2
Einführung
Diese Arbeit versucht die Frage zu beantworten, welche Bewertungsmethode ein Entscheidungsträger benutzen kann, wenn er ein IT-Projekt implementieren und in wirtschaftlicher Sicht beurteilen möchte. Die Aufgabe ist komplex, da die Informationstechnologien sowie der Implementierungsprozess sich von den anderen Investitionsgütern wesentlich unterscheiden. IT-Projekte treten meist als ein komplementärer Produktionsfaktor auf, dessen materielle und immaterielle Nutzen sogar ex-post noch schwer zu erfassen sind. Die Kosten eines IT-Projektes sind inhomogen und größtenteils irreversibel, sodass die Fehlerrate hoch ist. Noch eine wichtige Eigenschaft ist die hohe Unsicherheit, die den Nutzen sowie die Kosten des Projektes sowohl mindern als auch steigern kann.
Zur Analyse werden die DCF-Methode und der Realoptionen-Ansatz herangezogen. Die Aufmerksamkeit für die DCF-Methode ist durch ihre breite Anwendung in der Investitionsplanung bedingt. Es werden in erster Linie die grundlegenden Prinzipien und impliziten Annahmen untersucht, die den Informationsgehalt des NPV-Wertes in Bezug auf die Eigenheiten des IT-Projektes determinieren. Große Aufmerksamkeit wird auch dem Diskontierungssatz und den erwarteten Cashflows als Kernvariablen der Methode gewidmet. Die Arbeit konzentriert sich nicht nur auf die Eigenschaften, die einen exklusiven Einfluss auf IT-Projekte haben, sondern berücksichtigt auch die Unternehmenspraktiken, die auch für die anderen Investitionsgüter gelten. Der Realoptionen-Ansatz ist eine relativ neue Methode, die zurzeit eher kontrovers beurteilt wird, aber ihre Befürworter räumen ihm eine dominante Position bei der Bewertung riskanter Investitionen wie IT-Projekte ein. Der Ansatz erweitert den traditionellen NPV um den Wert von Realoptionen, die die Flexibilität des Managements bei Risikosteuerung darstellen. In der Arbeit werden zuerst die theoretischen Grundlagen des Ansatzes dargelegt, wie Begriff, Arten und Bewertungsmodelle für Realoptionen. Die Analyse von Annahmen und Variablen wird in Bezug auf das Black-Scholes-Modell durchgeführt, weil die vorhandenen Fallstudien sich auf die IT-Projekte nur mit einer Realoption begrenzen. Jedoch wird auch eine gewisse Aufmerksamkeit den zusammengesetzten Realoptionen geschenkt, da sie ein großes Potenzial für praktische Probleme besitzen.
3
Die Bewertungsmethoden, die zum Kern andere als finanzielle Kriterien, z. B. Gewichtungsfaktoren, Expertenbefragung usw. haben, werden in der Arbeit nicht berücksichtigt wegen ihrer hoher Anfälligkeit für subjektive Verzerrungen der Ergebnisse. Auch wird die Problematik der ex-post Bewertung von IT-Projekten ausgelassen. Sie versucht einen funktionalen Zusammenhang zwischen IT-Kosten und IT-Nutzen festzustellen, hat bisher aber keinen bemerkenswerten Erfolg zu verzeichnen. Die strategischen Realoptionen, deren Wert an der Beschaffung neuer
Investitionsmöglichkeiten in der Zukunft liegt und die die Analyse des IT-Portfolios eines Unternehmens erfordern, werden wegen der Vorschriften hinsichtlich des Umfanges für die Diplomarbeit nicht berücksichtigt.
