INHALTSVERZEICHNIS
1. EINFÜHRENDE WORTE 3
2. ERZIEHUNG WAS IST DAS? 4
2.1 Probleme der Begriffsbestimmung 4
2.2 Erziehung als Handeln 4
2.3 Erziehungsmerkmale und ihre Probleme 6
3. DIE NOTWENDIGKEIT VON ERZIEHUNG 8
4. RESÜMEE 9
5. LITERATURVERZEICHNIS 10
2
1. Einführende Worte
Der Begriff der Erziehung hat sich in den täglichen Sprachgebrauch eingegliedert. Beispielsweise wird das Wort oft und gerne, jedoch meist ohne eine dazugehörige Erklärung, in Beratungsbüchern zum Umgang mit Kleinkindern, Kindern oder jungen Erwachsenen genutzt. Greift man nun zu Literatur die sich wissenschaftlich mit diesem und ähnlichen Begriffen auseinandersetzt, wird der Begriff Erziehung zwar von anderen abgegrenzt, jedoch findet man entweder keine Erläuterung oder doppelt so viele wie es Autoren gibt, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Gründe dafür kann man viele finden. Einmal, dass jeder wenigstens seine eigene Erziehung durchlebt, sie mehr oder weniger für sich selbst reflektiert und bewertet hat und somit auch über eine ganz eigene Auffassung ihrer Wortbedeutung verfügt. Diese dementsprechend für richtig hält und auch genügend Argumente findet um seinen Standpunkt in einer Diskussion gut zu vertreten, es gibt schließlich genug selbsterlebte Beispiele die jene Meinung belegen(vgl. Winkler, M 2007,S. 53ff.). Eine weitere Ursache ist wohl auch die Entwicklung der Erziehung als wissenschaftliche Disziplin. Sie hat sich immer weiter in Spezialgebiete entfaltet. Das Problem dabei ist, dass der Wortschatz nicht ins unendliche wachsen kann und damit jede einzelne Disziplin andere Anforderungen und Fragen an und um die Erziehung stellt. Das führt wiederum dazu, dass jede Disziplin ihre eigene Erklärung für die Erziehung gibt (vgl. Heid, H. 2004, S. 43). Davon abgesehen beansprucht nicht nur die Pädagogik den Erziehungsbegriff für den eigenen Sprachgebrauch. Auch wissenschaftsübergreifend, sei es in der Medizin oder den Naturwissenschaften, werden unterschiedliche Sachverhalte durch ihn beschrieben. Des Weiteren führen auch die Veränderung des Sprachgebrauchs und die Historie des Erziehungsbegriffes zu dieser Unklarheit. Früher wurde die Erziehung und der mit ihr gemeinte Sachverhalt auf die Kinder-und Jugendzeit beschränkt. Heute dagegen sind diese Altersgrenzen nicht mehr Bedingung dafür, dass etwas Erziehung ist. Es gilt nicht mehr die Auffassung, dass nur Kinder durch Erwachsene erzogen werden, sondern auch zwischen Erwachsenen oder den Kindern selbst kann Erziehung erfolgen (vgl. Oelkers, J. 2008, S. 82f.).
Inhalt des ersten Teils dieser Arbeit ist es, die theoretische Seite der Erziehung oder zumindest einen Teil davon zu zeigen. Durch das kritische Beleuchten von verschiedenen Erklärungen des Begriffs Erziehung sowie durch das sichtbar Machen und Erläutern der Gemeinsamkeiten und Unterschiede soll deduktiv die Frage nachdem, was Erziehung eigentlich ist, beantwortet werden.
Im zweiten Teil steht die Erziehungspraxis im Vordergrund, welche anhand verschiedener Erziehungsstile demonstriert wird. Hier sollen die Besonderheiten und Gegensätze der Er-
3
ziehung in Theorie und Praxis aufgezeigt sowie herausgefunden werden, ob Erziehung sichtbar wird und wenn, wo sie zu erkennen ist. 2. Erziehung; Was ist das?
2.1 Probleme der Begriffsbestimmung
Wenn man nun versucht sich dem - Was ist Erziehung - zu nähern, besteht das größte Problem darin, dass der Begriff Erziehung wirr, vielleicht sogar launisch im Diskurs über die pädagogische und wissenschaftliche Bedeutung und die begriffliche Abgrenzung voneinander, verwendet wird (vgl. Heid, H. 2004,S. 43) und es sich somit schwierig gestaltet eine allgemein gültige, kompakte Definition zu liefern. Dadurch wird es notwendig ein Konstrukt zu entwerfen, welches einzelne, miteinander in Beziehung stehende Ideen und Annäherungsversuche darstellt und damit den Rahmen bildet, sich mit Erziehung auf wissenschaftlicher Ebene auseinander zu setzen.
2.2 Erziehung als Handeln
Winkler, Raithel und auch Heid beschreiben Erziehung als Handeln einer älteren, gegenüber einer jüngeren Generation, wobei das körperliche Alter, im Gegensatz zum geistigen Alter eine geringe Rolle spielt (vgl. Winkler, M. 2007,S. 64 f.; Raithel, J., u.a. 2009, S. 21; Heid, H. 2004,S. 46 f.). Vielmehr geht es um die Vermittlung von Inhalten, welche durch Erziehungs-normen und Erziehungsbedingungen beeinflusst, es dem Zögling ermöglichen die Erzie- hungswirkungen„als notwendigen Beistand für (sein) eigenes Dasein zu erfahren, kritisch zu beurteilen und selbst fortzuführen lernen“ (wie Raithel, J., u.a. 2009, S. 21, nach Bokelmann 1970, 185 f.). Raithel schreibt in der Nähe zu Bokelmann, dass die Erziehungsnormen bestimmte Lebensvorstellungen der älteren Generation sind, welche diese bereits als daseinsnotwendig erfahren haben. Die Erziehungsbedingungen dagegen sind Umstände unter denen die Erziehung geschieht oder geschehen ist. Das Ziel des Gesamten besteht aus den Erziehungswirkungen, welche den Zögling in seinem Sein beeinflussen und ihn somit aus seiner Unmündigkeit herausführen sollen. Mündigkeit beschreibt dabei die Möglichkeit bzw. das Können, den eigenen Verstand ohne Hilfe zu nutzen (vgl. Winkler, M. 2007,S. 54f.; Raithel, J., u.a. 2009, S. 21).
Erziehung besteht also aus Handlungen zwischen zwei Parteien, dem Erzieher als der älteren gegenüber dem Zögling als der jüngeren Generation. Geht man nun davon aus, dass der Erzieher den Willen zum Erziehen benötigt um überhaupt Erzieher zu sein, sowie auch der Zögling einverstanden sein muss sich erziehen zu lassen, wird aus dem Handeln mehr ein Verhandeln. Denn beide müssen den beschriebenen Kompromiss eingehen, damit Erziehung stattfinden kann.
4
Arbeit zitieren:
Robert Michalowski, 2010, Erzieherisches Handeln in Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Schulpädagogik: Erzieherisches Handeln in Theorie und Praxis ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Schulpädagogik: neuer Titel erschienen: Erzieherisches Handeln in Theorie und Praxis
Robert Michalowski hat einen neuen Text hochgeladen
Poetry, Theory, Praxis. the Social Life of Myth, Word and Image in Anc...
Eric Csapo, Margaret C. Miller
International Plutarch Society
Das Experiment von Public Private Partnerships in China: Theorie - Pra...
Eine praxisbezogene Analyse un...
Yisuo Li
Marketing in der Weiterbildung: Ein Theorie-Praxis-Vergleich in Kooper...
Johannes Schreiber
0 Kommentare