Inhaltsverzeichnis
1. MEINE ERWARTUNGEN AN DAS PRAKTIKUM 3
2. VORSTELLUNG DER PRAKTIKUMSSCHULE 5
2.1. ALLGEMEINES 5
2.2. DAS SCHULKONZEPT 5
2.3. DIE XXX ALS LEUCHTTURMSCHULE 6
2.4. MUSIKALISCHER SCHWERPUNKT 7
2.5. SCHWERPUNKT: MATHEMATIK UND NATURWISSENSCHAFTEN 8
2.6. ARBEITSGEMEINSCHAFTEN SCHULFAHRTEN 9
3. DER ERSTE PRAKTIKUMSTAG 10
4. DARSTELLUNG DER VERSCHIEDENEN PHASEN DES PRAKTIKUMS 12
4.1. REFLEXION DER ERSTEN PRAKTIKUMSWOCHE (23.2.2009- 27.2.2009)
UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE 12
4.2. REFLEXION DER ZWEITEN PRAKTIKUMSWOCHE (2.3.2009-6.3.2009) UND
AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE 13
4.3. REFLEXION DER DRITTEN PRAKTIKUMSWOCHE (9.3.2009-13.3.2009) UND
AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE 14
4.4. REFLEXION DER VIERTEN PRAKTIKUMSWOCHE (16.3.2009-20.3.2009)
UND AUSBLICK AUF DIE NÄCHSTE 15
4.5. REFLEXION DER FÜNFTEN PRAKTIKUMSWOCHE (23.3.2009-27.3.2009) 16
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5. THEMATISIERUNG EINES TAGES MIT EINER KLASSE:
UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES UNTERRICHTSTAGES EINER
KLASSE 5 (24.2.2009) 17
5.1. UNTERRICHTSPORTRAIT 17
5.2. FORTSETZUNG: UNTERRICHTSBEOBACHTUNG EINES
UNTERRICHTSTAGES EINER KLASSE 5 (24.2.2009) 19
6. EIGENER UNTERRICHTSVERSUCH 25
6.1. VORBEREITUNG 25
6.2. DURCHFÜHRUNG 26
6.3. REFLEXION 28
6.4. GEFÜHLE 29
7. DARSTELLUNG EINER BESONDEREN SITUATION:
DER SCHULERKUNDUNGSTAG 30
8. BILANZ DES SCHULPRAKTIKUMS 32
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1. Meine Erwartungen an das Praktikum
In meinem „Didaktischen Konzept“, das ich während des Seminars angefertigt habe, habe ich meine Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen an das Schulpraktikum, aber auch an meine künftige Lehrertätigkeit generell, in sechs Punkten zusammengefasst: Fachwissen, Zeitmanagement, faire Notengebung, guter Kontakt zu den Kollegen, Selbstreflexion und guter Kontakt zu den SuS. Ich freue mich darauf, im Unterricht von zukünftigen Kollegen zu hospitieren und diesen, obwohl ich anfangs äußerlich noch auf derselben Position wie die SuS sitzen werde, nach methodischen Aspekten und damit aus einem komplett anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich denke, dass damit ein weiterer Schritt zum Perspektivwechsel vom Schüler zum Lehrer getan ist, wobei ich mich zu Beginn sicherlich mehr mit den Schülern identifizieren kann, da meine eigene Schulzeit noch nicht sehr lange her ist. Doch mit den ersten Unterrichtsversuchen hoffe ich die Perspektive wechseln zu können. Damit diese ersten Versuche gelingen, bin ich als Anfänger auf die Unterstützung des entsprechenden Ansprechpartners und der betreuenden Lehrerschaft angewiesen. Ich hoffe, dass ich als Praktikant von den Lehrern nicht als Störfaktor angesehen werde, der ihren Unterricht kritisch bewerten möchte, sondern als lernbegieriger Student, der von erfahrenen Lehrern die praktischen Aspekte des Lehrerberufs kennen lernen möchte. Ich bin gespannt darauf, ob die in der Universität theoretisch erlernten Fähigkeiten und Kompetenzen, seien es unterrichtsstrukturierende oder inhaltliche Aspekte, in der Praxis anwendbar und effektiv sind.
Gerade für motivierte Berufsanfänger können eine zu intensive Vorbereitung und ein zu hoch gesteckter Anspruch an Methodenvielfalt und spezielle didaktische Konzepte schnell zu Frust und vor allem auch zu Problemen mit dem Zeitmanagement führen. Ich wünsche mir, dass ich durch die Bezugslehrer, aber auch durch die Seminarsitzungen während des Praktikums, Hilfestellungen zu angemessenem Zeitmanagement bekomme.