4
1. IT als Investitionsgut
IT unterscheiden sich von anderen Investitionen durch folgende Merkmale: 1 1. Ihr Nutzen ist nur schwer zu erfassen;
2. Kosten und Nutzen von IT sind mit Unsicherheiten hinsichtlich ihrer Größe und Ungewissheit ihrer Eintrittwahrscheinlichkeiten verbunden; 3. Der Technologielebenszyklus beeinflusst die Ausprägungen von Kosten und Nutzeneffekten;
4. Die Einführung neuer IT betrifft die Ablauf- und Aufbaustruktur der
In der modernen Wirtschaftsliteratur gibt es zurzeit keinen allgemeinen Begriff für Informationstechnologien als Investitionsgut 2 . Häufig bedient man sich des eher technischen Begriffes, der die Informationstechnologien als einen Satz von miteinander gebundenen computerbasierten Komponenten definiert, die Informationen zum Zwecke der Entscheidungs- und Kontrollunterstützung in einem Unternehmen sammeln bzw. gewinnen, verarbeiten, speichern und verteilen 3 . Jedoch scheint solche Definition des Untersuchungsgegenstandes unzureichend zu sein, weil sie die Fehlinterpretation wecken kann, dass es sich lediglich um die Beschaffung und Instandsetzung von Rechner und Software handelt, was allerdings nur ein Teil der Realität ist. Informationssysteme bestehen aus unzähligen Verbindungen unter verschiedenen Geschäftsprozessen und Datenflüssen, die sicherstellen, dass Daten aus einem Geschäftsbereich von einem anderen erreichbar sein können; sie helfen, überflüssige Aktivitäten zu vermeiden und bessere Entscheidungen zu treffen. Um das zu erreichen, muss man auf die gewaltigen organisatorischen Veränderungen eingehen. 4 Informationen, die früher von verschiedenen Systemen und verschiedenen Abteilungen und Funktionsbereichen bereitgestellt wurden, müssen nun integriert und für das ganze Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Die Geschäftsprozesse müssen eng integriert, die Arbeitsaufgaben neu gestaltet und neue Prozesse geschaffen werden. Die Mitarbeiter sind normalerweise unvorbereitet, ihre neue
1 Vgl. Schumann (1993), S. 168.
2 Aufgrund keiner klaren theoretischen und praktischen Trennung oder Widerspruch werden die Begriffe IT
und Informationssysteme in dieser Arbeit synonym verwendet.
3 Laudon und Laudon (2004), S. 14.
4 Vgl. Robey u. a. (2002), S. 37f.
5
Rolle einzunehmen. Die Organisationsmitglieder müssen sich das Wissen über die neuen Unternehmensregeln und Geschäftsprozesse aneignen sowie gleichzeitig das, was sie bisher anzuwenden gewohnt waren „verlernen“. Somit muss man die Investitionen in Technologie im Kontext eines komplexen Implementierungsprojekts betrachten 5 .
1.1. Definition des IT-Projektes
Der Begriff „Projekt“ beinhaltet zeitlich befristete außergewöhnliche Aufgaben, die relativ komplex und neuartig sind. 6 Projekte sind oft einmalig und benötigen funktionsübergreifendes Wissen. Ein IT-Projekt kann in folgenden Investitionsstufen vollzogen werden: 7
-Anfang: die Investition existiert als eine Möglichkeit (wahrscheinlich als Ergebnis einer früheren Investition);
-Wahrnehmung: die Investition wird als realisierbar wahrgenommen;
-Aufbau: die Investition wird durchgeführt;
-Betrieb: die Investition ist in Betrieb genommen und produziert direkt messbare sowie indirekte Erträge;
-Veralterung: die Vermögenswerte und Funktionalitäten der IT-Investition werden obsolet.
Van der Zee behauptet, dass die IT-Investitionen gemäß den Organisationszielen bewertet sein sollen. 8 Er unterscheidet fünf Typen oder Klassen der IT-Investitionen angesichts ihrer Verwendungszwecke in Unternehmen. Der erste Typ bezeichnet obligatorische Investitionen, erzwungen von behördlichen Vorschriften oder notwendig für den internen Geschäftsablauf in Unternehmen oder die IT-Anwendungen, die für die weitere Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind. In diesem Fall geht es um die Investitionen auf die ein Unternehmen eingehen muss, um zu überleben. Bei der Investitionsplanung wird große Aufmerksamkeit dem möglichst kostengünstigen Erwerb notwendiger IT Anwendungen geschenkt.
