Inhaltsverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis
Seite
Abbildungsverzeichnis II
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Problemstellung der Arbeit 1
1.1 Notwendigkeit und Problematik 1
1.2 Ziel der Arbeit. 2
1.3 Vorgehensweise. 2
2 Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie 3
2.1 Informationstechnologie, Produktivität und Produktivitätsparadoxon. 3
2.2 Erklärungsansätze zum Produktivitätsparadoxon. 5
2.3 Zusammenhang zwischen Produktivitätsparadoxon und IT-Investitions-
entscheidung 7
3 Neue Anforderungen an IT-Investitionsentscheidungen als Folge des
Produktivit ätsparadoxons. 8
3.1 Die Notwendigkeit einer erweiterten Betrachtung von IT-Investitionen 8
3.2 Berücksichtigung des Faktors Mensch bei der Investitionsentscheidung 9
3.3 Die Anwendung erweiterter Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen 12
3.3.1 Die Probleme klassischer Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen. 12
3.3.2 Anforderungen an moderne IT-Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen 13
3.3.3 Ein Beispiel zur Entstehung eines Produktivitätsparadoxons
aufgrund mangelhafter Wirtschaftlicheitsbeurteilungen 15
4 Der Ansatz des vernetzten Wirtschaftlichkeitsdenkens als Beispiel eines
erweiterten Wirtschaftlichkeitsansatzes. 16
5 Zusammenfassung und Ausblick 19
Literaturverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Erklärungen für das Produktivitätsparadoxon
Abb. 2: Anforderungen an idealtypische Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen.
Abb 3: Zielkategorien des vernetzten Wirtschaftlichkeitsansatzes
Abkürzungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
IT............ Informationstechnologie
IuK ......... Informations- und Kommunikationstechnologie
1 Problemstellung der Arbeit 1
1 Problemstellung der Arbeit
1.1 Notwendigkeit und Problematik
Betriebliche Investitionen in Informationstechnologie werden seit Jahren sowohl in der wissenschaftlichen Theorie als auch der betrieblichen Praxis kontrovers diskutiert. Die schnelle technische Entwicklung der Informationstechnologie in Verbindung mit dem Preisverfall der letzten Jahre ließen zunächst annehmen, daß der Einsatz von Computern ungeahnte Produktivitätsschübe ermöglichen würde. 1 Doch der anfänglich von vielen Investoren geradezu euphorisch vertretenen Meinung, die Nutzung von Informations-und Kommunikationssystemen führe automatisch zu Mehrwertschöpfung, 2 steht heute eine eher skeptische Auffassung dem tatsächlichen Nutzen derartiger Systeme entgegen. 3 Dieses liegt unter anderem darin begründet, daß zahlreiche empirische Untersuchungen keine signifikant positive oder sogar eine eher negative Korrelation zwischen den Investitionen eines Unternehmens, einer Branche oder einer Volkswirtschaft und deren Produktivitätsentwicklung nachweisen konnten. 4 Dieser Sachverhalt wird als das „Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie“ bezeichnet. Dieses Produktivitätsparadoxon kann erhebliche Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen in Unternehmen haben. Der fehlende Nachweis positiver Effekte durch Anschaffung oder Erweiterung von Computersystemen bzw. Informations- und Kommunikationssystemen kann das Management veranlassen, die vorhandenen Ressourcen künftig vorzugsweise in anderen Funktionsbereichen anzulegen. 5 Die Auflösung des Produktivitätsparadoxons kann somit leicht zu einem wichtigen Faktor in der weiteren Entwicklung betrieblicher Informationstechnologie werden.
Internet: http://ebusiness.mit.edu/erik/Brynjolfsson-Hitt-Computing%20Productivity.doc, November 2002, Seite 1, zuletzt eingesehen am 27.06.2003.
2 vgl. Picot, Arnold: Die grenzenlose Unternehmung: Information, Organisation und Management, 4. Auflage, Wiesbaden: Gabler 2001, Seite 195.
3 vgl. Weiber, Rolf; Krämer, Tanja: Paradoxien des Electronic Business, in: Handbuch Electronic Business, Informationstechnologien, Electronic Commerce, Geschäftsprozesse, Hrsg.: Weiber, Rolf, Wiesbaden: Gabler 2000, Seite 151.
4 vgl. Stickel, Eberhard: IT-Investitionen zur Informationsbeschaffung und Produktivitätsparadoxon, in: Die Betriebswirtschaft, 1/1997, Seite 65.
5 vgl. Kohli, Rajiv; Sherer, Susan A.: Measuring Payoff of Information Technology Investments: Research Issues and Guidelines, in: Communications of the Association for Information Systems, 9/2002, S. 242.
