1.2 Die Arten von Staatseinnahmen
Zur Finanzierung der Aufgaben (Investitionen, Personal, Sozialleistungen, Subventionen) verfügt der Staat über verschiedene Einnahmequellen:
- Gebühren: - Entgelt für beanspruchte Leistungen staatlicher Einrichtungen
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- Kredite: - wenn die bisher genannten Einnahmen nicht ausreichen
1.) Definieren Sie den Begriff
Steuern!
2.) Alfons Mustermann ist Inhaber einer kleinen Unternehmung, verheiratet und hat
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2 Die Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)
Das Deutsche Reich führte 1916 zum Bewältigen der Kriegslasten die sog. Warenumsatzsteuer ein. Aus dieser ging 1918 die allgemeine Umsatzsteuer hervor. Der Steuersatz stieg von 0,5 % (1918) auf 2 % (1935), 3 % (1946) auf 4 % (1951).
Bis 1967 wurde die Umsatzsteuer als Bruttoumsatzsteuer erhoben. D. h., bei jedem Verkaufsvorgang wurde die Umsatzsteuer auf den augenblicklichen Gesamtwert erhoben, sodass bereits umsatzversteuerte Vorleistungen erneut und wiederholt belastet wurden.
→ Folie ”Die Bruttoumsatzsteuer”
Der Endverbraucher zahlt für die Möbel 3.500,00 €.
Der Steueranteil beträgt 273,08 € (= 7,80 %).
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Das Erheben der Umsatzsteuer nach diesem Allphasen-Brutto-Prinzip wirkte wettbewerbsverzerrend. Waren, die auf dem Weg zum Endverbraucher mehrere Unternehmen (da mehrere Produktionsstufen) durchliefen, waren wesentlich höheren Steuerbelastungen unterworfen als Waren, die weniger oder nur ein Unternehmen durchlaufen. Für Unternehmen mit nachgelagerten Produktionsstufen wurde ein Anreiz zum Zusammenschluss geschaffen, um Umsatzsteuer zu sparen. Dieser wettbewerbspolitisch problematische Anreiz wurde mit dem Umsatzsteuergesetz von 1967 beseitigt.
Seit 1.1.1968 wird in Deutschland die Nettoumsatzsteuer erhoben. Seitdem wird der Ausdruck „Umsatzsteuer“ gleichbedeutend mit Mehrwertsteuer verwendet.
Die Mehrwertsteuer sorgt dafür, dass alle Waren und Dienstleistungen mit der gleichen prozentualen Steuerbelastung beim Endabnehmer ankommen. Im Gegensatz zur Bruttoumsatzsteuer ist die Mehrwertsteuer wettbewerbsneutral. Dies wird durch den so genannten Vorsteuerabzug erreicht. Der Verkäufer einer Ware stellt den Kunden die auf den Warenwert entfallende Umsatzsteuer in Rechnung. Diese Umsatzsteuer führt er aber nicht vollständig an das Finanzamt ab, sondern verrechnet sie mit der durch seine Zahlungen an die Lieferanten bereits abgegoltenen Umsatzsteuer (der Vorsteuer). Für den Fall, dass im betreffenden Abrechnungszeitraum mehr Umsatzsteuer im Einkauf als Umsatzsteuer im Verkauf anfielen (z. B. vor Geschäftseröffnung), kann er beim Finanzamt den Vorsteuerüberschuss geltend machen.
Als Zahllast wird die an das Finanzamt zu zahlende Differenz zwischen Umsatzsteuer im Verkauf und Umsatzsteuer im Einkauf bezeichnet.
Die Mehrwertsteuer ist eine indirekte Steuer, weil Steuerzahler (auch: Zahlungsverpflichteter, Steuerschuldner) und Steuerträger (wirtschaftlich Belasteter, Steuerpflichtiger) nicht identisch sind.
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Auf jeder Handelsstufe wird letztlich nur der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen Warenwert und den auf früheren Stufen erbrachten Vorleistungen - also nur für die jeweilige Wertschöpfung, dem Mehrwert - besteuert.
