Inhaltsverzeichnis
1) Geriatrische Rehabilitation 2
1.1) Der geriatrische Patient
1.2) Gesetzliche Rahmenbedingungen der geriatrischen Rehabilitation
1.3) Gestaltung und Ziele der geriatrischen Rehabilitation
1.4) Teamarbeit in der geriatrischen Rehabilitation
2) Soziale Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation 5
2.1) Rolle der Sozialen Arbeit im Team
2.2) Maßnahmen der Sozialen Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation
3) Soziale Arbeit und Nachsorgevorbereitung 7
4) Zukunft der Sozialen Arbeit in der geriatrischen Rehabilitation 9
Quellenverzeichnis 10
1) Geriatrische Rehabilitation
1.1) Der geriatrische Patient
Die geriatrische Rehabilitation ist eine spezielle Rehabilitationsform für Patienten mit höherem Lebensalter - in der Regel älter als 70 Jahre - mit einer geriatrietypischen Multimorbidität. Diese liegt vor, wenn multiple strukturelle oder funktionelle Schädigungen nach der International Classification of Functioning Disability and Health (ICF) mit mindestens zwei behandlungsbedürftigen Erkrankungen zusammenkommen, die von Relevanz für die Bewältigung des Alltags sind. Eine eingeschränkte Selbsthilfetätigkeit und drohende bestehende Pflegebedürftigkeit sind ebenfalls wichtige Punkte. Rehfeld und Runge definieren geriatrische PatientInnen wie folgt:
„Ein geriatrischer Patient ist ein älterer Patient, der durch die Wirkungen und Wechselwirkungen multipler Erkrankungen und Behinderungen in seiner Fähigkeit zur Selbstpflege und selbstständigen Alltagsbewältigung eingeschränkt oder bedroht ist. Seine gesundheitliche Situation muss multidimensional erfasst werden, d.h. Diagnostik und Interventionen müssen die körperliche und psychische Ebene sowie das personelle und materielle Umfeld in ihren Wechselwirkungen erfassen.“ (Rehfeld u. Runge 2001: 5). Geriatrische Krankheitsbilder und Syndrome können sein:
- Stürze, Gleichgewichts- und Gehstörungen
- Rehabilitation von Frakturen
- Rehabilitation von Arthrosen
- Rehabilitation der chronischen arteriellen Verschlusskrankheit und der ge- fäßbedingten Amputationen
- Rehabilitation des Parkinson-Syndroms
- Rehabilitation bei Sehstörungen
- Rehabilitation bei Hörstörungen
- Rehabilitation bei urologischen Problemen (Rehfeld u. Runge 2001: 268 ff.)
1.2) Gesetzliche Rahmenbedingungen der geriatrischen Rehabilitation
Im Gesundheitsstrukturgesetz vom 01.04.2007 wurde der Anspruch auf geriatrische Rehabilitation gestärkt und gewinnt durch das ab 01.07.2008 geltende Pflegeweiterentwicklungsgesetz (PfWG), insbesondere durch § 87 a Abs. 4 PfWG, weiter an Bedeutung. Allerdings bestehen für die betroffenen Menschen nach wie vor erschwerte Zugangsvoraussetzungen zur geriatrischen Behandlung und Rehabilitation, da es bundeslandspezifische, uneinheitliche Bestimmungen gibt. Es existiert zwar ein Anspruch alter, behinderter Menschen auf Rehabilitation, jedoch kein expliziter Anspruch auf Leistungen der geriatrischen Rehabilitation. Im Bereich der geriatrischen Rehabilitation wird zwischen ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung unterschieden. In den einzelnen Bundesländer ist die Gesetzesgrundlage für die geriatrische Behandlung unterschiedlich und wird teilweise nach als §39 SGB V der Krankenhausbehandlung zugerechnet, wie es z.B. in Berlin, Hamburg und Hessen der Fall ist. Dagegen gibt es Bundesländer, in denen dieser Leistungsbereich gemäß §40 SGB V der medizinischen Rehabilitation angehört, wie Baden-Württemberg, Bayern und anderswo. Mischformen existieren in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und dem Saarland (vgl. BAR 2006: 69f.).
1.3) Gestaltung und Ziele der geriatrischen Rehabilitation Gestaltet wird die geriatrische Rehabilitation durch:
- Generelle Durchführung eines geriatrischen Assessments (in mindestens fünf Bereichen: Mobilität, Kognition, Selbsthilfefähigkeit mit Barthelindex, Emotion, soziale Versorgung)
- Konsequente Teamarbeit
- Konsequente Durchführung aktivierender Pflege
- Regelmäßige Teamgespräche zur Abstimmung und Information innerhalb des therapeutischrehabilitativen Teams, moderiert von einem Arzt der Geriatrie
- Konsequente Angehörigenarbeit
- Umfängliches Entlassungsmanagement (Zippel 2009: 9)
Arbeit zitieren:
Sebastian Förster, 2009, Entlassungsmanagement geriatrischer Rehabilitation, München, GRIN Verlag GmbH
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