I. Inhaltsverzeichnis
I. Inhaltsverzeichnis 2
II. Abbildungsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
1.1 Themenhinführung und Fragestellung 4
1.2 Quellenlage und Forschungsstand 4
1.3 Vorgehensweise 6
2. Rahmenbedingungen in China 7
2.1 Geographische und kulturelle Rahmenbedingungen. 7
2.2 Politische Rahmenbedingungen 10
2.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 12
2.4 Rechtliche Rahmenbedingungen 18
3. Indien 23
3.1 Geographische und kulturelle Rahmenbedingungen. 23
3.2 Politische Rahmenbedingungen 25
3.3 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 26
3.4 Rechtliche Rahmenbedingungen 34
4. Fazit 38
III. Literaturverzeichnis 42
IV. Onlinequellenverzeichnis 47
2
II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Aufbau der Arbeit .................................................................................... 6 Abbildung 2: Übersichtskarte China .............................................................................. 7 Abbildung 3: Durchschnittliche Wachstumsraten des chinesischen BIP zwischen 1988
und 2008 in Prozent...................................................................................................... 13 Abbildung 4: Entwicklung des Bestands realisierter ausländischer Direktinvestitionen
in China zwischen 1985 und 2008 ............................................................................... 15 Abbildung 5: Sektorale Struktur des chinesischen BIP im Jahr 1990 und 2008 in
Prozent .......................................................................................................................... 16 Abbildung 6: Übersichtskarte Indien ........................................................................... 23 Abbildung 7: Jährliche Wachstumsraten des indischen BIP zwischen 1991 und 2008
in Prozent...................................................................................................................... 27 Abbildung 8: Die sektorale Verschiebung in der indischen Volkswirtschaft von 1997
bis 2008 in Prozent ....................................................................................................... 28 Abbildung 9: Entwicklung des Bestands realisierter ausländische Direktinvestitionen
in Indien zwischen 1985 und 2009 ............................................................................... 30 Abbildung 10: Privatinvestitionen in die indische Infrastruktur (in Mio. US-Dollar) . 32 Abbildung 11: Geplante staatliche Infrastrukturinvestitionen bis 2012 (in Mio. US -
Dollar).......................................................................................................................... 34 Abbildung 12: Wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen China und Indien ............... 39 Abbildung 13: Wesentliche Unterschiede zwischen China und Indien ....................... 40
3
1. Einleitung
1.1 Themenhinführung und Fragestellung
Der Volksrepublik China und Indien kommt in der Zukunft eine immer größere Bedeutung zu. Eine Prognose von Wilson/Purushothaman (2006) 1 hat ergeben, dass China etwa im Jahr 2040 zur weltweit größten Volkswirtschaft aufsteigen wird. Ebenso wird Indien eine sehr dynamische Entwicklung vorausgesagt: Zwischen 2030 und 2040 wird die indische Volkswirtschaft die Leistungsfähigkeit Japans übersteigen und zur drittgrößten Volkswirtschaft hinter China und den USA aufsteigen. Für das Jahr 2050 wird vermutet, dass China mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von fast 50.000 Mrd. US-Dollar mit großem Abstand die weltweit größte Wirtschaftsleistung erbringen wird. Indien hingegen folgt mit ca. 28.000 Mrd. US-Dollar auf dem dritten Rang.
Diese Zahlen veranschaulichen, dass den beiden asiatischen Staaten eine zunehmende Bedeutung in der Weltwirtschaft zugesprochen wird. Deshalb wird ein Engagement in den beiden aufstrebenden Nationen für Unternehmen immer wichtiger. In diesem Zusammenhang geht die vorliegende Arbeit der Forschungsfrage nach, unter welchen geographisch-kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen
Rahmenbedingungen einheimische und ausländische Unternehmen in China und Indien agieren. Dabei soll analysiert werden, welche Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen zwischen den beiden Ländern bestehen.