Sägewerk
verkauft Bretter
Möbelfabrik Warenpreis
verkauft Möbel
Großhändler Warenpreis
verkauft Möbel
Warenhaus
verkauft Möbel
Der Endverbraucher zahlt für die Möbel 3.500,00 €.
Der Steueranteil beträgt 558,82 € (19 %).
Jedes Unternehmen (hier: Sägewerk, Möbelfabrik, Großhändler und Warenhaus) muss die Umsatzsteuer (hier: 79,83 €, 95,80 €, 143,70 € und 239,49 €) auf seine Mehrwertschöpfung (Zahllast) an das Finanzamt abführen.
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3 Die Steuersätze für die Mehrwertsteuer
In Deutschland gelten folgende Mehrwertsteuersätze:
0 % umsatzsteuerbefreit
- Bundespost (ohne Personenverkehr) - Umsätze im Post- und Fernmeldeverkehr - Bankumsätze
- Umsätze von Bausparkassen- und Versicherungsvertretern - Ausfuhrlieferungen - Beförderungen auf Wasserstraßen
- Eintritt für Konzerte, Museen, Theater, Zoo, öffentl. botanische Gärten - Honorare von Ärzten, Zahnärzten, Hebammen und Krankengymnasten - Miete und Pacht sowie Verkauf von Wohnungen und Grundstücken
7 % ermäßigter Steuersatz für wichtige Güter des täglichen Bedarfs - Grundnahrungsmittel ==> sozialer Gesichtspunkt: lebensnotwendig - Außer-Haus-Lieferung von Speisen (In Gaststätten 19 %!) - Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und Noten - Fahrkarten im Personennahverkehr sowie Taxiverkehr - Theateraufführungen und Konzerte - Bundespost (Personenverkehr)
19 % normaler Steuersatz (auch: allgemeiner Steuersatz, Regelsteuersatz) - Luxus-Lebensmittel - Getränke - Dienstleistungen - die meisten Waren und Güter
Der Unterschied zwischen 19 % und 7 % MwSt. bei Außer-Haus-Lieferung von Speisen (Auf Getränke werden immer 19 % MwSt. erhoben!) ergibt sich aus den „besonderen Vorleistungen“, die der Gastronom (z. B. Party-Service, Catering, Verpflegungsleistungen in Schulen) über die reine Lieferung der Speisen hinaus bietet, z. B. das Bereitstellen von Stühlen, Tischen und Geschirr, das Ausgeben oder Servieren der Speisen, das Reinigen der Tische, Stühle und des Geschirrs. Dagegen zählen Verkaufstheken und Tresen, Ablagebretter an Kiosken, Verkaufsständen und Würstchenbuden nicht als besondere Vorrichtungen!
Entwicklung des Normalsatzes für die Mehrwertsteuer in Deutschland:
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Mehrwertsteuersätze in den EU-Ländern:
3.) Berechnen Sie für folgende Rechnungsbeträge und folgende Steuersätze
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4.) Erläutern Sie die Begriffe
Vorsteuer
und
Zahllast!
5.) Auf der Rechnung steht „23,70 €, davon 3,78 € (19 %) Mehrwertsteuer“.
6.) Der Rechnungsbetrag für einen Einkauf lautet einschließlich der 19 % USt.
7.) In einem Fast Food-Restaurant kostet ein Big Mac 2,99 €. Berechnen Sie die
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8.) Warum bezeichnen die Unternehmen die Umsatzsteuer als „durchlaufenden
9.) Welcher Umsatzsteuersatz wird für folgende Geschäftsvorfälle in der
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4 Das Buchen der Umsatzsteuer
4.1 Das Besteuern des Mehrwertes
Die Unternehmen müssen auf den Ausgangsrechnungen die Umsatzsteuer gesondert ausweisen.
Die Umsatzsteuer auf der Ausgangsrechnung ist eine Schuld ggb. dem Finanzamt. Die Umsatzsteuer auf der Eingangsrechnung (auch: Vorsteuer) ist ein Guthaben ggb. dem Finanzamt.
Die Differenz zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer ist die Umsatzsteuer-Zahllast, die an das Finanzamt abzuführen ist.
