IN NH HA AL LT TS SV VE ER RZ ZE EI IC CH HN NI IS S I
1. EINLEITUNG 3
2. KURZER SEMINARRÜCKBLICK 4
3. EXPERTENPRÄSENTATION: PERSPEKTIVRAHMEN UND LEHRPLÄNE 9
4. REFLEXION DES PERSÖNLICHEN LERNPROZESSES 19
geographische Aspekte
4. 3. 4 Historische und technische Aspekte 25
5. SCHLUSSGEDANKE 27
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6. LITERATURVERZEICHNIS 28
7. ANHANG 29
7. 1 Aufgabenstellung: Schulbuchanaylse und vergleich 29
7. 2 Aufgabenstellung: Stoffverteilungsplanerstellung 29
7. 3 Schuljahreskalender 30
7. 4 Stoffverteilungsplantabelle 31
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1. . E EI IN NL LE EI IT TU UN NG G 1
„Inhalte und Methoden des Sachunterrichts - endlich ein Seminar, bei dem man einmal etwas für die Praxis lernt!“ Das war mein erster Gedanke, als ich den Titel dieses Mittelseminars gelesen habe. Man freut sich einfach darauf, sich mit praxisbezogenen Themen zu beschäftigen, wenn man in vier Semestern zuvor oft nur theoretische Grundlagen geschaffen hat. Diese sind natürlich grundlegend wichtig, wie der Name schon sagt. Doch insgeheim sehnt man sich in seinem Studium immer wieder danach, etwas von dem zu lernen, was man dann auch wirklich direkt anwenden oder ausprobieren kann. Denn schließlich ist das ja das „täglich Brot“ eines jeden Lehrers.
In dieser Arbeitsmappe soll nun dokumentiert werden, ob sich die eigenen Erwartungen an das Seminar erfüllt haben, was an Eigenarbeit dazu geleistet und inwieweit der persönliche Lernprozess angeregt bzw. gefördert worden ist. Dazu werde ich zuerst noch einmal einen kurzen Überblick über den Ablauf des gesamten Seminars geben, wobei ich speziell auf die einzelnen Arbeitsphasen und unterschiedlichen Arbeitsformen näher eingehen und die dabei behandelten Basistexte vorstellen werde. Danach stelle ich die Arbeitsvorgänge, Inhalte und Methoden der Präsentation meiner Expertengruppe dar und führe anschließend auch eine Reflexion über die anderen Präsentationen und meinen eigenen Lernprozess durch. Die Arbeitsmappe ist eine Art Lernbericht, in der das gesamte Seminar an vielen Stellen noch einmal aufgearbeitet und reflektiert wird. Dadurch kann man jede Phase des Seminars noch einmal nachvollziehen und Anregungen und Ideen für den späteren Beruf festhalten. Ich finde diese Art von Leistungsfeststellung sehr sinnvoll, da man meiner Meinung nach viel tiefer in die Themen einsteigen kann und muss und somit ein viel höherer Lernerfolg erzielt wird, als beispielsweise durch eine Klausur. Und außerdem hat man immer wieder die Möglichkeit in seinem selbsterarbeiteten Lernbericht etwas nachzuschlagen oder manche Themen in anderen Arbeiten zu erweitern. Also gehört auch das Verfassen dieser Arbeitsmappe zu einem positiven Lernerfolg bei meinem persönlichen Lernprozess.
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2. . S SE EM MI IN NA AR RR RÜ ÜC CK KB BL LI IC CK K 2 2.1 Basistexterarbeitung
In der ersten Sitzung wurde nach einer abwechslungsreichen Kennenlernphase das Seminar mit seinen Inhalten vorgestellt und dem Plenum eröffnet, dass dieses Seminar in einer anderen Form als gewöhnlich durchgeführt werde, nicht mit den herkömmlichen Bestandteilen wie Dozentenvortrag, Referate, „normale Gruppenarbeit“ etc., sondern in Form eines Gruppenpuzzles.
