Inhalt
1. Einleitung. 3
2. Definition: Metapher. 3
3. Die Maschine als Organisationsform. 4
4. Die Maschinenmetapher in The Grapes of Wrath. 5
4.1 Die Bank als Maschine. 6
4.2 Die Landbesitzer. 8
4.3 Der Traktor und der Traktorfahrer. 10
5. Fazit. 11
6. Bibliographie. 13
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1. Einleitung
Jemanden zurechtstutzen, aus jemandem Kleinholz machen, die treibende Kraft von jemandem/ etwas sein, nicht ganz dicht sein, eine Schraube locker haben... diese Liste würde sich mit Sicherheit beliebig fortsetzen lassen. Unsere Alltagssprache ist, ohne, dass es uns häufig bewusst wäre, mitunter metaphorisch aufgeladen. Die soeben erwähnten bildlichen Umschreibungen sind jedoch nur ein kleiner Teil einer für diese Seminararbeit signifikanten Spezie: der Maschinenmetapher. In der hier vorliegenden Seminararbeit wird zunächst der Begriff der Metapher im Allgemeinen kurz umrissen, im Anschluss folgt eine (verwaltungswissenschaftlich angehauchte) Untersuchung über die Maschine als Organisationsform und deren Ursprung. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend beschäftige ich mich mit John Steinbecks Roman The Grapes of Wrath aus dem Jahre 1939, einem als naturalistisch kategorisierten Roman, der das tragische Schicksal der Farmer aus Oklahoma und anderen Staaten der USA vorrangig anhand der Erlebnisse der Familie Joad darstellt. Mein Schwerpunkt liegt hierbei auf dem fünften Kapitel des Werkes, das sich der Institution Bank als monströse Maschine widmet. Inwiefern wird die Bank als eine Maschine betrachtet? Aber auch auf die Rolle der Landbesitzer, des Traktors und des Traktorfahrers wird näher eingegangen. Ziel der Seminararbeit ist es, die Bedeutung dieser Metapher im Roman anhand der soeben erwähnten Schwerpunkte aufzuzeigen.
2. Definition: Metapher
Metapher kommt aus dem Griechischen metaphorá und bedeutet Übertragung, Transport. 1 Sie „beruht auf einer Abbild - oder Ähnlichkeitsrelation“. 2 Das heißt, dass Metaphern immer dann Verwendung finden, wenn man die Komponente(n) einer Erfahrung mit der Terminologie einer anderen Erfahrung zu umschreiben sucht. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Bilder und Metaphern bloß eingeschränkte
1 Vgl. Burdorf, Dieter/ Fasbender, Christoph/ Moenninghoff, Burkhard (2007): Metzler Lexikon. Literatur, Stuttgart: J. B. Metzler, 3. Aufl., 494.
2 Nünning, Ansgar (2008): Metzler Lexikon. Literatur- und Kulturtheorie, Stuttgart: J. B. Metzler, 4. Aufl., 491.
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Sichtweisen eröffnen, denn man wird dazu aufgefordert, die Welt von einem festgelegten Standpunkt aus zu betrachten.
In diesem Fall möchte ich weniger den Menschen als Maschine erklären (sozusagen als eine Form von Menschenbild), sondern höchstens als einen Bestandteil einer Maschine (siehe 3) - vergleichbar mit einem winzigen, aber doch fundamentalen Zahnrad einer aus vielen einzelnen Bestandteilen zusammengesetzten Maschine. Das Augenmerk wird, wie in der Einleitung bereits erwähnt, mehr auf die Organisation als eine Maschine gerichtet.
3. Die Maschine als Organisationsform
Maschinen bestimmen das Leben der Menschen maßgeblich und sind allgegenwärtig. Über Jahrhunderte hinweg haben Maschinen „ihre Spuren in die menschliche Vorstellungskraft, die Gedanken und Gefühle der Menschen gegraben“. 1 Zahlreiche Wissenschaftler wie beispielsweise Galileo Galilei, Sir Isaac Newton, Adam Smith oder Max Weber haben ihren wesentlichen Beitrag zu den mechanistischen Vorstellungen von der Welt geleistet. Maschinenartige Institutionen werden heutzutage als Behörden bezeichnet, da deren Tagesablauf an die minutiöse Genauigkeit einer Uhr erinnert. In einer Bank als einem Ordnungssystem wird dies nicht anders gehandhabt, denn wenn zum Beispiel bei einem Überweisungsauftrag ein Fehler unterläuft, dann hat die Person, die dafür zuständig ist, das heißt ein Teil dieser Maschine, unverlässlich gehandelt und den bürokratischen und routinemäßigen Ablauf gestört.
Einer der ersten und vor allem ausschlaggebenden Faktoren für die Angleichung der Organisationen an die Anforderungen der Maschinen war die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert in Westeuropa und Nordamerika: "[…] the spread of business with its emphasis on material fruits, profit and the 'stock-taking' habit". 2 Eine geschäftsorientierte und profitbezogene Mentalität kristallisierte sich unter den
1 Morgan, Gareth (1997): Bilder der Organisation, Stuttgart: Klett - Cotta, 24.
2 Furst, Lilian R./ Skrine, Peter N. (1971): Naturalism, London: Methuen, 12.
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Arbeit zitieren:
Eugenia Steinbach, 2010, Die Maschinenmetapher in John Steinbecks "The Grapes of Wrath", München, GRIN Verlag GmbH
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