Andreas Kern 18.02.2011
1 EINLEITUNG. 3
2 JÜDISCHE KLEIDERORDNUNG IM MITTELALTER 3
2.1 Die Antijudaistik des Papstes. 4
2.2 Umsetzung der Kennzeichnungspflicht 5
2.3 Symbolik des Abzeichens 6
3 GENESE DES JUDENSTERNS IM NATIONALSOZIALISMUS. 7
3.1 Denkschrift 1938 (Goebbels) 8
3.2 Kennkartenzwang (22.7.1938) 10
3.3 Judenstern Vorstoß von Heydrich (14.11.1938) 11
4 POLEN 13
4.1 Erfahrungspraxis aus dem KZ Dachau 13
4.2 Abzeichenpflicht in der Stadt Wloclawek (Leslau) 14
4.3 Armbinde im Landkreis Kalisch / Stadt Krakau. 14
4.4 Anordnung für das gesamte Generalgouvernement. 15
5 DEUTSCHLAND 16
5.1 Initiativen für den Judenstern 16
5.2 Hauptinitiator Goebbels (1941) 17
5.3 Konferenz im Propagandaministerium 18
5.4 Durchsetzung der Kennzeichnungspflicht. 20
6 FRANKREICH. 23
6.1 Organisation der Besatzungsverwaltung 23
6.2 Antisemitische Maßnahmen. 24
6.3 Einführung des Judensterns 26
6.4 Vichy - Franzose, nicht Jude 28
7 ERFOLG UND AUSWIRKUNGEN. 30
8 SCHLUSSFOLGERUNGEN 33
Seite 2 / 35
Andreas Kern 18.02.2011
1 Einleitung
Da der nationalsozialistische Judenstern bewusst Anleihen einer mittelalterlichen Tradition der Kennzeichnung und Segregation aufnimmt, sei die Genese der mittelalterlichen Kennzeichnungspflicht zu Beginn der Seminararbeit kurz umrissen.
Nach der Machtergreifung der NSDAP im Jahr 1933 wurden Juden und Jüdinnen stigmatisiert und eine Politik der Ausgrenzung betrieben. Unter dem Vorwand einer „jüdischen Kriegserklärung“ gegen Deutschland wurde ab dem 1.April 1933 ein reichsweiter Boykott gegen jüdische Gewerbetreibende durchgeführt. Mit den Nürnberger Gesetzen von 1935 definierte das NS-Regime rassische Kategorien für die bedrängte Bevölkerungsgruppe, die von Verboten und Sonderregeln begleitet wurden. Die allgemeine äußerliche Kennzeichnungspflicht wurde vom NS-Regime bereits in einer sehr frühen Phase erwogen, aber aufgrund verschiedener Bedenken wieder verworfen. Die vorliegende Arbeit soll die unterschiedlichen Handlungsspielräume für die Umsetzung der Kennzeichnungspflicht in Deutschland, Polen und in Frankreich näher erläutern.
2 Jüdische Kleiderordnung im Mittelalter
Das von Papst Innozenz III im Jahr 1215 einberufene IV Laterankonzil gilt allgemein als der Beginn der jüdischen Kleiderordnung in der christlichen Hemisphäre. Das Konzil sollte sich einerseits mit christlichen Irrpfaden in der Glaubenslehre befassen, als auch die auseinanderdriftende Heilslehre wieder auf eine gemeinsame Basis stellen. Abgesehen von den zu erwartenden, geistlichen Teilnehmern wie Bischöfe und Äbte waren auch zahlreiche weltliche Herrscher zur Mitwirkung aufgerufen. Da durch das „fromme Gebet“ allein der Hauptzweck des Konzils nicht zu verwirklichen war. Denn die dringlichste Intention des Kirchenoberhaupts war - neben der Reform der Dogmatik - die Befreiung des Heiligen Landes in Jerusalem. 1
Zu diesem Zweck entsandte Friedrich von Hohenstaufen, der Kaiser von Konstantinopel und die Könige von Frankreich, Ungarn, Jerusalem, Zypern und Aragon entweder Vertreter, oder sie nahmen - so wie die Fürsten und Konsule der italienischen Stadtstaaten - persönlich an dem Konzil teil. In drei Versammlungen wurden, abgesehen von dem Entschluss zu einem neuerlichen Kreuzzug im Sommer
1 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.58.
