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Die Problematik der journalistischen Ethik der in der ersten Staffel der Tv-Show Big Brother

Titel: Die Problematik der journalistischen Ethik der in der ersten Staffel der Tv-Show Big Brother

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kathrin Mertens (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

[...] Ethik ist ein ungenauer Begriff, der großen
Interpretationsspielraum bietet. Die journalistische Ethik findet sich zwar in
zahlreichen Rechtsnormen angeordnet, so z.B. den Grund- und Menschenrechten
im Deutschen Grundgesetz oder der Charta der Vereinten Nationen und
zahlreichen anderen Artikeln und Paragraphen in deutschen und anderen
Gesetzbüchern. Dennoch fordern alle diese Normen nur die Einhaltung bestimmter
Facetten der journalistischen Ethik. Es gibt in der deutschen Medienwelt nicht
einen klaren Gesetzesgrundsatz, der Ethik klar definiert und ihre Überschreitungen
sanktioniert. Ethik in den Medien ist also zwar Gebot, aber der Verstoß wird
allenfalls geahndet.
Einige Ereignisse der letzten 20 Jahre werden im Zusammenhang mit der
Problematik der journalistischen Ethik immer wieder genannt und sie gaben auch
den Anstoß die Diskussion um Ethik im Journalismus wieder aufzurollen. Hiermit
sind Ereignisse wie das Unglück bei der Flugschau in Ramstein gemeint, das in der
deutschen Presse und im Fernsehen mit verheerenden Bildern von Leichenteilen
und verzweifelten Angehörigen dokumentiert wurde, die Geiselnahme von
Gladbeck, die Journalisten zu einem Medienspektakel umformten und damit
massiv die polizeilichen Arbeiten und Ermittlungen blockierten, oder der Tod von
Lady Diana bei einem Autounfall in Paris, der maßgeblich durch die Verfolgung
von Fotographen verursacht wurde.
Im Jahr 2000 gab es ein erneutes Medienereignis in Deutschland, dass
Diskussionen über journalistische Ethik auslöste, die erste Staffel der TV-Show
Big Brother. Schon im Vorfeld zeigte sich, dass die Medienwächter in Deutschland
nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Beeinflussung des Sendeformats hatten
und ein Verbot der Ausstrahlung nicht ansatzweise durchsetzen konnten. Die
Problematik der Einhaltung der journalistischen Ethik soll im folgenden am
Beispiel der ersten Staffel von Big Brother geschildert werden, außerdem sollen die
Möglichkeiten und Grenzen der Sanktionierung einer Überschreitung der Ethik
beschrieben werden.
Dieses Thema hat auch heute wieder besondere Aktualität, da Ende März 2003 die
vierte Staffel von Big Brother auf RTL 2 begonnen hat. Die Produzenten
versprechen eine Verschärfung der Bedingungen, die Sendung trägt den Untertitel
„The Battle“ (die Schlacht). Bis jetzt haben weder Vertreter aus Politik oder
Medien daran Anstoß genommen, Bedenken geäußert oder gar versucht die
Ausstrahlung zu verhindern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Journalistische Ethik in den Massenmedien

2.1. Definition und Abgrenzung Journalistischer Ethik

2.2. Die Bedeutung der Massenmedien in Deutschland

2.3. Bedeutung der Ethik und Medienregulierung und Programmaufsicht in den Massenmedien

3. Die erste Staffel der TV-Show Big Brother und ihre ethische Problematik

3.1. Das Sendeformat Big Brother

3.2. Konzeption, Idee und Regeln von Big Brother

3.3. Chronologie der Reaktionen auf die erste Staffel von Big Brother

3.4. Quotenentwicklung und Erfolg der ersten Staffel von Big Brother

4. Rechtlicher Hintergrund, Chancen und Grenzen des Ethikschutzes im privaten Rundfunk in Deutschland

4.1. Allgemeiner rechtlicher Hintergrund

4.2. Prüfung einer Grundrechtsverletzung in der ersten Staffel von Big Brother

4.3. Die Landesmedienanstalten als Sanktionsgewalt im privaten Rundfunk in Deutschland

4.4. Chancen und Grenzen des Ethikschutzes im Journalismus

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Problematik der journalistischen Ethik im Rahmen des privaten Rundfunks am Beispiel der ersten Staffel der TV-Show "Big Brother" zu analysieren. Die Arbeit untersucht dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Konflikt zwischen Sendeformaten und Menschenwürde sowie die Wirksamkeit staatlicher Medienaufsicht bei der Durchsetzung ethischer Standards.

  • Journalistische Ethik und ihre Definition in den Massenmedien.
  • Ethische und moralische Problematik des Formats "Big Brother".
  • Rechtliche Analyse von Grundrechtsverletzungen in Reality-TV-Formaten.
  • Die Rolle der Landesmedienanstalten als Sanktionsinstanz.
  • Chancen und Grenzen der Selbstregulierung im Journalismus.

