Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Der Kulturbegriff 4
3. Biographie Emile Durkheims 5
4. Arbeitsteilung 6
4.1 Die mechanische Solidarität 7
4.2 Die organische Solidarität 8
5. Durkheims Einfluss auf die Kulturwissenschaft 9
5.1 Die elementaren Formen des religiösen Lebens 10
6. Fazit 12
7. Literaturverzeichnis 13
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1. Einleitung
Da Kulturtheorie einen theoretischen Entwurf zum Verständnis von Kultur darstellt und somit im „Schnittpunkt“ vieler verschiedener Wissenschaften steht, wie zum Beispiel Ethnologie, Soziologie, Anthropologie, oder auch Politikwissenschaften, wird deutlich, dass Kulturtheorie an sich sehr stark von anderen Disziplinen beeinflusst wird. Das grundlegende Verständnis über die Gesamtheit menschlichen Zusammenlebens im sozialen Umfeld steht dabei im Vordergrund. In Kulturtheorien sollen theoretische Grundlagen erarbeitet werden, um das Verständnis von Kulturen zu erweitern, dabei werden andere Kulturen gewissermaßen beobachtet. Der Begriff „Theorie“ kommt vom griechischen und bedeutet: beobachten, betrachten oder auch anschauen. Nun gibt es äußerst viele Theoretiker, oder Wissenschaftler, die das Verständnis der Kulturtheorie mit ihren Anschauungen beeinflussten. Inwieweit dies von statten ging soll im Folgenden beschrieben werden. Dabei soll eine Auseinandersetzung mit dem einflussreichen Soziologen „Emile Durkheim“ geschehen, um so seine Gedankengänge veranschauliche zu können. Was genau macht seine Theorie aus? In welche Zeitspanne ist diese einzuordnen? Wo und unter welchen Umständen entstand diese Theorie? Zu allererst soll eine Definition dessen entstehen, was Kultur genau ausmacht. Was umfasst Kultur, wodurch entsteht Kultur, worauf basiert diese und wodurch wird Kultur vermittelt. Anschließend erfolgt eine Biographie Emile Durkheims, um ein Verständnis dieser Person erlangen zu können. Vor allem seine Analyse der sozialen Arbeitsteilung soll im weitesten Sinne dargestellt werden. Was genau ist mechanische und solidarische Arbeitsteilung und worin liegen nach Durkheim die Ursachen darin? Wenn diese Faktoren geklärt sind, kann der nächste Punkt eingeleitet werden, nämlich wie sich seine Theorie in der gegenwärtigen Kulturtheorie auszeichnet. Inwieweit beeinflusste Emile Durkheim durch seine theoretischen Ansätze die Entwicklung der Kulturwissenschaft? Hierbei wird vor allem deutlich werden, dass der so genannte Funktionalismus seinem Einfluss unterlag. Mit seinen Regeln der soziologischen Methode, seinen Studien über die soziale Arbeitsteilung und die elementaren Formen religiösen Lebens legte er die Grundlagen für eine strukturalistisch-funktionalistische Denkweise und war somit auch Vorläufer für Claude Levi Strauss’, Michel Foucault oder Pierre Bourdieu. Nach welchen Prinzipien dies verlief, soll im Folgenden genauer betrachtet werden, wobei eine genauere Definition des Funktionalismus dabei eine Rolle spielen wird.
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2. Der Kulturbegriff
„Kultur, so heißt es einmal, sei einer der schlimmsten Begriffe, die je gebildet wurden - und die Beobachtung von Religion oder Kunst als Kultur habe verheerende Folgen gehabt.“ 1 Nach diesem Zitat, sollte relativ deutlich geworden sein, wie komplex und wie enorm die Schwierigkeit ist, einen genauen „Kulturbegriff“ herzustellen. Selbst Luhmann hat sich nur an wenigen Stellen explizit zum Kulturbegriff geäußert und mit seinem oben genannten Zitat verdeutlicht er seine Skepsis gegenüber dessen Ergiebigkeit. Kultur umfasst nach heutigem Verständnis die Materielle und die nichtmaterielle Welt. Dazu gehören Güter, genauso wie auch Ideen, Ideologien oder Innovationen. Kultur entsteht durch soziales handeln, die Interaktionen beinhalten Kommunikation und Beziehungen. Kultur basiert auf das Wirklichkeitsverständnis. Das Wirklichkeitsverständnis wird durch Symboliken und Zeichen verdeutlicht. Kultur ist Bedeutung, die durch den subjektiven Sinn, wie Werte und Normen ausgezeichnet wird. Vermittelt wird Kultur durch soziale Verbreitung. Hierfür nötig ist gesellschaftliche Akzeptanz, Rituale, oder auch Traditionen. Der Kulturbegriff, wie er heute gebraucht wird, zeichnet sich durch seine inhaltliche Breite aus. „Wir sprechen von Kulturpolitik, Kulturphilosophie, Kulturbewusstsein, Kulturkreisen, Kulturnationen, von Subkultur, Geisteskultur, Massenkultur, Industriekultur, Bodenkultur und streiten über Leitkultur.“ 2 Betrachtet man Kultur im ethnologischen Sinne, umfasst der Begriff die Gesamtheit der sozialen, politischen und künstlerischen Lebenssituationen eines Volkes. Weiter heißt es, dass der Begriff „Kultur“ von dem lateinischen Wort „cultura“ abstammt, welches von dem Verb „colere“ (hegen, pflegen, bebauen) abgeleitet wurde. Der Begriff „cultura“ bezieht sich mehr auf die Pflege von Ackerbau, jedoch kann hierzu eine Metapher zum gesellschaftlichen Kulturbegriff angewandt werden. „Sowohl bezüglich des Ackerbaus als auch des menschlichen Geistes sind Anstrengungen erforderlich - etwas bereits Vorhandenes wird durch Arbeit veredelt und verbessert.“ 3 Nach Emile Durkheim sind Kultur und Gesellschaft ineinander vielfältig verschränkt und verschachtelt. Folgendes Zitat untermauert seine Gedanken: „Als Kultur legt sich jede Gesellschaft (…) in eine Vielfalt von Bereichen, Ebenen, Kräften, Aspekten und Einrichtungen auseinander, die sich teils verflechten und überschneiden, teils verwerfen und verdrängen. Selbst die interne und dynamische Logik der kulturellen Bedeutungssysteme bleibt gegenüber dem Handelnden
1 Günter Burkart und unter Runkel, 2004, S. 14
2 Anne Löchte 2005, S. 27
3 Anne Löchte 2005, S. 27
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Arbeit zitieren:
Rebecca Ganci, 2009, Emile Durkheim , München, GRIN Verlag GmbH
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