufl. Göttingen
1997 (S. 185 ff)
8
• Jedes vorangehende Stadium bildet die Basis für das nächsthöhere.
• Die Phasen und Stadien werden in invarianter Sequenz durchlaufen, Über-
sprünge oder Rückschritte sind somit nicht möglich. Dies ist universell und gilt infolgedessen für alle Individuen und Kulturen. Die Altersangaben über den Eintritt und die Verweildauer in den Entwicklungsstufen hingegen sind nicht als verbindlich anzusehen. Es handelt sich ausschließlich um Repräsentativwerte, denen Piagets Untersuchungen zugrunde liegen. Eine individuelle Verweildauer des Kindes in den einzelnen Stufen fördert die psychische Stabilität und sollte keinesfalls extern - etwa durch den Ehrgeiz der Eltern - verkürzt werden. Jedes Kind folgt seinem persönlichen Entwicklungsrhythmus. Ein Kind durchläuft die Phasen schnell, während ein anderes Kind insgesamt für seine Entwicklung einen längeren Zeitraum beansprucht. Es ist auch nicht vorgegeben, dass jedes Individuum die höchste Entwicklungsstufe erreicht.
• In jedem Stadium treffen wir auf eine Vorbereitungs- und eine Endphase. Zu
Beginn eines Stadiums zeigen sich die Strukturen und Handlungs-Schemata instabil, zum Ende weisen sie dagegen dann eine stärkere Organisation und Konsolidierung auf. Es entwickelt sich also im Verlauf der Stadien ein immer stabilerer Gleichgewichtszustand. Die Übergänge zwischen den einzelnen Stadien sind nicht abrupt, sondern fließend. Das Denken des Kindes kann z. B. in einigen Bereichen noch prä-operational ablaufen, während es in anderen Bereichen schon weiterentwickelt ist. Hier findet eine Zeitverschiebung einzelner Schritte in einem Entwicklungs-Stadium statt, die Piaget horizontale Verschiebung (décalage horizontal) 11 nennt. So können Invarianzfragen etwa zu Anordnungs- und Formveränderungen im Hinblick auf Menge und Anzahl von Massen zu
11 PIAGET, Jean: Probleme der Entwicklungspsychologie. Frankfurt/Main 1976 (S. 49)
9
einem früheren Entwicklungszeitpunkt beantwortet werden als Fragen bezüglich des Gewichtes oder etwa des Volumens.
• Die einzelnen Stadien werden nicht vollständig voneinander abgelöst; bestimmte
kognitive Strukturelemente werden mit ähnlichen Inhalten in das nächste Stadium integriert. Dies bezeichnet Piaget mit vertikaler Verschie-bung (décalage vertical). So wird z. B. die Motorik in die sprachlichen Stadien übernommen. Die zuvor erlernten konsolidierten Handlungen können zwar inzwischen ausgeführt, aber nicht artikuliert oder präsentiert werden. Dies muss noch erlernt werden. So ist es für Kinder sehr kompliziert, automatisierte Bewegungsabläufe oder räumliche Wege (verbal) darzustellen. Beweise dazu liefert ein Test Piagets mit 4 - 5jährigen Kindern 12 . Sie sollten ihren Schulweg mit Hilfe eines Baukastens darstellen (die sprachliche Darstellung wäre in diesem Alter noch zu abstrakt gewesen). Es stellte sich heraus, dass sich die Kinder nicht an konkreten Punkten orientierten; so konnten sie z. B. keine Gebäude „benennen“ oder beschreiben, obwohl ihr Weg sie täglich daran vorbeiführte. Piaget passte die Untersuchungsmethode stets der Problemstellung und dem Alter seiner Probanden an. Die nicht standardisierte Beobachtung seiner ei-genen drei Kinder (ein wesentliches Merkmal Piagets empirischer Unter-suchungen) bildete hierzu die Basis. In Untersuchungen zum präoperationalen und konkret-operationalen Denken bediente sich Piaget der Befragung, welche er klinische Methode nannte. Seiner Ansicht nach verunsichern standardisierte Fragen Kinder, so dass ihre Antworten ggf. verfälscht werden. Bei Piaget wird nur vorgegeben, in welchem allgemeinen Rahmen die Befragung stattfinden soll, d. h. mit welcher Art von Versuch das Kind konfrontiert wird.
12 PIAGET, Jean: Probleme der Entwicklungspsychologie. Frankfurt/Main 1976 (S. 21)
10
Er stellte z. B. den Probanden Fragen zur Vorstellung oder zu sichtbar vor- oder selbstdurchgeführten Manipulationen (experimenteller Charakter): z. B. Umfüllversuche von Flüssigkeiten, Verformungen von Plastilinmasse usw. Seine Vorgehensweise hat Piaget zuweilen auch kritische Methode genannt. Das Kind gelangt im Verlauf der Untersuchung an einen kritischen Punkt, den es überwinden kann, falls seine kognitiven Strukturen schon entsprechend ent-wickelt sind, der aber gleichermaßen den Endpunkt der Untersuchung bzw. die Nichtbeantwortung der gestellten Fragen bildet, falls diese Strukturen fehlen 13 .
3. Geistige Entwicklung beim Kind
Die geistige Entwicklung des Kindes stellt nach Piaget eine Ansammlung von Wissen und Fertigkeiten dar, kombiniert mit einer zunehmend besseren Anpassung an die Umwelt. Es findet eine Neuorganisation bereits vorhandener bzw. neu gebildeter Strukturen statt 14 .
3. 1 Voraussetzung geistiger Entwicklung
In seinen Forschungen geht Piaget davon aus, dass grundsätzlich vier Aspekte in der
geistigen Entwicklung untrennbar zusammenwirken 15 . I. Vererbung - innere Reife
Jedes Individuum bringt eine spezielle genetische Ausstattung mit, welche so-wohl die Voraussetzung für seine Entwicklung bildet als diese auch begrenzt.
13 PETTER, Guido: Die geistige Entwicklung des Kindes im Werk von Jean Piaget. 1966
(S. 19 ff)
14 vgl. TRAUTNER, Hanns Martin: Lehrbuch der Entwicklungspsychologie. 2. Aufl. Göttingen
1997 (S. 160)
15 vgl. PIAGET, Jean: Probleme der Entwicklungspsychologie. Frankfurt/Main 1976 (S. 27 ff)
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Ariane Held, 2000, Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget, München, GRIN Verlag GmbH
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