Inhalt
INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung. 3
2. Grundannahmen der Verhaltensberatung 4
3. Grundannahmen der Psychoanalytisch- orientierten Beratung 4
4. Vergleich 6
4.1 Menschenbild. 6
4.2 Vorstellung von Veränderung und Lernen 6
4.3 Entstehung von Problemen. 8
4.4 Umsetzung in der Praxis. 9
5. Zusammenfassung 11
6. Fazit. 11
7. Literaturverzeichnis. 13
7. 13
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1. EINLEITUNG
Gegenstand dieser Arbeit ist der Vergleich zweier Beratungskonzepte, welche verschiedenen psychologischen Schulen entspringen. Zuerst werden die Grundideen beider Konzepte einzeln dargestellt. Anschließend folgt der Vergleich anhand ausgewählter Fragestellungen, welche das jeweilige Menschenbild, Vorstellung von Veränderung und Lernen, die Erklärung der Entstehung von Problemen, sowie die Umsetzung des jeweiligen Konzeptes in der Praxis umfassen.
Beide Beratungskonzepte werden deshalb unter eben diesen Aspekten betrachtet, weil sie bereits einen Ein- und Überblick über das jeweilige Konzept geben. Um eine Theorie zu verstehen und um sich mit dieser vielleicht auch kritisch auseinander setzten zu können, reicht es nicht aus, sich nur mit den Grundannahmen auszukennen. Das zu Grunde liegende Menschenbild beispielsweise, liefert bereits entscheidende Informationen darüber, wie die Welt und der sich darin befindende Mensch gesehen werden. Dies ist wichtig, denn das Menschenbild bestimmt, wie man an den Menschen und an seine Probleme herangeht. Die jeweilige Vorstellung davon, wie menschliches Verhalten funktioniert, wie Verhaltensweisen erlernt werden und warum oder wodurch Problemverhalten entsteht, ist entscheidend, wenn man einen Menschen beraten will. All diese Fragen sollten im Vorfeld für einen Berater selbst geklärt sein. Außerdem ist das Ziel der jeweiligen Beratung entscheidend. Will ich eine Verhaltensweise ändern oder will ich dem Verhalten auf den Grund gehen, um eine Änderung desselbigen herbeizuführen? Hier besteht ein Unterschied und genau darin unterscheiden sich der Behaviorismus und die Psychoanalyse, wenn wir unseren Blick auf die Praxis wenden.
Beide psychologischen Schulen gelten als klassische Gegenpositionen, denn, wie in Laufe der Arbeit zu sehen sein wird, beschränkt sich der Behavioristische Ansatz auf das, was beobachtet werden kann, während in der Psychoanalyse gerade das, was nicht offensichtlich ist, also innere Prozesse, unbewusste Motive, von Interesse sind. Im Rahmen dieser Arbeit können beide Konzepte natürlich nicht umfassend und ausreichend dargestellt werden. Deshalb wird es sich um einen Ausschnitt beider Konzepte, sowie entscheidende Aspekte beider Theorien, die innerhalb der Fragestellungen vergleichend erläutert werden, handeln.
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2. GRUNDANNAHMEN DER VERHALTENSBERATUNG
Die Verhaltensberatung entwickelte sich aus dem Behaviorismus, der Heute vor allem noch mit den Namen Skinner und Watson in Verbindung gebracht wird. Seine frühen Anfänge jedoch beruhen hauptsächlich auf experimentelle (Tier-) Versuche, die von Iwan P. Pawlow (1849-1936) durchgeführt wurden (vgl. Kriz. 2001.S.109).
Die Grundidee des Behaviorismus´ ist es, menschliches Verhalten mit Hilfe empirischer Forschung zu verstehen. Hierin findet sich eine Abkehr von der zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufkommenden Tiefenpsychologie, denn statt innerer Prozesse, wie Gedanken und Gefühle, welche durch Introspektion (Selbstbeobachtung) zugänglich sein sollen, ist im Behaviorismus nur das von Bedeutung, was auch beobachtbar ist, sprich das Verhalten (vgl. Borgs-Lauf. 2004. S.629). Damit zielten die Vorreiter des Behaviorismus auf die Etablierung der Psychologie als eine wissenschaftliche Disziplin (vgl. McLeod. 2004. S.98).
Wichtige Termini des Behavioristischen Ansatzes sind die Klassische Konditionierung und das operantes Konditionieren. 1
3. GRUNDANNAHMEN DER PSYCHOANALYTISCH- ORIENTIERTEN BERATUNG
Als Begründer der Psychoanalyse gilt bis Heute Sigmund Freud (1856-1939), der nicht nur die Theorie, sondern auch die Methode der Psychoanalyse prägte und während den Jahren seiner Arbeit weiterentwickelte und modifizierte (McLeod. 2004. S. 61).
Der Psychoanalytische Ansatz geht davon aus, dass dem Menschen die Absichten und Motive des eigenen Handelns nicht bewusst sind. Freud spricht dabei im Zusammenhang mit seinem Persönlichkeitsmodell von dem Vorbewussten, Unbewussten und dem Bewusstsein. Das ES wird mit den animalischen Triebkräften wie Durst, Hunger und Sexualität, sprich Grundbedürfnissen, gleichgesetzt. Sie drängen auf „unverzügliche und rücksichtslose Befriedigung“ (Kriz. 2001. S. 27). Die Triebe selbst teilt Freud in zwei Grundtriebe auf, die sich gegenüber stehen und gegeneinander wirken- Eros und Thanatos (Lustprinzip und Todestrieb) (vgl. Kriz. 2001. S. 29). 2
1 Beide Termini stellen Lernprinzipien dar, auf welche an späterer Stelle genauer eingegangen wird
2 Eros= für Fortpflanzung, Selbsterhaltungstrieb, mit dem Ziel, Bindungen einzugehen und diese zu er-‐ halten/ Thanatos: Zerstörung, Auflösen von Zusammenhängen (vgl. Kriz. 2001. S. 29) 4
Arbeit zitieren:
Mendina Morgenthal, 2010, Verhaltensberatung und psychoanalytisch-orientierte Beratung im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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