Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
1. Einleitung 6
2. Grundlagen
2.1. Ausgewählte Änderungen der Steuerreform 2008 im Überblick 7
2.2. Einführung eines Thesaurierungsmodells bei Personengesellschaften. 9
3. Folgen der Steuerreform 2008 für die Rechtsformwahl 11
3.1. Steuerbelastung von Kapitalgesellschaft nach der Reform. 12
3.2. Steuerbelastungen von Personengesellschaft nach der Reform 13
3.2.1. Regelbesteuerung von Personenunternehmen. 13
3.2.2. Inanspruchnahme der Thesaurierungsbegünstigung 14
3.3. Zusammenfassende Vergleiche 16
4. Kapitalkosten und Unternehmenssteuerreform. 17
4.1. Kapitalkosten einer Kapitalgesellschaft. 18
4.2. Kapitalkosten einer Personengesellschaft 20
5. Zusammenfassung. 21
6. Literatur- und Quellenverzeichnis 27
1
A
Abb. = Abbildung
AbgSt = Abgeltungssteuer
abzgl. = abzüglich
B
BB = Betriebs - Berater (Zeitschrift)
BV = Betriebsvermögen
BF = Beteiligungsfinanzierung
BFuP = Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
D
DB = Der Betrieb (Wochenschrift)
DStR = Deutsches Steuerrecht (Zeitschrift)
E
EF = Eigenfinanzierung
ESt = Einkommensteuer
EStG = Einkommensteuergesetz
evtl. = eventuell
F
= FR Die Frankfurter Rundschau
G
GewSt = Gewerbesteuer
GewStG = Gewerbesteuergesetz
GewStMZ = Gewerbesteuermesszahl
gem. = gemäß
ggf. = gegebenenfalls
I
i.H.v. = in Höhe von
K
KapG = Kapitalgesellschaft
KiSt = Kirchensteuer
KSt = Körperschaftsteuer
KStG = Körperschaftsteuergesetz
N
NV = Nachversteuerung
NWB = Neue Wirtschafts-Briefe ( Zeitschrift)
P
PersG = Personengesellschaft
PV = Privatvermögen
S
SB = Steuerbelastung
sog. = so genannte
SP = Steuerpflichtiger
2
SolZ = Solidaritätszuschlag
SS = Steuersatz
T
TB. = Thesaurierungsbegünstigung
V
VZ = Veranlagungszeitraum
Vgl = vergleiche
W
WPg = Die Wirtschaftsprüfung (Zeitschrift)
Z
z.v.E. = zu versteuerndes Einkommen
zzgl. = zuzüglich
3
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Maximalbelastung (nominal) auf Unternehmens- und Anteils-
eignerebene bei Vollausschüttung 2007
Abb. 2: Ermittlung des begünstigungsfähigen Gewinns
Abb. 3: Ermittlung des nachversteuerungspflichtigen Betrags
Abb. 4: Veränderung der Gesamtbelastung bei Vollausschüttung und
Abgeltungsteuer nach neuem Recht
Abb. 5: Vergleich Regelbesteuerung von Personenunternehmen alt/neu
Abb. 6: Grenzsteuersätze bei Personenunternehmen
Abb. 7: Modellbeispiel zur Rechtsformneutralität
4
Tabellenverzeichnis
Personengesellschaften 16
Tab. 2: Kapitalkosten bei einem Fünfjährigen Planungszeitraum 18
5
1. Einleitung.
Am 6. Juli 2007 hat der Bundesrat dem Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 zuge- 1 .Neben der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland im internationalen stimmt
Wettbewerb soll mit der Unternehmenssteuerreform 2008 eine weitgehende Rechtsform- 2 Ausökonomischer und Finanzierungsneutralität im Unternehmen gewährleistet werden. Sicht ist dieses Ziel nur dann erreicht, wenn die Steuerbelastung eines Unternehmens und der Anteilseigner nicht rechtsformspezifisch ist, sowie keine unternehmerischen Entschei- 3 Im dungen über die Finanzierungswege steuerlich benachteiligt oder begünstigt werden. Interesse der angestrebten Belastungsneutralität zwischen den Rechtsformen hat der Gesetzgeber eine begünstigte Besteuerung von nicht entnommenen Gewinnen von Personengesellschaften als eines der zentralen Elemente der Reform in die Steuergesetze aufgenommen. Das Primärziel dieser neuen Vorschrift ist die Erhöhung der Investitionsfähigkeit von Personenunternehmen durch eine nachhaltige Verbesserung der Eigenkapitalba- 4 Danebensoll durch die Thesaurierungsbegünstigung eine annährend vergleichbare sis. 5 Steuerbelastung von Kapital und Personengesellschaften geschaffen werden.
