Inhaltsverzeichnis
Darstellungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Theoretische Grundlagen 2
2.1 Definition von Unternehmensgründungen 2
2.2 Formen von Gründungen zur Abgrenzung des
Untersuchungsgegenstandes 3
2.3 Der Berufswahlprozess 6
2.4 Berufswahltheorien 8
3 Unternehmensgründungen in Deutschland 9
3.1 Unternehmensgründungen durch AkademikerInnen 10
3.2 Unternehmensgründungen durch Frauen vs. Männer 11
3.3 Gründungsmotive 13
3.3.1 Chancenorientierte GründerInnen 13
3.3.2 Opportunitätsorientierte GründerInnen 14
3.3.3 Notorientierte GründerInnen 15
4 Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen 16
4.1 Ingenieursgründungen vs. akademische Gründungen in
Deutschland 16
4.2 Vergleich einzelner Fachrichtungen von Ingenieuren 23
4.3 Spezifika bei IngenieurInnen 25
4.3.1 Gründungsmotive 26
4.3.2 Gründungshemmnisse 27
4.3.3 Gründungsbranchen 28
4.3.4 Gründungsformen 29
4.3.5 Finanzierung 30
4.4 Ausgründungen aus der Hochschule 30
4.5 Förderungsmöglichkeiten 34
5 Abschließende Betrachtungen 36
6 Reflektion 37
Literaturverzeichnis 38
Anhang 42
I
Darstellungsverzeichnis
Darstellung 1: Zeitlicher Abstand zwischen Wissenschaft und
Unternehmensgründung ………………………………………........ 10 Darstellung 2: Anteil von Männer- und Frauengründungen im High- Tech- Sektor …………………………………………….......... 12
Darstellung 3: Gründungsmotive bei Arbeitslosigkeit (128 Befragte) ………........ 14 Darstellung 4: Potenzielle Gründer und Gründungsinteressierte nach Fachrichtung (in%) …………………………………............... 20 Darstellung 5: Verteilung der Akademiker bei akademischen High-Tech-Gründungen …………………………………………..... 21
Darstellung 6: Vergleich der Teamgründungen bei Akademikern …………........ 22 Darstellung 7: Anteil der Gründungsbranchen je Segment von bereits
Darstellung 8: Wahl der Gründungsform bereits unternehmerisch Selbständiger und Gründungsinteressierte (in%) .......................... 29 Darstellung 9: Kenntnisschwerpunkt der Gründer (Anteile in %) …….................. 31
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Formen der Unternehmensgründen i.w.S ……………………................... 3 Tab. 2: Phasen der Berufswahl …………………………………………………...... 7 Tab. 3: Einstellungen zur Selbständigkeit (in %) ………………………….............. 17 Tab. 4: Selbständigkeit der Ingenieursrichtungen bei Fachhochschulen (Jahrgänge 1993, 1997, 2001, in %) …………………………………....... 23 Tab. 5: Selbständigkeit der Ingenieursrichtungen bei Universitäten
(Jahrgänge 1993, 1997, 2001, in %) ........................................................ 24
II
Abkürzungsverzeichnis
ZEW Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH EXIST Existenzgründungen aus der Wissenschaft DtA Deutsche Ausgleichsbank HTGF High- Tech Gründerfonds BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie TGZ Technologie- und Gründerzentren HIS Hochschul-Informations-System FH Fachhochschule Uni Universität BMBF Bundesministerium für Bildung und Forschung F+E Forschung und Entwicklung Ifm Bonn Institut für Mittelstandforschung Bonn VDI Verein deutscher Ingenieure
III
1 Einleitung
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um ein Oberseminar, welches im Rahmen des Moduls „Organisation, Personalmanagement und Unternehmensführung“ von Christian Lehmann und Philipp Hildebrandt erarbeitete wurde. Das Thema lautet „Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen“. Bezugnehmend auf das uns vorgegebene Thema haben wir uns als erstes überlegt, nach welchen Gesichtspunkten wir das Thema erarbeiten wollen und welche Fragestellung wir im Laufe des Oberseminars klären wollen. Entschieden haben wir uns letztendlich für folgende Problemstellung: „Gründen IngenieurInnen und wenn ja in welchem Verhältnis, unter welchen Herausforderungen und welches sind ihre Motive?“ Zu Beginn unserer Arbeit haben wir ein Brainstorming gemacht und alle Begriffe, Stichpunkte, Ideen, Zusammenhänge und Vorschläge aufgeschrieben, die uns in den Sinn gekommen sind. Anschließend haben wir diese mit Hilfe eines Mind- Map visualisiert und in eine für uns logische und nachvollziehbare Reihenfolge gebracht. Da wir nun einen groben Plan hatten, worüber wir uns informieren mussten, ging es an die Literaturrecherche. Diese vollzog sich im IKMZ der BTU- Cottbus, in der Universitätsbibliothek Frankfurt/ Oder, in der deutschen Nationalbibliothek Leipzig und mit Hilfe des Internets. Nachdem wir genügend Informationen gesammelt, zusammengetragen und uns einen Überblick über das Thema verschafft hatten, entwarfen wir unsere erste Gliederung. Nach Rücksprache mit unserer Betreuerin Astrid Lange haben wir diese dann noch einmal überarbeitetet und einige Sachen optimiert. Als die Gliederung dann feststand begannen wir mit der Niederschrift unseres erlangten Wissens.
