Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung 3
2) Grundlegendes zu den grammatischen Mitteln und deren Einteilung 5
3) Morphologie 6
3.1) Wortbildungsmorphologie 6
3.2) Flexionsmorphologie 8
4) Syntax 11
4.1) Satzarten 11
4.2) Relativ- und Attributsätze 12
4.3) Nominalisierungen 14
4.4) Satzkomplexität 15
5) Schlussbetrachtung 16
6) Bibliographie der Quellen 18
2
1) Einleitung
Verordnung zur Verlängerung der Geltungsdauer der Verordnung über die Festlegung eines Planungsgebietes zur Sicherung der Planung für den Neubau der Bundesautobahn 59 (BAB Duisburg-Wesel) in der Gemeinde Voerde, Kreis Wesel, vom 30. Januar 1981. 1 So oder so ähnlich sehen heute besonders komplexe Sätze aus, die unter den Fachsprache Wenn man von Fachsprache spricht, sollte man jedoch be , benutzen. Die Anzahl an Fachsprachen ist so
hauptsächlich jedoch im Beruf auf Texte trifft, die sprachlich so speziell für ein Fachgebiet sind, dass sie nur mit großer Mühe verstanden werden können. Eine Definition von Fachsprache findet sich dementsprechend im Duden wieder. Dieser
und spezielle Verwendungsweisen beinhaltet, für ein bestimmtes Fachgebiet gilt und eine genaue Verständigung und exakte Bezeichnungen innerhalb dieses Fachgebietes ermöglicht.
Meist sind solche Sätze wie obiges Beispiel noch länger, noch verschachtelter. Sie sind für Laien und fachfremde Menschen nur schwer zu verstehen und erfordern eine Einarbeitung in das jeweilige Fach. Der Grund hierfür ist schon und auch hauptsächlich im Bereich des Wortschatzes zu finden, der für jedes Sachgebiet
allgemeinen Sprache, die in Bereichen der Wissenschaft, Technik etc. Anwendung findet und, als entscheidendes Faktum, durch klar definierte Fachbegriffe
verstehen und zuordnen, er scheitert jedoch wahrscheinlich an fachsprachlichen Wörtern aus der Physik. Allgemeiner ausgedrückt heißt das: Vertreter von verschiedenen, voneinander unabhängigen Fachgebieten müssen ihren Wortschatz um eine Vielzahl neuer Begriffe erweitern, da sie sonst nicht oder wenigstens nicht mehr mit voller Sicherheit verständlich sind. 3 Gerade Menschen, die mit Fachsprache meist
1 Grosse (1983), S. 24; Ickler (1997), S. 147
2 Vgl. CanooNet
3 Vgl. Seibicke (1959), S. 41
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kommt es zu Begegnungen mit dieser im Beruf 4 zu tun haben, müssen folglich ihren Wortschatz erweitern um zu verstehen, was sie lesen oder hören. Allerdings erschwert nicht nur der Wortschatz das Verständnis von fachsprachlichen Texten. Auch die Grammatik, spezieller die Syntax und die Morphologie, leistet einen größeren Beitrag zur Eigenart einer Berufssprache. 5 Entstanden unter dem Einfluss der lateinischen Gelehrsamkeit des Mittelalters und der Humanistenzeit, entnimmt die Fachsprache ihre syntaktischen Mittel aus der Allgemeinsprache. 6 Dementsprechend sind die in Fachtexten angewandten syntaktischen und morphologischen Mittel nichts rein fachlich Spezielles. Jedoch ist es ihre Verwendungsart und häufigkeit, die die Syntax in der Fachsprache auszeichnet. en
7 auf den Satzbau der Fachsprachen ausgeübt hat.
Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen morphologischen und syntaktischen Mittel, deren sich die Fachsprache und ihre Autoren bedienen, herauszustellen und ihre Verwendungswirkung zu beschreiben, das heißt: inwieweit entspricht die Wirkung , das Geschehen möglichst begrifflich als
statische Zustände und Größen und die Tendenz, die objektiven wissenschaftlichen Denkbeziehungen klar, eindeutig, genau und 8
Als Vorlage dienen fachsprachliche Texte und Phrasen aus unterschiedlichen Gebieten, vor allem aber aus den Bereichen Jura und Technik. Gerade diese beiden Bereiche bieten viele komplexe, meist schwer zu verstehende Satzkonstruktionen und zeichnen sich weiterhin dadurch aus, dass die Wirkung der Syntax in Fachsprachen hier zur vollen Entfaltung gelangt.