Die Analyse der zu diesem Thema bestehenden Literatur zeigt aber, dass die Gesamtwürdigung der Unternehmenssteuerreform trotz einiger positiven Elemente insgesamt schlecht bewertet wird, wobei besonders negativ das Urteil über die vermeintlichen Vorteilhaftigkeit der Begünstigung von nicht entnommenen Gewinnen von Personengesellschaften ausfällt 6 . Die im Rahmen des Unternehmenssteuergesetzes eingeführte Thesaurierungsbegünstigung mit späterer Nachversteuerung ändert nichts an der Tatsache, dass die durch den Gesetzgeber angestrebte Rechtsformneutralität nicht erreicht wird. 7
Auch bei der Frage des einzuschlagenden Finanzierungswegs wird also auch in Zukunft weiterhin sehr stark zwischen den Rechtsformen unterschieden. Ausschlaggebend ist die mangelnde Abstimmung der Unternehmensbesteuerung mit der vorgesehenen Abgeltungssteuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen. 8 Sie vergrößert die ohnehin schon bestehenden Verzerrungen zwischen Eigen- und Fremdkapital, da Eigenkapital durch die gewerbe- und körperschafts- bzw. einkommenssteuerliche Vorbelastung bedeutend höher als Fremdkapital besteuert wird. Es kommt folglich zur Benachteiligung des Eigenkapitals,
1 Das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde am 17. August 2007 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
2 Vgl. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD , BT-Druck 16/4841 vom, 27.03.2007, S. 29.
3 Vgl. Homburg : Allgemeine Steuerlehre, 2007, S. 251 und 257.
4 Vgl. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD , BT-Druck 16/4841 vom, 27.03.2007, S. 32
5 Vgl. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD , BT-Druck 16/4841 vom, 27.03.2007, S. 62.
6 Vgl. u. a. Homburg (2007); Kleineidam/Liebchen (2007); Weber (2007).
7 Vgl. Sachverständigenrat, 2007, S. 267.
8 Vgl. Sachverständigenrat, 2007,S. 267.
6
weshalb ein Anreiz zur Fremdfinanzierung verstärkt wird, was dem gesetzten Ziel des Gesetzgebers diametral entgegen läuft. 9
Das Grundanliegen dieser Arbeit ist es, die Rechtsformen im Hinblick auf die angestrebte Rechtsform- und Finanzierungsneutralität analytisch zu vergleichen. Im Anschluss an die Einführung werden kurz die Eckpunkte der Unternehmensteuerreform 2008 dargestellt. Das Ziel ist es, einen Überblick über die Änderungen, die für das Thema von Relevanz sein können, zu verschaffen, wobei insbesondere ausführlich auf die Begünstigung nicht entnommener Gewinne eingegangen wird. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Frage, ob es durch beschriebene Änderungen gelungen ist, die Personengesellschaften im Vergleich zu Kapitalgesellschaften attraktiver zu machen. Die Untersuchung erfolgt an-hand der Quantifizierung der steuerlichen Belastungen von Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere unter Berücksichtigung der Begünstigung der nicht entnommenen Gewinne bei Personengesellschaften. Im nächsten Abschnitt werden die Auswirkungen der Reform auf die Finanzierungsentscheidungen betrachtet. Mit Hilfe des Kapitalkostenkonzepts soll hier diese Frage beantwortet werden. Das Kapitel fünf beschließt mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse die Arbeit.