Als Erstes haben wir alle Begrifflichkeiten geklärt, die uns im Zusammenhang mit dem Thema wichtig erschienen. Anschließend beschäftigten wir uns mit den Unternehmensgründungen in Deutschland. Unser Augenmerk lag hierbei auf den Gründungen generell und bei Akademikern. Zudem erläuterten wir die wichtigsten Gründungsmotive. In unserem dritten und wichtigsten Teil ging es dann um die Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen. In diesem Absatz waren wir bestrebt, unsere Leitfrage: „Gründen IngenieurInnen und wenn ja in welchem Verhältnis, unter welchen Herausforderungen und welches sind ihre Motive?“ zu beantworten. Zum Ende der Arbeit haben wir unsere Ergebnisse zusammengefasst und ein paar Anregungen für zukünftige Projekte gegeben.
1
2 Theoretische Grundlagen
Um das Thema besser konkretisieren zu können, sind vorab einige Begriffsbestimmungen zu definieren und abzugrenzen, um Verständigungsfehler als auch Unklarheiten im weiteren Textverlauf zu vermeiden. In der Literatur werden oftmals Begriffe, wie Existenzgründung sowie Unternehmensgründung, unzureichend definiert bzw. abgegrenzt und teilweise als Synonym gebraucht (Fallgatter, 2002, S. 11). Daher soll nun an dieser Stelle eine Unterscheidung der verschiedenen Begriffe erfolgen.
Hierzu werden alle Begriffe aufgegriffen, um eine Basis für den weiteren Verlauf der Arbeit zu schaffen. Aber es sei darauf hingewiesen, dass nicht alles bis ins Kleinste aufgrund der unterschiedlichen Relevanz für das Thema selbst thematisiert werden kann.
2.1 Definition von Unternehmensgründung
Der Begriff Unternehmensgründung ist nicht einfach zu bestimmen bzw. zu definieren. Dies zeigt sich schon in der Vielzahl der in der Literatur aufgestellten unterschiedlichen Definitionen.
Die Wortherkunft des Wortstammes „Gründung“ bzw. das Verb „gründen“ entstammt aus dem althochdeutschen „grunden“ und bedeutet „den Grund zu etwas legen bzw. errichten, ins Leben rufen“ (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 23). Die Unternehmensgründung an sich wird aus juristischer Sicht als vollzogen bzw. abgeschlossen angesehen mit einer Eintragung des Unternehmens in das Handelsregister durch natürliche oder juristische Personen oder durch eine Gewerbeanmeldung (Dietz, 1989, S. 24). Darüber hinaus gibt es aber auch andere Definitionen, die über die juristische Sichtweise hinausgehen. So definieren Szyperski und Nathusius in ihrem Buch „Probleme der Unternehmensgründung“ den Gründungsbegriff als den „Prozess der Schaffung dieses gegenüber seiner Umwelt qualitativ abgegrenzten und vorher in gleicher Struktur nicht existenten Systems“ (Szyperski, Nathusius, 1999, S .25). Somit wird unter der Unternehmensgründung, dass Schaffen einer selbständigen, neu geschaffenen, wirtschaftlich unabhängigen Wirtschaftseinheit, die durch eine oder mehrere selbständige Gründer durchgeführt wird und der Fremdbedarfsdeckung dient, wobei ein wirtschaftliches Risiko auf sich genommen wird, verstanden (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 25; Kollmann, 2009, S. 4). Zur weiteren Klassifizierung des Gründungsbegriffes, soll nun an dieser Stelle eine Abgrenzung zwischen den oft miteinander verwendeten Begriffen wie „Existenz-“ ,
2
„Unternehmensgründung“ und anderen Gründungsformen vorgenommen werden, da die komplexen Zusammenhänge für die Weiterführung der Arbeit essentiell sind.
