Fernuniversität
Gesamthochschule in Hagen
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Die Messung operationeller Risiken nach „Basel II“ -Eine kritische Analyse
Seminar: Ausgewählte Fragestellungen der Bank- und Finanzwirtschaft
Name: Matthias Hanking Abgabedatum: 02.12.2002
I
I N H A L T S V E R Z E I C H N I S
Abk ürzungsverzeichnis II
Symbolverzeichnis III
1 Einleitung. 1
2 Definition Operationeller Risiken 1
3 Messung Operationeller Risiken nach Basel II 3
3.1 Vorbemerkungen 3
3.2 Basisindikatoransatz 3
3.3 Standardansatz. 4
3.4 Fortgeschrittene Ansätze 5
3.4.1 Interner Bemessungsansatz 5
3.4.2 Verlustverteilungsansatz. 6
3.4.3 Scorecard-Ansätze 7
3.5 Kritische Beurteilung der Ansätze 8
4 Möglichkeit der Weiterentwicklung 10
4.1 Anforderungen an ein optimales Messverfahren 10
4.2 Vergleich mit den Ansätzen nach Basel II 12
5 Schlussbetrachtung 13
Literaturverzeichnis 14
Kapitalgewichtungsfaktor des Basisansatzes α
Kapitalgewichtungsfaktor des Standardansatzes β
Kapitalgewichtungsfaktor des internen γ Bemessungsansatzes EI Indikator zur Größenanpassung K B Kapitalanforderung nach dem Basisansatz K IB Kapitalanforderung nach dem Internen Bemessungsansatz K St Kapitalanforderung nach dem Standardansatz LGE Erwartetet Höhe pro Verlustfall PE Häufigkeit der Verluste pro Zeitintervall i,j Indexvariablen
1
1 Einleitung
Durch einige mehr oder minder aufsehenerregende Schadensfälle, wie z.B. bei der Barings-Bank oder dem Handelshaus Sumitomo 1 , ist das
operationelle Risiko in den Blickpunkt der Bankenwelt geraten. In der derzeit gültigen Eigenkapitalvereinbarung von 1988 findet sich noch keine gesonderte Eigenkapitalunterlegungspflicht für operationelle Risiken. Vielmehr wird angenommen, dass diese Risiken implizit durch die Unterlegungspflicht für Kreditrisiken ausreichend mit Eigenkapital unterlegt sind 2 . Erst in einer Veröffentlichung vom September 1998 wurden operationelle Risiken erstmals explizit durch den Basler Ausschuss erwähnt 3 . Im Juni 1999 folgte das erste Konsultationspapier, in dem nun auch eine Unterlegung von operationellen Risiken mit Eigenkapital gefordert wurde 4 . Konkretisiert wurden diese Vorschläge dann durch das zweite Konsultationspapier im Januar 2001. Eine wichtige Frage, die sich aus den Empfehlungen des Basler Ausschusses ergibt, ist, inwieweit die vorgeschlagenen Ansätze zur Messung von operationellen Risiken geeignet sind, das Risikopotential und die daraus resultierende Eigenkapitalunterlegungspflicht zu ermitteln. Dieser Frage werde ich in meiner Arbeit nachgehen, indem ich zunächst auf die Definition des Begriffs der operationellen Risiken eingehe, um dann im folgenden Kapitel die durch den Basler Ausschuss vorgeschlagenen Messverfahren zur Quantifizierung dieser Risiken näher zu beschreiben. Das Kapitel möchte ich mit einer kritischen Analyse der einzelnen Messverfahren abschließen.
Bezugnehmend auf die Kritik an den einzelnen Messansätzen, werde ich im folgenden Kapitel der Frage nachgehen, welche Anforderungen an ein optimales Verfahren zur Messung von operationellen Risiken gestellt werden müssen. Diese Ergebnisse werde ich dann mit den vom Basler Ausschuss vorgestellten Ansätzen vergleichen. Abschließen möchte ich meine Arbeit mit einem kurzen Resümee.
2 Definition Operationeller Risiken
Operationelle Risiken sind in der Bankenpraxis nicht neu. Sie wurden aber in der Vergangenheit nicht als eigene Disziplin des Risikomanagements
1 Vgl. KING (2001), S. 24 - 34
2 Vgl. BASEL COMMITEE (2001a), S. 1
3 Vgl. BASEL COMMITEE (1998), S. 1
4 Vgl. BASEL COMMITTEE (1999), S. 6
Arbeit zitieren:
Matthias Hanking, 2002, Die Messung operationeller Risiken nach Basel II - Eine kritische Analyse, München, GRIN Verlag GmbH
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