Inhaltsverzeichnis
I Einleitung 3
II La escritura o la vida 4
II.1 Die Entstehung 4
II.2 La escritura o la muerte. 6
II.3 Der Blick 7
II.4 Das Erzählen 9
III Schlussbetrachtung 11
IV Literaturverzeichnis 13
-2-
I Einleitung
(...). Mit seinen zumeist autobiografisch motivierten, seine KZ-Erfahrungen ebenso wie seinen Kampf gegen die Francodiktatur thematisierenden Romanen zählt der vorwiegend in französischer Sprache schreibende Autor zu den wichtigsten Repräsentanten der spanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. (...). (MSN Encarta)
Jorge Semprún wurde am 10. Dezember 1923 geboren. Nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges 1936 emigrierte die republikanische Familie Semprún zunächst in die Niederlande und anschließend nach Paris. Nach dem Abitur fing Semprún ein Literatur-und Philosophiestudium an der Pariser Sorbonne an; bevor er sich 1941 der Résistance anschloss und kurz darauf in die Kommunistische Partei (KP) Spaniens eintrat. 1943 wurde er von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager Buchenwald deportiert. 1945 kehrte er aus der Gefangenschaft nach Paris zurück, um zunächst als Übersetzer für die UNESCO zu arbeiten. Ab 1953 beteiligte er sich als Mitglied des Zentralkomitees der spanischen Exil-KP an der Organisation des Widerstandes gegen die Francodiktatur und leitete von 1957 bis 1962 die Untergrundarbeit der Kommunistischen Partei in Spanien. Aufgrund seiner Kritik am stalinistischen Führungsstil innerhalb der spanischen KP wurde er 1964 aus der Partei ausgeschlossen und arbeitet seitdem als freier Schriftsteller in Paris. Sein Romandebüt gab Semprún mit Le grand voyage (1963; El largo viaje), in dem er sich mit der eigenen Deportation ins Konzentrationslager auseinandersetzt. Die Aufarbeitung der KZ-Erlebnisse sowie seine Zeit als KP-Mitglied finden sich auch in seinen weiteren Werken wieder. So beispielsweise seine autobiographischen Erinnerungen in L’Écriture ou la vie (1994; La escritura o la vida), die nach einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Buchenwald im Jahr 1992 entstanden. Die KZ-Erfahrung blieben traumatisch für sein ganzes Leben und die Erinnerungen an das Konzentrationslager - Erinnerungen, die sein ganzes Leben bestimmten. Sie überfielen ihn bei einem besonderen Essen oder beim Klang eines Namens. Semprún hat über das Schreiben und die Literatur die eigene Erinnerung zugelassen und im Zaum gehalten. Er erkannte nach seiner Befreiung aus dem KZ, dass die unmittelbare literarische Verarbeitung seiner Erlebnisse ihn töten würde. Daher ließ er ein angefangenes Buchprojekt unvollendet und entschied sich für das Leben. So auch der Titel seines Buches La escritura o la vida.
-3-
Leben und Schreiben bilden bei Semprún, so wie bei kaum einem anderen Autor, eine untrennbare Einheit. Eigene Erinnerungen, das autobiografische Material, aus dem er seine Texte formt, werden auf unterschiedliche Weise genutzt, ohne dabei allerdings auf Experimente zu verzichten. Semprún geht es dabei um eine tiefere, essenziellere Wahrheit, das Aufdecken von Zusammenhängen und Möglichkeiten, die eine Wahrscheinlichkeit jenseits der faktischen Richtigkeit erkennen lassen. Das gesamte literarische Werk Semprúns scheint wie ein fortschreitender Prozess der Bewusstwerdung über das eigene Leben, wobei er sich sich um die Themen Buchenwald und sowie sein politisches Engagement dreht (z. B. Autobiografía de Federico Sánchez, Veinte años y un día).
Die Erinnerung und das Erinnern 1 stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit. Dazu werde ich meine Untersuchungen auf La escritura o la vida fokussieren und mich darauf konzentrieren, wie das Unauslöschliche - die Erinnerung an das KZ - in dem Werk literarisch verarbeitet worden ist. Dabei beziehe ich zumeist auf Neuhofer.
II La escritura o la vida
Nach seiner Befreiung aus dem KZ Buchenwald stand Jorge Semprún vor der Entscheidung zu leben oder zu schreiben: Er entschied sich gegen das Schreiben. Später revidierte er dann seinen Entschluss, und dieses Buch ist der Versuch, mit den immer wieder auftretenden Albträumen und Schreckensbildern fertig zu werden.
II.1 Die Entstehung
Es ist generell anzunehmen, dass für Semprún das Leben (das ja auch im Titel des Buches benannt wird) einen höheren Stellenwert besitzt als der Tod, und wie er selbst sagte, hat er sich nach Buchenwald mit jedem Tag ein Stück weiter vom Tod entfernt. Er wagt sogar von einer Art der Unsterblichkeit zu sprechen. Doch der 11. April 1987 soll erneut einen Wendepunkt in seinem Leben darstellen. Am nächsten Morgen, an einem
1 Einen Überblick zu Begriffen Erinnerung und Gedächtnis bietet Neuhofer 2006: 17-86
-4-
Arbeit zitieren:
Stefanie Feller, 2007, "La escritura o la vida" von Jorge Semprún - Darstellung der KZ-Thematik in der Literatur, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
El Destino de La Palabra: de La Oralidad y Los Codices Mesoamericanos ...
Miguel Leon Portilla
El Viaje de La Escritura: Richard F. Burton y El Este de Africa
Alejandro J. De Oto, Alejandro J. De Oto
0 Kommentare