Im entsprechenden ersten Basistext „Das Gruppenpuzzle“ (FREY‐EILING/FREY 2002, S.50‐57) konnte man dazu lesen, dass dies eine Art Gruppenunterricht ist, bei dem die Schüler/Studenten durch „Selbststudienmaterial“ (ebd. S.50) ein Thema in einer kleinen Gruppe selbstständig erarbeiten und dann in einer zweiten Phase ihre Mitschülern/‐studenten wieder in einer Kleingruppe darüber unterrichten. Dabei gliedert sich das Gruppenpuzzle in fünf Phasen:
Die Grundidee, die hinter dieser Methode steckt ist folgende: Eine größere Thematik beinhaltet viele Teilbereiche, die nun von Expertengruppen speziell aufgearbeitet werden. Am Ende werden wieder Gruppen gebildet, in denen sich dann aus jeder Expertengruppe ein Experte befindet, der den anderen Gruppenmitgliedern seinen Teilbereich vorstellen kann. In dieser „Unterrichtsrunde fügen sich die verschiedenen Puzzlestücke wieder zu einem Ganzen zusammen“ (ebd., S.52). Durch diese Methode gewinnen die Teilnehmer mehr Selbstvertrauen, da „gebietsspezifisches Selbstvertrauen [ge]fördert [wird]“ (ebd.) und nicht nur die Leistungen der Besten zählen. Zudem nimmt die Aggressionsbereitschaft in der ab und auch schwächere Gruppenmitglieder erfahren mehr Anerkennung. Am wichtigsten erscheint wohl die Tatsache, dass „der Lernerfolg […] etwas höher [ist] als beim normalen lehrerzentrierten Unterricht“ (ebd.).
Im Seminar wurden wir mit dieser Methode vertraut gemacht und haben uns anschließend zu Stammgruppen zusammengefunden, die jeweils aus fünf Studenten bestanden. Diese
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Stammgruppen sollten am Ende die Gruppe darstellen, in der die Präsentationen bzw. der Unterricht durch die einzelnen Experten abgehalten werden sollte.
In den nächsten beiden Sitzungen wurden dann in der Stammgruppe zwei weitere Basistexte gelesen, besprochen und Fragen dazu beantwortet. Frau Prof. Dr. Heran‐ Dörr gab uns dazu einige Vorschläge zur methodischen Herangehensweise, die dabei helfen sollten, einen Text auf unterschiedlichste Weise zu betrachten.
Walter Köhnlein geht es, wie der Titel schon sagt, speziell um die Sachunterrichtsplanung bei der folgende Punkte wesentlich sind: Die „Sachen“ an sich, die Kinder und die für die Bildung grundlegenden Ziele. Dabei kommt es vor allen Dingen auf die Methoden an, die „[…]zugleich kindgemäß […] [aber auch] sachgemäß sein und [den] didaktischen Ansprüchen genügen [müssen]“ (KÖHNLEIN 2010, S. 165).
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Der Text ist in drei Abschnitte gegliedert: 1. Der Sachbezug des Sachunterrichts, 2. Zur Befragung der Sachen als exemplarische Exploration und 3. Von der Sachanalyse zur Lehr‐ und Lernstruktur.
Köhnlein geht in seinem Text näher auf den Begriff „Sache“ ein, in dem er die Vielfältigkeit dieses Begriffes beschreibt und herausstellt, „dass jede Sache in einem Netz von Zusammenhängen steht […] [, weshalb ein gewisser] Sachzusammenhang oder eine Sachlage [entsteht, die als] Sachverhalt charakterisiert wird“ (KÖHNLEIN 2010, S. 166). Wenn man einen solchen Sachverhalt nun unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und in unterschiedliche „thematische Zusammenhänge“ (ebd.) stellt, spricht man vom Sachbezug. Der Sachunterricht bietet die Möglichkeit viele Sachbezüge aus unserer Umwelt zu thematisieren und den Kindern näher zu bringen, in dem die Sachunterrichtsdidaktik durch didaktische Reduktion die Sachverhalte kindgemäß simplifizieren und durch didaktische Rekonstruktion für den Unterricht aufbereiten kann. Wichtig dabei ist, dass die Kinder die „Sachen“ nicht einfach nur lernen, wie lexikalisches Wissen, sondern sich ihre Umwelt durch eigene Erfahrungen, Ausprobieren, Entdecken, Erfinden erschließen können. Nur so kann nachhaltiges Wissen gesichert und Lust zum Weitererfahren geweckt werden. Aus dem Perspektivrahmen Sachunterricht kann man Anregungen für den Sachunterricht aufnehmen, da er genau die Spannungsfelder zwischen der kindlichen Erfahrungswelt und dem Fachwissen herausstellt (vgl. ebd., S. 167).