Des Weiteren ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich den Perspektivwechsel meistere, sondern dass die SuS mich in den Unterrichtsversuchen als (angehenden) Lehrer (und nicht als ehemaligen Schüler) ansehen. Um dies zu erreichen, sehe ich es als unerlässlich an, zwar ein positives Verhältnis zu den SuS aufzubauen, gleichzeitig aber auch eine professionelle Distanz zu wahren und als
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Autoritätsperson aufzutreten. Um die Wirkung auf die Klasse und meine Unterrichtsversuche generell zu reflektieren, fände ich es sehr hilfreich, wenn nicht nur der entsprechende Lehrer eine Beurteilung abgäbe, sondern die Kommilitonen, die mit mir zusammen an der Schule sind, angemessene und ehrliche Kritik äußern würden. Ich hoffe ebenso, dass ich mein eigenes Tun und meine Handlungen adäquat selbst reflektieren kann und aus den gemachten Fehlern lerne. Weiterhin würde ich mir wünschen, dass der Kontakt zwischen den Seminarteilnehmern so positiv bleibt, wie er bisher ist oder sich gar noch intensiviert. Damit das Praktikum gut strukturiert ist hoffe ich abschließend, dass die wöchentlichen Seminarsitzungen Raum für Fragen, Anregungen und eventuelle Schwierigkeiten lassen.
Zusammenfassend sehe ich sehr positiv auf das bevorstehende Praktikum, da ich nach den hinter mir liegenden, doch eher theoretischen drei Semestern, große Lust habe, meine Fähigkeiten auszutesten und ein erstes Mal in einer Schule mit einem Fuß im Lehrerzimmer und vor der Klasse zu stehen.
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2. Vorstellung der Praktikumsschule
2.1. Allgemeines
Die XXX-Schule wurde 1838 gegründet und ist eines von drei staatlichen Gymnasien in Marburg. Die Schule wird momentan von ungefähr 1300 Schülern besucht, die von 130 Lehrern unterrichtet werden.
Das große historische Kernschulgebäude in der Savignystraße wurde in den 60ger Jahren durch einen Anbau erweitert, in dem nun die naturwissenschaftlichen Fachräume untergebracht sind. In den 80ger Jahren folgte ein weiterer Neubau, sodass die Unterstufenklassen sich seitdem in einem separaten Trakt befinden. Da die räumlichen Kapazitäten der XXX völlig ausgeschöpft waren, wurden infolge dieses Platzmangels und der begrenzten baulichen Möglichkeiten zwei Pavillons auf dem Schulgebäude aufgestellt. Die dortigen sechs Klassenräume werden überwiegend von der zehnten Jahrgangsstufe genutzt. Für das Jahr 2009 ist die Eröffnung eines weiteren Gebäudes vorgesehen, welches der XXX künftig neue Musikräume und eine großzügig gestaltete Cafeteria zur Verfügung stellt.
2.2. Das Schulkonzept
Das Konzept der Schule ist den spezifischen Bedürfnissen der Schüler angepasst. Es ist darauf ausgerichtet, den Schülern sowohl fachliche und methodische, als auch soziale Kompetenzen zu vermitteln. Die individuelle Persönlichkeit der Schüler soll so nachhaltig gestärkt werden, um einen erfolgreichen Schulabschluss und den Einstieg in den weiteren Lebensweg zu ermöglichen.
Um den Schülern einen möglichst leichten Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu verschaffen, arbeitet die XXX mit den abgebenden Grundschulen zusammen. Es wird ein integratives Konzept verfolgt, bei dem die Wissensunterschiede der Schüler ausgeglichen werden. Die Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe werden in dieser Umgewöhnungsphase zwischen den Schulstufen von Lehrerteams betreut, die hier vor allem pädagogische Arbeit leisten. Zu Beginn des 7. Schuljahrs werden die Klassen neu zusammengesetzt, wobei Schüler aus Förderstufen und sechsjähriger Grundschule gleichmäßig auf die bestehenden Klassen verteilt werden. In der 10. Jahrgangsstufe wählen die Schüler drei Schwerpunktfächer, in denen sie verstärkt unterrichtet werden. Hier werden sie
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langsam auf das Kurssystem in der Oberstufe vorbereitet und sollen so herausfinden, welche beiden Fächer sie als Leistungskurs fortführen wollen. Neben dem „Normalen Unterricht“ bietet die XXX außerdem die Möglichkeit, besonders begabte Schüler zusätzlich zu fördern. Hierbei steht eine enge Zusammenarbeit mit der benachbarten Philipps- Universität im Mittelpunkt, die eigens für die Schüler der 11. und 12. Jahrgangsstufe Propädeutika anbietet. Diese 6- 8 Doppelstunden umfassenden Kurse in Mathematik, Literaturwissenschaft, Philosophie oder Jura werden von Professoren der Universität durchgeführt und von der Schule unterstützt. In besonderen Fällen gibt es außerdem die Möglichkeit eines Studiums, welches die Schüler in Kombination zu ihren Schulstunden absolvieren können. Für die Etablierung dieser Angebote erhielt die XXX- Schule im Jahr 2004 ein Gütesiegel vom hessischen Kultusministerium.