4 Vgl. Seibicke (1959), S. 41
5 Vgl. Jaspersen (1998), S. 104; Beier (1980), S. 53
6 Vgl. Ickler (1997), S. 143; Hahn (1983), S. 111
7 Ickler (1997), S. 143
8 Bnes (1976), S. 91
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2) Grundlegendes zu den grammatischen Mitteln und
deren Einteilung
Allgemein kann man in der Fachsprache von einem quantitativen Gebrauch der Grammatik reden, während die Allgemeinsprache sich in diesem Bereich durch eine qualitative Anwendung auszeichnet. Während man also von den syntaktischen Mustern chsprache
9 Dies ist , wie oben
gesagt, eine mangelnde Qualität und somit erhebliche Schwierigkeiten im Verstehen solcher fachspeziellen Texte. Zwar gibt es in verschiedenen Fachbereichen, wie zum Beispiel der Mathematik, syntaktische Bestandsspezifika 10 , diese sind jedoch eher die Ausnahme. Daher empfiehlt sich gerade für das wissenschaftliche Arbeiten mit Fachsprache und deren Literatur im Bereich der Grammatik eine Einteilung in die Bereiche Syntax und Morphologie zur besseren Übersicht.
Eine gute Möglichkeit der Einteilung liefert Thorsten Roelke. 11 Zunächst einmal ist die Unterscheidung zwischen Morphologie und Syntax entscheidend für das wissenschaftliche Arbeiten mit fachsprachlichen Texten. Allerdings ist Morphologie nicht das Selbe wie Morphologie. So gibt es zum Beispiel Unterteilungen in Wortbildungsmorphologie und Flexionsmorphologie, die ihrerseits wiederum Oberbegriffe für verschiedene untergeordnete Elemente sind. Ebenso kann man die Syntax aufspalten. Ich werde mich in dieser Abreit an der Einteilung Roelckes orientieren. Eine Bewertung der Mittel findet auf der Basis von vier Punkten statt: Deutlichkeit, dass heißt die logische Folgerichtigkeit der Darstellung, Verständlichkeit, also der adäquate Bezug zum Rezipienten, Ökonomie, bedeutet Effizienz der Darstellung und Anonymität bzw. Objektivierung.
9 Vgl. Ickler (1997), S. 144
10 Vgl. Ickler (1997), S. 154 156
11 Roelcke (1999)
5
3) Morphologie
Nach Roelcke ergibt sich für den Bereich Morphologie eine Einteilung in zwei Gruppen: Zum einen die Gruppe der Wortbildungsmorphologie, die sich mit den Punkten Komposition, Derivation, Wortkürzungen und Konversion beschäftigt, zum anderen die der Flexionsmorphologie, welche die Unterpunkte Person/Numerus, Konjugation und Deklination beinhaltet.
3.1) Wortbildungsmorphologie
In Deutschland hat sich über die Jahrhunderte, in denen die Fachsprache entstanden ist, ein charakteristisches Merkmal nach und nach immer weiter herausgebildet. Durch den enormen Umfang, den sie in jedem einzelnen Bereich besitzt und die dadurch implizierte Ausschöpfung des Wortschatzes, besteht ein großer Benennungsbedarf. Für viele Sachgebiete ergibt sich daher der Lösungsweg Ausschöpfung der Wortbildungsmorphologie, besonders im Rahmen der fachlichen Kommunikation.
Einer der produktivsten Bereiche in der Schöpfung neuer Wörter ist die Komposition, bzw. die Zusammensetzung aus Wörtern aus den Bereichen Substantive, Verben und Verbstämme, sowohl infinit als auch finit, Partizipialkonstruktionen und Adjektive und Adverbien zu neuen Wörtern beispielsweise: Volkswirtschaft, Facharztausbildung, trennschleifen aber auch Abkürzungen mit Buchstaben (ADAC) oder Zahlen (3er-Pack). 12 Der Vorteil der Komposita ist es, dass für alle Dinge, Zustände oder ähnliches spezifische Benennungen möglich sind, was dem Bestreben nach Deutlichkeit zu Gute kommt. Weiterhin tragen sie auch genau dann zur Verkürzung von Sätzen und zur Ökonomie bei, wenn sie als Umformungen aus Relativ- oder Attributsätzen entstanden sind, und dementsprechend den Großteil des Gehaltes eines ganzen Satzes in einem Begriff zusammenfassen. 13 m
man nicht erkennen kann, ob es sich um eine Schraube aus oder für Holz handelt.
12 Vgl. Roelcke (1999), S. 73
13 Vgl. Jaspersen (1998), S. 107
14 Jaspersen (1998), S. 107
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Arbeit zitieren:
Matthias Wein, 2010, Grammatik in der Fachsprache, München, GRIN Verlag GmbH
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