2.2 Formen von Gründungen zur Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
Anhand der Literatur lässt sich die Gründung wie folgt typologisieren. Die verschiedenen Gründungsformen lassen sich anhand der Merkmale Strukturexistenz und am Grad der Selbständigkeit unterscheiden (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 26-27). Mit Hilfe der Strukturexistenz lassen sich Aussagen treffen, ob eine Unternehmensstruktur neu geschaffen wurde (originäre Gründung) oder ob ein Rückgriff auf eine bereits existierende Unternehmensstruktur, wie z.B. durch eine Übernahme, Umgründung, vorgenommen wurde (derivative Gründung) (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 27). Das zweite Merkmal, der Grad der Selbständigkeit, lässt sich zwischen selbständigen und unselbständigen Gründungen differenzieren. Bei der unselbständigen Gründung befindet sich der Gründer in einem abhängigen Verhältnis (z.B. als Angestellter) durch bereits existierende Unternehmen, die wesentlich an der Gründung beteiligt sind, während bei einer selbständigen Gründung die Gründerperson durch die Gründung eine eigene unternehmerische Existenz schaffen möchte (Szyperski, Nathusius , 1999, S. 26).
Die Typologie der verschiedenen Formen einer Gründung lässt sich anhand der Tabelle 1 veranschaulichen.
Tabelle 1: Formen der Unternehmensgründungen i.w.S.
Alle vier Gründungsformen zusammen werden in der Literatur als Unternehmensgründung im weiteren Sinne angesehen (Dietz, 1989, S. 31). Bei der Diskussion, wie Ingenieure gründen und was sie gründen, muss auch thematisiert werden, welcher Kategorie ihre Gründung angehört. Daher soll nun ein Überblick über die einzelnen Formen der Gründung (s. Tabelle 1) geschaffen werden.
3
Bei derivativen-unselbständigen Gründungen spricht man von so genannten unechten Gründungen (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 27). Hier handelt es sich meistens, wie in Tabelle 1 zu sehen, um Fusionen und Umgründungen von bereits schon existierenden Unternehmungen, bei denen ein Wechsel der Eigentümerstruktur die unternehmerische Identität erheblich verändern kann. Als Beispiel hierfür ist die Übernahme eines Einzelhandelsgeschäftes durch eine Einzelhandelskette möglich, wobei das ganze Geschäft mit seinem Personal einer Veränderung unterliegen könnte. Diese Form der Gründung soll in unserer Betrachtung einen untergeordneten Stellenwert einnehmen, da zum einen diese als unechte Gründungen angesehen werden und eine Übernahme bzw. Akquisition mit einem meist größeren Kapitaleinsatz verbunden ist, was oftmals schwierig aufzubringen ist. Dazu erfolgen aber noch zu einem späteren Zeitpunkt Erläuterungen.
Von originären-unselbständigen Gründungen spricht man, wenn durch ein bereits existierendes Unternehmen eine neue abzugrenzende Wirtschaftseinheit geschaffen wird. Die dabei neu geschaffene Wirtschaftseinheit, stellt einen Teil eines größeren Unternehmens dar und wird daher als „Betriebsgründung“ bezeichnet (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 29).
