III
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis. V
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis VI
Teil I: Einordnung und Präsentation der Region. 1
1 Einleitung 1
1.1 Vorwort und Aufbau der Arbeit. 1
1.2 Thematische Abgrenzung und Zielsetzung. 2
1.3 Begriffsbestimmungen 2
1.4 Aktuelle Situation auf dem Reisemarkt weltweit 4
2 Einführung in die touristische Destination. 6
2.1 Hong Kong im Überblick 6
2.1.1 Landeskunde und Bevölkerung. 6
2.1.2 Geographie. 8
2.1.3 Klima und Reisezeiten. 10
2.1.4 Geschichte 11
2.1.5 Politische Situation 16
2.1.6 Wirtschaftsdaten und -beziehungen 17
2.1.7 Kultur 19
Teil II: Marktanalyse 21
3 Der Tourismus in der SVZ Hong Kong 21
3.1 Das touristische Angebot 21
3.1.1 Tourismusorganisation 21
3.1.2 Ursprüngliches Angebot 22
3.1.3 Abgeleitetes Angebot 24
3.1.3.1 Beherbergungsindustrie 25
3.1.3.2 Verkehrsmittel. 26
3.1.3.3 Reiseveranstalter und Fremdenführer. 27
3.1.3.4 Themenparks und Vergnügungsparks 28
3.1.3.5 Gastronomie 29
IV
3.1.4 Kulturelles Angebot 30
3.1.5 MICE 32
3.2 Die touristische Nachfrage 33
3.2.1 Herkunft. 34
3.2.2 Reisearten und -formen. 35
3.2.3 Reisemotive und Reisetypen. 36
3.2.4 Reisedauer und zeitliche Verteilung. 37
3.2.5 Ausgabeverhalten 38
4 Auswirkungen des Tourismus. 41
4.1 Ökonomische Auswirkungen. 41
4.2 Ökologische Auswirkungen. 43
4.3 Gesellschaftliche Auswirkungen 44
5 Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Tourismus 46
5.1 „2006 Discover Hong Kong Year“ 46
5.2 „2009 Hong Kong-Japan Tourism Exchange Year“ 47
5.3 „Hong Kong Food and Wine Year“ 48
5.4 „Festive Hong Kong 2010“ 49
5.5 Einreise Hong Kong 49
5.6 Neue Entwicklungen 51
5.7 Internationales Marketing. 52
Teil III: Folgen und zukünftige Entwicklungen 53
6 Hong Kongs Zukunftsperspektiven 53
6.1 Zukunftstrends im internationalen Tourismus 53
6.2 Empfehlungen für Hong Kong. 56
7 Schlusswort und Fazit. 58
Literatur - und Quellenverzeichnis V
Anhang XII
VI
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis
Abbildung 1: Entwicklung des Welttourismus 4
Abbildung 2: Bevölkerungsentwicklung 7
Abbildung 3: Landkarte China mit Hong Kong 8
Abbildung 4: Durchschnittstemperaturen 10
Abbildung 5: Entwicklung des Incoming Tourismus 34
Abbildung 6: Reisemotive des Incoming Tourismus. 36
Abbildung 7: Ausgaben der Incoming Besucher in US Milliarden 39
Abbildung 8: Kräfte, die auf die touristische Nachfrage der Zukunft wirken 53
Tabelle 1: Entwicklung de BIP 18
Tabelle 2 Entwicklung der Reiseverkehrsbilanz 41
Tabelle 3: Touristenankünfte weltweit 53
Teil I: Einordnung und Präsentation der Region
1 Einleitung
1.1 Vorwort und Aufbau der Arbeit
Allgemein sind politische und wirtschaftliche Aspekte eines Landes ausschlaggebend für die Entwicklung des Tourismus. Dem asiatischen Raum kommt in der Weltgemeinschaft, durch Veranstaltungen globaler Relevanz, immer mehr Aufmerksamkeit zuteil. 2010 findet in Shanghai die größte Weltausstellung aller Zeiten, die Expo 2010 statt. Schon in Jahr 2008 veranstaltete China in Peking die Olympischen Spiele. Einzelne Sportarten, wie z.B. die Disziplinen des Reitsports wurden in der SVZ Hong Kong ausgetragen. Um dieses globale Interessenfeld näher zu beleuchten möchte ich mich in der folgenden Arbeit exemplarisch der Tourismusentwicklung in Hong Kong, in Bezug auf die politische Situation im Zusammenhang mit der VR China, auseinandersetzten.