9 Vgl. Schreiber/Ruf: BB,62. Jg. Heft 20, 2007, S. 1100 ff.
7
2. Grundlagen.
2.1 Ausgewählte Änderungen der Steuerreform 2008 im Überblick.
Das Unternehmenssteuergesetz 2008 bringt generell eine grundlegende Reform der Unternehmensbesteuerung, die in einigen Fällen für steuerliche Entlastung sorgt, aber in ihrer technischen Umsetzung sehr kompliziert ist. Als Begründung für die Reform weist der Gesetzgeber in erster Linie auf die Notwendigkeit hin, den Wirtschaftsstandort Deutschland stärker und international wettbewerbsfähiger zu machen. Zu den Zielen der Unternehmensteuerreform 2008 gehört u. a. die Besteuerung der Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften weiter anzugleichen. 10 Zu diesem Zweck werden verschiedene steuerliche Neuregelungen getroffen, die sowohl die Kapitalgesellschaften als auch die Personengesellschaften betreffen.
Der Kernpunkt und die wohl prominenteste Änderung der Unternehmensteuerreform, die zu dem Ziel beitragen soll, Deutschland näher an den europäischen Durchschnitt der Gewinnsteuerbelastung zu führen 11 , ist die Senkung des Körperschaftsteuersatzes von gegenwärtig 25% auf 15% 12 , gem. § 23 Abs. 1 KStG. Bei gleichbleibendem SolZ. verringert sich damit die kombinierte Belastung der körperschaftspflichtigen Unternehmen von aktuellen 26,38% auf 15,83%.
Neben der KSt fällt auf die Gewinne GewSt. an. Im Rahmen der Reform sieht der Gesetzgeber einige Modifizierungen der GewSt. vor. Das Ziel dieser Gegenfinanzierungsmaßnahme ist die Sicherung des inländischen Steuersubstrats. 13 Ab dem VZ 2008 werden die GewSt und die darauf entfallenden Nebenleistungen (Verspätungszuschlag, Zwangsgelder, Zinsen) nicht mehr als abzugsfähige Betriebsausgaben behandelt, § 4 Abs. 5b EStG. Das führt zur Erhöhung der effektiven Gewerbesteuerbelastung, § 11 Abs. 5 b EStG. Als Ausgleich dafür sieht der Gesetzgeber die Reduzierung der GewSt-MZ von derzeit 5% auf 3,5% vor, § 11 Abs. 2 GewStG. Das Zusammenwirken dieser Maßnahmen führt bei einem GewSt-Hebesatz von 400% zu einer nominellen Unternehmenssteuerbelastung von 29,83% und damit gegenüber der bisherigen SB von 38,65% zu einer Entlastung für Kapitalgesellschaften. Durch diese deutliche Absenkung verbessert Deutschland seine Positionen in internationalen Vergleich um sechs Plätze und rückt bei nomineller Gesamtsteuerbelastung ins Mittelfeld 14 .
Die Herstellung weitgehender Rechtsformneutralität ist eine weitere wesentliche Zielsetzung der Bundesregierung. Dies soll durch die Begünstigung des nicht entnommenen
10 Vgl. Weber: NWB, 2007, Heft Nr. 35, S. 3032
11 Vgl. Schreiber/Overesch in: DB 2007, S. 813.
12 Vgl. Kessler/Ortmann-Babel / Zipfel: BB 10/2007, S. 523.
13 Vgl. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD , BT-Druck 16/4841 vom, 27.03.2007, S. 32.
14 Sieh. Abb.1.
8
Arbeit zitieren:
Natalie Fleckhaus, 2009, Rechtsform und Finanzierung nach der Unternehmensteuerreform 2008, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Jura - Steuerrecht: Rechtsform und Finanzierung nach der Unternehmensteuerreform 2008 ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Jura - Steuerrecht: neuer Titel erschienen: Rechtsform und Finanzierung nach der Unternehmensteuerreform 2008
Natalie Fleckhaus hat einen neuen Text hochgeladen
Unternehmenssteuerreform 2008: Die Rechtsformneutralität der Unternehm...
Daniel-Philipp Stiehler
Die Unternehmensteuerreform 2008/2009 in Deutschland
Ausgewählte Reformkomponenten ...
Michael Broer
Eine Unternehmenssteuerreform für Deutschland
Übergangsszenarien und langfri...
Christian Keuschnigg, Mirela Keuschnigg, Martin Kolmar
Ausgewählte Fragen zur Unternehmensteuerreform bei Personenunternehmen
Steuerforum 2009
Roland Franz, Michael Schmitt
0 Kommentare