1.2 Quellenlage und Forschungsstand
Die Rahmenbedingungen in den beiden Nationen werden in einer Vielzahl wissenschaftlicher Publikationen aus verschiedenen Disziplinen thematisiert. Während z.B. in der betriebswirtschaftlichen Literatur 2 Markteintrittstrategien und Managementimplikationen diskutiert werden, behandeln kulturwissenschaftliche
1 Vgl. Wilson, Dominic/Purushothaman, Roopa, Dreaming with BRICs: The Path to 2050; in: Jain,
Subhash C. (Hrsg.), Emerging Economies and the Transformation of International Business,
Cheltenham 2006, S. 3-45, hier S. 6ff.
2 Vgl. z.B. Waldkirch, Karl, Geschäftserfolge in Indien. Erfolgsfaktoren erkennen, Perspektiven
entwickeln, Märkte erschließen, Wiesbaden 2006.
4
Veröffentlichungen 3 ausführlich kulturelle Eigenarten in beiden asiatischen Staaten. Sozialwissenschaftliche Werke, wie z.B. He 4 (2006) setzen sich dagegen kritisch mit den Reformprozessen in der jeweiligen Nation auseinander und debattieren die sozioökonomischen Auswirkungen auf die heimische Bevölkerung. Die zuvor vorgestellte Prognose von Wilson/Purushothaman (2006) spiegelt die Aktualität der Thematik wider. Der bisherige Literaturbestand ist daher nicht als abschließend zu betrachten.
Zu den zentralen Quellen des zweiten Kapitels, in welchem die Volksrepublik China analysiert wird, gehören die Ausführungen von Holtbrügge/Puck (2005) 5 . Aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive heraus geben die Autoren eine Einführung über die wesentlichen Rahmenbedingungen in China und leiten Implikationen für ein betriebliches Engagement im „Reich der Mitte“ ab. Sehr detailliert analysieren Becker/Straub (2007) 6 die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in der Volksrepublik. Kulturelle Unterschiede werden dagegen bei Zinzius (2007) 7 thematisiert. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden Strategien für Verhandlungen mit chinesischen Partnern sowie Vorschläge für ein effizientes Personalmanagement diskutiert.
Von besonderer Bedeutung für die Analyse der indischen Rahmenbedingungen sind die Ausführungen von Vermeer/Neumann (2008) 8 . Dabei handelt es sich um ein am Tagesgeschäft orientiertes Handbuch, in welchem die Verfasser auf die wesentlichen Rahmenbedingungen in Indien eingehen. Das F.A.Z.-Institut, Prödl & Partner sowie die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (2009) 9 liefern dagegen ein übersichtliches Nachschlagewerk, in welchem aktuelle Investitionsbedingungen
3 Vgl. hierzu beispielsweise Leonhard, Mark, Was denkt China?, München 2008.
4 Vgl. He, Qinglian, China in der Modernisierungsfalle, Bonn 2006.
5 Vgl. Holtbrügge, Dirk/Puck, Jonas F., Geschäftserfolg in China. Strategien für den größten Markt der
Welt, Berlin/Heidelberg 2005 (Im Folgenden zitiert als Holtbrügge/ Puck, Geschäftserfolg in
China).
6 Vgl. Becker, Helmut/Straub, Niels, Drachenflug. Wirtschaftsmacht China quo vadis?,
Berlin/Heidelberg 2007 (Im Folgenden zitiert als Becker/Straub, Drachenflug).
7 Vgl. Zinzius, Birgit, China-Handbuch für Manager. Kultur, Verhalten und Arbeiten im Reich der
Mitte, Berlin/Heidelberg 2007 (Im Folgenden zitiert als Zinzius, China-Handbuch für Manager).
8 Vgl. Manuel Vermeer/Clas Neumann, Praxishandbuch Indien. Wie Sie Ihr Indiengeschäft erfolgreich
managen Kultur verstehen, Mitarbeiter führen, Verhandlungen gestalten, Wiesbaden 2008 (Im
Folgenden zitiert als Vermeer/Neumann, Praxishandbuch Indien).
9 Vgl. F.A.Z.-Institut/Rödl & Partner/Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (Hrsg.),
Investitionsführer Indien 2009, Frankfurt a.M. 2009.
