Universität zu Köln
Wirtschafts- und Sozialgeographisches Institut Sommersemester 2003
Proseminar
Allgemeine Wirtschaftsgeographie
Staatenzusammenschlüsse am Beispiel NAFTA
Verfasser:
Hendrik Pohl
Betriebswirtschaftslehre
6. Semester
I. Inhaltsverzeichnis:
Seite
1. Einleitung 1
2. Einführung in die Themenstellung 1
3. Die Mitgliedsstaaten und ihre Ziele 2
3.1 USA 2
3.2 Mexiko 3
3.3 Kanada 4
4. Die Auswirkungen 5
4.1. Folgen für die Mitgliedsstaaten 5
4.1.1 Folgen für die Wirtschaft 5
4.1.2. Folgen für die Umwelt und für Soziales 7
4.2. Folgen für Drittstaaten 8
5. Fazit 9
6. Literaturverzeichnis 10
II
1. Einleitung
Seit dem zweiten Weltkrieg sind Zusammenschlüsse von Nationen zu regionalen Integrationsräumen ein bedeutender Entwicklungsprozess in den internationalen Beziehungen.
Anhand dieser Arbeit sollen die wichtigsten Gründe und Folgen eines solchen Abkommens beleuchtet werden. Hierzu werde ich eine kurze Einführung in die Themenstellung geben (Kap.2.). Im Anschluss daran folgt ein Überblick über die Mitgliedsstaaten und warum sie ein solches Bündnis eingehen (Kap. 3.). Am Schluss dieser Arbeit werden ich die Folgen des Abkommen aufzeigen (Kap. 4.) und ein kurzes Fazit geben (Kap. 5.).
2. Einführung in die Themenstellung
Am 1. Januar 1994 trat das „North American Free Trade Agreement“ (NAFTA) endgültig in Kraft, nachdem im Jahre 1993 noch Parallelabkommen zum Umweltschutz, das „North American Agreement on Environmental Cooperation“ (NAAEC), und zum Arbeitsschutz, das „North American Agreement on Labour Cooperation“ (NAALC), ausgehandelt wurden. Unterschrieben wurde es von den Präsidenten der Vereinigten Staaten und Mexikos sowie dem Premierminister von Kanada. Eine außerordentlich knappe Ratifizierungsabstimmung zu Gunsten des NAFTA im Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika ging dem voraus 1 .
Das Hauptziel des NAFTA war die Schaffung einer nordamerikanischen Freihandelszone 2 . In Übereinstimmung mit den Bestimmungen des „General Agreement on Tariffs and Trade (GATT)“ wurden die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den NAFTA-Vertragspartnern gefestigt und ausgeweitet. Angestrebt wurden die Verbesserung der Lebens- und Beschäftigungsbedingungen, die Ausweitung des Umweltschutzes, die Steigerung der Produktivität und der Aufschwung der Wirtschaft. Das NAFTA ist eine neue Art von Freihandelsabkommen, es wirkt wie ein Katalysator, der die Wirtschaftsbeziehungen der Mitgliedsstaaten intensiviert. Über das GATT
1 Vgl. Pfeil, A. 1998, S. 18.
2 Der Begriff Freihandelszone ist in der Welthandelscharta der Havanna zum ersten Mal definiert und unverändert in das GATT übernommen worden.
1
hinaus wurden noch weitergehende Vereinbarungen getroffen: Schutz des geistigen Eigentums, Investitionsvereinbarungen, freier Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, etc. 3 .
3. Die Mitgliedstaaten und ihre Ziele
Tab. 1: Basisdaten der drei NAFTA-Staaten (Jahr 2001) 4
3.1 USA
Nach Ende des Kalten Krieges waren die Vereinigten Staaten von Amerika die letzte, noch verbleibende Weltmacht der Erde, dennoch hatten sie mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. Ein globaler Marktverlust im Zuge des wirtschaftlichen Aufstieges Europas und Japans vollzog sich. Die USA litt unter einem hohen Handels-und Leistungsbilanzdefizit, die Folgen waren hohe Auslandsverschuldung sowie interne Verschuldung. Die Rezession der beginnenden 90er Jahre sollte durch neue Bündnisse überwunden werden. Ein großes innerpolitisches Problem stellte hierbei die ewige Debatte um die Erneuerung des „fast-track procedure“ dar. Das „fast-track procedure“ wird seit 1974 als ein spezielles Ratifizierungsverfahren genutzt, um Freihandelszonen und GATT-Abkommen zu beschließen. Die Kongressabgeordneten verzichten hierbei auf ihre Änderungswünsche und können im Anschluss dem Vorschlag des Präsidenten im Ganzen zustimmen oder ablehnen. Das NAFTA ist das erste Abkommen, welches beinahe im Kongress gescheitert wäre 5 .
3 Vgl. Rojas-Amandi, V. 1998, S. 24ff.
4 Vgl. Statistisches Bundesamt , 2003.
5 Vgl. Pfeil, A. 1998, S. 16ff.
2
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Hendrik Pohl, 2003, Ziele und Wirkungen supernationaler Staatenzusammenschlüsse am Beispiel NAFTA, Munich, GRIN Publishing GmbH
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