Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 4
1.1 Einordnung in das Themengebiet 4
1.2 Einführung in die Gebiete der Emotion und Intelligenz 4
1.2.1 Einführung Emotion 5
1.2.2 Einführung Intelligenz 6
1.3 Forschungsansätze 6
1.4 Klassische Emotionstheorien 7
1.4.1 James Lange Theorie der Emotion 7
1.4.2 Cannon Bard Theorie der Emotion 7
1.4.3 Zwei Faktoren Theorie von Schachter 8
1.5 Einführung in die Emotionale Intelligenz 8
1.5.1 Physiologie der Emotionalen Intelligenz 8
2 Hauptteil 9
2.1 Entwicklung der Emotionalen Intelligenz 9
2.1.1 Modell nach Peter Salovey John D. Mayer (1990) 9
2.1.2 Modell nach Peter Salovey John D. Mayer (1997) 11
2.1.3 Modell nach Daniel Goleman (1995) 14
2.1.4 Modell nach Daniel Goleman (2002) 15
2.2 Messmethoden 16
2.2.1 TMMS Trait Meta Mood Scale (Salovey et al., 1995) 16
2.2.2 MSCEIT Multifactor Emotional Intelligence Mayer Salovey Caruso Emotional
Intelligence Test (Mayer, Salovey Caruso, 1997) 17
2.2.3 EQ I Emotional Quotient Inventory (BarOn, 1997) 19
2.2.4 ECI Emotional Competence Inventory (Goleman, 1998) 20
2.2.5 ECI Emotional Competence Inventory (Boytazis et al., 1999) 20
3 Kritische Würdigung 21
3.1 Nach Heinz Schuler - Emotionale Intelligenz als Etikettenschwindel 21
3.1 21
2
Publilius Syrus: „Rule your feelings, let your feelings rule you.“, was so viel
bedeutet wie: Regiere deine Gefühle, sonst regieren deine Gefühle dich. Heute ist man allerdings der Ansicht, dass Emotionen wichtig für das Fokussieren und Bestimmen des Denken und Handelns sind. Zum Beispiel unterscheiden uns Emotionen von Computern und Robotern. Aber was ist nun emotionale Intelligenz? Grob definiert bestimmt sie den richtigen Umgang mit eigenen Emotionen und Emotionen anderer. Sie beeinflusst den beruflichen Erfolg, die Beziehungen zu anderen Menschen und die eigene Zufriedenheit und Ausgeglichenheit.
Eine allgemein populäre Ansicht besagt, dass der EQ (= emotionaler Quotient) den beruflichen Erfolg zu 80% erklärt, während die akademische Intelligenz (= IQ) ihn nur zu 20% erklärt. Emotionale Intelligenz symbolisiert gewissermaßen das „gewisse Etwas“ zwischen einem Mitarbeiter und einer erfolgreichen Führungskraft.
Die nachfolgende Arbeit führt in ein Grundverständnis von Emotionen ein und beschäftigt sich mit den grundlegenden Komponenten der Emotionalen Intelligenz. Weiter werden die Theorien von Peter Salovey & John D. Mayer und Daniel Goleman einander gegenübergestellt. Ein Überblick samt Einführung in Messmethoden für das Erfassen von Emotionaler Intelligenz folgt anschließend. Die kritische Würdigung und Reflexion der Theorie sowie die Anwendungsbezüge schließen die Arbeit ab.
1.1 Einordnung in das Themengebiet
Die Emotionale Intelligenz ist dem Fachgebiet der Emotionspsychologie zuzuordnen.
1.2 Einführung in die Gebiete der Emotion und Intelligenz
Bevor sich die Arbeit im weiteren Verlauf mit Emotionstheorien und der Emotionalen Intelligenz beschäftigt, sollen erst einmal die Begriffe Emotion und Intelligenz definiert und genauer betrachtet werden.
1.2.1 Einführung Emotion Definition:
"Eine Emotion ist ein qualitativ näher beschreibbarer Zustand, der mit Veränderungen auf einer oder mehreren der folgenden Ebenen einhergeht: Gefühl, körperlicher Zustand und Ausdruck." (Schmidt‐Atzert, 1996)
Was ist Emotion? Wie entsteht sie? Sind Emotionen Zustände oder Eigenschaften? Diese und weitere Fragen beschäftigen die Wissenschaft nicht erst seit der populärwissenschaftlichen Schrift von Daniel Goleman. Es gibt mehrere Richtungen, diese Fragen zu beantworten. In Anlehnung an Arnold, 1960, Lazarus, 1968, Young, 1961 tragen Emotionen nur dazu bei, Verhalten zu desorganisieren und sind in erster Linie Quelle menschlicher Probleme. Eine andere Meinung (in Anlehnung an Izard, 1994) geht in die Richtung, dass Emotionen das primäre Motivationssystem des Menschen bilden. William James beschrieb in seinem inzwischen klassischen Aufsatz (Was ist eine Emotion?, 1884) Emotionen als bloßes Wahrnehmen körperlichen Fühlens. Er vertritt die Meinung, dass körperliche Veränderungen direkt auf die Wahrnehmung eines erregenden Ereignisses folgen und das Fühlen dieser Veränderungen die Emotion darstellt. Diese Sichtweise verdeutlichte er anhand eines Beispiels: „Wir treffen auf einen Bären im Wald, unser Herz rast, unsere Knie zittern, und weil wir diese physiologischen Veränderungen wahrnehmen, fühlen wir Angst.“ (James, W., 1884). Nach William James wird somit eine Emotion durch das Bewusstsein hervorgerufen, das eine Person von einem spezifischen Muster körperlicher Veränderungen hat. 1885 wurde von Carl Lange ein weiteres Modell der Emotion vorgeschlagen, welches in etwa den gleichen grundlegenden Mechanismus in der kausalen Abfolge voraussetzt. Bedingt durch diese Ähnlichkeit sind die beiden Ansätze als James‐Lange‐ Emotionstheorie in die Literatur eingegangen (siehe 1.4.1 James‐Lange‐Theorie der Emotion). Aufgrund der Definition von Emotion als bloßes Bewusstsein physiologischer Veränderungen wird der Ansatz auch als periphere Auffassung bezeichnet.
