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Inhaltsverzeichnis
Selbstportr äts in der Kunst und Hinweis auf Dürers Selbstbildnisse. 3
Albrecht Dürer, Selbstbildnis um 1500. 4
1. Fakten zum Bildträger. 4
2. Biographisches zu Albrecht Dürer. 6
3. Bildbeschreibung. 7
4. Geometrische Konstruktion. 8
5. Christusähnlichkeit und ihre Quellen. 10
6. Lateinische Inschrift und Hand. 12
7. Geschichte des Bildes. 13
Auswirkung Dürers „Selbstbildnis um 1500“ auf die Kunst. 14
Literatur - und Abbildungsverzeichnis 15
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Selbstporträts in der Kunst und Hinweis auf Dürers Selbstbildnisse Im Lauf der Kunstgeschichte haben sich Künstler immer wieder selbst als Bildmotiv verwendet. Manche haben sich einfach in ihre Bilder „mit eingebaut“, zum Beispiel Raffael in „Die Schule von Athen“ (Raffael hat sich hier rechts im Fresko dargestellt) oder auch Velázquez in seinen „Las Meninas“. Andere Künstler dagegen haben autonome Bildnisse von sich selbst gezeichnet oder gemalt und oft auch ganze Selbstporträt-Reihen, besonders bekannt ist das bei Vincent van Gogh. Und auch Dürer hat etliche Werke im Verlauf seines künstlerischen Schaffens gefertigt, auf denen nur er zu sehen ist.
Dabei sind vor allem drei Gemälde hervorzuheben, nämlich die Selbstbildnisse von 1493, 1498 und 1500:
Dürer hat auch mehrere Zeichnungen und Studien von sich selbst, unter anderem bereits 1492, hergestellt und sich später manchmal in größeren Werken durch ein Selbstporträt verewigt.
Aber nur diese drei Werke, s. o., sind gemalt und als autonome, selbstständige, für sich allein stehende Bildnisse zu bezeichnen. 1 Vor allem das Bildnis von 1500 hat für den Betrachter eine ganz besondere Wirkung und ist deshalb Gegenstand dieser Arbeit.
1 Vgl. Bayerische Staatsgemäldesammlung (Hrsg.): Alte Pinakothek. S.104.
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Albrecht Dürer, Selbstbildnis um 1500
1. Fakten zum Bildträger
Zunächst einmal zum Bildträger. Dieser besteht aus Lindenholz und besitzt folgende Maße: In der Höhe 67,1-66,9 cm; in der Breite 48,7-48,9 cm und die Brettstärke beträgt 0,5-0,6 cm.
Das Lindenholz ist aus drei vertikal verlaufenden Brettern mit Hilfe von Leim zusammengefügt:
Der heutige Zustand des Bildträgers ist im Großen und Ganzen recht gut, nur geringe Beschädigungen sind zu finden. Der Falzrand ist an allen vier Seiten erhalten. Rechts und links sind leichte Randbeschädigungen in Form von Absplitterungen vorhanden. Des Weiteren ziehen sich vier feine Spannungsrisse, die bis zu 5 cm lang sind, über das Holz. Ein Einriss unten links wurde durch ein rückseitig aufgeleimtes Holzklötzchen gesichert. Später (nach 1805) hat man die Rückseite mit einem Schutzanstrich versehen.
Dürer hat das Holzbrett zuerst weiß grundiert und die Oberfläche glatt geschliffen, bevor er dann mit einer Zeichnung darauf begann. 2 Diese Zeichnung ist mit dunkler Farbe, wohl schwarz, aufgetragen und zwar so korrekt und genau, dass Dürer es nicht für nötig hielt, Änderungen bzw. Abweichungen bei der Übertragung in Malerei vorzunehmen. Pigmente, die Dürer hierbei verwendet hat, sind Bleiweiß,
2 Vgl. Goldberg, Gisela: Albrecht Dürer. S.316.
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Bleizinngelb, roter Farblack und Beinschwarz.
Auch der heutige Zustand der Malschicht ist insgesamt gut: „Größere Retuschen finden sich am linken Bildrand im Gewand über- und unterhalb des Ärmelschlitzes, am unteren Bildrand im Bereich des Ärmelumschlags, am Handgelenk und im Gewand oberhalb des Daumens. Retuschiert sind darüber hinaus die mutwilligen, im Frühjahr 1905 entstandenen schnittartigen Verletzungen in beiden Augen und ein kleiner Farbausbruch am (vom Betrachter aus gesehenen) linken Auge.“ 3 Der schwarze Hintergrund ist weitgehend original. 4
Rechts und links vom Kopf Dürers befindet sich in Augenhöhe je eine Inschrift:
Auf der rechten Seite kann man die vierzeilige,
lateinische Inschrift „Albertus Durerus Noricus / sum me propijs sic effin= / gebam coloribus aetatis / anno XXVIII“ lesen, die auf Deutsch soviel bedeutet wie: „So schuf ich, Albrecht Dürer aus Nürnberg, mich selbst mit charakteristischen Farben im Alter von 28 Jahren“ 5 Beide Inschriften wurden nach Fertigstellung des Bildes zu unbekannter Zeit vollständig nachgezogen.
3 Ebd. S.315.
4 Vgl. ebd.
5 Bayerische Staatsgemäldesammlung (Hrsg.): Alte Pinakothek. S.104.
Arbeit zitieren:
Jacqueline Koller, 2006, Albrecht Dürer: "Selbstbildnis um 1500", München, GRIN Verlag GmbH
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