Seite 3 / 35
Andreas Kern 18.02.2011
1217, schließlich siebzig Dekrete von Seiten der heiligen Synode öffentlich verkündet. Die letzten drei Dekrete (67 - 70) befassen sich mit Andersgläubigen. In den Dekreten 67,69 und 70 ist der gesellschaftliche Verkehr zwischen den Angehörigen unterschiedlicher Konfessionen, das Verbot der Ausübung von öffentlichen Ämtern, als auch Vorschriften betreffend jüdischer Konvertiten geregelt. Das Dekret 68 beinhaltet schließlich die Vorschrift über die jüdische Kleiderordnung sowie ein Ausgehverbot für Juden an christlichen Trauer- und Passionstagen. Im Dekret heißt es in der wörtlichen Übersetzung: “In some provinces a difference in dress distinguishes the Jews or Saracens from the Christians, but in certain others such a confusion has grown up that they cannot be distinguished by any difference.” 2 Die Notwendigkeit der Reglementierung wird in weiterer Folge damit begründet, dass es in einigen Provinzen durch fehlende Unterscheidungsmerkmale zu interreligiösen Geschlechtsverkehr gekommen sei. Fortan sollte sich niemand mehr damit rechtfertigen können, er/sie hätte die religiöse Konfession des anderen nicht gekannt.
2.1 Die Antijudaistik des Papstes
Papst Innozenz III wird von vielen Autoren eine ausgesprochene Judenfeindschaft attestiert. Dabei sollte man jedoch nicht unerwähnt lassen das er - in der Tradition verschiedener Päpste - den Juden auch bestimmte Rechte zusicherte. Das 1199 vom Papst erlassene Judenprivileg beinhaltet Zusagen an die Juden zum Schutz ihres Lebens, ihres Vermögens und ihrer Friedhöfe. Des Weiteren wurde festgelegt dass Zwangstaufen unzulässige seien, als auch jüdische Feste nicht durch Christen gestört werden dürften. In dem Privileg werden die Juden zwar als „verdammungswürdig“ bezeichnet, allerdings dürfe man sie nicht übermäßig unterdrücken oder gar vollständig vernichten - damit die Christen sie immer als „schlechtes Beispiel“ vor Augen hätten. 3
Die Abneigung gegenüber der Judenschaft kannte demnach seitens des Kirchenoberhaupts klare Grenzen - die spätestens bei der Gefahr für Leib und Leben klar überschritten wurden. In einem an die Erzbischöfe gerichteten Brief gibt
2 Dieser Kanon ist z.B. abgeruckt und übersetzt auf der Hompage der Fordham University New York unter:
http://www.fordham.edu/halsall/source/lat4-c68.html [Zugriff 19.12.2009]
3 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S. 63.
Seite 4 / 35
Andreas Kern 18.02.2011
der Papst nach dem Konzil Anweisungen zur Umsetzung der Dekrete. Bezüglich der Kleiderordnung führt der Papst aus, dass die Juden nicht zum Tragen eigentümlicher Kleidung gezwungen werden sollten, da sie sonst in Lebensgefahr gerieten. 4 Das widersprüchliche Schreiben wurde später dahingehend interpretiert das Juden auf Reisen von dem Gebot ausgenommen waren. So argumentiert Barbara Staudinger: „Die Kennzeichnungspflicht galt, da ein gewisses Risiko bestand, körperlich angegriffen zu werden, wenn man als Jude/Jüdin auf offener Landstraße erkannt wurde, nicht auf Reisen, sondern nur während des Aufenthalts in Ortschaften.“ 5
2.2 Umsetzung der Kennzeichnungspflicht
Die Bischöfe in den einzelnen Ländern legten die Beschlüsse des IV. Laterankonzils sehr unterschiedlich aus. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation beschäftige man sich kaum mit dem Passus, da der „gehörnte Hut“ allgemein als eigentümliche jüdische Kleidung anerkannt war. Folglich begnügte man sich damit den Juden das Tragen eines solchen Hutes als Pflicht aufzuerlegen. Ein Verstoß gegen dieses Gebot der öffentlichen Kenntlichmachung wurde mit einer Geldstrafe geahndet. 6
Das runde Abzeichen in der Form eines gelben Rings hat hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit seinen Ursprung in Südfrankreich. In dem Konzil von Narbonne im Jahr 1227 wurde es den Juden erstmals als Abzeichen auferlegt. 7 Den ersten Vorstoß in deutschen Landen zur Übernahme des jüdischen Abzeichens macht die Stadt Augsburg im Jahr 1434. 8 In der Folge setzte sich das „Judenrad“ ab diesem Zeitpunkt in zahlreichen Rechtskodizes im Heiligen Römischen Reich durch und fand dadurch schnell Verbreitung.
