INHALTSVERZEICHNIS
0. Einleitung: Grobe Beschreibung des Projekts. 4
I. Grundinformationen: Setting 7
II. Projektbegründung. 7
1. Ausgangslage: Welchen Bedarf gibt es für das Projekt?
2. Motivation: Was bringt das Projekt wem?
3. Gibt es verwandte Projekte?
4. Die medien- und kommunikationspädagogische Begründung des Projekts
III. Die Ziel- und Anspruchsgruppe 9
IV. Ergebnisse, Ziele und Visionen. 9
1. Greifbare Projektergebnisse
2. Ziele
a) Allgemeine Projektziele
b) Medien- und kommunikationspädagogische Projektziele
3. Langfristige Perspektiven
V. Projektstruktur 12
4. Einbettung des Projektes in den Alltag und Regelbetrieb
5. Leitung des Projekts
6. Aufgabenverteilung und Koordination
7. Kommunikationskonzept
8. Umgang mit Konflikten
VI. Qualitätssicherung 14
9. Kompetenzen/Anforderungen
10. Im Laufe des Projektes zu erwerbende Qualifikationen
VII.Evaluation S. 15
Indikatoren für das Erreichen der Projektziele
VIII. Dokumentation und Erfahrungstransfer 16
11. Dokumentation
12. Erfahrungstransfer
IX. Öffentlichkeitsarbeit 17
Veröffentlichung von Ergebnissen/Erfahrungen
X. Ressourcen 17
13. Materiell
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14. Personell
15. Räumlich
16. Finanziell
XI. Vernetzung und Partizipation 19
17. Zusammenarbeit von Leitung und Teilnehmern
18. Partizipation des direkten Umfelds der Projektteilnehmer
XII.Vertragliche Regelungen 19
XIII. Zeitplan und Meilensteine. 19
19. Vorplanung
20. Konkreter Ablauf
21. Meilensteine
22. Mögliche Verzögerungen
XIV. Bibliographie 22
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0. EINLEITUNG: GROBE BESCHREIBUNG DES PROJEKTS
Die Grundlagen aktiver Medienarbeit sind im allgemeinen Handlungsorientierung, Kommunikationsorientierung, Projektorientierung und Situationsorientierung. 1 Genauer gesagt bedeutet dies, dass die ProjektteilnehmerInnen selbstbestimmend und kooperativ Medien gestalten, sich dadurch mit zwischenmenschlicher Kommunikation auseinandersetzen und eigene Erfahrungen einfließen lassen. Selbsttätigkeit, Kommunikationsfähigkeit und die Eignung, situationsangemessen zu handeln, sind nur einige Ziele der aktiven Medienarbeit und die Resultate eines Prozesses, der viel wichtiger ist als das fertige Produkt. Auch das medienpädagogische Projekt „Video-AG“ basiert auf diesen Gedanken. Grob gesagt soll es folgendermaßen ablaufen: Zu Beginn eines Schuljahres werden an zwei Schulen in der gleichen Stadt unabhängig voneinander Video-AGs gegründet, die sich einmal in der Woche nach dem regulären Unterricht in der eigenen Schule treffen. Bevor allerdings die aktive Medienarbeit beginnen kann, müssen Gruppenregeln gefunden werden, die unter anderem festlegen, wie künftig Entscheidungen getroffen werden sollen, wie man mit Konflikten umgehen will und ähnliches. Darüber hinaus sollte gewissermaßen „Aufklärungsarbeit“ geleistet werden. Denn selbstverständlich kommen die Schüler mit bestimmten Erwartungen zur Video-AG und um Demotivierung und „Enttäuschungen zu vermeiden, muß dabei allen Beteiligten auch klar [gemacht] werden, daß eine Eigenproduktion nicht an den Standards von professionellen Kino- und Fernsehfilmen zu messen ist.“ 2 Film erfreut sich als Medium zwar größter Beliebtheit bei Jugendlichen, nur wird meist der Aufwand unterschätzt, der mit einer eigenen Produktion verbunden ist. Man muss den Schülern bewusst machen, dass 5 Minuten Film viel Arbeit bedeuten. Und am besten macht man dies, indem man sie es selbst ausprobieren lässt. Dementsprechend werden die Teilnehmer in der ersten Phase des Projektes theoretisch und praktisch in das Medium Film und seine Möglichkeiten eingeschult, sowohl was das Technische als auch was das Kreative betrifft, und zwar durch kleinere Videoprojekte, bei denen die Schüler ihre theoretischen Kenntnisse praktisch selbst erproben können. Besonders von Bedeutung ist für dieses Projekt, dass man den Schülern bewusst macht, dass der Film als audiovisuelles Medium ein System von Zeichen ist und dass jedes Zeichen Träger von Bedeutungen ist. Dieses Wissen wird den SchülerInnen vor allem bei ihrem ersten größeren Projekt von Nutzen sein, da es dort konkrete formale Vorgaben gibt. Mithilfe von Zeichen, die man dem gesellschaftlichen Zeichenvorrat entnimmt, können also Bedeutungen geschaffen werden. 3 Ein Bild kann demnach mehr bedeuten als es selbst darstellt.