Eine derivative-selbständige Gründung bezeichnet die Übernahme einer bereits existierenden Wirtschaftseinheit, mit der eine selbständige unternehmerische Existenz geschaffen wird. Diese Gründungsform wird auch als „Existenzgründung durch Betriebsübernahme“ bezeichnet (s. Tab. 1), da hier der Wandel von der abhängigen zur selbständigen Beschäftigung im Vordergrund steht und nicht der Aufbau einer neuen Unternehmung. Beispiel hierfür sind Übernahmen von Handwerksbetrieben, bei der eine Veränderung der Betriebsstruktur möglich ist 1 (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 28). Eine Existenzgründung kann auch ohne die Betriebübernahme stattfinden und ist dann als originäre-selbständige Gründung zu sehen. Diese Form weist aber, gegenüber der Unternehmensgründung im engeren Sinne, Unterschiede auf.
Bei der originären-selbständigen Gründung wird eine vollkommen neu geschaffene Wirtschaftseinheit durch selbständige Gründer aufgebaut. In diesem Fall spricht man von einer „Unternehmensgründung“, da ihr keine bereits existierende Unternehmungseinheit zugrunde liegt, die eine Gründung z.B. durch Know-How oder Erfahrung helfen bzw. vereinfachen könnte. Die Gründer sind hier relativ isoliert, was Probleme mit sich bringen kann (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 29). Nähere Erläuterungen zu den Problemen erfolgen im Kapitel 4. Diese hier beschriebene Form, wird in der Literatur als engere Unternehmensgründung bezeichnet.
1 Diese Veränderungen können z.B. das Ersetzen von alten Maschinen durch neue oder der Austausch von Personal sein
4
Unternehmensgründungen lassen sich auch hinsichtlich ihres Innovationsgrades differenzieren, welches Überschneidungen bzw. auch Unterschiede am Beispiel von Existenzgründungen zeigt. So unterscheidet man zwischen innovativen und imitierenden Gründungen (Landwehr, 2005, S. 28; zit. n. Nathusius, 2003, S. 158-162). Bei innovativen Unternehmensgründungen handelt es sich um Gründungen, bei der neue Kombinationen durchgesetzt werden im Schumpeterschen Sinne (Schumpeter, 1987, S. 111). Neue Kombinationen können z.B. neue Verfahren bzw. Produkte darstellen. Die imitierenden Unternehmensgründungen hingegen, wie es der Name schon sagt, kopieren bzw. basieren auf existierenden Unternehmenskonzepten oder Teilen davon (Kollmann, 2009, S. 4). Diese werden häufig auch als Existenzgründungen 2 bezeichnet, obwohl das nicht gleicher Maßen für alle zutrifft (Wittenberg, 2005, S. 21). Dies zeigt zu dem noch einmal die Komplexität und Schwierigkeit, die verschiedenen Gründungsformen unabhängig voneinander zu trennen.
Ein wichtiges Unterscheidungskriterium zwischen beiden Formen stellt jedoch das Wachstumspotenzial dar. Bei der Existenzgründung steht die berufliche Veränderung im Vordergrund und zwar der Weg in die Selbständigkeit und nicht so sehr der Aufbau einer neuen Unternehmung (Szyperski, Nathusius, 1999, S. 28). Daher befinden sich Existenzgründungen in einem Verdrängungswettbewerb 3 , durch den Konkurrenzkampf resultiert, was Wachstums- und Beschäftigungspotenziale deutlich begrenzt (Fallgatter, 2002, S. 22-23). Wenn sich natürlich eine imitierende Unternehmensgründung auf das Kopieren vorhandener Konzepte beschränkt, wird bei zunehmender Marktsättigung eine Etablierung des Unternehmens bzw. Wachstums- und Beschäftigungspotenziale zu generieren, schwierig (Wittenberg, 2005, S. 22). Dies zeigt, dass die vorgenommene Abgrenzung der Gründungsformen nicht pauschalisiert werden kann und Überschneidungen in einzelnen Punkten oftmals feststellbar bzw. möglich sind. Der Innovationsgrad ist auch aus dem Hintergrund interessant, da sich die Innovation an den verwendeten Technologien orientiert, wie z.B. Schrittmacher-, Schlüssel-, Basistechnologien (Landwehr, 2005, S. 32). Dieser Aspekt bringt uns auf unsere Leitfrage „Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen“ zurück, denn viele Studien belegen, dass technologieorientierte Unternehmen überdurchschnittlich durch IngenieurInnen oder Naturwissenschaftler gegründet werden (Schmidt, 2008, S. 120). In den nächsten Kapiteln wird darauf Bezug genommen.