5
behandelt werden. Rothermund (2008) 10 stellt aus historischer Perspektive den Aufstieg Indiens dar, beschreibt die aktuelle Situation und wagt eine Prognose über die zukünftige Entwicklung des Landes.
1.3 Vorgehensweise
Um die Forschungsfragen zu beantworten, gliedern sich die vorliegenden Ausführungen in vier Kapitel. Wie Abbildung 1 verdeutlicht, soll in Kapitel 1, der Einleitung, die Problemstellung, der Forschungsstand und die Quellenlage sowie der Aufbau der Arbeit vorgestellt werden.
Abbildung 1: Aufbau der Arbeit
Eigene Darstellung, in Anlehnung an Kirchberg (2010) 11 .
10 Vgl. Rothermund, Dietmar, Indien. Aufstieg einer asiatischen Weltmacht, München 2008 (Im
Folgenden zitiert als Rothermund, Weltmacht Indien).
11 Vgl. Kirchberg, Dennis, Analyse der internationalen Unternehmenstätigkeit des Hauses Siemens in
Ostasien vor dem Zweiten Weltkrieg, Diss., Nürnberg 2010, S. 12.
6
Im Hauptteil, welcher den zweiten und dritten Gliederungspunkt beinhaltet, werden die geographisch-kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen in China (Kapitel 2) und Indien (Kapitel 3) analysiert. Abschließend erfolgt im vierten Gliederungspunkt ein knappes Fazit, in welchem eine Gegenüberstellung beider Staaten erfolgt und die Forschungsfrage beantwortet wird.
2. Rahmenbedingungen in China
2.1 Geographische und kulturelle Rahmenbedingungen
Die Volksrepublik China liegt im Osten Asiens und ist mit etwa 9,6 km² der flächenmäßig drittgrößte Staat der Erde. An seiner Ostküste besitzt das Land eine lange Seegrenze, während im Norden (Mongolei, Russland), im Westen (u.a. Kasachstan, Indien) sowie im Süden (z.B. Myanmar, Vietnam) zahlreiche Nationen an die Volksrepublik angrenzen. Topographisch ist China durch sehr vielfältige Oberflächenformen und Landschaften gekennzeichnet:
Abbildung 2: Übersichtskarte China
Quelle: http://www.worldmapnow.com/images/2009/11/china-map.gif, abgerufen am 08.10.2010.
Prägend für den Südwesten ist das Himalaya-Hochplateau, welches zu den größten Gebirgsketten der Erde gehört. Nach Osten hin fallen die Gebirgszüge immer weiter ab. Hier finden sich die Schwemmebenen des Yangtze sowie des Gelben Flusses,
7
welche zu den weltweit längsten Flüssen zählen. 12 Zudem existieren landesweit etwa 1.500 weitere Flüsse und Kanäle. Ferner verfügt die Volksrepublik über sehr große Flächen an Ackerland, Grasland, Wäldern, Ödland und Wüsten. 13 Diese topographischen Unterschiede führen dazu, dass sich China in insgesamt drei verschiedene Klimazonen unterteilt: Während der Osten durch den Monsun geprägt ist, herrschen im Norden sowie im Nordwesten kontinentale Bedingungen. Dagegen zeichnet sich der Südwesten aufgrund seiner Hochlage durch eine alpine Witterung aus. 14
Mit ca. 1,3 Mrd. Einwohnern ist China die bevölkerungsreichste Nation auf der Erde. Ethnisch zeichnet sich die Bevölkerung durch eine hohe Homogenität aus: ca. 92 Prozent der Einwohner sind Han-Chinesen, die restliche Bevölkerung teilt sich auf insgesamt 55 nationale Minderheiten, wie z.B. den Tibetern oder den Uiguren, auf. 15 Das religiöse Denken wird in China vor allem durch den Taoismus, den Konfuzianismus sowie den Buddhismus beeinflusst. Das Christentum und der Islam nehmen dagegen eine eher untergeordnete Rolle ein. 16 Landesweit gibt es 40 Städte mit mehr als einer Millionen Einwohnern. Die größte Stadt ist Shanghai mit einer Bevölkerung ca. 13,8 Mio. Bewohnern; als Hauptstadt fungiert Peking, welches sich im nordöstlichen Teil des Landes befindet. 17
Internationale Sozialindikatoren ordnen das „Reich der Mitte“ im weltweiten Vergleich im Mittelfeld ein: Im human development index der Vereinten Nationen, welcher unter Berücksichtigung von Faktoren wie z.B. der Lebenserwartung oder dem Bildungsniveau den Entwicklungstand einer Nation beurteilt, belegt die Volksrepublik von 182 Nationen den 92. Platz. 18 Der human poverty index, als Messgrad für das Ausmaß der Armut innerhalb einer Gesellschaft, weist China von