Den zweiten Typ bilden die IT-Investitionen, deren Ziel der Abbau und/oder das Vermeiden von Betriebs- und Arbeitskosten sowie die Überwachung der
5 Vgl. Brynjolfsson und Hitt, (1998), S. 52.
6 Vgl. Krüger (1993), Sp. 3559.
7 Vgl. Benaroch (2002), S. 52.
8 Vgl. Van der Zee (2002), S. 35ff.
6
Geschäftsprozesse ist. Ihr Wertbeitrag kann durch die Kosten, Qualität und Geschwindigkeit von internen Geschäftsprozessen ermittelt werden. Die dritte Klasse, die strategischen IT-Investitionen, bezwecken den nachhaltigen Wettbewerbsvorteil durch Neugestaltung von Geschäftsprozessen, dem Geschäftsumfeld und dem Geschäftsumfang. Die Kosten-Nutzen-Analyse muss in diesem Fall um das Risiko des organisatorischen und technologischen Scheiterns erweitert werden. Die Kriterien des langfristigen Erfolges, der strategischen Angemessenheit und des Wettbewerbsvorteils müssen auch berücksichtigt werden. Es sei zu betonen, dass bei diesem Typ der IT-Investitionen das Urteil der Unternehmensleitung eine kritische Rolle spielt. 9
Die vierte Klasse, die IT-Infrastruktur, bringt keine unmittelbaren Erträge, aber ermöglicht technisch die Erzielung von Erträgen von anderen Anwendungen. Es ist unmöglich den unmittelbaren Wert der Infrastruktur zu berechnen, weil er auf den Wert der von auf ihr aufgebauten Anwendungen bedingt ist.
Die fünfte Klasse ist die IT-Forschung, sie erlaubt dem Unternehmen mit dem technischen Fortschritt Schritt zu halten. Die Forschungsprojekte werden normalerweise pauschal finanziert und die Summe des Budgets sowie die Forschungsziele werden aus geschätzten zukünftigen Bedürfnissen der Organisation abgeleitet.
1.2. Kostenstruktur des IT-Projektes
Zum Zwecke der weiteren Analyse von IT-Projekten ist es sinnvoll, die Kosten von IT detaillierter darzustellen. Die in der Betriebswirtschaftslehre verwendeten Kostenbegriffe beruhen auf drei Kostenmerkmalen: 10 1. Mengenmäßiger Verbrauch an Gütern; 2. Sachzielbezogenheit des Güterverbrauchs; 3. Bewertung des sachzielbezogenen Güterverbrauchs.
„Unter betriebswirtschaftlichen Kosten versteht man den bewerteten sachzielbezogenen Güterverbrauch einer Abrechnungsperiode“ 11 . In Bezug auf die Wertkomponente unterscheidet man den wertmäßigen und pagatorischen Kostenbegriff. Der Letztere
9 Vgl. Van der Zee (2002), S. 36.
10 Vgl. Schweizer und Küpper 1995, S. 16.
11 Homburg (2002), Sp. 1051.
7
beschränkt sich ausschließlich auf die Auszahlungen, die ihrerseits stark von den aktuellen Anschaffungspreisen abhängen, und lässt die kalkulatorischen Kosten außer Acht. Aus diesem Grund wird der pagatorische Kostenbegriff als zu eng und ungeeignet für die Wirtschaftlichkeitsanalyse von Informations- und Kommunikationssystemen eingestuft. 12 Der wertmäßige Kostenbegriff vertritt die Idee, dass ein Kostenwert eine Lenkungsfunktion der Wirtschaftsgüter übernehmen soll und schließt auch die Kosten ein, die nicht zu Ausgaben führen, wie z. B. die Opportunitätskosten. Allerdings empfiehlt man im Kontext der Investitionsbewertung den entscheidungsorientierten Kostenbegriff zu verwenden. 13 Zwar orientiert sich dieser Begriff auch auf die Ausgaben, die das betrachtete Projekt ausgelöst hat, berücksichtigt jedoch nur die zukünftigen noch beeinflussbaren Kosten.
Für die Investitionsentscheidung ist es wichtig, die mit IT-Projekten verbundenen Kosten zu klassifizieren. Antweiler unterscheidet zwischen den einmalig und laufend anfallenden Kosten 14 . Diese Unterteilung ist wichtig für die Vorbereitung der Investitionsentscheidung sowie für die laufende Kostenkontrolle im Rahmen des Budgetierungsprozesses. Die einmalig anfallenden Kosten sind: 1. Erwerb oder Herstellung der Hard-und Software zzgl.