Für Wien erließ Maximilan I. im Jahr 1511 ein Dekret, dass alle Juden die sich in Wien aufhielt durch einen gelben Stoffring (auch als so genannter „gelber Fleck“ bezeichnet) von den Christen zu unterscheiden hätten. Im Jahr 1530 verfügte schließlich Kaiser Karl V. in der „Reichspoliceyordnung“ das obligatorische Tragen des „gelben Flecks“ als einheitliche Kennzeichnung für Juden. Damit wurde der gelbe
4 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.64.
5 Staudinger, Barbara: Die Zeit der Landjuden und der Wiener Judenstadt 1469-1670/71. In: Wolfram, Herwig:
Geschichte der Juden in Österreich, Ueberreuter, Wien 2006, S.229-277, S. 254.
6 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.72.
7 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.91.
8 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.74.
Seite 5 / 35
Andreas Kern 18.02.2011
Ring zum allgemeinen Abzeichen für Juden im Heiligen Römischen Reich. Daraufhin erging auch von Ferdinand I. das Mandat von 1551, dass die Kennzeichnungspflicht mittels des gelben Flecks in allen österreichischen Erblanden befahl. 9
Die diskriminierende Kennzeichnungspflicht konnte jedoch nicht auf Dauer durchgesetzt werden. Zudem bestand die Möglichkeit durch ein Herrscherprivileg davon befreit zu werden. „So beschwerte sich der Landmarschall und die Verordneten in Österreich unter der Denns in einem Gutachten aus dem Jahre 1597, daß es bei den Juden nur noch in einigen Orten üblich sei, den „gelben Fleck“ zu tragen.“ 10 Den Juden in Wien wurde beispielsweise 1624 in einem umfassenden Privileg die Kennzeichnungspflicht erlassen - während sie für die Landjuden außerhalb der Stadt im angrenzenden Niederösterreich de jure fortbestand. 11
2.3 Symbolik des Abzeichens
Symbolik der Farbe Gelb
Nach altem Glauben sah man die Ursache für jeglichen Ärger im Organ der Galle. Die damit einhergehende Gelbfärbung der Haut symbolisierte Neid ("Gelb vor Neid werden"), Geiz und Eifersucht. Nach der christlichen Vorstellung waren Neid und Geiz zwei der sieben Todsünden, was einen weiteren Grund darstellte, um die Farbe Gelb zu diskriminieren.
Safrangelb galt auch als Farbe der Liebe und später der Wollust. Die römische Liebesgöttin Venus trug ein gelbes Gewand, weshalb die Farbe Gelb im Mittelalter vom Christentum zur Farbe der Dirnen umfunktioniert wurde. Die verachteten Dirnen wurden gezwungen, zur Erkennung ein gelbes Band, einen gelben Gürtel oder einen gelben Umhang zu tragen.
Der Maler Giotto di Bondone (1267-1337) stellte Judas im Fresko "Der Judaskuss" als Verräter in einem gelben Mantel dar. Später wurde Gelb zur Farbe der Inquisition, die damit zum Tode verurteilte Ketzer kleidete. Und schließlich wurde sie auch zum
9 Vgl.: Staudinger, Barbara: Die Zeit der Landjuden und der Wiener Judenstadt 1469-1670/71. In: Wolfram,
Herwig: Geschichte der Juden in Österreich, Ueberreuter, Wien 2006, S.229-277, S.253.
