Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Theoretische Vorüberlegungen 3
2.1 Tiefenökologie 4
2.2 Anthropozentrismus 6
3. Praxisbezogenheit der Tiefenökologie 7
Literaturliste 13
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1. Einleitung
Da Umweltdiskussionen in der Praxis immer bedeutsamer werden, wie man leicht an den Konferenzen in Kioto und dem Rest der Welt und deren Beschlüssen erkennen kann, habe ich meine Hausarbeit besonders in Hinsicht auf diesen Aspekt ausgelegt. Vor allem die Jugend von heute sollte besonders darauf bedacht sein, mit ihrer Umwelt in einer respektvollen Art und Weise umzugehen. Leider ist dies auf Grund mangelnder Vorbildwirkung seitens der Eltern, anderer Erziehungspersonen und der Politiker des Landes jedoch oft nicht der Fall. Gerade die Politik könnte durch eventuelle Vorsichtsmaßnahmen, Gesetzesbeschlüsse, etc. einen erheblichen Anteil an der Verbesserung der Situation leisten. Die sich häufenden Naturkatastrophen wie beispielsweise der Tsunami vor der Küste Indonesiens oder die vermehrt auftretenden Hurrikans im Atlantik und dem Golf von Mexiko sollten auch den Politikern der betroffenen und denen der helfenden Länder ein Warnzeichen und nicht zuletzt auch Anreiz sein, ihre umweltpolitische Einstellung gegebenenfalls zu ändern. Zwar gab es Konferenzen um die umweltpolitische Situation zu besprechen, aber in meinen Augen reagierten die politischen Vertreter der betroffenen Länder wieder einmal viel zu spät. Wie eine praktische Umsetzung der Verbesserung der Situation im Folgenden geschehen könnte, ja vielleicht sogar auch sollte, und welche Ansätze es gibt eine solche Politik zu praktizieren, werde ich versuchen in meiner Arbeit darzustellen.
2. Theoretische Vorüberlegungen
Um sich ein Bild davon machen zu können in wie weit die Tiefenökologie im Sinne Naess und der allgemeine Anthropozentrismus in der Praxis umsetzbar sind, ist es sinnvoll sich mit beiden Themen in der Theorie zu befassen und auseinanderzusetzen. Im Folgenden werde ich die Tiefenökologie und den Anthropozentrismus getrennt voneinander betrachten, um dann mögliche Konsequenzen aus Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Gebiete für die
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Praxis ableiten zu können. Dabei werde ich auf die verschiedenen Argumente eingehen, welche den Umweltschutz notwendig machen.
2.1 Tiefenökologie
„Die Betonung liegt auf der Bekämpfung der tieferen Ursachen für Umweltverschmutzung und nicht einfach nur ihrer oberflächlichen, kurzfristigen Auswirkungen.“ 1
Naess beschreibt die Tiefenökologie als ein System von Ableitungen, welches sich aus mehreren Ebenen zusammensetzt. Die fundamentalste Ebene besteht dabei aus religiösen und philosophischen Grundprinzipien wie sie im Taoismus oder auch im Buddhismus zu finden sind.
Die zweite Ebene von der die Rede ist besteht aus 3 weiteren Prinzipien, welche für die gesamte Konzeption der Tiefenökologie von großer Wichtigkeit sind. Das erste Prinzip ist das Existieren eines inhärenten oder auch intrinsischen Wertes bezüglich allem menschlichem und nichtmenschlichem Leben. Dies ist auch das wichtigste Argument, welches Vertreter der Tiefenökologie vorbringen um den Umweltschutz zu rechtfertigen. Dieser Wert, der auch den nichtmenschlichen Lebensformen zugestanden wird, ist unabhängig von irgendwelchen Nutzen oder Zwecken, die dem Menschen zu Gute kommen würden. Umweltschutz ist also unabhängig davon, ob der Menschen einen Nutzen daraus ziehen kann oder nicht. Er geschieht der Umwelt zu Liebe. Die Lebensformen haben also einen Wert an sich selbst. Zur Verwirklichung dieses Wertes tragen vor allem Artenreichtum und Artenvielfalt bei. Eine Beeinträchtigung dieser Vielfalt ist im Allgemeinen nur erlaubt, wenn es zur Befriedigung von, für uns Menschen, lebensnotwendigen Bedürfnissen geschieht. Dieses Prinzip ist nach meiner Ansicht jedoch viel zu vage formuliert, weil nicht klar hervorgeht was unter lebensnotwendigen Bedürfnissen zu verstehen ist. Es wird keine genaue Grenze festgemacht welche Bedürfnisse zu den lebensnotwendigen gehören und welche nicht. Ein Mensch der seit seiner Geburt an den Computer, das Internet und ähnliches gewöhnt wird, könnte sich zum Beispiel niemals vorstellen
1Arne Naess: „Die Tiefenökologische Bewegung“ in: Angelika Krebs, „Naturethik“ S.182-210 Zitat: S. 194
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Arbeit zitieren:
Andreas Sommer, 2006, Zur Praxisbezogenheit der Tiefenökologie, München, GRIN Verlag GmbH
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