2. Nicht periodisierte Personalausgaben:
3. Schulung des technischen Personals und Benutzer:
12 Vgl. Antweiler (1995), S. 65
13 Vgl. Dörner (2003), S. 25
14 Vgl. Antweiler (1995), S. 68ff
4. Die Instandsetzungskosten der Hard- und Software zzgl. bereits erwähnter
5. Dienstleistungen von Beratungsunternehmen; 6. Kosten durch Ausfälle; 7. Umweltschutzkosten.
Die Kosten für die Leistungsbereitstellung und Instandhaltung stellen die laufenden Kosten dar. Dazu gehören: 1. Miet- und/oder Ratenzahlungen für Hard- und Software sowie Lizenzgebühren für Software;
2. Personalkosten:
-Lohn und Lohnnebenkosten für laufende Tätigkeiten;
-Kosten für weitere Schulungen der Mitarbeiter;
3. Wartung, Pflege und Anpassung der Systeme;
4. Kosten für Datenschutz und Datensicherheit;
9
5. Raumkosten;
6. Energie und Leitungskosten; 7. Kosten für Verbrauchsmaterialien.
Diese Klassifikation weicht von der Teilung in reversible und irreversible Kosten ab. Die irreversiblen bzw. sunk costs sind immer unternehmensspezifisch und lassen sich nach der Inbetriebnahme des Projektes nicht zurückgewinnen, z. B. durch Verkauf. 15 Sie haben einen Wert nur für das investierende Unternehmen. Die Net-Present-Value-Analyse betrachtet die irreversiblen Kosten als Ergebnis der vorläufigen Entscheidungen. Diese Kosten können nicht durch zukünftige Entscheidungen geändert werden und müssen somit in der Investitionsrechnung ausgelassen werden. 16 Im Rahmen dieser Arbeit stellen die irreversiblen Kosten eine Begleiterscheinung des IT-Projektes dar, die die zukünftige Entscheidungsflexibilität des Unternehmens verringert.
Im Rahmen der Investitionsentscheidung ist es auch zweckmäßig, die fixen und variablen IT-Kosten zu unterscheiden, wodurch man eine Kostenfunktion aufbauen kann. Die richtig aufgebaute Kostenfunktion, wünschenswert für jede Entscheidungsalternative, stellt ein wertvolles Instrument für die Erzielung potenzieller Skalenerträgen dar. 17 Die Kontrolle von IT-Kosten ist bei den meisten Organisationen immer schwieriger geworden, weil IT-Ausgaben in ihrer Höhe nicht unerheblich sind und ihre Wachstumsrate häufig unbekannt ist. 18 Der wichtigste Umstand, der die meiste Sorge für das Management bereitet, ist, dass der große Anteil von IT-bezogenen Kosten in Nutzerabteilungen als allgemeine Verwaltungskosten versteckt ist und deswegen nicht im zentralen Budget explizit als IT-Kosten widergespiegelt werden kann. Diese Tendenz steigt mit zunehmender Dezentralisierung der Organisation. Die dezentralen IT-Budgets enthalten auch nicht alle relevanten Kostenrechnungsdaten wie z. B. von Dritten bezogene IT-Dienstleistungen und Arbeitskosten für IT-bezogene Aktivitäten. 19 Obwohl es sich meistens um die laufenden Kosten handelt, kann die ungenügend kontrollierte Kostenentwicklung den erwarteten Wertbeitrag des IT-Projektes herabsetzen.
15 Vgl. Dixit und Pindyk (1995), S. 106.
16 Vgl. Brealey und Myers (2003), S. 122.
17 Vgl. West (1994), S. 77ff, Dewan u. a. (1998), S. 219ff.
18 Vgl. Van der Zee (2002), S. 11.
19 Ebenda
10
1.3. Quantitative und qualitative Aspekte der Nutzenermittlung
Der nächste Aspekt des IT-Projektes ist der Nutzen. „Unter dem Nutzen eines Gutes versteht man Art und Umfang der Fähigkeit eines Gutes, zur Bedürfnisbefriedigung eines Individuums zu dienen bzw. beizutragen und dessen Wohlbefinden zu steigern.“ 20 Vom strategischen Gesichtspunkt her besteht der Nutzen von IT aus absoluter Verbesserung der Unternehmenssituation und der Vorbeugung einer Verschlechterung der
Unternehmenssituation. 21 Zum Zwecke der Bewertung von IT-Projekten ist die Unterteilung in quantifizierbare und qualitative Nutzen von Bedeutung. Man interessiert sich inwieweit der IT-Nutzen sich in Geldeinheiten ausdrücken lässt. 22 Zu dem leicht quantifizierbaren Nutzen zählt man in erster Linie die Kostenersparungseffekte, z. B. Einsparung der Personalkosten, Entlastung des Personals von Routinetätigkeit, Eliminierung von Doppelarbeiten, Beschleunigung von Durchlaufzeiten im Bürobereich, den Entwicklungsprojekten, den Planungsprozessen usw. 23 Die Integration und Netzwerkeffekte, d.h. Telefon- und Videokonferenzen können auch Reisekosten einsparen.