1 vgl. Tulodziecki, 1997, S. 102/103
2 Schell, 1989, S. 189
3 vgl. Maurer, 2001, S. 108 4 / 22
Sobald diese Basis gegeben ist, wird das Hauptprojekt angegangen: ein Kurzfilm zum Thema „Kommunikation“, in dem Sprache keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen soll. Bezüglich der Themenwahl findet man in der Forschungsliteratur häufig Hinweise dieser Art: Es sei wichtig, „die SchülerInnen die Themen, die sie in ihren eigenen Medienprodukten aufgreifen wollen, selbst auswählen zu lassen und ihnen diese keinesfalls normativ vorzuschreiben“ 4 , so dass die Inhalte der Medienarbeit einen Bezug zur Lebenswelt der SchülerInnen haben und die Ergebnisse der Arbeit auch in der Realität Anwendung finden können. Allerdings ist dies meiner Ansicht nach nur bedingt richtig. Denn je nachdem, wie viel Zeit für das Projekt zur Verfügung steht und was man mit dem medienpädagogischen Projekt beabsichtigt, ist es manchmal nötig oder zumindest besser ein Gerüst bzw. einen Rahmen vorzugeben, innerhalb dessen sich die SchülerInnen frei entfalten können.
Dies gilt auch für das Projekt „Video-AG“, denn die Themenvorgabe ist allein schon deshalb notwendig, weil sich zwei Gruppen parallel und doch unabhängig voneinander mit dem gleichen Thema auseinandersetzen sollen. Darüber hinaus ist es auch im Sinne der Projektleitung, durch die formale Vorgabe, einen nonverbalen Film zu produzieren, den SchülerInnen vor Augen zu führen, dass man auch ohne Worte etwas Bestimmtes aussagen kann. Die ProjektteilnehmerInnen müssen sich so zum einen mit dem Thema „Kommunikation“ intensiv auseinandersetzen und zum anderen nach nonverbalen Ausdrucks- und Gestaltungsmitteln suchen. Thematisch kann man die Schüler durch Einstiegsmaterialien, z.B. Texte, Filmbeispiele und ähnliches, anregen. Dennoch empfiehlt es sich, dass sich die SchülerInnen selbst auf die Suche nach thematischen Ideen und nonverbalen Ausdrucksmitteln machen, sei es im Alltag, im Fernsehen, in Filmen oder anderem. Dadurch erweitern sie selbsttätig ihren Wissenshorizont filmischer Gestaltungsmittel, den sie in Grundzügen ja bereits in der Einschulungsphase erworben haben. Die Ergebnisse der thematischen und formalen Recherchen werden bei den Treffen zusammengetragen und ausgewertet. Sie bilden die Grundlage des noch zu erschaffenden Kurzfilmes. Ob der Film nun dokumentarisch, fiktional oder experimentell wird, bleibt den Schülern überlassen.
Beide Video-AGs arbeiten wie gesagt unabhängig voneinander an diesem Kurzfilm, allerdings werden die SchülerInnen nun in der zweiten Phase des Projektes darüber in Kenntnis gesetzt, dass es eine zweite Video-AG gibt, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigt. Dies soll ein zusätzlicher Motor für den Arbeitsprozess sein, denn das Wissen über „Konkurrenz“ kann anspornend und motivierend wirken.
Die fertigen Filme werden zuerst in der jeweiligen Schule präsentiert und die eigenen Arbeiten sollten von den Gruppen kritisch reflektiert werden. Anschließend tauschen die Video-AGs ihre
4 Wilhelm, 2003, S. 105 5 / 22
Filme aus und die Gruppen setzten sich mit dem Ergebnis der anderen AG auseinander, die voraussichtlich ganz anders mit dem Thema umgegangen ist.
In der dritten Projektphase, inzwischen dürfte seit Projektbeginn mehr als ein halbes Schuljahr vergangen sein, werden die beiden AGs zusammengeführt. Ab jetzt finden die wöchentlichen Treffen gemeinsam statt und zwar immer abwechselnd an einer der beiden Schulen. Nach einer Kennenlernphase, in der sich die Jugendlichen über ihre Erfahrungen und Arbeitsweisen austauschen, wird ein neues, gemeinsames Videoprojekt angegangen. Diesmal gibt es weder thematische noch formale Vorgaben. Doch es ist wünschenswert, dass die Schüler von selbst mit den im ersten Projekt erarbeiteten neuen nonverbalen Ausdrucksformen arbeiten. Der neue Film wird abschließend zusammen mit den beiden ersten Videos öffentlich vorgeführt.
Nach erfolgreichem Projektabschluss wäre es erstrebenswert, wenn die Video-AGs ab dem nächsten Schuljahr in den Regelbetrieb übernommen würden und beide Gruppen weiterhin Kooperationsbereitschaft zeigten.
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Arbeit zitieren:
Mag. Sandra Jenko, 2004, Konzept für das medienpädagogische Projekt "Video-AG", München, GRIN Verlag GmbH
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