10 Staudinger, Barbara: Die Zeit der Landjuden und der Wiener Judenstadt 1469-1670/71. In: Wolfram, Herwig:
Geschichte der Juden in Österreich, Ueberreuter, Wien 2006, S.229-277, S.255.
11 Vgl.: Hödl, Sabine: Zur Geschichte der Juden in Österreich unter der Enns 1550-1625, Ungedr. phil. Diss.,
Wien 1998. S.167
Seite 6 / 35
Andreas Kern 18.02.2011
Zeichen der Gefahr; denn wo eine gelbe Flagge wehte, wütete die Pest. Gelb wirkte auf jeden Fall als Signalfarbe und sorgte für die nötige Sichtbarkeit des Abzeichens, um dessen stigmatisierende Funktion zu erfüllen.
Symbolik des Abzeichens
Die intendierte Symbolik des Abzeichens ist nicht belegt und äußerst umstritten. Einige Autoren erblicken darin das Sinnbild eines mittelalterlichen Folterinstruments, andere hingegen die Form eines Geldstückes das an den zumeist ausgeübten Verdienstzweig der Juden erinnern sollte. Eine neuere These bezieht sich auf das benutzte Wort „rota“ (Rad) das in den Schriften gebraucht wurde. Jens Scheiner vermutet darin ein Rad ohne Speichen, dass somit ohne haltgebendes, zentrierendes Zentrum dem stetigen Wandel unterworfen ist. „Mit dem Rad, das die Juden täglich auf der Brust tragen mussten, […] sollte ihnen zu verstehen gegeben werden, dass die Zeit ihrer Religion vorbei war, das sie sich seit Jesu Kreuzigung auf dem hinablaufenden Teil des Rades befanden.“ 12
3 Genese des Judensterns im Nationalsozialismus
In einer etwas älteren Publikation aus dem Jahr 1988 „Die Juden in Deutschland 1933-1945“ führt Konrad Kwiet den Judenstern in einer sehr frühen Phase direkt auf Hitler zurück. 13
Die dort vielfach zitierte Textpassage einer Hitlerrede, die in mehreren Publikationen ihren Niederschlag gefunden hat, stellt eine irreleitende Verbindung zwischen dem Judenstern und Hitlers außenpolitischen Überlegungen dar. 14 Durch das Auslassen der Anfangspassage entsteht ein aus dem Kontext gerissener, anderer Sinnzusammenhang. Denn Hitler bezieht sich in seiner Rede lediglich auf die Kennzeichung jüdischer Geschäfte. Vollständig abgedruckt ist der Teil der Führer-Rede (gehalten vor NSDAP-Kreisleitern in der Eliteschule NS-Ordensburg Vogelsang) vom 29.April 1937 über das taktische Vorgehen gegen die Juden in der Edition: Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das
12 Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S.89.
13 Vgl.: Kwiet, Konrad: Die Kennzeichung mit dem Judenstern im Herbst 1941. In: Benz, Wolfgang: Die Juden in
Deutschland 1933-1945, C.H.Beck, München 1993, S.615 ebenfalls in: Stegemann, Wolf: Der Davidstern.
Zeichen der Schmach, Symbol der Hoffnung, Dorsten 1991, S .113.
14 Vgl.: Scheiner, Jens J.: Vom Gelben Flicken zum Judenstern?, Peter Lang, Frankfurt 2004, S. 120.
Seite 7 / 35
Arbeit zitieren:
Andreas Kern, 2010, Die Genese des Judensterns im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg: Die Genese des Judensterns im Nationalsozialismus ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg: neuer Titel erschienen: Die Genese des Judensterns im Nationalsozialismus
Andreas Kern hat einen neuen Text hochgeladen
The Avoidable War: Pierre Laval and the Politics of Reality, 1935-1936
Klaus Jurgen Gantzel, J. Brody
Vichy in the Tropics: Petain's National Revolution in Madagascar, Guad...
Jennings, Eric Jennings
Vichy in the Tropics: Petain's National Revolution in Madagascar, Guad...
Eric Thomas Jennings
0 Kommentare