Die vorliegende Arbeit gliedert sich in drei große Kapitel - die Einführung und Präsentation der Region, die touristische Marktanalyse und die Folgen und zukünftige Entwicklung.
Der erste Teil der Diplomarbeit soll einen Überblick über die Destination Hong Kong und die dortigen Verhältnisse geben. Der historische Hintergrund sowie die politischen Verhältnisse sollen näher betrachtet werden. Außerdem wird die Bevölkerung und deren Kultur herausgearbeitet, da diese als Einwohner, das touristische Angebot einer Destination beeinflussen.
Im zweiten Teil erfolgt schließlich die eigentliche touristische Marktanalyse, welche sich mit den marktrelevanten Angebots- und Nachfragemöglichkeiten beschäftigt. Aufgrund der Marktanalyse können dann die entsprechenden Marketingstrategien bestimmt werden mit denen die Destination vermarktet und verkauft wird. 1 Es wird das Angebot und die Nachfrage des Incoming Tourismus klassifiziert. Anschließend werden die Auswirkung und die Maßnahmen der Weiterentwicklung des Tourismus aufgezeigt.
Der dritte und letzte Teil beschäftigt sich mit den Zukunftperspektiven des Marktes in Hong Kong. Nach Beschreibungen der zu erwartenden Trends auf dem Touris-
1 Vgl. Freyer, W., 2009b, S. 163
musmarkt stelle ich ein paar Empfehlungen für Hong Kong zur Diskussion. Zu letzt schließt die Arbeit mit einem Schlusswort und Fazit.
1.2 Thematische Abgrenzung und Zielsetzung
Während das allgemeine Interesse am Mainland China als Destination in den letzten Jahren mehr an Bedeutung gewonnen hat, zog die SVZ nur relativ wenig Aufmerksamkeit auf sich. Mit China werden sofort die Chinesische Mauer oder die Verbotene Stadt in Beijing assoziiert, mit Hong Kong lediglich die Wirtschaft. Dies soll sich aber in der laufenden Zeit sukzessive ändern.
Daher ist es das generelle Ziel dieser Arbeit, die momentane Situation des Tourismusmarktes in Hong Kong von allen Seiten zu betrachten, um anschließend eventuelle Planungslücken zu schließen oder Verbesserungsvorschläge aufzuzeigen.
Diese Diplomarbeit analysiert den Incoming Tourismus, um anschließend eine detaillierte Marktübersicht darzustellen. Dafür wird der landeskundliche Teil der Destination ausführlich behandelt, aktuelle Entwicklungstrends werden beschrieben und Zukunftsprognosen werden gewagt
1.3 Begriffsbestimmungen
Die in der Tourismusbranche verwendete Terminologie ist vielfältig, dennoch wird oft eine eindeutige Definition eines Sachverhaltes vermisst. Es werden teilweise Begriffe in der Fachliteratur synonym verwendet, weil sie nicht standardisiert sind.
Im Folgenden sollen grundlegende Begriffe kurz definiert werden. „Der Tourismus oder Fremdenverkehr umfasst den nationalen und internationalen Reiseverkehr, d.h. Verkehr von Reisenden (oder Touristen) zwischen Heimatort und Reiseziel.“ 2 Eine Destination ist nach Bieger ein „geographischer Raum (Ort, Region, Weiler), den der jeweilige Gast (oder ein Gästesegment) als Reiseziel auswählt. Sie enthält sämtliche für einen Aufenthalt notwendigen Einrichtungen, wie Beherbergung, Verpflegung, Unterhaltung/Beschäftigung. Sie ist damit die Wettbewerbseinheit im Incoming Tourismus. 3 Incoming Tourismus beinhaltet den „ ... Empfang und Aufenthalt von Touristen, Reisenden, Gäste in einer Destination, d.h. an einem Bestim- 2 Freyer,W., 2009a, S. 1
3 Bieger, T., 2008, S. 56
mungsort oder in einer Zielregion.“ 4 Dabei kann es sich um Reisende aus dem Inland als auch aus dem Ausland handeln.