Der Frage nach dem evolutionären Zweck von Emotionen widmete sich Charles Darwin in seiner Schrift „The Expression of Emotion in Man and Animals“ (1872). Demnach besitzen Emotionen nützliche Funktionen für den Organismus, sowohl für die Vorbereitung adaptiven Verhaltens als auch für die Regulierung von Interaktionen innerhalb einer sozial lebenden Tierart.
Wissenschaftlich betrachtet lässt sich Emotion als eine Mischung aus folgenden Komponenten sehen:
Physiologische Aktivität: Emotionen werden von körperlichen Reaktionen begleitet ‐ wir schwitzen, frieren, bekommen Herzklopfen, unsere Atmung beschleunigt oder verlangsamt sich.
Ausdrucksverhalten‐Handlung‐Reaktion: Wir zeigen motorische Reaktionen, ergreifen die Flucht bei Angst und greifen an, wenn wir nicht fliehen können. Unsere Mimik unterscheidet sich bei Freude von der bei Wut. Gefühl: Wir empfinden Angst, Wut, Freude oder Trauer, sind gekränkt oder stolz, fühlen uns geehrt oder missachtet.
Kognition: Wir denken, während wir fühlen, und ein Gefühl kann von ganz unterschiedlichen Gedanken begleitet werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Emotion demnach eine Störung, eine Bewegung im sonst ausbalancierten Zustand der Psyche ist.
1.2.2 Einführung Intelligenz Definition:
„Intelligenz ist die allgemeine Fähigkeit eines Individuums, sein Denken bewusst auf neue Forderungen einzustellen, sie ist allgemeine geistige Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben und Bedingungen des Lebens.“ (Stern, 1912)
Doch Stern hat nur eine von sehr vielen Definitionen zum Thema Intelligenz geschrieben. Das große Problem bei dem Thema Intelligenz ist, dass jeder eine Vorstellung von einer intelligenten Person hat, diese Vorstellungen jedoch nicht auf einen Nenner gebracht werden können. Von Thorndike und Stein wurde 1937 das Modell der Sozialen Intelligenz vorgestellt. Howard Gardner stellte 1983 sein Modell der Multiplen Intelligenz vor.
1.3 Forschungsansätze
Anfangs muss man klar herausstellen, dass es mehrere Forschungsansätze zur Emotionalen Intelligenz gibt, die aber keinen gemeinsamen Konsens darüber finden, was EI nun tatsächlich ist. Außerdem gibt es beträchtliche Unterschiede hinsichtlich der Reichweite der Konzeptualisierung und der verwendeten Messinstrumente.
Hier ein geschichtlicher Abriss der verschiedenen Forschungsansätze:
Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Theorien und Modellen von Peter Salovey & John Mayer sowie Daniel Goleman.
Allgemein gehen wir davon aus, dass wir weinen, weil wir traurig sind, dass wir schreien, weil wir wütend sind, dass wir lachen, weil wir uns freuen usw. Die beiden Forscher William James und Carl Lange entwickelten nahezu zeitgleich eine Emotionstheorie, welche genau das Gegenteil postuliert. Sie gehen davon aus, dass die physiologische und körperliche Reaktion dem Gefühl voraus geht. Das bedeutet also, wir sind traurig, weil wir weinen, wir sind wütend, weil wir schreien, wir freuen uns, weil wir lachen.
Zusammenfassend besagt die James‐Lange‐Theorie der Emotion, „ … dass wir einen Reiz wahrnehmen, dieser dann autonome Erregung und andere Körperreaktionen verursacht und in der Folge erleben wir spezielle Gefühle.“ (Orth, H., 2009).
1.4.2 CannonBardTheorie der Emotion
Die beiden Psychologen Walter Cannon und Philip Bard forschten ebenfalls im Kontext Emotion. Sie jedoch widersprachen der Theorie nach James & Lange. Sie sind der Meinung, dass viszerale Aktivität keine Relevanz für emotionales Erleben habe ‐ aus zwei Gründen: man hat experimentell festgestellt, dass Tiere auch dann noch emotional reagierten, wenn man ihr viszerales System operativ vom Zentralen Nervensystem abtrennte; das autonome Nervensystem reagiert zu langsam, um für Emotionen verantwortlich gemacht zu werden, die häufig innerhalb von Sekundenbruchteilen auftreten. Demnach gehen Cannon & Bard
Arbeit zitieren:
Dipl. Urs Kargl, 2010, Emotionale Intelligenz, München, GRIN Verlag GmbH
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