12 Vgl. Weggel, Oskar, China, 5., völlig neubearbeitete Auflage, München 2002, S. 15f.
13 Vgl. Vermeer, Manuel, China.de. Was Sie wissen müssen, um mit Chinesen erfolgreich Geschäfte zu
machen, 2.Auflage, Wiesbaden 2007 (im Folgenden zitiert als Vermeer, China.de), S. 44f.
14 Vgl. Kirchberg, Dennis, Analyse der internationalen Unternehmenstätigkeit des Hauses Siemens in
Ostasien vor dem Zweite Weltkrieg, Diss., Nürnberg 2010, S. 199.
15 Vgl. Holtbrügge/Puck, Geschäftserfolg in China, S. 9f.
16 Vgl. Sieren, Frank, Business Know-how China. So wird ihre Geschäftsreise zum Erfolg, Heidelberg
2007 (im Folgenden zitiert als Sieren, Business Know-how China), S. 51ff.
17 Vgl. Holtbrügge/Puck, Geschäftserfolg in China, S. 9f.
18 Vgl. United Nations Development Programme, Human Development Report 2009. Overcoming
barriers: Human mobility and development, New York 2009, S. 168.
8
135 bewerteten Ländern Rang 36 zu. 19 Erheblich Unterschiede zwischen den Geschlechtern werden durch den gender development index deutlich: Faktoren wie die Lebenserwartung bei der Geburt oder die Alphabetisierungsrate unter Erwachsenen belegen, dass Frauen in China deutlich schlechtere Möglichkeiten als Männern haben. Deshalb belegt die Volksrepublik in diesem Index nur den 75. Platz unter 157 Nationen. 20
Das Denken und Handeln in der Volksrepublik wird trotz des wirtschaftlichen Wandels nach wie vor durch tief verwurzelte kulturelle Normen bestimmt. Diese entstammen den traditionellen chinesischen Philosophien, zu welchen der Konfuzianismus, der Taoismus sowie die Ideen von Han Fei und Sun Tzu zählen. 21 Die wichtigsten Aussagen des Konfuzianismus betonen die große Bedeutung von persönlichen Netzwerken („guanxi“) 22 , das Konzept des Gesichts sowie die Vorstellung von Hierarchie. Die Lehre des Taoismus mit seinen Vorstellungen von Harmonie und Relativität sowie die Konzeption nach Han Fei, welche sich mit Motivation und Bestrafung auseinandersetzt und für eine Leistungsgesellschaft plädiert, bilden weitere wichtige Grundlagen der chinesischen Kultur. 23 Ebenso relevant erscheinen die Überlegungen von Sun Tzu, dessen Gedanken sich oftmals in der Strategie und Verhandlungsführung chinesischer Delegationen widerspiegeln. 24 Auf diesen Grundlagen basierend, weisen kulturelle Standards in China grundlegende Differenzen zur westlichen Normen auf. Dies wurde z.B. durch Hofstede 25 in seiner Studie über kulturelle Differenzen bei der amerikanischen Softwarefirma IBM veranschaulicht.
19 Vgl. United Nations Development Programme, Human Development Report 2009. Overcoming barriers: Human mobility and development, New York 2009, S. 177.
20 Vgl. United Nations Development Programme, Human Development Report 2009. Overcoming
barriers: Human mobility and development, New York 2009, S. 182.