Die statistische Abgrenzung des Tourismus soll einen Überblick über die Grund-formen und -kategorien des Tourismus geben. Die WTO versuchte eine international gültige Tourismussystematik zu erstellen, welches den „Besucher“ in den Mittelpunkte stellte. Besucher werden dabei in Touristen und in Tagesbesucher unterteilt. 5
- Touristen (Overnight Besucher) verbringen mindestens eine Nacht in einem Beherbergungsbetrieb am besuchten Ort;
- Tagesbesucher (Same-day Besucher) übernachten nicht am besuchten Ort, sondern reisen am selben Tag weiter.
Laut Althof sind Touristen „Personen, die sich mindestens 24 Stunden außerhalb ihres Wohnortes zu beruflichen, vergnüglichen oder anderen Zwecken aufhalten.“ Dazu gehören vor allem Erholung, Urlaub, medizinische Behandlungen, religiöse Anlässe Familienangelegenheiten, Konferenzen, Studien, Bildung, geschäftliche Anlässe, etc. Nicht dazu gehören Arbeitverhältnisse, ein Studium oder Daueraufenthalte. 6
Zudem definiert die WTO, drei Grundformen der Reiseverkehrsströme im Tourismus. 7
- Domestic = Reisen von Inländern im Inland (Binnenreiseverkehr);
- Inbound = Reisen von Ausländern ins gegebene Land (Einreiseverkehr);
- Outbound = Reisen von Inländern in ein anderes Land (Ausreiseverkehr).
Der Tourismus lässt sich aufgrund der Reisemotivation grob zwischen Freizeitreisen und Geschäftsreisen unterschieden. Wobei der Geschäftstourismus heutzutage auch MICE Tourismus bezeichnet wird, da er aus den Segmenten Meetings (geschäftliche Zusammentreffen), Incentives (Incentive-Reisen), Conventions (Kongresse) und Exhibitions (Messe und Ausstellungen) besteht. 8
4 Althof, W., 2000, S. 7
5 Vgl. Freyer, W., 2009a, S. 5
6 Althof, W., 2000, S. 37
7 Vgl. Freyer, W., 2009a, S. 6
8 Vgl. Freyer, W., 2009, A, S. 96
Eine Trennung zwischen beiden Begriffen ist folglich nicht möglich, da Freizeittourismus von Geschäftstourismus in Statistiken nicht zu unterscheiden ist.
1.4 Aktuelle Situation auf dem Reisemarkt weltweit
Die internationalen Touristenankünfte weltweit sind stetig gewachsen von 25 Millionen (1950) auf 922 Millionen (2008). So lässt sich der Anfang des internationalen Tourismus auf die 60er Jahren datieren. Im Jahre 2008 stiegen die internationalen Touristenankünfte um ungefähr 2% (18 Millionen). Jedoch war in der zweiten Hälfte des Jahres ein abrupter Rückgang durch die Weltwirtschaftskrise erkennbar.
Quelle: Vgl. http://www.unwto.org/facts/eng/pdf/highlights/UNWTO_Highlights09_en_HR.pdf;
http://www.unwto.org/facts/eng/pdf/historical/ITA_1950_2005.pdf Der Mittlere Osten verzeichnete ein besonders hohes Wachstum von 18,1%. Asien und die Pazifik Region hingegen verzeichnete lediglich einen Wachstum von 1,2%. Die Region Nordost-Asien, zu der laut WTO Hong Kong zählt, erlitt durch die wirtschaftlichen Unruhen einen Rückgang von 0,1%. Langfristig (2000 bis 2008) betrachtet, steigen die internationalen Touristenankünfte im Mittlerer Osten (10,5%) am stärksten an, gefolgt von Afrika (6,7%) und Asien und der Pazifik Region (6,6%). Während die Wachstumsraten in Europa (2,8%) und Amerika (1,7%) relativ gering ausfallen. Die Ankünfte weltweit haben sich in der Asien und der Pazifik Region seit 1990 bis 2008 auf 184,1 Millionen fast verdreifacht. Durch diese starken Wachstumsraten ist eine deutliche Veränderung in der Aufteilung des Marktanteils
zu erkennen. So besaß Asien und die Pazifik Region im Jahre 1950 erst einen relativen Marktanteil von 0,8% und 2008 schon 20% (Vgl. Abbildung 1).
