Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Stil
3. Symbol und Ritual
4. Stilmischung: Bricolage
5. Die Rolle der Medien
6. Jugendkulturelle Stile am Beispiel von Tanzstilen zwischen 1945 und 1994
6.1 Kurzer geschichtlicher Abriss der Tanzformen und Tanzbewegungen
6.2 Tanzkleidung
6.3 Die gesellschaftliche Bedeutung der symbolischen Formen des Tanzes
7. Resümee
8. Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
Durch den Begriff „Jugendkultur“ werden zwei Sachverhalte dargestellt, die durch ihre Gegensätzlichkeit den Begriff selbst paradox erscheinen lassen: Einerseits wird durch ihn Alltagswelt der Jugendlichen beschrieben, andererseits erläutert er die von den Jugendlichen selbst entwickelten Alternativ- oder Alltagsfluchtwelten, die sich meistens als gegenkulturell definieren. Infolgedessen kann der Begriff durchaus als problematisch angesehen werden, er soll aber trotzdem weiterhin verwendet werden, weil er sich in der wissenschaftlichen Rede über Jugend etabliert hat.
Die Gemeinschaft der Wandervögel war die erste Jugendkultur, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts entstand.
Aus dem Impuls dieser ersten deutschen Jugendkultur heraus hat sich mittlerweile eine Vielzahl der jugendlichen Szenen herauskristallisiert, die kaum noch überschaubar sind und sich somit einer allzu einfachen Klassifizierung entziehen. Insofern ist ein homogener Begriff von „Jugend“, wie ihn die klassische Jugendforschung verwendet hat, nicht mehr möglich.
In den 90er Jahren haben sich gegenüber den 80er Jahren die diversen Jugendszenen noch einmal beträchtlich vermehrt und vielfältig ausdifferenziert, so dass inzwischen eine kaum mehr überschaubare Pluralität von unterschiedlichen jugendlichen Verhaltensweisen und Orientierungen, jugendkulturellen Einstellungen, Ausfächerungen und Stilisierungen vagabundiert (...). (Ferchhoff, 1993, S.26)
Idee und Begriff der Subkultur als „Teilkultur“ der Jugendkultur entstammen der angelsächsischen Soziologie und Kulturanthropologie und eroberten sich von den 30er und 40er Jahren an einen beachtlichen Platz in der wissenschaftlichen Diskussion
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dieser Disziplinen. Bell (1961) gibt folgende Umschreibung:
Da die Gesellschaft die Rollen des Jugendlichen nicht genau definiert, entwickeln die Heranwachsenden eine eigene Teilkultur, die ihre Welt sorgfältig von der der Erwachsenen abgrenzt. Diese Teilkultur soll sich von der Gesellschaft der Erwachsenen unterscheiden, und die Jugendlichen sind bemüht, den Unterschied aufrecht zu erhalten... . Man sollte begreifen, dass die jugendliche Subkultur einer Entwicklungsphase entspricht, durch die der Jugendliche hindurch geht und der er wieder entwächst. (S.84) Auch Tenbruck (1962) vertrat die Theorie einer „Teilkultur“, die man als modifizierte und reduzierte Ausprägung einer Theorie der Subkultur bezeichnen kann: „Die Jugend muss ihre eigenen Werte, Haltungen, Sitten und Normen entwickeln. Sie rückt damit in den Rang einer Teilkultur auf. Gerade in der strukturellen Unabhängigkeit verfällt der Jugendliche der potentiellen einheitlichen Gruppe, die Jugend heute darstellt.“ (S.88) Im Rahmen dieser Hausarbeit sollen in diesem Zusammenhang bedeutsame jugendkulturelle Begrifflichkeiten wie Stilschöpfung, Bricolage, Symbol und Ritual, die die Verknüpfung bestehender Jugendkulturen und die Ausbildung neuer Formen zu beschreiben versuchen, beleuchtet werden.
2. Der Stil
„Stil zu haben beinhaltet die Fähigkeit, bewusst für andere ebenso wie für das eigene Selbstbild eine einheitliche Interpretation seiner Person anzubieten und zu inszenieren.“ (Vollbrecht, 1997, S.25)
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Arbeit zitieren:
Kristina Schmitz, 2001, Stilbildung im Bereich jugendlicher Subkulturen, München, GRIN Verlag GmbH
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