Sowohl die originäre-selbständige als auch die derivative-selbständige Gründung werden in der Literatur zusammenfassend als Existenzgründungen bezeichnet (Fallgatter, 2002, S. 27; Uebelacker, 2005, S. 40; Urban, 2009, S. 5). Somit wird unter
2 Dabei ist hier nicht die derivative-selbständige Gründung gemeint wie oben, sondern die Schaffung einer originär-selbständigen Gründung zur Sicherung der Existenz
3 Meint das Überangebot an Gütern bzw. Dienstleistungen in einem stagnierenden Markt durch viele Wettbewerber
5
der Existenzgründung der Wechsel einer Person aus einer abhängigen Beschäftigung in die Selbständigkeit verstanden. Dies kann eine Gründung eines neuen Unternehmens implizieren, sowie die Übernahme eines bestehenden Unternehmens bzw. die Beteiligung daran. Das Hauptaugenmerk unserer Arbeit liegt somit auf Existenzgründungen, die die originäre-selbständige als auch derivative-selbständige Gründung umfassen. In der Literatur werden, wie oben schon gezeigt, Existenzgründungen und Unternehmensgründungen im engeren Sinne oftmals noch unterschieden hinsichtlich ihrer Betriebsgröße, Wachstumspotenziale usw. (Fallgatter, 2002, S. 22). Darauf soll hier aber verzichtet werden. Ein Grund für diese Betrachtung liegt an Überschneidungen und ein zweiter im statistischen Datenmaterial, welches oftmals keine Erkenntnisse zulässt, ob eine Unterscheidung zwischen beiden Gründungsformen getroffen wurde. Andere Formen, wie die Betriebsgründung, sind jedoch nicht auszuschließen, spielen jedoch eine untergeordnete Rolle.
2.3 Der Berufswahlprozess
In dem folgenden Kapitel soll es um die Berufswahl und die damit verbundenen Herausforderungen gehen. Es steht außer Frage, dass die richtige Berufswahl grundlegend für den weiteren Lebensweg ist (Hezog, Neuenschwander, Wannack, 2004, S. 7). Nur eine solide berufliche Bildung sichert die Aufnahme in die moderne Gesellschaft und sorgt für ein persönliches Wohlbefinden. Genau aus diesem Grund sollten vor allem Jugendliche mit ihrer Entscheidung nicht alleine gelassen werden. Auch die Erwachsenen müssen Hilfestellungen und Anregungen bieten (Herzog et al., 2004, S. 11). Die Wahl eines Berufes kann als ein Prozess mit mehreren Phasen verstanden werden, wobei die einzelnen Phasen durch ihre individuellen Entscheidungen abgegrenzt sind (Herzog et al., 2004, S. 7). Der Berufswahlprozess beginnt schon in der Schulzeit, wobei der jeweilige Schultyp elementaren Einfluss auf die Erreichung des Wunschberufes hat. (Herzog et al., 2004, S. 7). Neben der Schultypwahl gibt es jedoch noch weitere Aspekte, die den Entscheidungsprozess beeinflussen können. Hierzu zählen u.a. das persönliche und soziale Umfeld, die generelle wirtschaftliche Lage und die Anzahl der verfügbaren Ausbildungsstellen (Herzog et al., 2004, S. 11). Jedem Schulabgänger bieten sich verschiedenste Anschlussmöglichkeiten, die er nach seiner Schulzeit wählen kann. Zum Beispiel die Aufnahme einer Lehre, der Besuch einer weiterführenden Schule, der Eintritt ins Erwerbsleben oder die Aufnahme eines Studiums (Herzog et al., 2004, S. 12). Wie bereits erwähnt, lässt sich der Berufswahlprozess in einzelne Phasen unterteilen. Um diesen Sachverhalt etwas zu verdeutlichen, soll die folgende Tabelle dienen.
6
Arbeit zitieren:
Christian Lehmann, Philipp Hildebrandt, 2010, Unternehmensgründungen durch IngenieurInnen, München, GRIN Verlag GmbH
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