Da die Globalisierung und die Internationalisierung in der heutigen Zeit eine immer größere Bedeutung erlangt, zählt der Tourismus für viele Länder zu den wichtigsten Sektoren der Volkswirtschaft, und ist somit eine maßgebliche Devisenquelle für viele Länder. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus von 1950 bis 2008 ein stetiges Wachstum verzeichnen konnten. So betrugen die Einnahmen 1950 noch US$ 2.1 Milliarden und 2008 schon US$ 944 Milliarden. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind mit 110.1 Milliarden an Platz 1, gefolgt von Spanien (61.6), Frankreich (55.6) und Italien (45.7). Hong Kong ist mit 15.3 Milliarden an 13. Stelle. 9 10 11 12
Als Reisemotive der Reisenden weltweit wurden Freizeit, Erholung und Urlaub mit 51%, Besuch der Verwandtschaft und Freunden, religiöse oder gesundheitliche Gründe mit 27% und Geschäftsreisen mit 15% verzeichnet. Die meisten Touristen reisten per Flugzeug (52%) oder per Straßen (39%), und nur 6% per Schiff und 3% per Bahn.
Gründe für die Entwicklung des weltweiten Reisemarkts können das verfügbare Einkommen und der damit höherliegende Wohlstand sein. Zudem führten Arbeitszeitverkürzung und verschlechterte Arbeitsbedingungen zu einem Wertewandel, in dem der Freizeitwert größere Relevanz genießt. Auch die Ausweiterung der Mobilität und des Verkehrsnetzes (im privaten und öffentlichen Bereich), die Entwicklung des Kommunikationswesens, Ressourcen und Ökologie, Bevölkerungsentwicklung, Veränderte Wohnbedingungen sowie die Entstehung und der Ausbau der globalen Tourismusindustrie selbst haben diese Entwicklung befördert. 13
9 Vgl. http://unwto.org/facts/menu.html
10 Vgl. http://unwto.org/facts/eng/pdf/historical/ITA_1950_2005.pdf
11 Vgl. http://unwto.org/facts/eng/pdf/historical/ITR_1950_2005.pdf
12 Vgl. http://unwto.org/facts/eng/pdf/barometer/UNWTO_Barom09_3_en.pdf
13 Vgl. Freyer, W., 2009, A, S. 32-35
2 Einführung in die touristische Destination
2.1 Hong Kong im Überblick
Im Rahmen dieser Arbeit beschäftige ich mich mit der SVZ Hong Kong, welche in den meisten Statistiken als eigenes Land betrachtet wird, jedoch rechtlich zur Volksrepublik China gehört.
China nennen die Chinesen selbst als „Zhōngguó“ übersetzt „das Reich der Mitte“ und charakterisieren sich somit als Zentrum der Welt. Der Name China ist lediglich eine europäische Wortschöpfung und bezieht sich wahrscheinlich auf die Qin-Dynastie (221v. Ch.-206 v. Ch.). Im folgenden wird für die Volksrepublik China auch „Mainland China“ übersetzt „Festlandchina“ genannt, da dieser Begriff verdeutlich, dass die an der südlichen Küste liegenden Sonderverwaltungszonen Macau „Àomén“ portugiesische Kolonie und die Metropole Hong Kong „Xiānggǎng“ (übersetzt „duftender Hafen“) britische Kronkolonie als eigenständig zu betrachten sind.
2.1.1 Landeskunde und Bevölkerung
Die heutige Autonomieflagge Hong Kongs (Vgl. Abbildung 2) zeigt im Zentrum eine weiße fünfblättrige Bauhinia-Blüte, eine Orchideenart auf rotem Grund. Schon seit der britischen Kolonialzeit ist die einzigartige Blüte die Stadtblume Hong Kongs. Die rote Hintergrundfarbe und die eingegliederten Sterne in der Blüte visualisieren die Zugehörigkeit zur kommunistischen Volksrepublik China. Diese Flagge wurde am 1. Juli 1997 bei der Übergabe Hong Kongs an die Volksrepublik China gehisst und symbolisiert somit eine wichtige Zäsur in der Geschichte der Sonderverwaltungszone Hong Kongs. 14
Bei der Volkszählung 1841 wurden 7.500 Einwohner gezählt. Bei der Volkszählung 1931 wurden 849.800 Einwohner und schon bei der nächsten Volkszählung 1941 wurde zum ersten mal die „Millionengrenze“ (1.600.000) überschritten. Nach einem Rückfall der Bevölkerung Anfang 1945 auf 500.000 erreichte die Einwohnerzahl 1950 ein zweites Hoch (2.200.000). Zwischen 1950 und 1980, hat sich die Bevölkerungszahl Hong Kongs mehr als verdoppelt. Ab 1980 steigt die Einwohnerzahl stetig an.