Im Sachunterricht kommt es außerdem auf die richtige Auswahl der „Unterrichtsinhalte aus dem Universum der Sachen“ (ebd. S. 170) an, wofür die Kriterien der Bedeutsamkeit, Zugänglichkeit und Ergiebigkeit für die Unterrichtsplanung wichtig sind. Das heißt, die Sachverhalte sollen z. B. Bedeutung für das gegenwärtige und zukünftige Leben der Kinder oder für praktische Alltagsbewältigungen haben. Zudem ist es wichtig, dass die Lehrinhalte auch in der Lebenswirklichkeit der Kinder anzutreffen sind und methodisch entsprechend aufbereitet werden. Die methodische Aufbereitung umfasst auch eine didaktische Analyse, bei der der „Bildungswert eines potentiellen Inhalts und die Reflexion von Sinn und Ziel des […] Unterrichts“ (ebd. S. 173) untersucht wird. In einem sogenannten „Dreischritt“ von Sachanalyse, didaktische Reduktion und (Re‐)Konstruktion soll sichergestellt werden, dass die „Sachen“ für die Kinder nachvollziehbar aufeinander aufbauen, an ihre Lernvoraussetzungen anknüpft, ihrer kindlichen Lebenswelt entsprechen, aber auch Kompetenzen aufbaut. Denn mit „Bildung beginnt für Kinder der Zugang zu den Sachen der Welt.“ (ebd. S. 176)
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Der dritte Basistext, der in der Stammgruppe besprochen wurde, war von Hartmut Giest „Sachunterrichtsplanung als Planung des Lernprozesses der Schülerinnen und Schüler“. Er gibt am Anfang seines Textes einen kleinen geschichtlichen Rückblick über die Veränderungen im Bildungssystem, die am Ende bei den Begriffen „Outputorientierung, Qualitätssicherung und evidenzbasierte Steuerung“ (GIEST 2010, S. 179) angelangen. Dies sind Veränderungen, die aufgrund der Ergebnisse internationaler Schulleistungsvergleichstests entstanden sind, da seitdem Bildungsstandards von der KMK eingeführt worden sind. Die Art der Vermittlung der Bildungsstandards liegt jedoch in der Hand einer jeden Lehrkraft, weshalb eine bestimmte Lernplanung erforderlich ist. Diese sollte nach Giest nicht darin bestehen, dass der Lehrer den Schülern die Kultur „einfach nur“ nach einem vorgefertigten Plan vermittelt (traditioneller Unterricht), sondern in einer Art „Interaktion von Lernenden und Lehrenden […] [eine] dialektische Einheit von Lehren und Lernen, von Führung und Selbsttätigkeit“(ebd. S.187) herstellt, damit für die Schüler zum Erfassen und Verstehen der Welt, die entsprechenden Lernbedingungen und -umgebungen geschaffen werden. Die für eine solche Kooperation dienliche Lern‐Lehrplanung für den Unterricht orientiert sich an dem Ansatz der didaktischen Analyse von W. Klafki. Diese besteht aus folgenden Schritten:
→ Analyse des Bildungswertes
→ Analyse der objektiven Lernanforderung
→ Analyse der subjektiven Lernvoraussetzungen
→ Analyse der Passung zwischen objektiven Lernanforderungen und subjektiven Lernvoraussetzungen
→ Methodische Analyse
