Einleitung
Viele Menschen, haben in der Vergangenheit versucht, die Natur zu betrachten, zu erforschen und Schlüsse aus ihr ziehen. Es waren nicht nur Religionsgelehrte oder Naturalisten, die sich mit dem Naturphänomen befasst haben. Philosophen haben ebenfalls einen Weg gesucht, die Essenz der Natur zu erforschen. Vielmehr wurde auf das Thema, inwiefern man philosophisch an die Natur herangehen kann. Diderot ist ein vortreffliches Beispiel für die philosophischen Gedanken über die Interpretation der Natur. Der hauptsächliche Grund, warum Gelehrte aus unterschiedlichsten Wissensgebieten (sei es Religion, Philosophie oder Naturwissenschaften) explicit die Natur als Forschungsgegenstand betrachten, besteht darin, dass die Natur alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst. Sie kann man ebenfalls als ein Schatz betrachten, die entdeckt werden will. Denn je genauer die Natur analysiert wird, desto einfacher wird das menschliche Leben. Jedoch ist es sehr sinnvoll, bevor man die Natur erforscht, sich die Frage zu stellen, wie wichtig die Natur überhaupt für den Menschen ist? Denn viele Philosophen, darunter auch Diderot, bringen zum Ausdruck, dass die Natur unbegrenzt, der Mensch jedoch sterblich ist, und genau aus diesem spezifischen Grund muss sich der Mensch darauf fokussieren, das zu erforschen, wofür es sich lohnt zu forschen.
In der vorliegenden Arbeit wird zunächst einmal kurz auf die Biographie Diderot`s eingegangen, und anschließend wird das Naturphänomen zu Hand genommen und die einzelnen Thesen, die Diderot aufstellt wiedergegeben, und Wege gezeigt, die für die Forschung der Natur unumgänglich sind.
Denis Diderot
Denis Diderot war ein französischer Schriftsteller, Philosoph, Enzyklopädist, Literatur und Kunsttheoretiker. Er ist im Jahre 1713 geboren und starb im Jahr 1784, Was sein Elternhaus angeht, war er ein Sohn eines Messerschmieds. Hinsichtlich seiner Erziehung kann man sagen, dass er zwischen 1723-1728 bei Jesuiten in Langres erzogen wurde. Dort in Paris begab er sich den humanistischen und juristischen Studien, er beschäftigte sich jedoch im Wesentlichen mit Sprachen, Literatur, Philosophie und Mathematik. Seinen Lebensunterhalt finanzierte er durch Übersetzungen, wobei man sagen muss, dass er ein Lexikon übersetzt hatte, das anscheinend eine sehr bedeutsame Rolle in der französischen Aufklärung gespielt hat. Neben dieser Arbeit entfaltete Diderot eine rege Aktivität als philosophischer Schriftsteller sowie als Bühnen und Romanautor, wobei Studien zur Literaturtheorie das poetische Werk im engeren Sinn begleiteten. Seit 1759 trat er auch als Kunstkritiker hervor. Mehrere seiner Werke erschienen bedingt durch ihre undogmatische Grundtendenz, erst nach seinem Tod. Im Jahre 1773 reiste er für einige Monate nach Petersburg und versuchte, mit einem seiner Werke, mit welchem er das russische Erziehungssystem zu reformieren und die Gedanken der französischen Aufklärung auch in Russland zu verbreiten versuchte. In seinem Spätwerk wandte er sich auch politischen Fragen zu, so in den vorrevolutionären ,,Pages contre un tyran“ und dem ,,Essai sur les regnes de Claude et de Neron“. Seine umfangreiche Korrespondenz spiegelt seine Persönlichkeit, seine Ideen und die geistigen Auseinandersetzungen der Zeit.
Gedanken über die Interpretation der Natur
Diderot beschreibt die Wichtigkeit beziehungsweise die immens wichtige Bedeutung der Natur in seinem Werk ,, Philosophische Schriften“, wo er einen Kapitel über die Natur zugeordnet hat, die auf der Seite 419 beginnt und auf der Seite 470 aufhört. In einem Satz erwähnt Diderot die Stellung der Natur im menschlichen Leben, in dem er wiedergibt, dass sich das Wissen des Allwissenden und Ewigen im Wunder der Natur manifestiert. Demnach muss der Mensch die Natur erforschen, um die Manifestation realisieren zu können. Nach Diderot sind die Naturerscheinungen unendlich, der menschliche Verstand hingegen begrenzt. Daraus lässt sich folgern, dass der Mensch gar nicht die Kapazität hat, die Naturerscheinungen im Gesamtkontext zu verstehen. Dies gibt Diderot mit folgenden Worten wieder ,, Wenn man die unendliche Vielzahl der Naturerscheinungen mit der Begrenztheit unseres Verstandes und der Schwäche unserer Organe zu vergleichen anfängt, kann man dann bei der Langsamkeit unserer Arbeiten bei ihren langen und häufigen Unterbrechungen und bei der Seltenheit der schöpferischen Genies überhaupt etwas erwarten als einige unzusammenhängende Bruchstücke von jener großen Kette, die alle Dinge verbindet.“ 1 Wie auch aus dem erwähnten Zitat zu entnehmen ist, sind die Arbeiten beziehungsweise die Funde der ,,Genies“ nur eine
unzusammenhängende Bruchstücke von einer großen Kette. Diderot stellt sich die Frage, warum wir Menschen nur so wenig über die Natur wissen? Er bringt zum Ausdruck, dass dies weder direkt mit den Genies zu tun habe noch weniger liege es an dem mangelnden Nachdenken oder Forschen. Seiner Ansicht nach besteht der Grund darin, dass man sich nicht fruchtbringend mit dem Naturphänomen beschäftigt hat. Weiterhin bringt er zum Vorschein, dass Menschen das erforscht haben, was nicht erforschenswert war. Demnach schlussfolgert er, dass zwar die fachterminologischen Wörter mehr wurden, die Sachkenntnis dennoch zu kurz geblieben ist.
Arbeit zitieren:
Student Fatih Kilic, 2010, Die Philosophie der Aufklärung, München, GRIN Verlag GmbH
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