1 Problemstellung der Arbeit 2
Das Produktivitätsparadoxon ist in seiner allgemeinen Form nicht auf die Informationstechnologie beschränkt. Gemäß der Diffusionstheorie von Innovationen stellt dieses Phänomen immer dann ein Problem dar, wenn in der Wirtschaft neue Technologien für Investitionsgüter eingeführt werden. Die Informationstechnologie ist nur ein Beispiel für diese Problematik. 6 Die besondere Relevanz dieses spezifischen Falls eines Produktivitätsparadoxons ergibt sich hierbei aus der aktuell beachtlichen Bedeutung von IT-Investitionen für die moderne Wirtschaft.
1.2 Ziel der Arbeit
Ziel der vorliegenden Arbeit wird es im folgenden sein, das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie zu erläutern, dessen Auswirkungen auf betriebliche IT-Investitionsentscheidungen in Form geänderter Anforderungen an die betriebliche Entscheidungsfindung und Investitionsplanung zu beschreiben sowie Lösungsmöglichkeiten für diese neuen Anforderungen vorzustellen.
1.3 Vorgehensweise
Es erfolgt zunächst eine Einführung in die Problematik des Produktivitätsparadoxons, seine Ursachen sowie Untersuchungen zum Thema. Letzteres dient lediglich als Einblick in die vielfältigen Ergebnisse und stark unterschiedlichen Meinungen zu diesem Sachverhalt und beschränkt sich daher auf einen kurzen Überblick über in der Fachliteratur viel beachtete Analysen. Es schließt sich eine Betrachtung der unmittelbar möglichen Konsequenzen des Produktivitätsparadoxons auf Investitionsentscheidungen im IT-Bereich an. Der Fokus richtet sich hier auf die unmittelbare Gefahr unreflektierter Entscheidungen durch dieses Phänomen. Davon abzugrenzen sind die nunmehr auch notwendigen Auswirkungen des Paradoxons auf rationale Investitionsentscheidungen. Diese werden in Gliederungspunkt drei diskutiert. Hierbei wird zwischen der Problematik adäquater Messungen von Nutzeffekten der Informationstechnologie sowie der Miteinbeziehung des Mitarbeiters als zentralem Faktor bei der erfolgreichen Einführung und Nutzung von IT unterschieden. Diese Einteilung wurde gewählt, da
über die Wirkung von Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie, Online im Internet: http://www.mass-customization.de/download/pil9701.pdf, Juni 1997, Seite 36f., zuletzt eingesehen am 27.06.2003.
2 Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie 3
einerseits angemessene Wirtschaftlichkeitsrechnungen die Grundvoraussetzung für die Feststellung des Nutzens einer Investition -und somit eines evtl. vorhandenen Produktivitätsparadoxon- darstellen, andererseits der Mensch einen „kritischen Faktor“ 7 des Erfolges von IT bildet. Darauf folgend wird ein neuerer Ansatz zur umfassenden Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von IT-Investitionen vorgestellt und kurz erläutert. Den Abschluß der Arbeit bildet neben der Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Produktivitätsparadoxons unter Einbezug der neuesten Forschungsergebnisse.
2 Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie
2.1 Informationstechnologie, Produktivität und Produktivitätsparadoxon
Der Begriff der Informationstechnologie bezeichnet üblicherweise lediglich Computerhardware. Diese sehr weite Begriffsdefinition ergibt sich aus der Tatsache, daß sich viele Produktivitätsstatistiken sowie die darauf aufbauenden Untersuchungen auf eine Betrachtung der Computerhardware beschränken. Da Computersoftware den Wert der zugrundeliegenden Hardware jedoch oftmals um ein Vielfaches übersteigt, kann diese aus der Betrachtung nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Daher wird zusätzlich der Begriff der Informations- und Kommunikationstechnologie verwendet, welcher neben der Informationstechnologie die zugehörige Software sowie Kommunikationstechniken umfaßt. 8
In bezug auf Unternehmen dient der Einsatz von Informationstechnologie letztlich der Steigerung der eigenen Rentabilität. IT steigert nach dieser Annahme die Produktivität, d.h. sie ermöglicht die Herstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung mit geringerem Aufwand. Über einen in der Folge sinkenden Absatzpreis kann die eigene Marktposition und somit auch die Ertragslage verbessert werden. Der fallende Preis hingegen ist mit Wohlfahrtssteigerungen für den Endverbraucher verbunden. 9
8 vgl. Piller, Frank T.: Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie - Stand der Forschung über die Wirkung von Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie, a. a. O, Seite 6.
9 vgl. Piller, Frank T.: Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie - Stand der Forschung über die Wirkung von Investitionen in Informations- und Kommunikationstechnologie, a. a. O., Seite 8 f. Vgl. auch Brynjolfsson, Erik; Hitt, Lorin M.: Productivity, Business Profitability and Consumer
Arbeit zitieren:
Michael Thomas, 2003, Das Produktivitätsparadoxon und seine Auswirkung auf betriebliche IT-Investitionsentscheidungen, München, GRIN Verlag GmbH
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Das Produktivitätsparadoxon der Informationstechnik
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