14 Vgl. http://laender-lexikon.com/fhongk.htm
Laut Census and Statistics Department beläuft sich die Bevölkerungszahl Hong Kongs Mitte 2009 auf 7.003.700 Einwohner, bis Ende 2009 wird sie auf 7.026.400 geschätzt. Die Bevölkerung wächst jährlichen um 0.5% und liegt auf 100. Stelle der gesamten Weltbevölkerungsstatistik. Statistisch gesehen wird Asien 2010 mit 60.31% den größten Teil der globalen Population ausmachen. 15
Die Bevölkerungsdichte der SVZ liegt bei 6.480 Personen pro km 2 . Diese absolute Zahl sagt allerdings nicht viel über die Bevölkerungsdichte in den einzelnen Regionen aus, die sehr unterschiedlich ausfallen. Kowloon weist eine Bevölkerungsdichte von 43.970 Personen pro km 2 , Hong Kong Island eine Dichte von 16.220 und die New Territories und die Inseln lediglich eine Dichte von 3.820. Hong Kong gehört mit Macau (18.534 Personen pro km 2 ), Monaco (16.923) und Singapur (7.022) zu den am dichtesten besiedelten Gebieten der Welt. Trotzdem zählt es zu den grünsten Metropolregionen Asiens. 16 17 Aufgrund der starken Bevölkerungsdichte führt Hong Kong eine sehr strikte Einwanderungspolitik, dennoch wandern jedes Jahr
15 Vgl.
http://www.censtatd.gov.hk/hong_kong_statistics/statistics_by_subject/index.jsp?subjectID=1&charsetID=1&displayMod
e=T
16 Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_and_dependencies_by_population_density
17 Vgl. http://www.censtatd.gov.hk/FileManager/EN/Content_803/population.pdf
laut Schätzung (2009) der Central Intelligence Agency (CIA) 4,38 Menschen pro 1.000 Einwohner ein. 18
Die Bevölkerungsstruktur Mitte 2009 setzt sich wie folgt zusammen: 12,5% der Gesamtbevölkerung sind unter 15 Jahre alt. 28,1% sind zwischen 15 und 34 Jahre alt, 46,6%, der größte Anteil, sind zwischen 35 und 64 Jahre alt. 65 Jahre und älter sind 12,8% der Bevölkerung. Insgesamt sind 3.296.200 männlich und 3.707.500 weiblich. 19 Die Bevölkerung setzt sich vorwiegend aus 95% ethnische Chinesen, 1.6% Filipinos, 1.3% Indonesier und 2.1% andere zusammen. Ähnlich wie in Main-land China sind der Buddhismus und der Taoismus die beiden meist verbreiteten Religionen. Kantonesisch, ein chinesischer Dialekt mit traditionellen Schriftzeichen, und Englisch bilden die beiden Amtssprachen in Hong Kong. Wobei Englisch nur ca. 16% der Bevölkerung sprechen können, und dies meinst im Bank,- Finanz- und Tourismusbereich. Mandarin (Hochchinesisch) erhält jedoch durch die zunehmende Einwanderung aus China und durch verstärkte Beziehungen mit dem Festland eine immer größere Bedeutung. 20
2.1.2 Geographie
Quelle: Vgl. http://www.internationalstudies.ohio.edu/activities-outreach/files/SEA/southeast%20asia/southeast-asia.jpg Die SVZ Hong Kong befindet sich im Osten des asiatischen Kontinents an der südchinesischen Küste am Delta des Perlflusses und erstreckt sich zwischen 22° 18’ nördlicher Breite sowie 114° 9,5’ östlicher Länger. Die einzige Landgrenze verbin-
18 Vgl.https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/hk.html
19 Vgl. http://www.censtatd.gov.hk/FileManager/EN/Content_803/population.pdf
20 Vgl. http://www.metropolasia.com/Hong_Kong_Quick_facts
det Hong Kong mit der chinesischen Provinz GuangDong (Kanton). Die Volksrepublik China dehnt sich über eine Fläche vom 9.627.343 km 2 aus und ist somit das 4. größte Land der Welt. Ausschließlich Russland, Kanada und die USA übertreffen China hinsichtlich der räumlichen Ausdehnung. Hong Kong hingegen ist im Vergleich verschwindend klein mit einer gesamten Fläche von ca. 1.104 km 2 . Bis heute sind jedoch nur etwa 25 % urbanisiert, während circa 40 % der verbleibenden Landmasse aus Nationalparks und Naturreservaten bestehen. Dies liegt unter anderem an dem sehr bergigen Relief mit vielen steilen Hängen. 21