Für den (seltenen) Fall, dass im Abrechnungszeitraum mehr Umsatzsteuer im Einkauf als Umsatzsteuer im Verkauf anfielen (z. B. vor Geschäftseröffnung), kann man beim Finanzamt Vorsteuerüberschuss geltend machen.
Besteuerung des Mehrwertes: die Wertschöpfung
Der Endverbraucher bezahlt also inklusive der 19 % Mehrwertsteuer 59,50 €.
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4.2 Der Vorsteuerabzug
Die Unternehmen (hier: Produktion und Handel) führen die Umsatzsteuer-Zahllast (hier: 3,80 € und 5,70 €) an das Finanzamt ab.
Also: Die Unternehmen zahlen die Mehrwertsteuer.
Die Endverbraucher tragen die Mehrwertsteuer.
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4.3 Das Buchen der Umsatzsteuer
Buchen der Vorsteuer:
Das Handelsunternehmen legt
eine Rechnung (AR 4711) an den Endverbraucher:
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4.4 Das Buchen der Umsatzsteuer-Zahllast
Jeweils am Ende des Umsatzsteuervoranmeldezeitraums wird der Saldo des Kontos Vorsteuer auf das Konto Umsatzsteuer übertragen, um die Zahllast zu ermitteln:
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5 Die Angaben auf einer Rechnung
Laut Umsatzsteuergesetz § 14 Absatz 4 muss eine Rechnung folgende Angaben enthalten:
1. den vollständigen Namen und die vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers,
2. die vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt.-IdNr. oder UID, bei Einfuhr von Waren aus anderen EU-Ländern),
3. das Ausstellungsdatum,
4. eine fortlaufende Nummer, die einmalig vergeben wird (Rechnungsnummer),
5. den Umfang und die Art der Leistung,
6. den Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung,
7. das Netto-Entgelt für die Lieferung oder Leistung,
8. den Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag.
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1 Der Begriff und die Bedeutung
a) Der Begriff „Controlling“
Controlling (engl. „to control“ = dt. „kontrollieren“, im Sinne von steuern, führen) unterstützt Führungskräfte beim Planen, Steuern und Kontrollieren des Betriebes.
Typische Controllingfragen während der Planungsphase:
- Sind die Ziele klar definiert? - Werden die Ziele von den Beteiligten akzeptiert? - Sind die angenommenen Voraussetzungen (Szenarien) realistisch? - Sind die vorgesehenen Maßnahmen (Produkte, Projekte) geeignet? - Sind die Maßnahmen im erforderlichen Umfang und detailliert genug durchgeplant?
- Werden alle wichtigen Störfaktoren berücksichtigt? - Ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis akzeptabel?
Typische Controllingfragen während der Umsetzungsphase:
- Hat die Führung den Umsetzungsprozess „im Griff“? - Werden die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt? - Funktioniert das Frühwarnsystem (Berichtswesen) so, dass notfalls rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden können? - Wo liegen Schwerpunkte, wo gibt es Engpässe?
Typische Controllingfragen während der Kontrollphase:
- Wird ausreichend kontrolliert?
- Sind alle Kontrollen der Abläufe und alle Kontrolleinrichtungen wirtschaftlich? - Werden Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, deren Erkenntnisse an die richtigen Stellen weitergeleitet und dort richtig verarbeitet?
b) Die Bedeutung des Controllings
Jedes (Gastronomie-)Unternehmen möchte auch in Zukunft bestehen und erfolgreich sein. Dazu ist neben der fachlichen Kompetenz vor allem die Qualität der betriebswirtschaftlichen Entscheidungen bedeutsam.
Alle wichtigen Entscheidungen im Unternehmen müssen vorbereitet, geplant, gesteuert und hinsichtlich ihres Erfolges kontrolliert und bewertet werden (Soll-Ist-Vergleich).
Bei Notwendigkeit sollte nach dem Soll-Ist-Vergleich die Planung revidiert werden.
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Arbeit zitieren:
Dr. Bommhardt, 2011, Controlling - ein Überblick, München, GRIN Verlag GmbH
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