Optimierung der Wettkampfleistung
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG. 4
1.1 Polizeiliches Handeln im Kontext der Optimierung von Wettkampfleistung 4
1.2 Situationstraining im Rahmen des polizeilichen Einsatztrainings. 4
2 KOMPETENZERWARTUNG 5
2.1 Auswirkungen der Kompetenzerwartung auf das Verhalten 5
2.2 Unterschiede zwischen Trainings- und Einsatzsituationen 6
2.2.1 Nichtwiederholbarkeit 7
2.2.2 Konsequenzen 7
2.2.3 Zeitpunkt des Handelns 8
2.3 Steigerung der Kompetenzerwartung. 8
2.3.1 Persönliche Erfahrung 8
2.3.2 Stellvertretende Erfahrung. 9
2.3.3 Sprachliche Überzeugung 9
2.3.4 Emotionaler Erregungszustand 10
3 TRAINING DER KOMPETENZERWARTUNG 10
3.1 Praxis des Prognosetrainings. 10
3.1.1 Aufgabenstellung 10
3.1.2 Festlegen des Zeitpunktes. 11
3.1.3 Festlegen einer negativen Konsequenz 11
3.1.4 Prognose. 11
3.1.5 Vorbereitung 12
3.1.6 Durchführung 12
3.1.7 Ergebnisfeststellung 12
3.1.8 Objektive Analyse 12
3.1.9 Konsequenz 13
3.2 Intensivierung des Prognosetrainings durch Zeitverzögerung 13
4 SCHLUSSBEMERKUNG. 13
Seite 2 von 15
Optimierung der Wettkampfleistung
5 QUELLENVERZEICHNIS 15
Seite 3 von 15
1 Einleitung
1.1 Polizeiliches Handeln im Kontext der Optimierung von Wettkampfleistung Die vorliegende Studienarbeit bezieht sich auf das Training des polizeilichen Handelns für Einsatzsituationen. Auf den ersten Blick mag das unter der Überschrift „Optimierung der Wettkampfleistung“ etwas abwegig klingen, doch lassen sich strukturelle Ähnlichkeiten mit der Wettkampfleistung im Sport erkennen.
Der regelmäßig trainierende Polizeibeamte bereitet sich im sogenannten Einsatztraining auf den „Einsatzfall“ vor. Das Training dient einzig und allein dazu, im Ernstfall die persönliche Leistung abrufen zu können, um Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuhalten oder den Strafverfolgungsanspruch des Staates durchzusetzen. Der Leistungssportler folgt einer ähnlichen Systematik: Training, um im Wettkampf die individuelle Leistung auf höchstem Niveau zu präsentieren und Handlungen stabil auszuführen zu können - die optimale Leistung zum definierten Zeitpunkt (vgl. Immenroth/Eberspächer/Hermann, 2008, S. 119). Die vorliegende Arbeit hat die Steigerung der Kompetenzerwartung im Bereich des polizeilichen Handelns zum Schwerpunkt.
1.2 Situationstraining im Rahmen des polizeilichen Einsatztrainings
Das Situationstraining gilt als „Königsdisziplin“ im polizeilichen Einsatztraining. In interaktiven Szenarien werden sowohl hohe Anforderungen an den handelnden Beamten, als auch an die Situationsdarsteller und Trainer gestellt. Die Integration sämtlicher Bestandteile der polizeilichen Ausbildung wie Rechtskenntnisse, Kommunikation, Deeskalation,
Selbstverteidigung, Eingriffstechniken, Schusswaffengebrauch und taktischer Komponenten stellt sich besonders für den Kopf bzw. für die Psyche als sehr anspruchsvoll dar. Aus diesem Grund hat im modernen Einsatztraining das Situationstraining einen festen Platz sowohl in der Ausbildung, als auch im weiteren Training des Polizeibeamten. Aus logistischen Gründen ist ein Situationstraining in vielen Dienststellen nicht in dem Maße durchführbar, wie es für einen kontinuierlichen Trainingsprozess wünschenswert wäre. Auch das Schieß- oder Waffentraining sowie das Training von Techniken der körperbezogenen Gewalt können nicht immer in zufriedenstellendem Maße absolviert werden. Es ist bekannt,
Seite 4 von 15
dass im Trainingsprozess - besonders bei motorischen Aufgaben - die Anzahl der absolvierten Wiederholungen ein entscheidender Faktor ist (vgl. Meinel/Schnabel, 2007, S. 150). Für eine stressstabile Anwendung ist die Wiederholungsanzahl aber nicht allein verantwortlich. Ein Beispiel soll hier zur Veranschaulichung dienen: Viele Polizeibeamte erbringen im Einsatztraining durchaus ihre Leistungen wie das Treffen der Zieldarstellung, die korrekte Ausführung der Selbstverteidigungstechniken beim Sparring oder das optimale Lösen einer polizeilichen Lage im Situationstraining. In Einsatzsituationen verlieren Kollegen mitunterer allerdings ihren Glauben an ihre Fähig- und Fertigkeiten. Der Polizist ist nicht mehr davon überzeugt, dass seine erlernten Fertigkeiten in Realsituationen wirksam werden. So lässt sich mitunter erklären, warum Polizeibeamte in extremen Beanspruchungssituationen (z.B. einer Amok-Lage) die Situation meiden, indem sie einen längeren Anfahrtsweg in Kauf nehmen. Dies heißt nicht, dass die gelernten Techniken und Taktiken nicht mehr verfügbar sind, sondern dass der Beamte nicht mehr von der Wirksamkeit seiner Fertigkeiten überzeugt ist, also nicht mehr das nötige Selbstvertrauen hat.
Dieses Beispiel zeigt, dass es notwendig ist - neben den motorischen Anteilen - die Überzeugung von der Wirksamkeit des eigenen Handelns, auch in den schwierigsten Situationen, einzuüben. Es wird hier von der Kompetenzerwartung gesprochen, welche sich auf die „Self-efficacy“-Theorie von Albert Bandura (1977) gründet.
2 Kompetenzerwartung
Je nach Literatur wird neben der Kompetenzerwartung auch von Selbstwirksamkeit oder Selbstwirksamkeitserwartung gesprochen (vgl. Schwarzer, 2000, S. 173; Reicherts/Horn, 2009, S. 589). Im Volksmund ist oft von „Selbstvertrauen“ die Rede, welches noch weitere Faktoren umfasst. Wenn Joachim Löw im Fußball vom „Selbstvertrauen der Mannschaft im Angriff“ spricht, ist darunter streng genommen die Kompetenzerwartung der Mannschaft in der konkreten Situation zu verstehen.
2.1 Auswirkungen der Kompetenzerwartung auf das Verhalten
Nach Bandura (1977, 1997) hat die Kompetenzerwartung verschiedene Auswirkungen auf das menschliche - und damit auch polizeiliche - Verhalten.
Seite 5 von 15
Arbeit zitieren:
Mario Staller, 2010, Steigerung der Kompetenzerwartung im polizeilichen Einsatztraining, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Sport - Sportpsychologie: Steigerung der Kompetenzerwartung im polizeilichen Einsatztraining ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Sport - Sportpsychologie: neuer Titel erschienen: Steigerung der Kompetenzerwartung im polizeilichen Einsatztraining
Mario Staller hat einen neuen Text hochgeladen
Beschwerdemanagement der Polizei
Eine empirische und rechtliche...
Klaus Hoffmann-Holland, Detlev Liepmann, Ines Müller, Tobias Lubitz, Kristina Kühl, Inger-Maria Mahlke
0 Kommentare