Auszug aus dem Buch

Die erste Staffel der TV-Show Big Brother und ihre ethische Problematik:

Die erste Staffel der TV-Show Big Brother ist ein gutes Beispiel für eine Verletzung der journalistischen Ethik. Das Format Big Brother ist an sich schon problematisch u.a. durch die 24-stündige Kameraüberwachung der zehn Kandidaten. Hinzu kamen in der ersten Staffel die z.T. unabsehbaren Folgen der TV-Show, über die sich die Kandidaten erst nach ihrem Auszug aus dem Container vollständig bewusst werden konnten. Einerseits verletzen also schon die Spielregeln von Big Brother die Grundsätze der journalistischen Ethik, andererseits war die TV-Show ein Experiment mit zehn Kandidaten, die ebenso wie die Produzenten von Big Brother nicht wissen konnten, welche Folgen ihre Teilnahme haben würde. Der Spiegel spricht von einer „TV-Ära, wo Menschen schon für ein paar tausend Mark Rolltreppen Laufbänder ablecken oder ihre Frau bei Bärbel Schäfer für eine Nacht versteigern“ wollen. „Die Würde des Menschen ist antastbar geworden, weil viele Menschen es erlauben, sobald sie eine Kamera sehen“.

Im folgenden soll das umstrittene TV-Format Big Brother im Hinblick auf seine Verletzung der journalistischen Ethik vorgestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz journalistischer Ethik und Darlegung der Problematik am Beispiel der TV-Show Big Brother.

2. Journalistische Ethik in den Massenmedien: Definition von Ethikbegriffen und Analyse der Rolle sowie Aufgaben der Massenmedien in Deutschland.

3. Die erste Staffel der TV-Show Big Brother und ihre ethische Problematik: Detaillierte Betrachtung des Sendeformats, der Reaktionen der Öffentlichkeit und des Erfolgs der ersten Staffel.

4. Rechtlicher Hintergrund, Chancen und Grenzen des Ethikschutzes im privaten Rundfunk in Deutschland: Juristische Prüfung möglicher Grundrechtsverletzungen und Bewertung der Sanktionsmöglichkeiten durch Medienanstalten.

5. Zusammenfassung: Fazit über die Grenzen der aktuellen Ethikregulierung und Ausblick auf notwendige Verbesserungen in der journalistischen Praxis.

Wichtige Schlüsselwörter

Journalistische Ethik, Massenmedien, Big Brother, Rundfunkfreiheit, Menschenwürde, Medienregulierung, Programmaufsicht, Reality-TV, Grundrechte, Persönlichkeitsschutz, Sanktionierung, Medienethik, Medienrecht, Selbstkontrolle, Medienwirklichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Durchsetzung journalistischer Ethikstandards im deutschen privaten Rundfunk, insbesondere durch das aufkommende Reality-TV-Format "Big Brother".

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen das Spannungsfeld zwischen Rundfunkfreiheit und Menschenwürde, die rechtlichen Möglichkeiten der Medienregulierung sowie die ethischen Implikationen bei der Darstellung von Personen in TV-Containern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, warum die Einhaltung ethischer Grundsätze im privaten Rundfunk derzeit unzureichend sanktioniert wird und welche Grenzen die Medienaufsicht dabei erfährt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematische Analyse von Fachliteratur, Rechtsnormen (Grundgesetz), Gutachten sowie Medienberichterstattung, um die ethische Problematik praxisnah zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medienethischen Grundlagen, die detaillierte Fallstudie zur ersten Staffel von "Big Brother" und die anschließende rechtliche Prüfung der Grundrechtsrelevanz und Sanktionsinstanzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie journalistische Ethik, Menschenwürde, Rundfunkregulierung und den Schutz der Persönlichkeit im Kontext medialer Darstellung geprägt.

Könnten die Kandidaten von "Big Brother" rechtlich gegen ihre Darstellung vorgehen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Kandidaten trotz vertraglicher Einwilligung gute Chancen gehabt hätten, die Produzenten wegen Verletzung ihrer Grundrechte (insb. Menschenwürde und Persönlichkeitsschutz) zu verklagen, da die Folgen der Show im Vorfeld nicht absehbar waren.

Warum sind Landesmedienanstalten nur begrenzt handlungsfähig?

Ihre Handlungsfähigkeit ist darauf beschränkt, erst nach einem konkreten Verstoß gegen eine festgeschriebene Norm einzugreifen; eine vorbeugende Kontrolle oder Zensur ist ihnen aufgrund der Rundfunkfreiheit verwehrt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Problematik der journalistischen Ethik der in der ersten Staffel der Tv-Show Big Brother
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Recht für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Hauptseminar Medienrecht, Schwerpunkt Programmrecht
Note
1,3
Autor
Kathrin Mertens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
26
Katalognummer
V16450
ISBN (eBook)
9783638213059
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Problematik Ethik Staffel Tv-Show Brother Hauptseminar Medienrecht Schwerpunkt Programmrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kathrin Mertens (Autor:in), 2003, Die Problematik der journalistischen Ethik der in der ersten Staffel der Tv-Show Big Brother, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16450
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Leseprobe aus  26  Seiten
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