2.3. Die XXX als Leuchtturmschule
Die XXX-Schule ist seit August 2006 eine von mittlerweile vier Leuchtturmschulen in Hessen. Die anderen Schulen sind in Frankfurt, Darmstadt und Kassel. Das Prädikat „Leuchtturmschule“ erhalten ausgewählte Schulen durch ein Zertifikat des hessischen Kultusministeriums. In diesem Zusammenhang wurde die XXX als schulisches Zentrum für Naturwissenschaften und Begabtenförderung ausgezeichnet. In Frankfurt „steht der Musik-Leuchtturm“, in Kassel spezialisierte man sich auf die Mathematik und in Darmstadt auf Fremdsprachen. Die XXX orientiert sich dabei vor allem an drei Leitideen:
- Unterstützung von Schülern durch ein größeres Angebot von Praktika, fächerübergreifenden und fächerkooperierenden Unterricht und Weiterentwicklung des naturwissenschaftlichen Unterricht in den
Jahrgangsstufen fünf und sechs
- Gezieltes Fördern von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen durch Ausbauen und Ergänzen des AG- und Wahlpflicht-Unterrichts, weitere naturwissenschaftliche Studienvorbereitung,
Semesterarbeiten und Seminartage für Leistungskurse
- Festigung und Ausbau der Kooperation mit Universitäten und anderen außerschulischen Einrichtungen
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Dabei geht es vor allem darum die Schüler zum Experimentieren, bzw. zum Praxisbezug anzuregen und darum das Interesse in den Naturwissenschaften und in Mathematik zu wecken. Zusätzlich sollen die Schüler vorbereitet werden für die vielen Wettbewerben wie z.B. den „Känguru-Wettbewerb“ (für das Fach Mathematik), der stattfand während wir unser Praktikum absolvierten. Schließlich hat es sich die XXX auch zur Aufgabe gemacht Begabtenförderung zu betreiben. Für die Wettbewerbe werden auch im Unterricht Vorbereitungen getroffen, jedoch profitieren die XXX-Schüler von den zusätzlichen Angeboten, die durch das „Leuchtturm“-Projekt entstehen.
Konkret bedeutet das: 50,8 zusätzliche Lehrerstunden, die genutzt werden, um die vielen zusätzlichen Einrichtungen und Veranstaltungen zu ermöglichen. Hierzu gehören die Mathematik-Rallye in der Jahrgangsstufe fünf, ein
naturwissenschaftliches Experiment mit Exkursion in der Klasse sechs, eine intensivierte Hausaufgabenbetreuung in den Stufen fünf bis sieben, Mathematikcrashkurse in den Klassen neun bis elf sowie eine Chemie-Arbeitsgemeinschaft bereits ab der Klasse fünf. In der Oberstufe wird fächerübergreifend experimentiert.
Wirft man einen Blick auf die Homepage der XXX, findet man eine Übersicht über das Gesamtangebot der Aktivitäten, die im Zusammenhang mit dem Leuchtturmprojekt entstanden bzw. vertieft wurden. Hierbei zeigt sich auch, dass die Schule unter Berücksichtigung der oben genannten Leitideen bemüht ist das Angebot stetig zu erweitern.
Am Ende dieses Schuljahres wird sich die XXX erneut um die Ausstellung des Zertifikates bemühen, dass alle drei Jahre vergeben wird.
2.4. Musikalischer Schwerpunkt
Eine Besonderheit der XXX-Schule ist eine Fokussierung auf das Fach Musik, in dem musikalisch talentierte SuS gefördert werden sollen. Schon in der fünften Klasse ist es möglich, auf Antrag in eine Klasse zu kommen, in der eine verstärkte musische aber vor allem auch musikpraktische Förderung erfolgt. Je nach Anmeldungen und vorhandenen Instrumentalkenntnissen ist es möglich, dass die SuS in spezielle Klassen eingeteilt werden, wie beispielsweise in die so genannten „Bläser-Klassen“, in denen nur SuS sind, die ein Blasinstrument spielen. Im regulären zweistündigen
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Arbeit zitieren:
Carlos Steinebach, 2009, Ausführlicher Bericht über das Schulpraktikum an einem Gymnasium, München, GRIN Verlag GmbH
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