Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Besonderheiten der Phonetik und Phonologie 5
2.1 Vokalismus 5
2.2 Konsonantismus 5
2.2.1 Der Seseo 6
2.2.2 Der Yeísmo 6
2.2.3 weitere Besonderheiten 6
3. Besonderheiten der Morphosyntax 8
3.1 Anrede 8
3.1.1 Ustedes für Vosotros 9
3.1.2 Der Voseo 10
3.2 Besonderheiten im Gebrauch der Tempora 11
3.3 Suffixe, Diminutiv- und Augmentativbildung 11
3.4 syntaktische Besonderheiten 12
4. Besonderheiten der Lexik 12
4.1 diatopische Differenzierungen 14
4.2 Lebensmittel, Gerichte 15
4.3 Toponymie 16
5. kurze Anmerkungen zu Redewendungen und Umgangssprache 16
6. Schluss 17
Anhang: verwendete Lautsymbole, Abkürzungen 19
Bibliographie 20
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1. Einleitung
Sowie Hispanoamerika „sprachlich weder einen homogenen Raum [bildet, noch] ein grundsätzlicher Gegensatz zu den spanischen Varietäten der iberischen Halbinsel“ besteht (cf. Noll 2001: 23), so ist Guatemala sprachlich weder ein homogener Raum, noch in totalem Gegensatz zum restlichen Hispanoamerika zu setzen.
Jedoch stellt es sich auch als schwierig dar, Guatemala zu einer Dialektzone zuzuordnen, da die Einteilung Hispanoamerikas in Dialektzonen noch nicht zu allseits akzeptierten Ergebnissen geführt hat (Zamora Munné 1988: Kapitel VI). So teilt Armas y Céspedes Hispanoamerika in fünf Zonen ein, dabei gehört Guatemala mit dem restlichen Mittelamerika und Mexiko zu einer Zone. 1921 schließt Henríquez Ureña zusätzlich den Süden und Südwesten der USA ein. Dabei stützt er sich auf „die historisch und kulturell bedingten Bindungen […] unter Verweis auf den Kontakt mit den indianischen Substratsprachen“ (cf. Noll 2001: 44). In dieser Zone wäre das Substrat das Nahua und diverse Mayasprachen. Rona basiert wiederum seine diatopische Gliederung auf sprachliche Merkmale verschiedener Kategorien. Diese untersuchten Merkmale sind der Yeísmo, Zeísmo, Voseo und das jeweilige Verbalparadigma. Aufgrund dieser Kriterien gehören die mexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Tabasco, Yucatán und Quintana Roo, sowie Mittelamerika und der Westen Panamas zu einer Zone (cf. Noll 2001: 45). Und Cahuzac, der seine diatopische Gliederung auf die Lexik basiert, kommt 1980 auf ein ganz anderes Ergebnis. Nach seinen Kriterien gehören der Süden USA, Mexiko, Mittelamerika, Venezuela, Kolumbien (ohne Andengebiete) und die Küste Ecuadors zu einer Zone (cf. Noll 2001: 49). Canfield jedoch weist daraufhin, dass eine diatopische Gliederung weder auf politische Grenzen in Hispanoamerika noch auf Verbreitung der Indianersprachen erfolgen kann, da die Merkmale (Realisierung von /b d g/, /s/, /x/, /r-l/ usw.) weder mit den Landesgrenzen noch mit den Substratsprachen übereinstimmen. Des Weiteren deutet Canfield daraufhin, dass man sprachlich die Hochlandgebiete und Tiefländer unterscheiden kann. (1962: 96)
Zum einen wird deutlich, dass viele Besonderheiten des guatemaltekischen Spanisch auch in anderen Teilen Hispanoamerikas auftreten. In anderen Worten die meisten aufgeführten Besonderheiten sind nicht exklusiv oder einzigartig im hispanoamerikanischen Raum. Jedoch wäre es auch unzutreffend Guatemala mit dem mexikanischen oder mittelamerikanischen Spanisch gleichzusetzen. Dazu merkt Uta Lausberg (2000: 282) an:
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El español guatemalteco tiene, aparte su continuidad con la variedad de la zona maya y con el istmo, su propio colorido, es decir, rasgos particulares que lo diferencian del español mexicano, yucateco, centroamericano y también de la norma ejemplar de la Real Academia Española.
Zum anderen weist Canfield daraufhin, dass die Landesgrenzen für die diatopische Verbreitung von Varianten in der Aussprache des amerikanischen Spanisch keine Bedeutung hat und weist vielmehr auf die Unterschiede zwischen Hochland und Tiefland hin (1962: 96). Daraus kann man schließen, dass Guatemala auch innerhalb der Landesgrenzen Varianten aufweist und nicht als homogener sprachlicher Raum verstanden werden kann. Auch Lipski weist daraufhin:
Entre los guatemaltecos que hablan español como primera o como segunda lengua con fluidez existe cierta variación, pero no tan destacada como, por ejemplo, en Mexiko o en Honduras. La estratificación sociolingüística es mucho más signicativa, y la correlación entre variación sociolingüística y etnicidad es muy elevada, pues buena parte del “español popular” de Guatemala refleja el influjo de las lenguas indígenas o un aprendizaje imperfecto del español.
Wie hier Lipski betont ist die diastratische Differenzierung höher als die diatopische. Die Academia de lenguas mayas de guatemala beziffert die indigene Bevölkerung im Jahr 2007 auf 5,432,818 (von 8,432,659 Gesamtbevölkerung) und listet 23 Maya Sprachen auf, die immer noch aktiv gesprochen werden. Des Weiteren ist anzunehmen, dass nur 64,7% der Guatemalteken fließend Spanisch sprechen und es eine nicht genau zu beziffernde Zahl an Zweisprachigen gibt, die das Spanische als Lernersprache benutzen (cf. Noll 2001: 71), jedoch sind diese Interimsprachen nicht Teil des spanischen Systems. Die diastratische Differenzierung Guatemalas ist bis dato nicht einhergehend erforscht, da es generell leider wenige Studien zum guatemaltekischen Spanisch gibt und da sich diese Studien meist eher auf die privilegierten Schichten beziehen. Lipski (1994: 283) meint dazu: Lo que se suele describir como español de Guatemala representa el habla española monolingüe de clase media y alta de la ciudad de Guatemala y de las tierras altas de los alrededores.
Des Weiteren möchte ich mich nicht mit den Gründen der Herausbildung der Besonderheiten des guatemaltekischen Spanisch beschäftigen und weder die Polemik von M. L. Wagner und der Andalucismo- These, noch die Indeginismo- These aufleben lassen. Im Folgenden möchte ich- mit den vorhandenen Studien- die Unterschiede zwischen dem guatemaltekischen Spanisch und dem peninsularen Standard darstellen.
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Arbeit zitieren:
Eva-Maria Witzig, 2009, Besonderheiten des guatemaltekischen Spanisch, München, GRIN Verlag GmbH
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Zu: Jean-Jacques Rousseau, Der Gesellschaftsvertrag
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