Hong Kong liegt an der Mündung des Perlflusses im südchinesischem Meer und besteht aus einer großen Halbinsel und 262 Inseln. Die größten, wichtigsten sind Hong Kong Island und Lantau. Den Kernbereich bilden die vier großen Gebiete „Hong Kong Island", „Kowloon" und „New Territories" und „die Outlying Islands“ (Vgl. Abbildung 3). Hong Kong Island umfasst ungefähr 8% des gesamten Landes. Die nördliche Küste der Insel bildet das wichtigste Finanz-, Geschäfts- und Kulturzentrum, genannt Central. Zusätzlich befindet sich hier die namhafte Erhebung Victoria Peak (552m über NN). Kowloon ist die große Halbinsel nördlich von Hong Kong Island und umfasst ungefähr 4% der Gesamtfläche. Die Halbinsel erschließt sich vom Tiefseehafen „Victoria Harbour“ bis hin zur „Boundary Street“, dem eigentlichen Kowloon. Die New Territories umfassen den größten Teil des Gebiets mit 68% und erschließen sich von Kowloon bis hin zur Grenze des Mainlands. Einige Gebiete hier bilden einen ländlich anmutenden Kontrast zur hektischen Stadt Hong Kong und wirken somit oft in manchen Teilen sehr geruhsam und erholsam. Die Outlying Islands hingegen umfassen ungefähr 20% des gesamten Landes und liegen rund um die Halbinsel Kowloon und Hong Kong Island verstreut. 22 Die einheitlich verwaltete SVZ lässt sich in 18 Bezirke gliedern (Vgl. Abbildung 4).
In Hong Kong sind viele außergewöhnliche weiße und goldene Sandstrände zu finden. Einer davon ist Stanley Beach im Süden von Hong Kong Island. Die Repulse Bay, die ebenfalls an der Südseite von Hong Kong Island liegt, ist aufgrund ihrer Lage der beliebteste Strand sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touristen. Die kleine Deep Water Bay, welche von hohen Bergen umkreist ist, bietet den
21 Vgl. Nadler, A., 2006, S. 27-29
22 Vgl. Lips, W., 2009, S. 105
schönsten Sandstrand im Süden Hong Kong Islands und ist zugleich ein bevorzugtes Refugium für die Einheimischen. 23
Durch eine reiche Flora und üppig Vegetation weist Hong Kong eine faszinierende Pflanzenvielfalt auf, welche eine lebenswerte, ästhetische Umgebung für die Menschen darstellt. Die üppige Vegetation trägt zur Verbesserung der Luft- und Wasserqualität sowie zur Verhinderung von Erosion und Überschwemmungen bei. Darüber hinaus bietet sie Nahrung und Lebensraum für die lokale Tierwelt. 24
2.1.3 Klima und Reisezeiten
Hong Kong mit seinem maritimen Klima wird aufgrund seiner Lage zu der tropischen bis subtropischen Zone gezählt. Der Wendekreis des Krebses, auch nördlicher Wendekreis genannt, ist die Klimagrenze zwischen den Tropen und den Subtropen und verläuft durch Südchina, Guangzhou. Dies führt im südlichen Hong Kong zu etwas höheren Durchschnittstemperaturen (15 bis 30°C) als in den nördlich gelegenen Gebieten im Mainland (z.B. Chengdu) mit Durchschnittstemperaturen von 5°C bis 26°C. Im Frühling von März bis Mai liegt die Luftfeuchtigkeit bei 82 %. Im Sommer von Ende Mai bis Mitte September, steigt sie aufgrund der warmen, feuchten tropischen Luft aus dem Süden, auf 90% und höher. Seltene kühle Nord-
23 http://www.discoverhongkong.com/eng/attractions/green-beaches.html
24 Vgl. http://www.hkflora.com/v2/flora/flora_intro.php
Arbeit zitieren:
Yvonne Gotschke, 2010, Hong Kong als touristische Destination nach dem Heimfall, München, GRIN Verlag GmbH
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