Inhaltsverzeichnis
1. (k) ein Problem der Nader- Anhänger? 2
2. (in) direkte Präsidentschaftswahl? 3
3. Was ist „Vote- Swapping“? 4
4. (il) legalles “Vote- Swapping ? 7
5. erfolgreiches “Vote- Swapping ? 8
6. Quellen 11
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1. (k) ein Problem der Nader- Anhänger?
Kurz vor der Wahl des 43. US- Präsidenten haben landesweit, zahlreiche Anhänger des grünen Politikers Ralph Nader, die Befürchtung mit ihrer Stimme dem Republikaner George W. Bush indirekt zum Wahlsieg zu verhelfen. Schon früh zeichnete sich ab, dass der Ausgang der Präsidentschaftswahl mit den abgegebenen Stimmen für Ralph Nader entscheiden werden würde, da die für ihn abgegebenen Stimmen letztlich dem Demokraten Al Gore zum Sieg fehlen würden. Um einen Sieg des von ihnen ungeliebten republikanischen Präsidentschaftskandidaten George W. Bush zu verhindern, könnten die Anhänger Ralph Naders notfalls ihre Stimme dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten Al Gore geben. Damit wäre jedoch für die Grüne Partei Ralph Naders jegliche Möglichkeit verspielt, die 5 % Hürde zu überwinden um sich so als dritte politische Macht in den USA zu etablieren. Damit würden die überzeugten Anhänger Ralph Naders, jedoch nur einen Teilsieg erlangen und ihr eigentliches Ziel nicht erreichen. Sie stehen also vor der Frage, ob sie ihren Wunschkandidaten Ralph Nader wählen und dadurch riskieren George W. Bush indirekt zum Sieg zu verhelfen oder ob sie Al Gore wählen und dadurch die Chance zur Etablierung einer dritten politischen Macht verspielen? (K)ein Problem der Nader. Anhänger, dessen Lösung das „vote- swapping“ zu sein scheint.
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2. (in) direkte Präsidentschaftswahl in den USA?
In den USA, sind Parteien in der Verfassung nicht explizit erwähnt; sie entstanden mit der Ausarbeitung der Verfassung und haben im Laufe der Geschichte ihre Namen mehrmals geändert.
Wahlen finden in den USA nach dem Mehrheitsprinzip statt; dabei gilt der Kandidat, der im Wahlkreis die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann als gewählt. Dadurch haben jedoch nur Kandidaten großer Parteien eine Chance, was gleichzeitig erklärt, warum es in den USA eigentlich nur zwei Parteien gibt. Der amerikanische Präsident wird indirekt vom Volk gewählt, das heißt alle wahlberechtigten Amerikaner wählen einen Wahlmann (elector), der in Vertretung des Volkes den Präsidenten wählt. Dabei entspricht die Anzahl der Wahlmänner in jedem Staat, der Anzahl der Vertreter des Staates im Kongress. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderst konnte der Wahlmann den Präsidenten frei wählen, heute ist die Wahl parteigebunden. Dies führte dazu, dass sich das Volk in vielen Staaten nicht mehr für die Wahlmänner, sondern für den Präsidentschaftskandidaten entscheiden muss.
Die Wahlmänner einer Partei bilden in einem Bundesstaat die „slate of electors“. Bis auf den Bundesstaat Main, gilt in allen Bundesstaaten, das Prinzip des „winner- all contest. Hierbei bekommt die Partei, mit der einfachen Mehrheit, sämtliche Stimmen der auf ihrer Liste enthaltenen Wahlmänner, während alle anderen Parteien leer ausgehen. Um Präsident zu werden genügt demzufolge eine einfache Mehrheit, beim Wahlkampf der Wahlmänner.
Hierdurch ergibt sich jedoch ein Problem im amerikanischen Wahlkampfsystem; so kann ein Präsident die Mehrheit aller Staaten erlangen und trotzdem die Wahl verlieren, wenn er zum Beispiel in vielen kleinen Staaten gewonnen hat, deren „slate of electors“ kleiner ist, als jene in denen er (nur knapp) verloren hat. Es ist demzufolge also keine staatliche Gleichberechtigung bei den Präsidentschaftswahlen vorhanden.
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Arbeit zitieren:
B.A. Liane Giese, 2004, "Vote-Swapping" - eine Möglichkeit, taktisch zu wählen?, München, GRIN Verlag GmbH
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