1. Einleitung
Wer hätte zu den Anfangszeiten des Computers gedacht, dass Datensicherung mal so an Wichtigkeit gewinnt. Für eine Großfirma wie z.B. Siemens, aber auch Kleinbetriebe haben schon oft eigene Server die für die Datensicherung verantwortlich sind. Man stelle sich nur mal vor, durch einen Blitzschlag fällt ein Server aus auf dem Kundendaten sowie auch angebotsrelevante Informationen gespeichert sind. Durch den Blitzschlag ist auch die Festplatte zerstört worden. Wäre jetzt keine Sicherung vorhanden, wären die Daten weg. Es gibt zwar Spezialfirmen die eventuell noch die Daten zurückholen könnten aber das würde eine Weile dauern. Somit wären Informationen für Aufträge nicht verfügbar, die sich bei Siemens mit Sicherheit im Millionenbereich bewegen. Das könnte zur Folge haben das man den Auftrag nicht bekommt. So etwas kann selbst eine Firma wie Siemens an den Abgrund drängen.
2. Datensicherung
2.1. Bedeutung
Unter Datensicherung (Englisch:Backup) versteht man das teilweise oder komplette Kopieren von Daten einer Computerfestplatte auf ein externes Speichermedium. Desweiteren etabliert sich die Datensicherung langsam bei Firmen zur Archivierung. Dies minimiert den Platz zur Archivierung ungemein.
2.2. Sinn
Durch Datensicherung versucht man Datenverlust vorzubeugen, der durch folgende Einflüsse hervorgerufen werden kann:
• Versehentliches Löschen durch den Anwender
• ,,Bösartige Software“ (z.b.Computerviren)
• Defekte Hardware
• Vandalismus
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3. Verschiedene Arten einer Datensicherung 3.1. Vollsicherung
Bei einer Vollsicherung werden immer alle zusichernden Daten gespeichert. Dies kann eine komplette Festplatte oder nur ein Teil eines Verzeichnisbaumes sein. Sie verhält sich unabhängig von den zu
sicherenden Daten d.h., dass alle Daten gesichert werden, egal ob sie schon bei dem letzten Backup mit dem gleichen Stand gesichert wurden. Wie man sich vorstellen kann nimmt diese Art der Datensicherung viel Speicher in Anspruch. Deshalb wird sie meistens nur einmal im Monat durchgeführt.
3.2. Differenzielle Sicherung
Die differenzielle Sicherung sichert nur die Daten, die sich nach der letzten Vollsicherung verändert haben. Sozusagen wird immer der neueste Stand gesichert. Für eine vollständige Wiederherstellung des Datenbestandes benötigt man die letzte Vollsicherung, sowie die letzte differenzielle Sicherung.
3.3. Inkrementelle Sicherung
Die inkrementelle Sicherung sichert nur die Daten, die sich bei der letzten Inkrementellen- oder Vollsicherung verändert haben. Diese Art der Datensicherung spart eine Menge an Speicher, gegenüber der differenziellen Sicherung. Dies bedeutet aber auch, dass eine Wiederherstellung durch den Administrator unter Umständen mehr Zeit in Anspruch nehmen kann. Da der Administrator mehrere Inkrementelle Sicherungsbestände einspielen muss, um den kompletten Datenbestand zu rekonstruieren.
3.4. Abbildsicherung
Bei der Abbildsicherung auch Imagesicherung genannt, wird ein kompletter Datenträger, oft die komplette Festplatte, durch ein 1:1 Abbild gesichert. Es werden aber nicht nur Daten, sondern auch das komplette Betriebssystem durch ein Abbild der Festplatte gesichert. Diese Art der Sicherung kann bei einem kompletten Crash des Systems hervorgerufen z.B. durch einen Virus, sehr einfach und schnell wiederhergestellt werden. Jeder der schon mal ein Betriebssystem neu aufgesetzt hat, weiß welche mühsame Arbeit dies bedeuten kann. Desweiteren benötigt man alle Treiber sowie Software. Nicht selten bekommt man nicht mehr alle Programme die man vorher mal besessen hat. Deshalb kann so eine Abbildsicherung sehr von Bedeutung sein. Diese Art der Datensicherung wird oft bei pflichtbewussten Privatanwendern eingesetzt.
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4. Sicherungsschemen
4.1. Großvater-Vater-Sohn-Sicherungsschema
Dieses Schema wird mit Abstand am häufigsten eingesetzt. Der Begriff Großvater-Vater-Sohn-Sicherungsschema bedeutet, dass es eine Tages-, Wochen- und Monatssicherung gibt. So wird montags bis donnerstags jeweils eine Tagessicherung durchgeführt. Jeden Freitag eine Wochensicherung. Die Monatssicherung wird üblicherweise am Monatsersten oder Monatsletzten, anstatt der Tages oder
Wochensicherung, durchgeführt (Bild 1). Es werden 4 Medien für die Tagessicherungen eingesetzt, die Woche für Woche überschrieben werden. Für die Wochensicherung 4 bis 5 Medien, da es auch 5 wöchige Monate gibt. Für die Monatssicherung jeweils 1 Medium. Für ein Jahr würde man so 4 Medien für die Tagessicherung, 5 für die Wochensicherung und 12 für die Monatssicherung in Anspruch nehmen. Dieses Sicherungsschema hat aber einen großen Nachteil. Wird eine Datei von einem Anwender in der gleichen Woche erstellt und wieder gelöscht noch bevor eine Wochensicherung erstellt wurde. So kann diese Datei nur in derselben Woche wiederhergestellt werden, da die Tagessicherungen jede Woche überschrieben werden.
Bild 1: Großvater-Vater-Sohn-Sicherungsschema (BARTH, 2004)
4.2. Vater-Sohn-Sicherungsschema
Bei dem Vater-Sohn-Sicherungsschema werden die Tagessicherungen auf 4 Wochen ausgedehnt. Damit entfallen die Wochensicherungen komplett. Die Monatssicherung wird aber wie oben beschrieben durchgeführt. So kann man zwar das Problem mit dem Erstellen und dem Löschen einer Datei innerhalb einer Woche beheben. Benötigt so aber mehr Medien. Für ein Jahr sind das 20 Medien für die Tagessicherungen und 12 für die Monatssicherungen.
Bild 2: Vater-Sohn-Sicherungsschema (BARTH, 2004)
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Arbeit zitieren:
Uwe Lechleidner, 2010, Referat über Datensicherung, München, GRIN Verlag GmbH
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