21 Vgl. Holtbrügge/Puck, Geschäftserfolg in China, S. 28ff.
22 Beim „guanxi“ handelt es sich um ein langfristig aufzubauendes Gegenseitigkeitsverhältnis, in
welchem, nach einer Gefälligkeit von einem Akteur, von dem anderen Partner eine Gegenleistung
erwartet wird. Die Relevanz dieser Norm im politischen Geschehen wird auf S. 9 genauer
behandelt.
23 Vgl. Zinzius, China-Handbuch für Manager, S. 74.
24 Vgl. Holtbrügge/Puck, Geschäftserfolg in China, S. 32f.
25 Vgl. Kutschker, Michael/Schmid, Stefan, Internationales Management, 6. Auflage, München 2008,
716ff.
9
2.2 Politische Rahmenbedingungen
Die Volksrepublik China hat eine sozialistisch geprägte Verfassung, in welcher die Kommunistischen Partei (KPCh) eine zentrale Rolle einnimmt. 26 Charakteristisch für den Staatsaufbau in der Volksrepublik ist die enge Verflechtung zwischen staatlichen Institutionen und der KPCh. Obwohl es insgesamt acht verschiedene Parteien gibt, lässt sich die Staatsform als ein Einparteiensystem charakterisieren, da die anderen Parteien lediglich als „Juniorparteien“ der KPCh fungieren und somit nur eine sehr geringe Bedeutung besitzen. 27 Damit geht die 1982 eingesetzte Verfassung in ihren Grundzügen auf die von Mao im Jahr 1949 proklamierte und an der Sowjetunion orientierte Staatsordnung zurück. 28 Versuche, durch die Gründung weiterer Parteien zu einer politischen Pluralisierung beizutragen, wurden von der KPCh in der Vergangenheit konsequent unterbunden. Auch kritische Stimmen aus der Gesellschaft, wie z.B. durch den Regimekritiker Liao Yiwu, werden nach wie vor gezielt beobachtet und verfolgt, so dass eine freie politische Meinungsäußerung kaum möglich ist. 29 Ein kompromissloser und von der Partei gesteuerter Polizeiapparat sorgt zudem dafür, dass öffentliche Unmutsäußerungen unterbunden werden. Das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens (1989) oder auch der militärische Einsatz in Tibet (2008) illustrieren, dass hierzu notfalls auch Gewalt eingesetzt wird. 30
Enge Verflechtungen bestehen zwischen staatlichen Institutionen und der KPCh, da alle wichtigen Regierungspositionen und Verwaltungsposten durch Mitglieder der Partei besetzt werden. Der Generalsekretär, seit 2002 Hu Jintao, fungiert als Parteichef zugleich als Vorsitzender der Zentralen Militärkommission sowie als Staatspräsident. 31 Gesetzesentwürfe werden von Parteifunktionären in Absprache mit Regierungsvertretern erarbeitet und dem Nationalen Volkskongress, welcher als nationale Volksvertretung verfassungsgemäß das höchste Entscheidungsgremium darstellt, zur Abstimmung vorgelegt. Da die Volksvertreter getreu den Vorschlägen
26 Vgl. Sieren, Business Know-how China, S. 25.
27 Vgl. Hartmann, Jürgen, Politik in China. Eine Einführung, Wiesbaden 2006 (Im Folgenden zitiert als
Hartmann, Politik in China), S. 82.
28 Vgl. Heilmann, Sebastian, Charakteristika des politischen Systems; in: Informationen zur politischen
Bildung, Nr. 289, 2005, S 22-32, hier S. 23f.
29 Vgl. o.V., Flug in die Freiheit; in: Frankfurter Rundschau, 66. Jg.,. Nr. 215, 2010, S. 20f.
30 Vgl. Zinzius, Birigit, China Business. Der Ratgeber zur erfolgreichen Unternehmensführung im
Reich der Mitte, 2. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Berlin/Heidelberg 2006 (im
Folgenden zitiert als Zinzius, China Business), S.6f.
31 Vgl. Vermeer, China.de, S. 55.
10
Arbeit zitieren:
Daniel Siebert, 2011, Rahmenbedingungen in China und Indien, München, GRIN Verlag GmbH
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