Anhand eines Beispiels aus dem Bereich „Lebensraum Teich“ stellt Gies die inhaltsübermittelnde Unterrichtsmethode dem kompetenzorientierten Unterrichten gegenüber. Schnell wird hier deutlich, dass dem Schüler beim kompetenzorientierten Unterricht viel mehr Möglichkeiten zum besseren Verstehen und Einordnen der Sachverhalte gegeben werden, da das Thema zunächst naturwissenschaftlich eingeordnet und dann nacheinander aufbauend durch deklaratives, prozedurales und metakognitives Wissen erweitert wird. Es erfolgt letztendlich ein „Perspektivwechsel vom Lehren hin zum Lernen“(ebd. S. 198), weshalb man nicht mehr von einer Lehr‐, sondern Lernplanung spricht, in der der Lehrer sich als Handelnder zurücknimmt und die Schüler motiviert zu handeln, zu begreifen und zu erfahren. Das ist für Gies die „Basis für die kooperative Unterrichtsplanung“(ebd. S.198) und wichtig für
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die gesamte Lehrerbildung. 2.2 Expertengruppenarbeit
In dieser Phase des Seminars suchten sich parallel in den drei Stammgruppen jeweils fünf Studenten ein Thema von den fünf vorgegebenen Themen aus. Diese waren „Perspektivrahmen und Lehrpläne“, „Naturwissenschaftliche Aspekte des SU“, „Soziologische und politische Aspekte des SU“, „Ökonomische und geographische Aspekte des SU“, „Historische und technische Aspekte des SU“. Anschließend fanden sich die drei Studenten für ihr jeweils gewähltes Thema in einer Expertengruppe zusammen. Das heißt, es gab fünf Expertengruppen mit jeweils drei Studenten, da es ja auch fünf Spezialthemen waren. Die Aufgabe für die Expertengruppen war es nun, eine Doppelstunde (90 min.) für die eigene ursprüngliche Stammgruppe zu entwerfen und später in der Präsentationsphase auch abzuhalten bzw. durchzuführen. Zu jedem Thema erhielt die Expertengruppe eine Literaturliste mit den Inhalten, die in der Präsentationsrunde verwendet werden sollten. Jedoch war es jeder Gruppe selbst überlassen, wie sie nun die Stunde gestalteten. Gemäß dem Titel des Seminars lag es allerdings nahe, auch entsprechende Methoden anzuwenden, um deren Praxistauglichkeit gleich einmal testen zu können.
Die Studenten konnten nun in vier Sitzungen Material sammeln, die Experimentierwerkstatt nutzen und die Unterrichtsstunde vorbereiten. Dabei stand Frau Heran‐Dörr jeder Gruppe für Fragen und Anregungen zur Verfügung, was am Anfang auch gerne genutzt wurde. Ich werde später noch genauer auf diese Phase bei der Expertengruppe eingehen, in der ich mich befand.
2.3 Präsentationen in der Stammgruppe
Nachdem die Expertengruppen ihr Thema bearbeitet und eine Unterrichtsstunde vorbereitet haben, wurden in den nächsten fünf Sitzungen die Themen der ursprünglichen Stammgruppe vorgestellt. Das heißt in jeder der drei Stammgruppen gab es jeweils einen Experten zu folgenden Themen: Perspektivrahmen und Lehrpläne, naturwissenschaftliche Aspekte des SU, soziologische und politische Aspekte des SU, ökonomische und geographische Aspekte des SU und historische und technische Aspekte des SU. Die Gestaltung der „Unterrichtsstunde“ oder Präsentation war von Thema zu Thema unterschiedlich, wobei von wissenschaftlichen Beiträgen, bis hin zu praktischen Anwendungen alles vertreten war. Im Folgenden werde ich auf die fünf Expertenbeiträge eingehen und diese noch einmal zusammenfassen.
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Arbeit zitieren:
Franziska Lorenz, 2010, Inhalte und Methoden des Sachunterrichtes, München, GRIN Verlag GmbH
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