Wesentlich schwerer wenn überhaupt zu quantifizieren sind die Flexibilität der Prozesse und Entscheidungen sowie Qualität von Produkten. Flexibilität bedeutet die Fähigkeit, innerhalb einer Zeitspanne mit gegebenen Mitteln eine bestimmte Änderung zu bewirken. 24 Der schnelle Zugang zu großen Datenbanken sowie die Möglichkeit, diese Daten schnell zu bearbeiten, befähigt die Anpassung von Produktionsplänen und verringert die Lagerbestände durch Abstimmung von Produktionsprozessen. In der Forschung und Entwicklungsphase des Produktes können die Fehler früher erkannt werden und die Mängel rechtzeitig behoben werden. Die Qualität der Managemententscheidungen, d.h. das richtige Erkennen der Situation bzw. des Problems und die Einleitung entsprechender Maßnahmen hängt von der Qualität vorhandener Informationen ab, die durch z. B. ERP-Systeme bereit gestellt werden können.
20 Harbrecht (1993), Sp. 271.
21 Vgl. Antweiler (1995), S. 76.
22 Vgl. Dörner (2003), S 17.
23 Vgl. Antweiler (1995), S. 86ff.
24 Vgl. Antweiler (1995), S. 91f.
11
1.4. Arten von IT-Risiken
Der dritte wichtige Faktor, den man bei der Bewertung von IT-Projekten berücksichtigen muss, ist das Risiko. Das Risiko entsteht beim Vorhandensein objektiver oder subjektiver Wahrscheinlichkeiten, d.h. der Unsicherheit bezüglich des Eintritts der Umweltzustände. 25 Die Risiken eines IT-Projektes fallen in drei Kategorien an: 26 Unternehmensspezifische Risiken beziehen sich auf die endogenen Faktoren innerhalb einer Firma und bestimmen die Fähigkeit, die erstrebten Vorteile wahrzunehmen: a) Finanzrisiken: die Geldmittel eines Unternehmens können nicht ausreichen,
b) Projektrisiken: die Erfahrung und Kenntnisse des Personals können
c) Organisatorische bzw. politische Risiken: das IT-Projekt kann scheitern an
Die unternehmensspezifischen Risiken können den first-move Vorteil untergraben und/oder Scheitern des Produktes auf dem Markt verursachen durch Zeitüberschreitungen oder Bereitstellung unreifer Technologie. Diese Risiken können auch die erwarteten Erträge vom internen Gebrauch von IT, z. B. Kosteneinsparungen beeinträchtigen. Wettbewerbsrisiken befinden sich unter Kontrolle der Konkurrenz und werden dadurch determiniert, ob die Konkurrenten präventive Maßnahmen vornehmen oder einfach die Technologie kopieren und sie verbessern. Das Verhalten von Konkurrenz kann die potenziellen Erträge des Unternehmens einbüßen. Marktrisiken betreffen alle Firmen, die das gleiche IT-Projekt einführen wollen: a) Umfeldrisiken: die Reaktion der Kunden, Lieferanten, Behörden auf das IT-
25 Vgl.Müller (1993), Sp. 3814.
26 Vgl. Benaroch (2001), S. 437.
Arbeit zitieren:
Dipl.-Kfm Roman Hinka, 2006, Methoden zur Bewertung von IT-Projekten, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Controlling: Methoden zur Bewertung von IT-Projekten ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Controlling: neuer Titel erschienen: Methoden zur Bewertung von IT-Projekten
Roman Hinka hat einen neuen Text hochgeladen
Real Options and Investment Under Uncertainty: Classical Readings and ...
Eduardo S. Schwartz, Lenos Trigeorgis
Real Options and Investment Under Uncertainty: Classical Readings and ...
Eduardo S. Schwartz, Lenos Trigeorgis
Real Options: Managing Strategic Investment in an Uncertain World
Martha Amram, Nalin Kulatilaka
The New Investment Theory of Real Options and Its Implication for Tele...
James J. Alleman, Eli M. Noam
0 Kommentare